Vor- und Nachteile von US-Importen mit Vollabnahme

Diskutiere Vor- und Nachteile von US-Importen mit Vollabnahme im Treffpunkt Forum im Bereich Allgemeines; Hallo Leute, ich bin seit kurzem Besitzer eines Jeep Wrangler JKU 3.6 Automatik aus dem Jahr 2016, welcher 2022 als Umzugsgut mit nach...

Chriz

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Hallo Leute,

ich bin seit kurzem Besitzer eines Jeep Wrangler JKU 3.6 Automatik aus dem Jahr 2016, welcher 2022 als Umzugsgut mit nach Deutschland gekommen ist und voll homologisiert wurde. Der Fahrzeugschein ist genullt (Punkt 2.2 im Fahrzeugschein) und unter K ist auch keine EG Typengenehmigung eingetragen. Es ist also ein "Sonderfahrzeug" mit einer Vollabnahme.
Ein typischer US Selbstimport eben 😉

Da es dadurch aber deutlich weniger Informationen gibt und man sich mühselig alles zusammentragen muss, möchte ich diesen Thread als "Sammelsurium" für Erfahrungen/Informationen/Tipps nutzen, um eine zentrale Anlaufstelle für betroffene (Modellübergreifend) zu schaffen. Dies ist sicherlich hilfreich.

Beispielhafte Fragen die hier geklärt werden sollen:
- Bei welcher Prüfstelle habt ihr eure Vollabnahme machen lassen? Wie ist diese abgelaufen? Wie kompliziert/unkompliziert habt ihr den Vorgang empfunden?
- Wie ist eure Vollabnahme abgelaufen? Wurden Bilder des "IST-Zustandes" bei Vollabnahme von der Prüfstelle gemacht?
- Wie verhält es sich ganz allgemein mit Eintragungen von Nachrüst-/Tuningteilen? Werden ABEs und Teilegutachten akzeptiert?
- Wie verhält es sich mit Teilen ohne Gutachten?
- Was kann mit/ohne Eintragung angebaut werden, was man mit einem EU- Fahrzeug nicht so einfach bekommt?
- Wie verhält es sich zum Beispiel mit Stahlstoßstangen ohne Gutachten? Kann man die einfach anbauen, da hier ein Materialgutachten "überflüssig" ist?
- Wie verhält es sich mit Zubehör Scheinwerfer und Rückleuchten? Müssen diese trotz E-Prüfzeichen eingetragen werden?
- Wie verhält es sich mit Zubehör Scheinwerfer und Rückleuchten? Können hier DOT SAE Exemplare eintragungsfrei verwendet werden?
- Dürfen sogenannte Bullenfänger (ggf. Eintragungsfrei, wenn Sie die Fahrzeugabmessungen nicht überschreiten) verbaut werden?
- und so weiter. Hier ist sicher jeder Erfahrungswert gold Wert.

Ich hoffe hier entsteht ein reger, konstruktiver Austausch und ein Informationspool an relevanten Informationen.


Um gleich selbst einen Beitrag zu diesem Thema zu leisten:
Wenn ihr auf Anhängerbetrieb angewiesen seid, passt unbedingt darauf auf dass bei Kauf bereits eine Anhängelast eingetragen ist bzw. wenn ihr selbst importiert eine eingetragen wird. Sind die Felder im Fahrzeugschein leer, wird es extrem schwer an eine Eintragung zu kommen. Mich selbst beschäftigt dieses Thema nun schon seit 3 Wochen, mindestens 30 Mails und etlichen Telefonaten. Eine Lösung ist leider weiter nicht in Sicht. Jeep bzw. FCA wollen mir nicht mal die in den USA üblichen (und lächerlichen) 907 kg bzw. 2000 lbs gebremst für mein Modell bescheinigen. Somit darf ich aktuell exakt 0 kg mit meinem Wrangler ziehen. Ohne Herstellerbescheinigung gibt es keine Ersteintragung und ohne Ersteintragung kann keine Auflastung erfolgen. Sämtlichen Prüfstellen (TÜV Süd/Nord/Rheinland, Dekra, GTÜ usw.) sind ohne Herstellerbescheinigung erstmal die Hände gebunden. Ich bin hier natürlich weiter dran und werde euch natürlich auf dem laufenden halten.
 
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Servus,
tolle Info für die, die es nicht kennen :up:

Eigentlich gibt's ausser Aufwand nur Vorteile
(meine Meinung aber ob sich in der Zeit was verkompliziert hat kann ich nicht genau sagen),
bei Umzugsgut noch mehr (Steuer usw.).
bei Oldis auch ohne Umzug nur 7% MwSt

Das beste ist, was möglich ist an Umbauten die schon dran waren.

LG Ramon
 

Chriz

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Würdest du etwas näher spezifizieren, was du mit "Aufwand" und "Vorteile" meinst? :)

Ich würde da Mal den reinen "Importvorgang" ausklammern, dazu gibt's ja schon genug Infos. Der Thread soll eher das "was kommt danach so auf mich zu" behandeln :)

Da du die Umbauten erwähnst, die schon dran sind: Wird das von der Prüfstelle, welche die Vollannahme macht, dokumentiert? Oder könnte man (natürlich nur rein theoretisch) etwas - zum Beispiel ein Fahrwerk - nachträglich einbauen und behaupten, dass war vor dem Import schon so? 😉
 
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"Aufwand" und "Vorteile" meinst
Aufwand als Privater mit deutschen Behörden wie Zulassung, Tüv und was bei einer Abnahme an Teilen nicht vergessen wird einzutragen. z.B Alle Anbauteile die nicht Serie in D auf dem gleichen Auto waren oder nachträglich angebracht wurden.
Vortei ist das man vieles legalisieren kann ohne Gutachten (die es nicht gibt) bringen soll usw.
 

Chriz

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Interessanter Punkt. Braucht man denn in Deutschland nicht immer ein Gutachten? Dachte immer, in Deutschland geht ohne Gutachten absolut nichts.

Kannst du das konkretisieren?
Und weil du von Umbauten gesprochen hast, die schon dran waren: Wird das von der Prüfstelle, welche die Vollannahme macht, dokumentiert? Oder könnte man (natürlich nur rein theoretisch) etwas - zum Beispiel ein Fahrwerk - nachträglich einbauen und behaupten, dass war vor dem Import schon so? 😉


Ich würde übrigens dieses Thema gerne etwas pflegen und immer im ersten Beitrag wichtige Punkte ergänzen, damit betroffene eine Art kleinen Leitfaden haben 😁
 
-Frank-

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Vorteile bei einem Import aus den USA?

Bei einigen Fahrzeugen sind die Preise so günstig, dass es einem die Tränen in die Augen treibt wenn man die Preise mit hier vergleicht.
Ein Grundsatz ist dass Dinge die in den USA hergestellt worden sind, dort günstiger sind als hier. Amerikanische Autos. Oder Harley, die schonmal von privat für die Hälfte des hier üblichen Preises angeboten werden.
Alles was die Amerikaner selbst importieren müssen kostet in etwa das gleiche wie hier oder ist nur geringfügig günstiger.


Nachteile:
Wie bei allem. Hängt da jemand zwischen, der etwas für euch erledigt, wird es teurer.

Kauf von Privat ist günstiger als beim Händler. Wichtig ist, dass der Title auf die Person ausgestellt ist die das Fahrzeug verkauft. Es ist zwar ähnlich eines Fahrzeugbriefes, aber personengebunden.

Zeit. Es dauert schon etwas bis man gefunden hat, was man sucht. Jeder hier hat ja auch eine gewisse Zeit nach seinem Fahrzeug gesucht. Und höchstwahrscheinlich war es nicht das erste Fahrzeug was ihr euch angesehen habt, welches ihr dann gekauft habt. Das ist da nicht anders. Und man darf die Entfernungen nicht unterschätzen. Sollte ich in Florida sein werde ich nicht nach Wisconsin fahren um was zu kaufen.

Dann muss das Fahrzeug zu einem Hafen gebracht werden. (Wer mal Steelbudies gesehen hat weis was ich meine) Provisorische Zulassung, weil die Versicherung in der Regel nur für den Besitzer gilt. Im Hafen die richtige Stelle finden und das gesamte Formularwesen abwickeln.

Dafür gibt es allerdings auch Profis, die das erledigen, das macht es aber wieder teurer.

Einfuhrumsatzsteuer, Mehrwertsteuer und dann muss das Fahrzeug ja noch vom Hafen nach Hause.

Und dann geht das mit dem TÜV los. Je serienmäßiger das Fahrzeug ist, desto einfacher und günstiger wird das. Nichts, aber auch überhaupt nichts was in den USA an Umbauteilen angeboten und verbaut wird hat eine EG-ABE, ein Gutachten oder eine KBA-Nummer.


Kurz: Je teurer das Fahrzeug ist, desto eher lohnt sich das. Eine 15 Jahre alte Harley Sportster, die hier 5.500,- euro kostet gibt es in den USA für 2.500,-

Von den 3000,- Preisdifferenz bleibt am Ende nicht viel über.

Und die Amerikaner sind sehr Autobegeistert. Die kaufen auch gerne. Es ist also nicht so, dass man auf den ausländischen Autokäufer wartet. Und sie wissen ganz genau was etwas wert ist.


Selbst ein Fahrzeug aus Amerika zu importieren lohnt sich nur wenn man dort Zeit zum suchen hat, es hier nicht verfügbar ist und es in den USA grade nicht populär ist.


Ich halte die Vollabnahme eines serienmäßigen Fahrzeugs für das kleinste Problem. Die Vollabnahme von nicht geprüften Anbauteilen gestaltet sich genauso kompliziert wie bei einem bereits hier zugelassenem Fahrzeug.
Jede technische Veränderung wird fotografisch dokumentiert. Bei einer Vollabnahme wird selbstverständlich alles dokumentiert.
 
lebch

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Jede technische Veränderung wird fotografisch dokumentiert. Bei einer Vollabnahme wird selbstverständlich alles dokumentiert.
Und das ist genau der springende Punkt.

Das Fahrzeug kommt mit einer bestimmten Konfiguration aus den USA, grosse Räder, Steelbumber vorne-hinten, Fahrwerk etc. Alles was Sicherheitsrelevant ist muss so-wie-so angepasst werden, z.B. Licht.
Dann wird das Fahrzeug in dieser Konfiguration zugelassen und dokumentiert, also „genullt“ ohne EG-Nummer. Und mit dieser Zulassung wird die Konfiguration quasi eingefroren.

In der Praxis heisst das an diesem Fahrzeug können keine weiteren Umbauten gemacht werden. Alle in der EU Legal erhältlichen Umbauten beziehen sich auf eine EG-Nummer. Das Fahrzeug hat aber keine.
Und Umbauteile direkt aus USA geht auch nicht, denn das Fahrzeug wurde in einer bestimmten Konfiguration zugelassen und so dokumentiert.
 
V8Jeeper

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Wird das von der Prüfstelle, welche die Vollannahme macht, dokumentiert
Ist bei Umzugsgut leichter als bei Kauf und Import.
Was bei einem "Umzugsgut Jeep" schon dran ist wird in der Regen bei der Vollabnahme übernommen bzw.eingetragen. Klar Sachen wie Frontscheinwerfer, Blinker, NSL müssen angeglichen werden (ausser richtig alte Kisten, da gibt's Ausnahmen)

Wenn er "genullt" ist kannst genau so weiter Umbau machen aber dann nach unseren Regeln.

Ob meiner Import oder Umzugsgut war kann ich nicht sagen, ist aber danach einiges Umgebaut worden.
H-Nr hat er jetzt auch bekommen ob das mit einem ZJ aus D geklappt hätte :hmmm:

Auch z.B. Ami Gurte, rote Seitenmarker hinten, keine LWR ist null Prob.

Rest wie in #6 zum Teil angesprochen.
Einfuhr Steuer Überführung kostet schon aber es kommt auf den Wert drauf an.
Bei Oldies nur 7% Steuer. wenn man dann noch einen Kaufvertrag vom damaligen Einkauf hat oder besorgt in dem ein toller Betrag steht (halbrealistisch) geht das auch.
 
lebch

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Wenn er "genullt" ist kannst genau so weiter Umbau machen aber dann nach unseren Regeln.
Die Praxis zeigt was anderes.

Als Beispiel, eine Auflastung als Zugfahrzeug. Im TÜV Gutachten für diese Auflastung wird eine EG-Typenscheinnummer referenziert. Da das importierte Fahrzeug keine EG-Nummer hat, kann dieses Gutachten nicht angewendet werden.

Auch bei den FAKT Gutachten (z.B. SPV) wird eine EG-Nummer referenziert. Selbst das Gutachten für die schnöde Kunststoff-Kotflügelverbreiterungen (1.5cm) enthält eine EG-Referenz.

Wie gesagt, die Praxis zeigt was anderes.
 
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Eben, genau das ist das Problem. Hast Du ein Fahrzeug das per Einzelabnahme nach 21 STVZO zugelassen ist, dann gelten die ganzen ABE und Teilegutachten nicht, die sich ja immer auf eine EU-Zulassung der Bauserie beziehen. Das heißt Du wirst für dieses Fahrzeug nie eine "normale" Anbauabnahme nach 19 STVZO bekommen, das wird immer eine Einzelprüfung nach 21 StVZO. Und dabei KANN der Sachverständige ein Teilegutachten für ein baugleiches Fahrzeug mit EU-Zulassung als Prüfhilfe mit heranziehen, MUSS es aber nicht....
 
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die Praxis zeigt was anderes
Das ist wie immer das "Ermessen" (Lust, Laune, Einstellung und Kowhow) der Person, die den Segen gibt.
Z.B. Ford F200 (oder 250?) Ami AHK bei denen bis 6t wird natürlich bei und auf 3,5t beschränkt aber ohne Prob eingetragen (wenn der Typ §21 darf und machen will)

Auch heute geht noch viel, sonst wären die ganzen "Spezialisten für US Cars" pleite.
Als Privater hat man den Aufwand, das man erst mal den Richtigen findet, aber dann geht auch mehr als bei min 90% der "Normalos" Ob TÜV, GTÜ, DEKRA spielt eigentlich kaum eine Rolle, das ist halt je nachdem wo wer arbeitet von Ort zu Ort unterschiedlich.

Gilt immer noch, wo ein Wille da auch ein Weg, auch wenn paar Hürden zu nehmen sind.
Und ja, es soll Gegenden geben die viele Probs haben wo Andere wenig :hmmm:
Deutschland ist nicht gleich EU und Bundesland nicht gleich Deutschland o_O
Spezialisten Werke nicht gleich Privater Normalo.

sollte eigentlich nicht so sein, aber bei uns versucht jeder noch einen draufzusetzen weil seine Meinung bzw Wissen das ist das was "Gesetz" ist.

Forest seine Mama sagte mal, "dumm ist der der dummes tut" und davon gibt es viele :bier:
 
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Hast Du ein Fahrzeug das per Einzelabnahme nach 21 STVZO zugelassen ist, dann gelten die ganzen ABE und Teilegutachten nicht, die sich ja immer auf eine EU-Zulassung der Bauserie beziehen
Würde ich nicht genau so sagen, denn wenn ich was nach §21 habe (Auto oder Teile) kann man Teile für das Auto mit ABE oder Gutachten trotzdem eintragen nach §19
Ausserdem wird bei ABE meistens verlangt das der Anbau vorschriftsmäßig überprüft wird (z.B. Auflagen für dieses oder jenes) Wenn auf dem Zettel aber ABE bzw EG/BE steht reicht es den Schrieb mitzuführen (für den Sherrif z.B.)

Du kannst ja auch ein Auto mit §21 Abnahme haben, das hier zu Welt kam aber länger abgemeldet war.

alles so verzwickt, das kaum wer durchblickt und du einen Weg freimachen musst um aus dem Tschungel zu entkommen :angryfire:
 

Chriz

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Toller Austausch, vielen Dank an alle Beteiligten 👍

Wie schaut es denn z.B. mit Fahrwerken aus, für welche es kein Gutachten gibt? Kann das überhaupt nachträglich anhand der Fotodokumentation bei der Vollabnahme nachvollzogen werden? Da bei den Amis ja keine KBA- Nummern oder ähnliches auf den Teilen stehen, kann bei der Vollabnahme ja auch schlecht etwas "eindeutiges" eingetragen werden und die Fotodokumentation ist ja sicherlich nicht so detailliert, dass man den genauen Hersteller usw. direkt sehen kann. Oder bin ich da falsch gewickelt?


Bekommt man auf Nachfrage bei der Prüfstelle die angefertigten Fotos der Vollabnahme ausgehändigt?
 
V8Jeeper

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Fahrwerken aus, für welche es kein Gutachten gibt
geht auch wieder nach §21 aber jetzt wollen die Daten die nicht existieren bzw. besorgbar sind.
Egal ob "deutsche" ,Ami oder von dort wo beide herkommen ... meist Fernost egal was draufgelabelt ist. War bis vor Paar Jahren kein Prob und nun kaum wer findbar der es macht, aber siehe da du fährst zu ner Speziwerke, da bekommst es für deine Goldtaler....ist halt so.

Fahrwerke haben meist eine Einbauanleitung und irgend eine Kennzeichnung und wenn es nur die Farbe der Federn ist, dann wurde noch die Höhe gemessen reingetippt...fertig
 
Todi

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JLU Rubicon 2,2 Diesel MY 2020
[…]Ich habe da andere Infos und hatte bei meinem keinerlei Probleme mit weiteren Umbauten.
Die Probleme tauchen immer auf wenn man etwas selbst abnehmen lassen möchte… wenn‘s “tricky“ wird, beauftrage ich daher auch gerne Firmen die sich damit auskennen bzw. darauf spezialisiert haben - diese haben auch die notwendigen Kontakte zu den entsprechenden Sachverständigen an die „Otto-Normal“ meist nicht kommt…

[…]Im TÜV Gutachten für diese Auflastung wird eine EG-Typenscheinnummer referenziert. Da das importierte Fahrzeug keine EG-Nummer hat, kann dieses Gutachten nicht angewendet werden.[…]
[…]Hast Du ein Fahrzeug das per Einzelabnahme nach 21 STVZO zugelassen ist, dann gelten die ganzen ABE und Teilegutachten nicht, die sich ja immer auf eine EU-Zulassung der Bauserie beziehen. […]
Auch hier ist “nur“ eine recht zeitaufwendige Vorabrecherche notwendig… Die Gutachten erstellt der TÜV ja nicht weil er sonst nichts Besseres zu tun hat, sondern die werden von Unternehmen in Auftrag gegeben (und bezahlt). Wenn der Auftraggeber des Gutachtens sich im Bereich Jeep entsprechend auskennt und auch die Importfahrzeuge als seine Zielgruppe sieht, hast du im Gutachten auch die entsprechenden Vermerke hinsichtlich EG-BE und EBE…

Beispiel:
IMG_1045.jpeg

Gruß
Todi
 
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Um es mal etwas auf den Punkt zu bringen,

Auch als Privater kann mal genau soviel erreichen, der Aufwand ist je nach Kenntnis, Erfahrung, Kontakte, und letztendlich "williger Prüfer" von halb so schlimm bis no way.

Googelwissen hilft wenig, bis man rausbekommt was denn in wieweit wirklich ist (falls überhaupt) ist die Kiste verdampft (oxidationsbedingt) :devil:

Wer nicht die Taler ausgeben will und es selber stemmen will braucht die 4 Sachen die ich oben genannt habe + etwas Glück kann auch nicht schaden :bier:

Strapazierbare Nerven sollte man aber mitbringen, es ist wie mit allem im Leben, man kann viel erreichen wenn man bereit ist was dafür zu tun.

Da gibt's einen passenden Songtitel ;)

 

Chriz

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Jeep Wrangler JK Unlimited Sport 4X4 3.6L V6 US-Import
Dem Pflichte ich bei. Siehe auch meine nervenaufreibende Erfahrung bzgl. Anhängelast aus dem ersten Post.

Aber mit einem tollen Forum und hilfsbereiten Usern ist es zumindest ein Stück weit erträglicher und ggf. auch einfacher als sich da ganz alleine durchzukämpfen :)
 
irrerivan

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Gute Vorbereitung ist alles.

Das fängt mit der CoC an. Bekommt man gegen Bargeld beim TÜV. Ist auch hilfreich bei der Anhängelast.
Einen hilfsbereiten Tüver sollte man auch vorher ausfindig machen. Der sagt auch im Vorfeld was geht und was nicht.
Und auch wenn es "genullt" wird lassen sich immer noch Anbauteile ein/nachtragen.

Zeit und Geduld sind hilfreiche Partner.
 
lebch

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Das fängt mit der CoC an. Bekommt man gegen Bargeld beim TÜV.
Ist so nicht richtig.
  • Ja, ein CoC kann sehr wichtig und hilfreich sein, wenn man es bekommt.

  • Ein CoC erstellt nicht der TüV sondern der Fahrzeughersteller.

  • Ein CoC gibt es nur für EU Fahrzeuge, denn CoC steht für Certificate of Conformity im Rahmen der Fahrzeug-Typenprüfung, also der EU-Konformitätserklärung.
    Anders gesagt, für ein US oder Kanada Direkt-Import erstellt der Hersteller kein CoC, denn dieses Fahrzeug basiert nicht auf der EU Fahrzeug-Typenprüfung.

Ein Fahrzeug für den EU Markt wird ab Werk entsprechend vorbereitet resp. ausgestattet, was man auch im BuildSheet nachsehen kann.

BuildSheet.jpg



Ein Fahrzeug nicht für den EU Markt hat diese Optionen nicht.




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