Verrostete Federn aufbereiten - Best Practice?

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Moin zusammen,

ich hab nen Fahrwerk für meinen Audi erstanden in dem auch Federn dabei sind. Diese haben flächendeckend Oberflächenrost.

IMG_8531.jpeg

Jetzt stellt sich die Frage: wie bereite ich die so wieder auf das es nachher schick aussieht, konserviert ist und die Farbe auch gut hält (bewegt sich ja)

Idee:
- Sauber schleifen oder mit Bürste groben Rost entfernen
- Behandlung mit Fertan oder anderen Rostumwandlern
- Reinigen
- Mit feinem Sandpapier glatt schleifen
- Konservieren mit Owatrol oder Brantho Korrux2in1
- Lackieren mit einem Lack der gewisse Dynamik aushält.

Alternativ:
- Strahlen
- Pulvern

Wobei die Wärme beim Pulvern mir schon Fragezeichen gibt….

Was sind Eure Meinungen/Erfahrungen?
 
Bitte Detailbilder.

Oberflächenrost gern mit Schleifpapier und oder Schleifschwamm zum sichten.

Händisch besser als mit Maschine, leider.

Von Chemie an Federn rate ich dringend ab. Egal, was. Die Struktur der Feder verträgt es nicht.
Nach dem Schleifen sorgfältig mit Silikon-Entferner wischen-wischen-wischen...

Wenn nach nahezu bzw oberflächlich blank, dann gerne
2x OxyblockN. Dringt tief in die Poren ein. Trocknung beachten.
Dann 2x Owatrol. Gut und dünn verpinseln.
Dann die Wunschfarbe als Kunstharzlack mit 7-10 Prozent Verdünner (üblich ist weniger, meist bei bzw unter 5) anmischen lassen. Beim 2. Anstrich nochmal ca. 2 Prozent KH-Verdünner zugeben.

Die Oberfläche bleibt nach Trocknung (von mind. 3 Tagen) dann sehr gut dauerelastisch.
Dort, wo die Federspanner angesetzt haben, nachtupfen.
Weil, Beschädigungen sind da, dennoch kaum erkennbar wegen der Elastizität...

Damit hab ich gute Erfahrungen gemacht, vielleicht hilft das Dir.
LG Micha
 
Danke schon mal!

Die Federn sind halt über 50 Jahre alt…

IMG_8532.jpegIMG_8533.jpeg
 
Nichts zu danken

Schleifen zur Verwendungsfähigkeit und Sichtbarkeit würde ich machen an:
Bild 1, 3. und 4.Windung von oben, links bis Mitte
Bild 2, 1. und 2. Windung von unten, außen. Und 3. Windungen von oben Mitte bis rechts rum

Wenn der grobe und mittlere Schmonz runter ist und sich keine wesentliche Wurmlöcher aufzeigen...
Verdeckte Risse kann es immer geben, da steckt man nicht drin....

Oxy und Owa etc wären mein Rezept nach Rundumschliff, derweil mer heute kaum noch Federn sieht, die nach 50 Jahren so augenscheinlich übersichtlich nur oberflächlich angegriffen erscheinen.
 
Wegen der KunstharzLacke gibt's diverse Vorbehalte;
Parkbanklack, versprödet usw.
Mag sein, wenn die Möglichkeiten nicht geläufig sein mögen...
Ich fahre keine Parkbank.
Meine Bilder zum Vergleich 2018 zu 2021:
 

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50 jahre alte Federn? Falls es Ersatz gibt würde ich neue verbauen... Federn altern in ihrem Leben und du weißt nicht wie der Vorgänger damit umgegangen ist. Außerdem wird das TÜV en mit lackierten Federn schwierig ohne die originalen Insignien
 
Je na Belastung setzen sie sich etwas.

Wenn das keine Alterung ist was ist das dann? :confused:

Diese Form der Federstahlalterung nennt sich Relaxation.

Und durch Diffusionsvorgänge wird das Metallgefüge über die Jahre auch verändert.
Zum Beispiel,durch Wasserstoffkorosion.
Das verändert die Materialeigenschaffen und nennt sich auch Wasserstoffversprödung.
 
Idee:
- Sauber schleifen oder mit Bürste groben Rost entfernen
- Behandlung mit Fertan oder anderen Rostumwandlern
- Reinigen
- Mit feinem Sandpapier glatt schleifen
- Konservieren mit Owatrol oder Brantho Korrux2in1
- Lackieren mit einem Lack der gewisse Dynamik aushält.

Ich hab mich bei der Aufbereitung meines Unterbodens und den Radhäusern am Z auch spontan dazu entscheiden meine Federn zu lackieren.

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06-jpg.139303

  • Mechanisch entrostet mit Schleifpapier
  • Mehrmals mit Pelox RE eingepinselt um den Rost aus den Poren zu entfernen.
  • Dann mit 3 Lagen Brantho Korrux 3in1 angepinselt.
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16-jpg.140074


Bin davon ausgegangen dass das nicht lang halten wird.

Nach einem halben Jahr als ich UBS Wachs aufgetragen hab sah die Beschichtung auf den Federn aber immernoch gut aus.

02_einweichen-jpg.146217

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Und selbst den Winter hat die Beschichtung auf den Federn gut überstanden:

01-jpg.154615
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Würde Owatrol Öl draufpinseln / sprühen, warten bis es trocken ist (kann dauern, mindestens 24 h einziehen lassen), dann entweder Brantho Korrux 3in1 oder nitrofest drauf, oder einfach UBS Wachs nehmen.
 
Ah OK, ja dann besser 3in1 verwenden. Oder ein UBS Wachs :D
 
Was sind Eure Meinungen/Erfahrungen?
Servus Carsten,

Strahlen wäre gut, aber wenn du es bezahlen musst, kannst dir das sparen, die sind ja noch Top vom Rost her. Pulvern klares nein.

Würde sie auf der äusseren Seite und soweit man dazwischen kommt mit ner Flex und Drahtbürste (Topf-Zopf grob) abbürsten (im Schraubstock damit sie nicht rumrollen).

Danach mit Schmirgelleinen (40-60er) in ca. 2-3cm Streifen durchfädeln und per Hand schleifen.

Entfetten und mit guter Rostschutzfarbe (z.B. Hammerite Rostblocker oder auch das Branto Zeug wenn du was rumstehen hast, aber kein Nitrofest, vom 3 in 1 halt ich auch nix, wenn nur die normale Farbe drüber.

Eigentlich egal, hauptsache Kunstharz ohne Härter und zuwischen Grundierung und Lack genügend Trockenzeit einhalten (auch lieber mal 5 oder mehr Tage wenn es nicht eilt.

Um Versprödung usw. keine Sorgen machen, die Federn aus der Zeit waren vom Material her sicher besser als Hightech von heute :biglaugh:

Wegen der Länge und "absetzen" wäre mir auch egal, die waren sicher ausgebaut länger gelagert als im Auto.

Deine sind ja eingebaut und genau so alt.............also wass solls, immer die Kirche im Dorf lassen und keine Wissenschaft draus machen. ;)

Stoßdämpfer mal ganz zusammendrücken und auseinander ziehen ob sie Stellen haben an denen die Dämpfung schwächer ist (besonders bei der Zugstufe wichtig) aber bei Bilstein mit gas bestimmt ok.

mach die Federn schwarz (am besten matt) dann sehen die aus wie orchinol ab Werk.

Sobal alles trocken ist kannst noch etwas Sprühwachs als Konservierung drauf machen.

viel Erfolg und übertreibs nicht :beerchug:
 
Hach fein…

So viele verschiedene Ansätze, Umsetzungen und Ideen… :giveup:

Werde wohl erstmal reinigen/schleifen, dann OxyblockN, dann Owatrol und dann Asinol Schwarz KH Lack drauf (alles gepinselt)
Mal sehen wie es hinterher ausschaut.

@V8Jeeper die Dämofer bekommt ich von Hand kaum zusammen gedrückt. Die kommen auch selbst wieder raus. Keine Beschädigungen. Meine alten vom Schlachter, so wie meine in Karl-Heinz sind alles Luftpumpen….

Aus dem Federdom der Karosse des Schlachters bau ich mir ne Vorrichtung um die Federbeine zusammen zu drücken und zu fixieren. Dann brauch ich auch keine Federspanner an den lackierten Federn ansetzen…

Dazu mach ich mal nen eigenen Freed…
 
Wenn du das blank geschliffen hast, dann definitiv kein Owatrol Öl drauf.
 
Am Besten nach Ersatz schauen, wenn es chique sein soll. Aber gibts wahrscheinlich nix oder Apothekenpreise.

Ansonsten bissl Schleifpapier, bissl Bremsenreiniger und hinterher Brantho 3-1 o.ä. ranpinseln und gut.
Technisch kannst die so lassen, wenn sie noch i.O. sind und bissl konservieren.

Nach dem wie die Beschichtung gerade bei Zubehörfedern häufig versagt würde ich von Pulvern ausgehen.
Also wenn du da eine Pulverbude in der Nähe hast, kannst ja da mal fragen, wie die das so sehen.
Im Allwetter-Alltag halten die Beschichtungen kaum.
Dein Audi wird aber sicher keinen Alltag sehen.
 
Thema: Verrostete Federn aufbereiten - Best Practice?
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