Abschleppen & Pannenhilfe

Diskutiere Abschleppen & Pannenhilfe im Non Tech Forum Forum im Bereich Jeep Modelle & Technik; Abschleppen & Pannenhilfe Wer haftet wenn was passiert mit dem jeep kommt man ja bekanntlich überall hin UND auch wieder heim ;-) (meistens)...

wie würdet ihr entscheiden, Helfen oder nicht

  • immer auch wenns nich kopf und kragen kostet

    Stimmen: 0 0,0%
  • nur wenn ichs verantworten kann

    Stimmen: 0 0,0%
  • nur offroadern

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  • nur jeepern

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  • nie und nimmer

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  • nur mit haftungsauschluss

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ftec

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Abschleppen & Pannenhilfe
Wer haftet wenn was passiert

mit dem jeep kommt man ja bekanntlich überall hin
UND auch wieder heim ;-) (meistens) ;-)

ich hab da mal ne frage
die beschäftig mich schon länger ( wieder mal im letzen winter)
da hab ich reihen weise autos die den berg wegen sommerbereifung
nicht hoch kamen links liegen lassen (sind selbst dran schuld)

erstens hätte ich dann die nacht durchmachen müssen so viele waren das
zweites den tank leer gefahren

ist aber durch diesen thread wieder aktuell http://www.jeepforum.de/index.php?showtopic=786&

wenn ich jetzt so n'em armen wicht ohne jeep ;-) helfe
ihn aus den graben ziehe
oder aus der schneewehe
oder einfach den bersch hoch bei schnee
usw....

und reise "ohne absicht" was kaputt........... (zb die voderachse raus )
oder übern stein unterm schnee der den unterboden ruiniert
oder zu knapp am baum vorbei und der spiegel , lack, tür, kotflügel ist hinüber

wer bezahlt dann den schaden ??
wer ist dafür haftbar

klar wenn ein fremder meine hilfe anfordert
muss er einkalkuliern bzw nimmt billigend in kauf
das ich kein profi bin. und passiern kann immer mal was

aber arschlöscher die dich als dank dann anzeigen gibt's sicher auch
besser wäre ein haftungsauschluss unterschreiben zu lassen
oder ganz die finger von lassen

nur noch zu .info:
ich hab schon vielen geholfen
und nie negative erfahrungen gemacht
aber bedenken sind da schon

na dann last mal hören
 

lvcc

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Eine wirklich interessante Frage...


Mike (neugierig auf die Antworten)
 
Linedance

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Schade, dass man nicht 2 "Kreuze" machen kann.

Ich helfe, wenn ich kann. Allerdings sehe ich auch zu, dass ich mich weitestgehend absichere. Dazu erfährt der Hilfesuchende, dass ich weder Profi, noch bereit bin, eine Haftung zu übernehmen. Dann ist er derjenige, der an seinem Wagen das Seil einklinkt bzw. wenn geschraubt wurde, der letzte, der einen Schlüssel an den Schrauben hatte.
Sollte es um eine Schleppaktion im Bereich öffentlicher Straßen gehen, kann die Hilfeleistung durchaus auch in dem Aufbau einer Absicherung und Telefonaten bestehen.
Ziel ist immer maximale Sicherheit für Betroffene und Helfer. Erst danach kommt die Maximierung des Effektes der Hilfeleistung.

Aus der langjährigen Erfahrung heraus gesprochen muß ich feststellen, dass das "Wegziehen" oder gar Bergen eines Kfz erheblich einfacher aussieht, als das ist. Besonders kritisch ist das, wenn der Lenkende im gezogenen Kfz unbeleckt ist oder gar beide Fahrer "untrainiert" sind. Daher ist es manchmal besser die Mühle im Dreck zu lassen, zu sichern, nachzufordern und die Insassen zu versorgen.

Gruß,
Matthias
 
cherokee xj

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high octane petrolhead
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Ich habe mich für "Nur wenn ich es verantworten kann " entschieden. :wub:

Im Zweifel würde ich notfalls die Hilfe des ADAC, Rettungs bzw. - Bergedienst o.ä. in Erwägung ziehen bzw. dem in Not geratenden anbieten.
Das sind Profis und die wissen ( hoffe ich zumindest ) was Sie tun.

Ich denke, daß es unter Umständen besser ist, in so einem Fall auf professionelle Hilfe zurückzugreifen, als den in Not geratenden oder sich selbst hier unnötigen Risiken auszusetzen. Mitunter kann da der beherzte Griff zum Mobiltelefon mehr helfen, als alles andere.

Wichtig an der ganzen Geschichte ist doch, daß man überhaupt hilft und nicht nur gafft oder gar vorbeifährt. :wave:
Und das scheint mir in der heutigen Zeit doch viel öfter vorzukommen als das mal jemand in irgendeiner Form Hilfestellung leistet, wie immer die auch aussieht.

Just my :wave:

Micha
 
Timber Crawler

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jüchen
Das sind Profis und die wissen ( hoffe ich zumindest ) was Sie tun.
immer auch nicht :wave: da denke ich an meinen 95er alls er im wald gelandet
ist . haben die vom ADAC einfach einen seil durch die beiden vorderen türen
gezogen und dann angehoben ,da war dann auch das Dach und beide Türen kaputt .
hätte mann auch anders machen konnen ,finde ich . aber auf meine frage warum es so
gemacht wurde ,sagten die " es müße schnell gehen "na toll .



@ cherokee xj . äää hast du nicht noch die kompas leiterplatte gesucht . :wub: oder wer war das .

:wave:
 
cherokee xj

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:wave:, hast du denn in dem Moment nicht gedacht: Kann das richtig sein bzw. funktionieren ?
Der Spruch von dem ADAC Mitarbeiter war natürlich auch vollkommen daneben. Bist du denn auf dem Schaden sitzen geblieben oder wie ist das gelaufen ?

Nee, mit der Kompass-Leiterplatte, daß war ich nicht,sorry...
 
Timber Crawler

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Nr.816
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jüchen
da war ich nicht bei :wave: meine frau wurde abgedrängt auf der autobahn.
und der andere müßte bezahlen . aber viel kommt da nicht rüber von der versicherung .
ist ja auch schon wieder 5 jahre her . und fast vergessen .

:wave:
 

hape

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Ich hatte mal jemanden aus dem Dreck gezogen, der in einer schlammigen Treckereinfahrt wenden wollte. Der hatte einen Anhänger dran und war so blöd nicht den Anhänger in den Modder zu fahren und mit dem Auto auf der Strasse zu bleiben, sondern fuhr mit dem UAto in den Matsch.
Danach behauptete der doch glaztt, ich hätte seine Stoßstange beim Rausziehen demoliert...
Seitdem würde ich zwar immer wieder helfen, aber zum Rausziehen/Abschleppen immer den ADAC rufen und das nicht selber machen. Ausser natürlich ich kenne die Person privat, oder es ist ein Jeeper in Not.

MfG hape
 
SK Kölsch

SK Kölsch

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Mann, ist das ne coole Frage :yes:

Ich habe nämlich ein Helfersyndrom. Aber auf die Idee, dass mir dabei jemand was Böses wollte bin ich noch gar nicht gekommen, obwohl ich weiss, dass es viele kranke Menschen gibt. :wave: Ich erinnere an den ML-Spacko, der 10€ für seine Hilfe (ausm Schlamm ziehen) verlangte.

Mir macht das immer Freude. Dabei übersehe ich aber blauäugig diese Gefahren. Muss daran liegen, dass ich immer Angst vor der Polizei habe, die auftauchen könnte. Habe nämlich immer gelbe Xenondoppelblitzfuntzeln dabei und eine Führungslichtanlage, die ich dann auch einsetze. Erlaubt ist das nicht und theoretisch könnten die Grünen mich auch abzocken, wenn ich die Funzeln verwende. Aber ich hoffe da immer auf die Vernunft und "Gefahr in Verzug". Ich habe für die Leuchten auch blaue Aufsätze und würde die auch einsetzen, wenn z.b. ein Unfall nachts auf der Autobahn ist (ungesicherte Unfallstelle), obwohl ich nicht weiss, was mir dabei passieren könnte. Aber da geht es um Leben und Tod.

Neulich war ein Typ wohl 10 sec vor mir zu schnell am Autobahnkreuz in die Kurve gegangen und hing feuchtmatschigen Brückenabhang. Dabei hatte er 2 Barken umgenietet und ordentlich Wiese umgegraben. Ich Unfallstelle abgesichert. Ein weiterer hielt an, der dann auf der Auffahrt sich quer aufstellte um den Unfallwagen, der 90 Grad zu Fahrbahn versetzt stand, über die Fahrbahn aus dem Matsch zu ziehen. Ich hielt dabei den ankommenden Verkehr an. Ging alles gut. Aber hinterher wurde mir klar, dass ich Beihilfe zur Fahrerflucht geleistet habe, weil keine Polizei da war und mindestens 2 Barken platt waren und 4 Millionen Grashalme. :wave:

Als ich mit dem Mondeo einen fetten Japse-SUV aus dem Graben gezogen habe, habe ich auch die beiden Funzeln aufgesetzt und los (wir haben dabei ja die ganze Strasse gebraucht und es schneite in der serpentinenartigen Abfahrt). Die Holländer, die am gleichen Berg mit Sommerreifen die Kuppe nicht hochkamen dachten sogar wir seien ein Abschlepp-Service-Team. :yes: Die haben die Ketten nicht draufbekommen. Das hat mein Kumpel erledigt und sich 10€ verdient. Die mit dem SUV hatten überall Schrammen und Beulen. Aber die waren nur nett und froh, dass es noch so nette Leute gibt. :top:

Eines Abends auf der BAB: ein altes Wohnmobil steht auf der STandspur. Wir konnten nicht helfen ausser über Handy den ADAC rufen. Trotzdem haben wir zusammengesessen mit den Leuten der Vorvorgeneration und haben eine schöne Zeit gehabt und eine Flasche Wein bekommen. :wub:

Nette Leute und ein freudiges Lächeln sind der beste Dank, der einem passieren kann!
 
SK Kölsch

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Habe mir sogar extra für Notfälle einen Feuerlöscher fürs Auto gekauft. Man weiss ja nie. Aber ob ein Hilfebedürftiger den im Ernstafall ersetzen würde, weiss man ja auch nicht.

Ich habe immer grosse Angst vor der Situation, dass ich mich nicht traue, irgendwo anzuhalten. Man sieht ab und zu mal so gestellte Szenen, wo Ewigkeiten kein Mensch anhält. Ich bewundere die Ersthelfer. Bin jeden Tag 300km unterwegs und habe schon so allerhand gesehen. Die Krönung war eine 100m Blutsspur und ein abgetrennter Arm... 20m neben der Leiche, die gerade von einem vermummten Polizisten abgedeckt wurde. Mein Gott. An so einer Stelle möchte ich nicht der erste sein. Da hatte ein Taxifahrer einen Mann auf der BAB überfahren, der nicht angegurtet war und bei einem Crash in die Mittelleitplanke aus dem Auto geschleudert wurde. Das Taxi stand weiter entfernt in einer Blutlache (er hatte den kerl über 100m weit unterm Auto hängen und Einzelteile über der BAB verteilt. Man durfte im Nachhinein raten, ob es Autoteile oder Leichenteile waren). Für den unschuldigen Mann ist das Leben doch jetzt auch ein ganz anderes. Arme Sau.
 
Linedance

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@sk kölsch
bleib ganz ruhig... Das, was Du da machst ist eine ganz heiße Sache. Ich hab in dem Metier sehr lange Erfahrung (Hochgeschwindigkeitsunfälle sind mein Spezialgebiet als Helfer) und kann Dir nur raten, den Gedanken an Leben und Tod "da vorne" zu vergessen. Überlebt und gestorben wird auch ohne, dass Du Dritte gefährdest, den Lappen reichst, vor dem Kadi endest oder gar selbst hops gehst. Meist sind die Meldungen umgekehrt proportional zur Schwere des Ereignisses...
Die Motivation kenne ich gut - auch die Tätigkeitsszenarien. Bei manchem, was Du da so beschreibst sieht das jedoch so aus, als wär Dir die Tragweite schleierhaft. Ein Fahrzeug, das neben der Bahn steht, steht da verdammt gut. Schon mal dran gedacht, was passiert, wenn dank der Sperrung unten auf der Autobahn ein Folgeunfall zustande kommt?
Solange Du zugelassene gelbe Rundumleuchten im Stand auf Dein Auto setzt um eine Einsatzstelle zu sichern und Du das Auto damit nicht bewegst, kannst Du das bestimmt vertreten :wave:.
Bedenke bitte, dass die Helferei auf der Autobahn eine der gefährlichsten Tätigkeiten ist, der man nachgehen kann. Man schwebt dort permanent in Lebensgefahr. So ganz nebenbei besteht auch das Risiko, dass Dir einer das Fahrzeug ramponiert. Also gaaanz ruhig rangehen, helfen wenn möglich aber unter Minimierung der Risiken für 1.Dich, 2. alle Anderen beteiligten und unbeteiligten Personen.
Was führst Du eigentlich so an Ausrüstung mit? Welche Ausbildung steht hinter dem Syndrom?

Gruß,
Matthias
 
SK Kölsch

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hallo Matthias,

ich habe meine Schilderungen nur in der Kurzfassung dargestellt und stelle fest, dass das zu Verwirrungen geführt hat. :wave:

Ein Fahrzeug, das neben der Bahn steht, steht da verdammt gut. Schon mal dran gedacht, was passiert, wenn dank der Sperrung unten auf der Autobahn ein Folgeunfall zustande kommt?
1) Mir ist bewusst, das allein schon das Stehen auf dem Standstreifen (selbst mit Blaulicht und oder Baustellenblitzen) lebensgefährlich ist. Damit kenne ich mich ein wenig aus.

2) ich habe die Autobahn nicht selbst gesperrt. Da ich mich ein wenig damit auskenne, würde ich mir sowas nicht anmassen. Das gibt eine ordentliche Strafe... schon wenn nichts passiert. Die Sperrung hat der erste LKW automatisch verursacht, da der nicht an der Aktion vorbeikam (die ich auch nicht eingeleitet habe; ich hätte eine andere Bergung parallel zur Fahrban für machbar gehlten). Ich habe die Blitzlichter der Auffahrt entlang in Reihe blitzend aufgestellt und mit Warnweste zum Langsamfahren animiert. Vorausschauend so gut wie möglich. Dabei stand der Wagen vor dem Unfallort auf dem Seitenstreifen mit Blitzleuchte. Im Stand sollte das wirklich okay sein, weil die eine E2-Zulassung hat. Mit der haben wir sogar mal eine Abschleppaktion in der Stadt gemacht. Uns kamen Streifenwagen entgegen. Die hatten offenbar wichtigers zu tun als uns zu stoppen. Die haben trotzdem blöd geguckt. Habe von den Leuchten auch einen Mini-Hologendrehspiegel-Lightbar, den tatsächlich auch das Kölner Ordnungsamt fährt... obwohl die nur bis 72kmh zugelassen sind. Damit dürften die dann wohl nicht auf die BAB


@sk kölsch
bleib ganz ruhig... Das, was Du da machst ist eine ganz heiße Sache. Ich hab in dem Metier sehr lange Erfahrung (Hochgeschwindigkeitsunfälle sind mein Spezialgebiet als Helfer) und kann Dir nur raten, den Gedanken an Leben und Tod "da vorne" zu vergessen. Überlebt und gestorben wird auch ohne, dass Du Dritte gefährdest, den Lappen reichst, vor dem Kadi endest oder gar selbst hops gehst. Meist sind die Meldungen umgekehrt proportional zur Schwere des Ereignisses...
Um gottes Willen..... was ich damit eigentlich meinte.... ich war nachts unterwegs und sah vor mir scheinbar grundlos das ein oder andere Auto in der Dunkelheit bremsen. Gewarnt fuhr ich langsamer. Grund war ein Unfall auf der Überholspur mit vielen Wagenteilen. Alles bei Dunkelheit. Wäre da einer reingerast... nicht auszudenken. Ich hätte mich (hätte ich sie dabei gehabt) mit blauen Funzeln weit vor der STelle auf den Standstreifen gestellt und wäre selbst hinter die Leitplanke und hätte zur Langsamfahrt aufgefordert.
Ich glaube nicht, dass ich so dritte gefährdet hätte.


Matthias, ich versichere Dir, dass mir die Tragweite bewusst ist. Ich kenne mich besser damit aus, als Du vermutest.

Seit frühester Kindheit war ich immer auf der Seite der COPS (z.b. in den ganzen "auf der highway ist die hölle los" filmen). Und so entwickelte es sich, dass dann auch mal ein Copcar her musste. Das Hobby verpflichtet natürlich auch. Aber insgesamt ist der Hauptgrund, dass ich grundsätzlich ein sehr hilfsbereiter Mensch bin.

Ich weiss natürlich auch, dass alle Aktionen, die ich mache in der Grauzone liegen. Es gibt nämlich auch etliche echte Polizisten und Feuerwehrleute, die das gleiche Hobby haben. Von denen lernt man auch viel. Und auch die haben immer wieder Probleme mit ihren Kollegen.

Das Wintererlebnis in Winterberg endete nämlich so, dass ich beide Funzeln aufm Dach hatte und sowohl die Holländer schon weg waren und der Japse-SUV auch. Ich räumte den Kofferraum unter schöner Beleuchtung wieder ein (musste alles raus, weil der Abschlepphaken natürlich IMMER im Ersatzrad unterm vollbeladenen Kombi-Kofferraum liegt) :wave: und da hielt doch mitten im Zonenrandgebiet (Sauerland :wub: ) wie aus dem Nichts ein Streifenwagen. Mist. Die haben aber geguckt. "Wo haben Sie denn die Funzeln her" (O-Ton; daher kenne ich erst den Begriff Funzel). Und dann habe ich gesagt ich sei Sammler (so hat es auch tatsächlich damit angefangen) und ich hätte einen dicken Jeep aus dem Graben gezogen und Holländern die auf der Kuppe gestrandet waren Winterketten angelegt. Scheisse, wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke... ich hätte mir das selbst nicht geglaubt. Die nickten nur und fuhren weiter, weil sie wohl einen Einsatz hatten (ohne SoSig).

Was ich alles dabei habe? In meinem Dienstwagen (mit dem ich 300km täglich fahre) alles, was man für den Notfall gebrauchen könnte.
1) 2 magnet Xenondoppelblitzleuchten Vision alert
2) Super Primär Führungslichtanlage von Prolux (4 Lampen, die meist heller sind als die der BAB-Polizei)
3) Abschlepphaken jetzt griffbereit
4) 2-3 Warnwesten nach EU
5) eine teure USA-Jacke, von 3M (wie die engl. Bobbies... neongelb mit mehreren Reflektionsstreifen rundum
6) neonorange farbene Handschuhe mit Refl. Streifen
7) Maglite mit rotem Kegelaufsatz als leuchtstab
8) Abschleppseil und Starthilfekabel
9) Absperrband rot/weiss und für den Jeep "POLICE LINE - do not cross"
10) Feuerlöscher ABC, 2kg
11) Handschellen (echt) aus USA und Plastikschnellhandschellen (Einweghandschellen)
12) Tonfa nur für Karneval (hat Polizei mir erlaubt)

und ich habe aus einem Lightbar mit LED-Panel mir Texte auf Deutsch umprogrammieren lassen mit Hinweisen wie "Unfall", "Bergung", "Gefahr", "Langsam fahren" und und und.... aber die Polizisten haben mir von der Nutzung dieses Teils dringend abgeraten.

Und der Jeep wird wohl eine Komplettausstattung bekommen, die im absoluten Grauberich liegt. Wig wag vorne. TrafficBacker (drei Bremsleuchten blinken abwechselnd mit den Rückfahrscheinwerfern), Strobes in den Scheinwerfern und hinten, Sirene, Signalmaster. Alles nicht erlaubt. Aber wenn es im Notfall hilfreich wäre, setze ich es ein.


Wie du siehst, steckt keine Ausbildung dahinter. Ich ärgere mich aber immer wieder, dass ich nicht die Laufbahn eines Polizisten eingeschlagen habe.. obwohl ich auch oft froh bin, dass es doch nicht dazu kam
 
SK Kölsch

SK Kölsch

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@ Matthias:

nur mal zu der Sache mit der vermeintlichen Autobahnsperrung. Stell dir vor du kommst vom rechten Bildrand über die Autobahn und fährst ab in den Kreis links oben (Autobahnwechsel). Stell dir den Kreis als Uhr vor. Dort auf 2 Uhr war die Stelle, wo das passiert war.

Entlang der inneren Kurve habe ich dann alles aufgebaut und konnte auch sehr gut den anrollenden Verkehr beobachten und warnen. Da waren nämlich keine Bäume und ein grosser Höhenunterschied.

 
headranger

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Alla hopp dann...
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@SK Kölsch

Dein Helfersyndrom in allen Ehren.
Ich denke auch, daß Du der Überzeugung bist Gutes zu tun.

Aber ich muß Matthias (Linedance) voll beipflichten.
Was Du tust ist eine heiße Kiste!
Abgesehen vom Mißbrauch von Sondersignalen; denn das ist es rechtlich gesehen, trotz eindeutig guter Absicht.

Wenn Du unbedingt helfen willst, geh zur Feuerwehr, zum THW oder DRK und laß Dich dort als freiwilliger Helfer ausbilden.

Auf der Autobahn genügt es völlig bei Unfällen zu denen man als Erster kommt über Handy die Rettungsdienst und die Polizei anzurufen und die Unfallstelle abzusichern. Beim Bergen von Verletzten kann ein unausgebildeter Laie mehr Schaden anrichten, als er nützt. Auf Verletzte beruhigend einreden, wenn sie außerhalb von Fahrzeugen liegen: stabile Seitenlage. Mehr nicht!
Natürlich gibt es auch Ausnahmefälle z.B. auf einsamen Landstraßen o.ä wo man schon mal gezwungen sein kann, weil sonst keiner da ist, mehr zu tun.
Aber bitte nicht Rettungsdienst spielen, dafür gibts Profis.

Nur mal ein Beispiel, das ich selbst erlebt habe:
Bei meiner vorletzten Wehrübung wurde der Bataillonsstab verlegt und ich war mit dem Kommandeur und noch einem anderen Offizier im Wolf auf der Autobahn dorthin unterwegs.
Wir kamen als erste zu einem Auffahr-Unfall an dem 2 PKW beteiligt waren. Nur 2 Leichtverletzte, die noch gehen konnten.
Wir hielten hinter den beiden Fahrzeugen auf dem Randstreifen mit eingeschalteter Warnblinkanlage und gelber Rundumleuchte.
Der Kommandeur lief auf dem Randstreifen nach rückwärts um ein Warndreieck aufzustellen. Wir beiden anderen kümmerten uns um die 2 Verletzten.
Der Kommandeur hielt das Warndreieck beim Laufen hoch und verdeckte sich wohl selbst teilweise die Sicht.
Ich rief ihm noch nach: Geh doch hinter die Leitplanke. Aber vermutlich hat er mich nicht gehört.
Was ich dann mit ansehen musste, werde ich niemals mehr vergessen können:
Weil sich der Verkehr sofort staute, versuchte ein schnelles Fahrzeug um seinerseits nicht aufzufahren, nach rechts halb auf die Standspur auszuweichen, weil der Fahrer wohl gepennt hatte, kam ins Schleudern, erfasste den OTL. Unser Kommandeur wurde auf die Fahrbahn geschleudert und von einem anderen Auto überfahren. Er war auf der Stelle tot.
Wäre er hinter der Leitplanke zurückgelaufen, wäre gar nichts passiert.
Ich will damit nur verdeutlichen, wie gefährlich die Autobahn ist und wie selbst ein winziger Fehler das Leben kosten kann.

Gruß
Hans
 
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@SK Kölsch
Ich kenne Dich nicht, kann also keine Einschätzung vornehmen. Ich mag gar nicht vermuten. Damit tut man viel zu schnell "Unrecht im Geiste".
Allerdings hab ich in diesem Bereich schon so manches erleben dürfen - auch den Gang zur Beerdigung oder einfach nur die plötzliche Nachricht... erfaßt - tot...

Ich weiss natürlich auch, dass alle Aktionen, die ich mache in der Grauzone liegen. Es gibt nämlich auch etliche echte Polizisten und Feuerwehrleute, die das gleiche Hobby haben. Von denen lernt man auch viel. Und auch die haben immer wieder Probleme mit ihren Kollegen.
Ja, bestimmte Kollegen dieser Fraktion haben da Probleme, aber beileibe nicht alle. Ich weis, wovon die Rede ist.
Matthias, ich versichere Dir, dass mir die Tragweite bewusst ist. Ich kenne mich besser damit aus, als Du vermutest.
...
Ich hätte mich (hätte ich sie dabei gehabt) mit blauen Funzeln weit vor der STelle auf den Standstreifen gestellt
Das passt nicht so ganz zueinander

Aber ich hoffe da immer auf die Vernunft und "Gefahr in Verzug". Ich habe für die Leuchten auch blaue Aufsätze und würde die auch einsetzen, wenn z.b. ein Unfall nachts auf der Autobahn ist (ungesicherte Unfallstelle), obwohl ich nicht weiss, was mir dabei passieren könnte. Aber da geht es um Leben und Tod.
Womit möchtest Du denn retten, wenn nur bunte Lichter und etwas Seil da sind?
Bei den bösen Dingern dient die dicke Absicherung eher der Verflüssigung des Verkehrs und ist damit kontraproduktiv, da das Risiko der Rettenden und der Unfallbeteiligten steigt.

Ich mag da Dir da auch nicht reinreden, aber vielleicht darf ich ein paar Tips äußern:
Vergiß die blauen Funzeln und bleib bei gelb. Klemm Dir auch das halbe Blitzlichtgewitter und setze auf Material zur ersten Hilfe und zur Befreiung von Unfallopfern. Lerne damit und mit Feuerbekämpfung umzugehen. Besorg Dir einen guten Copiloten. Nimm den gelben Aufsatz für die Mag und hab eine Ladung Knicklichter dabei. Nimm genug 1/2l Flaschen Getränke zum Verteilen mit und ein paar Kleinigkeiten für Kinder. Unfallhilfe ist mehr als Abkegeln :wave:

Ansonsten wünsche ich Dir weiterhin viel Erfolg bei diesem Hobby und bleib heil.

Gruß,
Matthias
 
ftec

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also ich halte das benutzen von blaulich auch für strafbar
genauso wie unüberlegtes bewegen auf der autobahn schnell tödlich sein kann
der nahmensgeber einer unsere kliniken DR.Host Schmit starb auch beim helfen auf der BAB

aber eigentlich gings darum wie weit bin ich für mein tun haftbar wenn ich nur helfen will


bei sofort massnahmen am unfallort ist das klar geregelt
es gibt keine falsche erste hilfe nur "unterlassene"
und der ersthelfer ist für nichts haftbar zu machen
so mein stand von der letzten auffrischung
 
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bei sofort massnahmen am unfallort ist das klar geregelt
es gibt keine falsche erste hilfe nur "unterlassene"
und der ersthelfer ist für nichts haftbar zu machen
so mein stand von der letzten auffrischung
Stimmt.
Zwei Einschränkungen bei denen sich da etwas ändert:
- wenn man einem med. Berufsstand zugeordnet werden kann
- Laienhelfer wendet Maßnahmen der ärztlichen Kunst an

Gruß,
Matthias
 
ftec

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Stimmt.
Zwei Einschränkungen bei denen sich da etwas ändert:
- wenn man einem med. Berufsstand zugeordnet werden kann
- Laienhelfer wendet Maßnahmen der ärztlichen Kunst an

Gruß,
Matthias
darf ich dann keine herz-wiederbelebungs-masage machen wie im film ?? :wave:
 
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