Luftablassen im Gelände

Diskutiere Luftablassen im Gelände im Technik allgemein Forum im Bereich Jeep Modelle & Technik; Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren. Laßt ihr die Luft eurer Reifen im Gelände schon einmal ab. wenn ja, auf welchen Wert, in welchen...
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Earl

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Mich würde mal eure Meinung dazu interessieren. Laßt ihr die Luft eurer Reifen im Gelände schon einmal ab. wenn ja, auf welchen Wert, in welchen Situationen. Hattet ihr auch schon einmal nach dem "spielen" kleine Steinchen zwischen Felgenhorn und Reifen und die Luft ging raus.


Mario :a060:
 
markk

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Bin kein großer Freund des Luftablassens im Gelände - auch wenn es wirklich was bringt! Hauptproblem ist meistens danach den Druck wieder in die Reifen zu bekommen!
Habe es am Willys bei einem sehr schlammigen Trial dennoch mal gemacht und hatte bei ca. 0,8 bar (Schlauchfelgen!) nachher wirklich an beiden Vorderrädern Dreck zwischen Reifen und Felge. "Sehr lustig" wenn man, wie ich, meistens auf eigener Achse und nicht auf dem Hänger anreist - da hilft dann auch der Kompressor zum wiederaufpumpen auf Solldruck nur wenig!
Beim XJ nannte mir Fulda für vorne und hinten 2 bar als Straßen-Komfortdruck, da ich das aber viel zu schwammig finde, fahre auf der Straße meist 2,5 bis 3 bar. Vor einer unseren Geländetouren (die meistens eine Kombination aus Trial und schneller Tour sind) lasse ich evtl. mal den Druck höchstens auf die besagten 2 bar ab, denn gerade am Wochenende haben viele Tankstellen zu und man muss mit dem Reifendruck im Notfall noch nach Hause fahren können (ok, da täten es evtl. 1,5 bar auch noch)
Wo man selbstverständlich viel mit unterschiedlichem Reifendruck arbeitet ist in der Wüste, aber beim Laster habe ich dank luftunterstützter Bremse ja meine eigene Druckluftversorgung immer dabei und kann daher relativ schnell auf veränderte Boden-/Pistenverhältnisse reagieren (es dauert dennoch so seine Zeit um vier Reifen mit jeweils 1,10 Meter Durchmesser von 1,5 bar Sanddruck auf mindestens 4,5 bar Straßendruck zu bringen!)

Markus
 
Linedance

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Luftablassen bis 1 bar (nicht darunter) kann sehr hilfreich sein. Auf das Dreckproblem hätt ich auch verwiesen.
Auf alle Fälle ist ein guter kleiner Kompressor empfehlenswert - oder Du hast Helfer mit, die dann die Luftpumpe schwingen :a060:
Oft sieht man aber auch Leute Druck ablassen, obwohl man auch so durchkäme. Wichtiger als das Ablassen ist meist des Einhalten anderer Regeln, damit man sich beim Steckenbleiben (was ja immer mal passieren kann) sich nicht erst ewig eingräbt.

Gruß,
Matthias
 

Ulrich

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Viele reduzieren den Druck, weil sie meinen die Auflagefläche würde dadurch größer. :a060:

Im Sand kann man den Druck auf ca. 1 bar verringern.
Der Reifen wälzt sich, hüpft dann über den Sandkeil, sieht man dann auch an der Spur.
Bei Schlamm könnte ähnliches gelten.

Im steinigen Gelände kann man damit die Karkasse beschädigen.

Außerdem wird der Reifen, da er walkt, auf längeren Pisten heiß :yes:

Ich lasse jedenfalls den Druck nur vorübergehend im weichen Sand raus .

:a060:
 
markk

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Viele reduzieren den Druck, weil sie meinen die Auflagefläche würde dadurch größer. :a060:
Dann schau Dir mal auf Seite 4 die Bilder an - dann lernst Du, was Offroad- und Expeditionsfahrer, Militärs und viele andere Nutzer schon lange wissen - und nicht nur glauben!

Unimog im Katastrophenschutz

Was man auf dem Bild nicht sieht ist, daß die Reifenaufstandsfläche nicht nur deutlich breiter (das kostet meist mehr Kraft als es bringt) aber deutlich LÄNGER wird! Daher sind große Raddurchmesser im Sand auch besser als Breitreifen, die theoretisch durchaus die gleiche Aufstandsfläche erzielen können.

Markus
 

XJoachim

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Man lässt die Luft im Sand ab um eine grössere Auflagefläche zu bekommen. In anderen Geländeabschnitten wie Lehm, Stein, usw. fängt der Reifen erst mit niedrigem Luftdruck an zu "beissen". Das beschreibt es eigentlich schon sehr genau was da passiert, der Reifen bzw. das Profil legt sich um den Stein z.B. und hat so wesentlich mehr Grip. Auf weicherem Boden kommt dazu dass das Profil der belasteten Aufstandsfläche sich zueinander verkeilt und sich so zusätzlich in dem Boden verkrallt.

Grosse Aufstandsfläche ist immer gut, nicht nur im Sand, denn je mehr Fläche um so mehr Kraft kann ich übertragen, wird gemeinhin als mechanischer Grip bezeichnet.
 
jakyj

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Gelände: Immer auf 0,8-1,0 bisher noch keine probleme, in D findet man an jeder Ecke ne Tanke die auch sonntags geöffnet hat (hab erst eine Tanke gesehen die sonntags geschlossen hat), in "städten" ab 20.000 einwohner auch meißt mindestens eine 24h tanke

@Ulrich
Es mag sein das der reifen auf langen pisten heiß wird, aber wo findet man solche Pisten?
Zwischen wüstendurchquerrungen und dem was man hier im allgemeinen unter gelände versteht liegen welten.
Im Wald oder schlammigen gelände bewirkt das walken eine bessere selbstreinigung des reifens


einen algemein gültigen luftdruck für's grobe gibt es nicht, ist abhängig von Reifengröße, felgenbreite, geländeart und fahrzeuggewicht.
die von linedance angesprochenen 1 bar sind ein guter richtwert für ATs und MTs, bei dem druck walkt es meißt schon ordentlich. Ein swamper hingegen brauch schon 0,5 Bar da der aufbau deutlich steifer ist.
Bei 1 Bar walkt da noch garnix
:a060:
 
BuccYJ

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:a060: Ich fahre auf der straße mit einem druck von 3 bar, im gelände geh ich meist runter auf 1bar. Die meisten vorteile sind schon angesprochen worden.. was noch dazu kommt.. die auto hat etwas mehr verschränkung da sich der unbelastete reifen fast im normalzustand ist und der voll belastete fast dasteht als währe er platt.
 
gyroskalamari

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Viele reduzieren den Druck, weil sie meinen die Auflagefläche würde dadurch größer. :a060:
Das hat mit "Meinung" nichts zu tun, das sind physikalische Gesetze: Druck ist Kraft pro Fläche, also geht bei gleicher Kraft (= Fahrzeuggewicht) und fallendem (Reifenluft-) Druck die (Aufstands-) Fläche rauf. :a060:

Sorry, bin Physiker, sowas kann ich nicht unkommentiert lassen.

Grüsse, Eckard
 
markk

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Hey Jungs, bin ich froh das es hier doch noch ein paar mehr gibt die auch schon mal was davon gehört haben, daß sich die Auflagefläche eines Reifens vergrössert wenn man Luft aus einem Reifen lässt - sonst hätte ich mich in meiner Verzweiflung aus dem Erdgeschoss äh, nee, eher: dem Forum in die Tiefe gestürzt! :a060:

Markus
 

Ulrich

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Ich habs mal vor langer Zeit getestet, interessant war
warum Zwillingsbereifung schlechter war, als reduzierter Druck bei einem Reifen
trotz größerer Auflagefläche,, gilt für Sand !!! und erst recht bei Fechfech
wobei Sand eben auch nicht Sand ist.
Entscheidend ist, das der Reifen weicher wird, etc mit den Efekten wie schon oben beschrieben

:a060:
 
Lohrengel

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:a060: Ich fahre auf der straße mit einem druck von 3 bar
:a060: echt ? aber wenn du auf asphalt fährst wird der reifen bzw. die Luft da drinnen doch warm und dehnt sich aus. Ich hab neulich mal getestet: Reifen auf 2 Bar Druck (33er MT von Goodyear) bin dann knapp 40 km auf ner Asphaltstraße (halb über Land halb Autobahn, jedoch nicht schneller als 90 bis 100 km/h)gefahren und dann wieder gemessen, da hatte er schon 2,8 Bar. Das hat mich ziemlich erstaunt, daß sich der Druck in solchen Dimensionen erhöht. Bei 3 Bar hätte ich fast Schiss, das er platzt oder sowas...
 
headranger

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Alla hopp dann...
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:a060: echt ? aber wenn du auf asphalt fährst wird der reifen bzw. die Luft da drinnen doch warm und dehnt sich aus. Ich hab neulich mal getestet: Reifen auf 2 Bar Druck (33er MT von Goodyear) bin dann knapp 40 km auf ner Asphaltstraße (halb über Land halb Autobahn, jedoch nicht schneller als 90 bis 100 km/h)gefahren und dann wieder gemessen, da hatte er schon 2,8 Bar. Das hat mich ziemlich erstaunt, daß sich der Druck in solchen Dimensionen erhöht. Bei 3 Bar hätte ich fast Schiss, das er platzt oder sowas...

Auf jedem Reifen steht irgendwo der zulässige Maximaldruck.
Ich würde auch keine 3 bar fahren, aber hauptsächlich deshalb, weil ich mein Geld nicht gerne aus dem Fenster werfe.
Bei 3 bar Reifendruck reduziert sich die Laufleistung eines Reifens ziemlich heftig, weil sich das Profil in der Laufflächenmitte viel schneller abfährt und man den Reifen vorzeitig wegschmeißen kann.
In der Mitte 3 mm und außen noch 8 mm Profil.
Ich fahre, auch aus Komfortgründen, auf der Straße mit 2,4 bar auf allen Reifen. Das dürfte ein guter Kompromiss sein, denke ich mal...

Gruß
Hans
 
headranger

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Alla hopp dann...
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Welcher Standarddruck gefahren wird ist auch stark von den gefahrenen Reifen, ihren Maßen und dem Auto abhängig.

Gruß,
Matthias
So isses...
Ich halte mich deshalb an die Empfehlungen in der Bedienungsanleitung und erhöhe den Druck höchstens mal bei langen Autobahnfahrten mit voller Beladung und/oder Anhängerbetrieb.

Gruß
Hans
 
sixpack

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Sixpack
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Kann Joachims Aussage nur bestätigen.

Bin eine Passage mehrmals gefahren mit unter verschiedenen Vorraussetzungen.

Mit Strassendruck etwa 2,3 danach mit 1,5. das bei 33x10,5 BFG MTs mit 4,56 Ratio.

Mit 2,3 musste mein Sixpack echt schitzen, weil die Reifen teilweise keinen Gripp bekamen. Auch mit Sperre vorne und hinten manches mal keinen Gripp.

Dann mit 1,5 und was für ein Unterschied. Selbst ohne Sperre keine Probleme. Ausserdem wird das Profil schneller wieder frei. Besonders wenn man aus dicken Schlamm auf trockene Passagen kommt.

Ach ja bin auch auf eigenen Rädern nach Haus gefahren.

Mehr als 2,3 mach ich nicht auf die Reifen, das der Fahrkomfort sehr schlecht wird. Das harte Fahrwerk wird noch viel härter.

Gruss
Sixpack
 
Marius

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Ich habe bei beiden 2.8 Bar drin und wechsle die Räder alle 10'000Km auf der jeweils gleichen Fahrzeugseite von vorn nach hinten. Wenn dann die Reifen am Ende ihres Lebens sind, dann sind die Reifen immer auf der Aussenseite auf 1.6mm abgfefahren (Je nach Marke hats dann da teilweise auch gar kein Profil mehr, dort wo der Reifen aussen weniger Profiltiefe hat um dem Reifen das "Schwammige" zu nehmen) und in der Mitte der Reifen hats dann immer noch 2.5 bis 3mm Restprofil. Der Cherokee verträgt also problemlos bis ca. 3 Bar Druck in den Reifen, ohne dass die Reifen darunter leiden.

Grüsse aus den Alpen

Marius
 
Raveman

Raveman

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Hi,

also ich fahre meine 31er x 10,5er MT`s auf der Straße mit vorne 2,3bar/hinten 2,1bar......sonst fahren sich die Reifen in der Mitte ab :frust:
Im Gelände wird immer auf ca. 1,6bar abgelassen......und das merkt man deutlich.....auch reinigt sich der Reifen selbst wesentlich besser vom Schlamm als mit dem Straßendruck.
Tiefer gehe ich aus Sicherheitsgründen nicht, da mir die Gefahr zu groß ist, Schlamm zwischen Felge und Reifen zu bekommen....was bei 1,0bar durchaus öffters mal vorkommt.
....und, je größer die Reifen desto mehr kann abgelassen werden :bye:

:unsure:
 

glorz

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Luftablassen ist ein Muss im harten Gelände, nur so holst Du das Maximum aus dem Reifen rasu!

Unter 1 bar würd ich nicht gehen, eine Zeitlang (exakt 1 Bewerb und einen kurzen Teil von einem zweiten lang!) bin ich mit 0,8 bar schlauchlos gefahren, Wahnsinns-Traktion, aber dann hats mir dann in der Schrägfahrt den Reifen von der Felge gezogen, ist auch nicht so toll.
Dreck zw. Felge und Reifen ist leider ein großes Problem, kann man auch bei 1,5 bar haben, wenn genug Schlamm da ist!
Nur geht da die Luft meist über 2-3 Tage lang aus, man merkts, wenn man dann in der Grage steht.

Ideal sind halt Beadlocks und Schläuche, aber für die Straße sind Reifen, mit denen man Sachen fährt, wo man das braucht, ohnehin nichts mehr!
 
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