Mechanische Winde

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glorz

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Nachdem ich unlängst das erste Mal eine 1:1 übersetzte mechanische Winde im Einsatz gesehen habe, und schwer beeindruckt war:

Kennt ihr jemanden, er so ein Ding an den Wrangler angebaut hat? Wo kriegt man die Zapfwelle her (aus mechanischer Sicht)? Gibts ein Verteilergetriebe, wo man eine solche anschließen kann?
 
Koegi

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Hallo

Klar ist eine mechanische Winde beeindruckend.
Satt Leistung, Geschwindigkeit lässt sich mit Hilfe von Getriebe und Drehzahl vom Motor fast beliebig variieren.

Aber auch extrem teuer.
Ein neues VTG ist auf jeden Fall nötig. Die Welle macht dir jede Kardanwellenfirma. Und als Winde z.B. eine Rotzler.

:wave: Kögi
 
Kurtla

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Dann würd ich aber eine Hydraulik-winde vorziehen. Die hat auch zwei Gänge und ist ebenfalls über die Motordrehzahl steuerbar. :wave:

:wave:
 
the Jeep

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Hallo,

hab mir diesbezüglich auch schon mal Gedanken gemacht.

Also lediglich ins VTG nen Abtrieb bringt ned viel weilst am Stand die Winch für andere ned nutzen kannst.

Meine Überlegung is folgende:

Zwischen Getriebe und VTG ein ca 20cm langes Getriebe mit eigenem Abtrieb reinsetzen, das bei Bedarf den Antrieb vom Getriebe weg kriegt.

Vorteil:
1) Wennst nur die Winch brauchst gehst einfach im VTG auf NEUTRAL und wicht übers Getriebe im Stand.
2) Wennst dich selber winchen mußt hast eh das VTG aktiv und hier in Low 4WD und auf das Tempo untertzt Du einfach das Zwischengetriebe.

Der Aufbau wie folgt:

1) Wenn ich endlich dazu kommen, fräß ich mir mal so ein Gehäuse.
2) Du nimmst nen langen Eingangsschaft fürs VTG der das Zwischenstück wird und lagerst den am Eingang und AUsgang.
3) Die Zahnräder muß ich leider auch fertigen lassen wovon eins auf die besagte Welle kommt und im ausgerechneten Verhältniss passend das andere beim Abtrieb zur Winch.
4) Dort is no ah Klauenkupplung die mit ner Schaltgabel das Zahnrad einrückt oder ausrückt, ähnlich wie beim VTG selber.

Das Getriebegehäuse würd ich aus hochfestem Alu fräsen, anders machts ATLAS mit den VTG`S ah ned.

Die Winch kannst Dir ah selber bauen

1) Das Winchgehäuse aus Alu gefräst und mit Rollenlager versehen (zB SKF).
2) Die trommel fürs Seil bringt jeder Schlosser hin.
An einem Ende der der Winch nimmst ein Schneckengetriebe wie es bei Autowaschanlagen verwendet wird, da diese extreme Drehmomente aushalten müssen, wenn die Büsten bei 300 U/min schlagartig die Richtung wechseln. Die Getriebe halten gut 2500 Nm aus und san ned so teuer und obendrein selbstsperrend (97% Sperrung). War lange Zeit in der Branche als Entwicklungstechniker vor Sonderanlagen (Zugawaschanlagen etc.....) bei Kärcher Austria tätig, daher kenne ich diese Getriebe recht gut.

Wie gesagt is nur so meine Idee zum Thema.......
 
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Für was eine mech... Winde ?
Wo willste den die Kardanwelle dafür langlegen ?
Bei einem so leichten Auto.... machte eine E.-Winde mehr Sinn.
Es sei den Du willst 5-6to ziehen, allerdings mußte den Wrangler
dann schon Verankern im Boden :)

Ich würde eine ordentliche Wasserdichte E.-Winde nehmen. Einfach
und spart viel Montage Zeit !
 

glorz

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Ich würde eine ordentliche Wasserdichte E.-Winde nehmen. Einfach
und spart viel Montage Zeit !
Hab ich schon, allerdings ist mir das Ding, obwohl ich die WARN 9.5ti habe, unter Last zu langsam.

Aber wie ich das so sehe, kostet so eine mechanische Winch (bzw. der Antrieb) mehr als das ganz Auto.

Das mit dem "Andere nicht bergen können" wär mir egal, die elektrische Winde kommt dann hinten hin, die wäre dann für Fremdbergungen da!

Hydralik-Winde wäre zwar eine Option, allerdings baucht man da, wenn mans vernünftig machen will, einen PTO, eine eigene Hyrdaulikpumpe, einen Ölkühler, viel Öl usw.- und dann ist das Ding vermutlich auch nicht wesentlich schneller als die E-Winch.
 
BuccYJ

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Und als Winde z.B. eine Rotzler.
Koegi ich dacht Rotzler macht nur noch Winden für LKW?
Es gab zwar mal eine für die G-Klasse die is aber nichtmehr im programm.. So war zumindest der stand von 2000. Hatte da direkte infos von dem zweigstellenleiter in KA.
 

XJoachim

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Aber wie ich das so sehe, kostet so eine mechanische Winch (bzw. der Antrieb) mehr als das ganz Auto.

Das mit dem "Andere nicht bergen können" wär mir egal, die elektrische Winde kommt dann hinten hin, die wäre dann für Fremdbergungen da!

Hydralik-Winde wäre zwar eine Option, allerdings baucht man da, wenn mans vernünftig machen will, einen PTO, eine eigene Hyrdaulikpumpe, einen Ölkühler, viel Öl usw.- und dann ist das Ding vermutlich auch nicht wesentlich schneller als die E-Winch.
Eine Hydraulikwinde mit entsprechender separaten Pumpe usw. ist sogar fast schneller als eine mechanische und wenn die gesamten Komponenten richtig ausgelegt sind ist auch unter extremer Last kaum ein Abfall der Geschwindigkeit spürbar. Der grosse Vorteil hier ist sogar dass die Winch von der Drehzahl des Motors unabhängig ist, man kann also mit Raddrehzahl und Einsatz des Antriebs beliebig unterstützen.

Allerdings ist sowas auch nicht gerade billig aber auf jeden Fall leichter zu realisieren als ein Nebenabtrieb in einem Wrangler. Selbst ein nur 20 cm langes Zwischenstück zwischen Getriebe und VTG würde unmögliche Kardanwellenwinkel zur Folge haben. :wave:
 
Kurtla

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Eine Hydro-Winch is nicht Motorenabhängig ?

Ich dacht je mehr Öl fließt desto schneller, zumindest im gewissen Rahmen :wave:

:wave:
 

XJoachim

Guest
Nein, jede hydraulikpumpe hat ein Bypassventil das bei Erreichen eines bestimmten Drucks auf macht sonst würden die Druckschläuche früher oder später platzen. Dies begrenzt auch gleichzeitig die Durchflussmenge.

Die Kraft der Winde ist vom erreichten Druck abhängig und die Geschwindigkeit von der Flussmenge. Da aber beides begrenzt wird bringt eine Drehzahlerhöhung meist gar nix. Bei Arbeitsmaschinen ist meist eine "Arbeitsdrehzahl" vorhanden bei der die maximale Hydraulikleistung anliegt. Normalerweise legt man diese Drehzahl so aus dass sie bei Arbeitsmaschinen im maximalen Drehmoment liegt, also bei ca. 25% der Maximaldrehzahl. Alles darüber hinaus ist nur Energieverschwendung :wave:
 
Kurtla

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Genau, gut erklärt :wave:

Beim Hochziehen von besonders schweren Containern auf den LKW merkt man das auch. Das einzige was das Gasgeben bringt is eine Drucksteigerung. Was er dann im Standgas ned schafft zieht er mit Halbgas dann mühelos rauf. Die Geschwindigkeit nimmt aber nid zu durch Gasgeben, oder nur bis zu einem gewissen Punkt. Ab da wird dann auch die Hydraulikpumpe lauter und fängt an zu kreischen. :wave:

:wave:
 
the Jeep

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Hallo mal zum thema Hydraulikwinde,

also wennst ne Zahnradpumpe verwendest und an der Winsch nen Zahnradölmotor der ca die Hälfte des Schluckvolumens hat wie die Pumpe kannst Du mit nem Durchflußmengenregler (die gibts auch Stufenlos) sehr wohl unabhängig vom jeweiligen Druck (ab Sollwert bsi Maximalwert beim Druck) die Geschwindigkeit proportional regeln.

Auf dieser Basis funktioniert zum Beispiel ein hydrostatischer Antrieb für Radlader, Trakoren etc...

Dabei wird der hydraulische Druck über einen Druckbegrenzer abgeregelt und über einen stufenlosen Durchflußregler und damit über die Menge die Geschwindigkeit definiert, wobei bei konstanter Position dann die Drehzahl und damit die Fördermenge den Hauptanteil an der Drehzahl des Hydr. Motors (zB Winch) hat.
 

ramsey

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Hallo,
also Kraft und Geschwindigkeit zur gleichen Zeit geht nicht. Entweder viel Kraft und langsam, oder weniger Kraft und schneller. Eine Zahnradpumpe ist eine drehzahlabhängige Pumpe. Deswegen werden diese Pumpen immer nach dem Volumen cm3/Umdr. konfiguriert. Diese Pumpen bringen somit sehr wohl mehr Öl bei höheren Umdrehungen. Wenn man es richtig machen wollte, müsste man eine Load-Sensing Pumpe nehmen, welche bei zunehmender Kraftabnahme den Ölfluss über eine Schwenkscheibe reduziert. Die Kraft bleibt dabei immer die Gleiche.
Gruß
Ralf
 
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