Batterie

Diskutiere Batterie im Renegade Forum Forum im Bereich Jeep Modelle & Technik; Ich mach mal das Thema neu auf. Meine Batterie war auch in der ersten Woche leer. Hab' vorher ca. 15 Minuten die Einstellungen im uconnect...
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scar2

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Ich mach mal das Thema neu auf.

Meine Batterie war auch in der ersten Woche leer. Hab' vorher ca. 15 Minuten die Einstellungen im uconnect gecheckt. Macht man ja, wenn das Auto neu ist.
Die Werkstatt angerufen und die Mitteilung bekommen, das kann schon mal vorkommen, das Auto ist so voll gesteckt mit Verbrauchern und die Batterie so knapp bemessen, daß schon 10 Minuten ohne Motor reichen.
Naja, fand ich ein bißchen verarsche, kann nicht sein, das ein Auto mit Start/Stop so knapp bemessen ist, daß die Batterie nach 15 Minuten in die Knie geht. Eingebaut sind 71 Ah, da sollten 35 A (420 Watt) 'ne halbe Stunde fließen können.
Ich habe die Batterie nachgeladen, Start/Stop deaktiviert, Innenbeleuchtung aus, Begrüßungsblinken und "Heimleuchten" auch aus. Gefahren bin ich fast nur längere Strecken über 50 km.
Im August das uconnect Update gemacht (ca. 20 min), während ich danach Einstellungen nach Veränderungen durchsehen wollte kamen Fehlermeldungen (Start/Stop nicht verfügbar, ABS System Fehler...). Gleich ausgemacht, Batterie gemessen - leer. Werkstatt informiert, Antwort in Richtung selber schuld, wenn ich den Motor nicht mitlaufen lasse.
Als ich das Auto wegen der BEATS in der Werkstatt hatte, sollten sie die Batterie prüfen. Nach zwei Wochen abgeholt, Batterie wurde geprüft, ist in Ordnung! ?????
Wie wurde den geprüft? Nach JEEP Vorgabe. Wie lange? Ein paar Minuten war der Tester dran.
Alles klar, da wurde nur das Kaltstartverhalten getestet aber nicht die Kapazität.
Da ich im bevorstehenden Winter nicht mit plötzlich versagender Batterie dastehen wollte, habe ich zu Hause die Batterie ausgebaut und selbst getestet. Ergebnis des zweimal durchgeführten Kapazitätstests mit 60 Watt Lampe (5 A Entladestrom): nach 3 Stunden war die Batterie leer (11,85V), das entspricht einer Kapazität von 15 Ah!
Werkstatt informiert. Jetzt bekomme ich beim nächsten Besuch eine neue Batterie.

Die Batterie ist teurer, weil es eine AGM Batterie ist. Diese Batterien sind speziell für Sart/Stop Systeme, haben einen anderen Zellaufbau und sollen das doppelte bis dreifache an Ladezyklen aushalten. Auch wer Start/Stop nicht nutzt hat mehr von diesem Batterietyp. Laßt euch nicht die halb so teuren Standardbatterien einbauen.
 

Freizeitpirat

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Hallo Scar2 !
 
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. :top:
Da bin ich echt mal gespannt wie lange meine hält, wenn ich Ihn nächste Woche abhole. !
Ich werde alle Einstellungen wohl mit laufendem Motor machen ... sicher ist sicher  :satisfied:
 

pfuederi

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Ich glaube die Batterie von Roland war auch schnell hinüber, und zwar durch einen Zellenschluss.
 
Das war bei meinen Mopar-Batterien im Cherokee gleich 4x der Fall.
Zweimal wurde auf meine Kosten alles ausgemessen und getestet, ohne Befund. Mein Garagist war auch nicht sonderlich erstaunt darüber.
Hoffentlich wird das beim Renny nicht auch zur Regel.
 
Hat der Renny eigentlich Mopar oder Magneti Marelli Batterien?
 

scar2

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Wenn ich meine neue Batterie habe, werde ich mir erstmal die Mühe machen und sie ausbauen und erneut testen. Mindestens 80 Prozent der Kapazität müssen rauskommen.
Ist die Batterie erstmal soweit fertig, das man sie im Sommer keine 10 Minuten belasten kann, gibts auch keine Reseve wenn jetzt bald die Temperatur auf oder unter den Gefrierpunkt sinkt.
Wenn die Spannung beim Vorglühen unter einen bestimmten Wert sinkt, versucht der Renegade gar nicht erst den Anlasser zu drehen.
Vorbei die Zeiten, wo der Anlasser sich auch noch bei fast leerer Batterie bemühte.
 

pfuederi

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@scar2:
 
Was hat denn bei Dir das Voltmeter im Infodisplay während dieser einen Woche so angezeigt?
 
Bei meinem Leih-Limited ist die Anzeige konstant zwischen 13.2 + 14.0 Volt.
 

scar2

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Die Ladespannungsanzeige ist bei mir in Ordnung, auch zwischen 13,2 V und 14,0 V, auch mit externen Voltmeter gemessen. Also Lichtmaschine und Laderegler ok.

Um das mal nicht im Navi Thread fortzusetzen:
Bei allen Autos die ich vorher als Neuwagen hatte, habe ich in den 3-4 Jahren nie Probleme mit der Batterie gehabt und sie während dieser Zeit nicht ersetzen brauchen.
 

pfuederi

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Ich denke, das die Mopar-Batterien (sind im Renny drin, habe nachgeschaut), einfach Billigstware sind. Mein bisheriger Cherokee hatte ja keinerlei elektronische Helferlein drin, welche wie die heutigen Fahrzeuge auch im Ruhezustand weiter am Strom nuckeln. Trotzdem war alle 1.5 Jahre Feierabend.
 
@scar2: ist denn die von Dir erwähnte AGM-Batterie auch von Mopar oder ist das die Marke? Was für eine Kapazität haben die?
Die Mopar in meinem Übergangs-Limited hat 72AH 570A.
 
 

scar2

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Die noch defekte Batterie bei mir ist von Mopar. Oben auf der Batterie ist ein Aufkleber, auf dem steht in mehreren Sprachen der Hinweis auf eine Spezialbatterie für Start/Stop.
AGM ist keine Marke sondern bezeichnet die etwas andere Bauart der Batterie. AGM = Absorbent-Glass-Mat-Battery. Die Batteriesäure plätschert nicht frei rum, sondern ist in Glasmatten "gebunden", es ist aber keine Gel-Batterie.
Batterien speziell für die häufigeren Starts werden unter den Suchbegriff AGM oder Start/Stop Batterien angeboten.
 

pfuederi

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Danke für die Hinweise, das werde ich bei meinem Trailhawk im Auge behalten, sofern er mal bei mir eintrifft!
 

scar2

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Die AGM Batterien sind empfindlicher als normale Starterbatterien, was Tiefenentladung betrifft. Das wird wohl der Grund sein, warum es so einige Renegades gibt, die als Neuwagen Batterieprobleme haben.
So wie ManEater666 das ja schon im Navi Thread #115 geschieldert hat. Eventuell schon einmal entladen bei Lagerung vorm Band in Melfi oder nach dem Band auf dem Sammelparkplatz. Das erste Mal tiefentladen beim Händler angekommen. Der lädt die Batterie wieder, macht die Updates, eventuell steht der Wagen dann noch im Showroom, Interessenten schalten mal so die Amaturen an ... Das zweite Mal tiefentladen. Ergebnis, der neue Besitzer hat nach kurzer Zeit Batterieprobleme.
 

susiq

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Das Problem mit den AGM Batterien ist ganz einfach:
Vlies-, aber auch AGM-Batterien haben einen Micro-Glasfaser-Separator zwischen den positiven und negativen Platten. Dieses Gewebe hat batterietechnisch gesprochen riesengroße Löcher. Das ist gut für hohe Ströme. Deshalb sind diese Batterien auch so ideal als Starterbatterie verwendbar, denn der Anlasser bekommt viel Power. Das hat aber auch einen sehr großen Nachteil, denn mit dem Strom fließt auch immer etwas Blei mit und bildet von der positiven zur negativen Platte und zwar durch diese großen Löcher im Separator hindurch, dünne Bleifäden. Die nennt man Dendriten. Sie wachsen wie in Tropfsteinhöhlen die Stalagtiten und werden bei jeder Entladung massiver. Zuerst merkt man es daran, dass die Batterie immer schneller entlädt und schließlich endet das Leben im Kurzschluß. Beim Einsatz als Starterbatterie wird ja nicht so tief entladen und die Lichtmaschine lädt auch immer wieder auf, aber als Versorgungsbatterie wird sie gezykelt, also ent- und wieder geladen. Je intensiver das geschieht, um so schneller ist das Leben der Batterie beendet. 
 

Conrad

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Ganz schön alt der Test, ob da alles noch gilt?
 

Freizeitpirat

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Stimmt, der ist von 2012 !  Aber mal ehrlich, es wird doch ständig weiterentwickelt und verbessert. 
Mich wundert halt nur, dass die AGM's hier so hervor gelobt werden.  :closedeyes:
Alleine die Aussagen widersprechen den Erfahrungen der o.g. Batteriegeschädigten ! 
 
Zitat: Quelle http://www.heise.de/autos/artikel/Zehn-Akkus-im-Test-1772038.html
 
Diese Bauform bringt eine Menge Vorteile mit sich. Durch den vergleichsweise geringen Innenwiderstand der AGM-Akkus ist die Selbstentladung gering – die AGM-Akkus behalten also auch bei längerem Stillstand genügend Kapazität zum Starten. Das ist gerade für Oldtimer, die über den Winter nicht bewegt werden wichtig, denn dort muss im Frühjahr sonst das Ladegerät ran. Ein AGM-Akku ist unempfindlicher gegen Tiefentladung, dazu kommt, dass er bei kalten Temperaturen eine gute Kapazität liefert, was bei normalen Blei-Säure-Akkus nicht unbedingt der Fall ist. Auch die Lebensdauer von einem AGM-Akku ist höher. 
 

Feuerlocke

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Wenn man die Start/Stop-Funktion nicht nutzt, kann man doch auch eine gute Gel-Batterie einsetzen.
In meinem Wagen vorher, war so eine drinn, weil vorgeschrieben ( Innenraum )
Die hat jetzt schon über 9 Jahre auf dem Buckel aber, nichts von ihrer Leistung verloren.
 

scar2

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Nur unempfindlicher gegen Tiefentladung stimmt nicht. Ist nach den Ausführungen von susiq in Beitrag #11 auch logisch. In der Nähe der Tiefentladung fängt die Anlagerung des Blei's an. Solange die Spannung drüber ist, bleibt es weitgehend in der Säure und ist in Bewegung.
Sonst stimmt es, das man von AGM-Batterien mehr erwarten kann.
Ich glaube auch nicht, das die original verbauten Batterien schlechte Qualität haben. Aufgrund der langen Abläufe von Batterieproduktion, bis zur Übergabe an den Kunden ist bloß die Gefahr sehr groß, dass sie die Tiefentladung erreichen.
 

Conrad

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Freizeitpirat schrieb:
 Aber mal ehrlich, es wird doch ständig weiterentwickelt und verbessert.
 
Da wäre ich vorsichtig. Qualität und Kostensenken sind zwei Paar Schuhe.
Ich bin es gewohnt, immer mal wieder das Ladegerät zu benutzen. Das werde ich beibehalten, schon um bei fälligen Einstellungen/Updates nicht den Motor laufen lassen zu müssen.
 

Freizeitpirat

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scar2 schrieb:
Aufgrund der langen Abläufe von Batterieproduktion, bis zur Übergabe an den Kunden ist bloß die Gefahr sehr groß, dass sie die Tiefentladung erreichen.
 
Dann verstehe ich nicht ganz, warum die bei der Endabnahme nicht gleich alle Autos an die Ladestation schicken und die eingebauten Batterien nicht vollständig aufladen.
 
Hmmm ... ich habe gar keine Möglichkeit ein Ladegerät anzuschließen ... es gibt keine Steckdose in unserer Tiefgarage !  
Das könnte zu einem Problem werden ... :hmmm:
Will die auslaufgefährdeten Batterien nicht immer ausbauen und durch die Gegend schleppen.
 

pfuederi

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Freizeitpirat schrieb:
 
Dann verstehe ich nicht ganz, warum die bei der Endabnahme nicht gleich alle Autos an die Ladestation schicken und die eingebauten Batterien nicht vollständig aufladen.
 
Hmmm ... ich habe gar keine Möglichkeit ein Ladegerät anzuschließen ... es gibt keine Steckdose in unserer Tiefgarage !  
Das könnte zu einem Problem werden ... :hmmm:
Will die auslaufgefährdeten Batterien nicht immer ausbauen und durch die Gegend schleppen.
 
Das machen sie auch nicht mehr, wenn Du eine neue Batterie kaufst. Früher wurde im Laden noch eine Kernladung gemacht; wie ich die letzte gekauft habe und danach fragte meinten die nur, ich solle etwas auf die Autobahn fahren gehen!!
 

Freizeitpirat

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pfuederi schrieb:
 
Das machen sie auch nicht mehr, wenn Du eine neue Batterie kaufst. Früher wurde im Laden noch eine Kernladung gemacht; wie ich die letzte gekauft habe und danach fragte meinten die nur, ich solle etwas auf die Autobahn fahren gehen!!
 
Ist ja auch in Sachen Kosteneffizienz die einfachste Lösung ... 
Naja, wie auch immer .... ich werde mir wohl Strom in die Tiefgarage legen müssen.  :wave:
 
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