Mit der 5.9er Haube ging es auch weiter.
Im folgenden in ich glaub nicht ganz exakt chronologischer Reihenfolge:
Ich hab diese mit dem Exzenterschleifer in mehreren Schritten geschliffen.
Da Lack hervorragend auf Lack hält. Wollt ich soviel wie möglich von der originalen Beschichtung erhalten.

Wo jedoch ein Lackplatzer/Steinschlag oder tieferer Kratzer zu finden war hab ich das großflächig egalisert.
Die Vorderkante hab ich die Haube jedoch komplett blank geschliffen, hier wollt ich ganz ganz sicher gehen.
Überall dort wo ich bis aufs blanke Metall heruntergeschliffen habe wollte ich mit Brantho Korrux Nitrofest grundieren.
Brantho Korrux Nitrofest hat eine super Deckkraft aber an Übergängen Zeichnen sich schnell Lackränder ab.
Deshalb wollt ich dannach nochmals mit 800p drüberschleifen und dann flächig eine graue Füllerschicht auftragen - wenn sogar unter Deep Slate grauer statt schwarz Füller zu finden ist, wird das wohl auch bei Dark Rosewood passen.
Auf der Fahrerseite hab ich Unterhalb einer Lackabschürfung/Kratzers der vorher wohl zum provisorischen Rostschutz überpinselt wurde, eine kleine Delle gefunden.
Die wollt ich spachteln. Da ich dazu wohl mehrmals schleifen muss und in dessen Folge wohl wieder irgendwo partiell bis aufs blanke Blech durchschleifen würde und ich die Spachtelmasse nie aufs blanke Blech auftrage. Würde ich daraufhin wohl mehrmals Spachteln, schleifen und Brantho Korrux auftragen... Bevor ich mich nun also mit dieser kleinen Stelle länger befasse hab ich mich deshalb nun zu allererst auf die Rückseite, vor allem den vorderen Falzbereichen gekümmert.
Hier hab ich mit dem Korundschleifer überall wo ich Rostansätze gesehen hab das Blech großzügig bearbeitet.
Wenn ich außen am Falz Rost sehe, ist dessen Ursprung im Innern des Falzes zu vermuten - also unter dem umgelegten Blech.
Folglich und um wirklich sicher zu gehen hab ich entsprechend viel vom Falz entfernt bis ich beim Schleifen auf silber glänzendes gesundes Stahlblech gestoßen bin.
Vom Exzenterschleifer hatte ich ja schon ein stetiges Brummen im Ohr. Wegen dem Korundschleifer kam dann noch ein kreischendes Kratzgeräusch dazu - trotz Ohrstöpsel.
Entgegen meiner Annahme dass bei den Hauben keinerlei Nahtabdichtung stattgefunden hat - ein ganz bisschen Dichtmasse wurde vor dem Umlegen der Kante wohl doch aufgetragen. Direkt im Kantenbereich hab ich nämlich etwas Dichtmasse gefunden.
Wie viele gute Hauben es wohl noch gegen würde, wenn hier etwas mehr aufgetragen worden wäre und der Falz jeweils auch von außen abgedichtet worden wäre...
Nach der mechanischen Entrostung ging es mit der chemisches Entrostung weiter.
Pelox RE / also gut anhaftende Phosphorsäure.
Mehrmals mit dem Pinsel aufgetragen. Mehrmals überpinselt.
Das hab ich so oft wiederholt, dass ich zwischenzeitlich die in mitte geschliffene Haube bereits mit Brantho Korrux gundiert habe.
Mit dem hinteren und seitlichen Falz war ich ein paar Tage früher zufrieden. Dort hab ich auch nicht viel Rost gefunden.
Dort hab ich dann auch Brantho Korrux Nitrofest aufgetragen.
Mit dem forderen Haubenfalz war ich ein paar Tage später dann auch zufireden:
Bis auf eine Stelle:
Hier hab ich eine ca. Stecknadelkopf große Stelle gehabt.
Sah eigentlich wie ein Steinschlag aus. Aber bei genauer Betrachtung ist das obere Blech durchgerostet gewesen und das darunterliegede rostige Blech hat es durch dieses Loch hindurchgedrückt.
Beim drüberschleifen blieb ein Stecknadelkopf großer blauer (also Rost) Punkt zurück.
Also einfach drüberspachteln und vergessen, die Rückseite sieht ja gut aus.
In 3-4 Jahren wird sich dann halt wohl ein kleines Pünktchen abzeichnen und dann werd ich mich ärgern, weil ich weiß dass das kein Steinschlag ist.
Und wie gut es zwischen den beiden Blechen an der Ecke wirklich aussieht weiß ich erst wenn ich nachgesehen hab.
Soll ich da jetzt echt ein Loch reinschneiden... ?
Wie bekomme ich das wieder zu? Wenn ich das großzügig Aufschneide würden ein paar Schweißpunkte das Haubenblech wohl komplett verziehen.
Verzinken wäre vielleicht eine Möglichkeit...
Bei der Komplettlackierung meines BMW E34 hab ich zugeschaut wie der Dellendrücker mir zwei Stellen verzinkt hat und ich hab genau zugehört was er mir dabei erklärt hat während ich ihm die Werkzeuge gereicht/ abgenommen hab.
Man wächst ja mit seinen Herausforderungen....
Also hab ich mir bleifreies Zinn und Verzinnungspaste ohne Zinkchlorid gekauft.
Und hab dieses kleine Löchtlein großzügig mit dem Dremel ausgeschnitten und mit Korundschleifern verschliffen.
Bereits Verzinnungdpaste aufgetragen:
Dann mit dem Gasbrenner gleichmäßig erhitzt. Gleichzeitig etwas Karosseriezinn erhitzt und mit der nassen Holzspachtel verstrichen.
Da das durch das recht große Loch nur in einem Zug geht, da der Zinn sonst durch eben dieses Loch der Schwerkraft folgend abtropft oder zu Kalt ist und sich nicht richtig mit der Paste verbindet...
...hab ich das mit zwei Händen einfach nicht hinbekommen mit Holtspachtel, Gasbrenner und Lötzinnzu hantieren.
Zusammen mit der Hilfe meiner Parterin. Hab ich das Loch dann aber doch wieder erfolgreich verschließen können.
"STOPP, Brenner weg zu heiß!"
Überschuss mit dem Hobel entfernt:
Da diese Stelle nun ebenfalls erfolgreich bearbeitet ist hab ich den vorderen Haubenfalz ebenfalls mit Brantho Korrux Nitrofest beschichtet
Von der Verzinnung sieht man auf der Innenseite der Haube nach der Beschichtung mit Brantho Korrux Nitrofest fast nichts mehr:
Im nächsten Schritt hab ich den Haubenfalz ringsum mit Dichtmasse abgedichtet. Also was damals im Werk versäumt wurde hab ich jetzt 28Jahre später nachgeholt.
Nachdem die Dichtmasse angezogen hat hab ich wieder mit der Oberseite weitergemacht.
Nach dem dritten Durchgang Schleifen...
Hab ich mich dazu entscheiden die Haube einmal komplett mit Brantho Korrux Nitrofest zu beschichtet.
Jetzt fehlt auf der Oberseite noch eine Schicht Füllerlack. Dann ist sie bereit für den Deck- und Klarlack.