Westalpen - Bilder für Inspirationen

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Bergfahrer3039

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Beim Treffen im Bayernpark wollten viele Jeepfahrer/innen in die Westalpen.

Wahrscheinlich waren viele von euch schon oft dort, aber gerade für neue Jeep-Eigner könnte es interessant sein, hier im Forum Bilder verschiedener Strassen und Pässe in den Westalpen zu finden. Vielleicht haben auch andere Westalpenfans Bilder von Touren, die Lust auf „rein in den Jeep und ab nach Süden“ machen.

Beginne mit der LGKS (Ligurische Grenzkammstrasse) zwischen Colle di Tenda und Monte Saccarello. Sie ist einer der hohen (über 2000m Meereshöhe) Passtrassen, die wegen ihrer südlichen Lage manchmal schon ab Juni gut befahrbar ist. War 2019 mit einem Freund dort, der beruflich früher oft auf Militärstrassen unterwegs war. Es war im Juli bei teilweise strömenden Regen, nur für 1-2 Stunden zeigte sich kurz die Sonne und gerade bei diesem düsteren Wetter zwischen Bunkern und Befestigungsanlagen zu fahren, gab eine besondere Stimmung. Wir hatten vor dem Start in die LGKS noch die westlich des Colle di Tenda gelegenen Forts Giaure und Pernante mitgenommen. Daß wir sogar noch einige Original Willys Jeeps aus den 40er Jahren zu sehen bekamen, machte die Kurzreise am Wochenende zu einem besonderen Erlebnis. Bei trockenem Wetter ist die LGKS nicht schwierig, man sollte aber absolut schwindelfrei sein und sicher rückwärts fahren. Die Strasse ist mautpflichtig (ca. 15€, soviel ich weiß) und an 2 Tagen pro Woche für Motorfahrzeuge gesperrt (Di+Do ?) - bitte selbst informieren, die ändern alle paar Jahre etwas. Übrigens kann man südlich des Monte Saccarello im Rifugio La Terza auf über 2000m gut essen und übernachten.

Fortsetzung über viele weitere Offroad-Routen in den Westalpen folgt gerne, falls Interesse besteht.


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Die eine Stunde Sonnenschein auf der ganzen Reise am Monte Saccarello 2201m ;)

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der Start bei den Bunkern am Tende

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Das Rifugio La Terza (neu ausgebaut, gutes Essen)

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bei Gegenverkehr hilft nur der Rückwärtsgang


Hier noch die Fahrt im Jeep im Video (sorry, bin kein Filme-Profi, aber man sieht Strasse und Landschaft)

https://youtu.be/v1zbmg4vWgI
 
Eine meine Lieblings-Strecken ist die recht einfach zu fahrende, aber landschaftlich wunderschöne Maira-Stura Kammstrasse im Süd-Piemont. Beide Pässe (die LGKS und Maira-Stura lassen sich auch gut verbinden).
Sie ist von beiden Richtungen schön zu fahren, aber lieber fahre ich sie von Norden nach Süden.

Nach Preit geht noch ein Stück asphaltierte Strasse hoch bis zur Schranke am Agritourismo La Meja 2100m. Dort unbedingt Käse kaufen, mmh! Die Schranke ist leider oft ein Problem, die Regeln der Gemeinde ändern sich immer wieder mal (vor Befahrung Infos einholen), manchmal im Frühsommer ist sie offen, aber ich mußte auch schon bis 17:00 warten, bis sie geöffnet wurde.
Aber gerade am frühen Abend ist die Rocca La Meja 2831m vom weichen Licht der untergehenden Sonne angestrahlt, die weißen Kühe grasen friedlich und die überall pfeifenden Murmeltiere lassen sich oft ganz nah fotografieren.

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Auch 2 schöne Videos auf dem Kanal. Bin inspiriert ;) Leider kann ich die Bilder mir nicht anschauen, kann an meinem pc liegen
 
Ein Forumsfreund und ich wollen es dieses Jahr auch mal in die Alpen wagen und alle die hier sowas posten und schon erlebt haben können sich meines Neids sicher sein 😉
 
Super schöne Tour und Bilder wenn du mal fährst gib Bescheid sind Dabei grüße Reimar

Danke Reimar, gebe euch gerne Bescheid, wenn ich was plane und freue mich, wenn ihr dabei seid.

Dann stelle ich gleich noch eine schöne und meist auch sehr einsame Strecke im Maira Tal gleich neben der Maira-Stura-Kammstrasse vor. Die La Colletta Passstrasse ist mit knapp 2840m eine der ganz hohen Alpenstraßen, auf der ich noch keine zeitliche Beschränkung erleben mußte. Wobei das Wort Strasse hier eine Fahrspur bedeutet, die gerade mal ein Auto durch lässt. Im oberen Teil hängt sie manchmal auch noch leicht talwärts, so daß man auf eine sauber gefahrene Linie achten sollte.

Es ist die erste Alpenbegegnung meines JLU, der an einem Abend im Oktober letzten Jahres kurz vor Sonnenuntergang die einzige Spur an diesem Tag in die teilweise von Schnee verwehte Strecke ziehen durfte. Bei 2790m war dann Schluss und die letzten 50 Höhenmeter lief ich zu Fuß zu den Bunkern am Pass hoch, um noch schnell die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen. Die Einsamkeit und die Weite dort oben, wo nur noch eine halb verfallene Mannschafts-Unterkunft steht und die beiden Bunker die Passhöhe sichern, lassen in der Fantasie Geschichten von erbitterten Kämpfen vor über 100 Jahren entstehen.

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Nachdem ich am Morgen von zuhause gestartet war, durfte ich am Abend so etwas erleben (übrigens mein Avatar-Bild)

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Madonna delle Grazie auf ziemlich genau 2000m Meereshöhe am Weg, ab hier wird die Strasse schmal.
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die beiden Bunker, es liegen auch noch Metallteile rum

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durch dieses Tal führt der Weg von Acceglio beginnend
 
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Denke ein Verlängertes WE macht sinn, Freitags in der Früh Abfahrt und Sonntags Abends wieder zu Hause.

Auf jeden Fall ein verlängertes Wochenende (Fr-So), dann kann man 2-4 Routen bequem fahren. Wir sind ja eh per SMS in Kontakt. Freu mich auf die nächste Tour mit euch.

Eine weitere schöne Route im Südpiemont (Großraum Cuneo) ist die Varaita-Maira Kammstrasse, auch unter Strada die Cannoni zu finden. Sie führt meist südlich am Gebirgskamm zwischen dem Varaita- und Mairatal entlang und gibt manchmal schöne Ausblicke zum höchsten Berg der Region frei, dem Monviso (3841m). Die Route ist mit der La Colletta oder der Maira-Stura-Kammstrasse gut kombinierbar (ca. 20km entfernt). Fahrtechnisch nicht besonders anspruchsvoll und in der Regel auch nicht stark befahren, aber die Tief- und Weitblicke sind den Abstecher über die Berge wert. Manche Zufahrt (z.B. von Valmala) ist heute nicht mehr möglich, weil die Strassen einfach zuwachsen, mußte ich kürzlich feststellen (Marc, wir nehmen die Motorsägen mit, falls Du’s liest ;) ).

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(Marc, wir nehmen die Motorsägen mit, falls Du’s liest ;) ).

Klar les' ich mit und warte sehnsüchtig auf die Öffnung der Grenzen... Fichtenmoppeds im Gepäck geht klar (da reicht aber wohl die kleine 30er Makita, die Huskys dürfen zuhause bleiben)... :biglaugh:
 
Also bei nem langen Wochenende wär ich auch dabei. Westalpen sind immer wieder ein Ausflug wert. Sind aber an Wochenenden und Feiertagen einige Strecken gesperrt.
 
Und bei diesen Bildern bekommt man wieder so richtig Reiselust. Danke. Sind echt super.
 
Hier hab noch was für euch falls einer intresse hat aktuell der Preis
 

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Die Assietta Kammstrasse in der Gegend um Susa verläuft einer Höhe von 2000-2500m und ist eine einfach zu fahrende, aber landschaftlich sehr schöne Offroadstrecke.
Bei trockenem schönen Sommerwetter ist Allrad nicht unbedingt erforderlich.
Sie ist ideal, um sich an Schotterstrassen in den Bergen zu gewöhnen und sie ist eine richtige Genusstour zur Einstimmung auf die ganz hohen Pässe Jafferau und/oder Sommeiller.
Fährt man sie von Sestriere nach Susa, kann man linkerhand mit dem Fernglas die Autos auf dem Jafferau sehen.

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Der Jafferau 2805m im Val de Susa ist eine der schönsten Offroad-Strecken der Alpen, abwechslungsreich und (falls schneefrei) gut fahrbar.
Es gibt 3 Routen zum Gipfelfort, wobei die für mich schönste Route von Salbertrand über den unbeleuchteten Tunnel Galeria del Seguret und den Col Basset zur ausgedehnten Festungsanlage am Gipfel führt.
Nach dem 900m langen einspurigen Tunnel mit nur einer Ausweiche in der Mitte hat man am halbverfallenen Forte al Seguret einen schönen Blick auf die gewölbeartigen Felsformationen.
Ein Stück weiter gabelt sich der Weg links zum Fort Foens (Abstecher) und rechts weiter hinauf zum Col Basset (2600m), wo regelmäßig oft bis weit in den Juli hinein ein hartnäckiges Schneefeld die Weiterfahrt blockiert.
Findige Offroader haben eine Umgehungs-Trasse geschaffen, die mit ca. 50% Steigung (gut 25°) eine fahrtechnische Einlage mit Adrenalinschub (je nach Gewöhnung;)) bieten kann.
Dann geht es am Kamm entlang weiter bis zum Gipfelaufbau mit dem Fort.
Runter geht’s entweder den gleichen Weg z.B. in einer Variante ohne Tunnel über das Fort Foens oder direkt vom Gipfel über die Skipiste nach Bardonecchia.

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Blick vom Gipfel des Jafferau in Richtung Sommeiller Pass (Passhöhe hier nicht sichtbar).


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ganz links im Bild die Tunnelausfahrt der Galeria del Siguret

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das Schneefeld am Col Basset mit der Umleitung

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die Staubentwicklung war beeindruckend, nach dem 3. Anlauf gings dann (das war eine professionelle Jeeptour)

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Blick vom Jafferau-Gipfel zum Col Basset, von dort kommt man rauf und fährt die Kammstrasse entlang

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die Strasse zum Sommeiller führt rechts am Stausee Lago di Rochemolles vorbei. Die Strasse im Vordergrund führt über die Skipiste runter.

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Abfahrt über die Skipiste.
 
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