Unser ZG 5.2L '96

Diskutiere Unser ZG 5.2L '96 im Buildups Forum im Bereich Jeep Modelle & Technik; Danke für den Input zu den Stoßdämpfern. Dass die originalen von Sachs sind wusste ich nicht. Mit Sachs aus dem Zubehör hab ich bei BMW (wo sie...
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Danke für den Input zu den Stoßdämpfern. Dass die originalen von Sachs sind wusste ich nicht. Mit Sachs aus dem Zubehör hab ich bei BMW (wo sie auch Erstausrüster sind) hervorragende Erfahrungen gemacht.

(Für den Jeep hab ich die Sachs-Dämpfer "lieferbar" nur bei A u t o d o c gefunden - aufgrund der Tatsache, dass man dort aber auch einfach eine "andere gerade verfügbare Alternative :eh: " zugeschickt bekommen kann. Hab ich da/werde ich da niemals mehr was bestellen.)

Die KYB Dämpfer, Längslenker, Auspuff... habe ich noch nicht eingebaut. Ich hab aber an anderer Stelle weitergeschraubt:
  • Schläuche PCV & KGE
  • Drosselklappe gereinigt (dabei ist mir die Plastik/Metallmutter zur Befestigung der Ansaugung zerbrochen...)
    • Drosselklappe.jpg
  • Leerlaufsteller/IAC (präventiv) getauscht
    • IAC.jpg
  • Und der Keilriemen hat nun eine neue Umlenkrolle und einen neuen Spanner - Gehört hat man noch nichts aber da man die Rollen ohne Riemen seeeeeeehhhr lange drehen kann hab ich diese ersetzt.
    • Spanner_Umlenkrolle.jpg Riementrieb.jpg
 
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Letze Woche hab ich die Längslenker für den Einbau "vorbereitet." (Vor allem) die Moparlenker lagen wohl etwas länger im Lager, sodass die Buchsen schon leichte Rostspuren angesetzt haben. Da ich die Teile nicht so einbauen wollt, hab ich die Rostspuren mechanisch entfernt, das Gummi abgeklebt und die Buchsen inklusive dem Bereich drumherum mit Brantho korrux schwarz eingefärbt.

Längslenker rost.jpg Längslenker entrostet.jpg Längslenker lackiert.jpg
Längslenker.jpg



Da hier hier samstags eh Regen (weiter oben Schnee) angesagt wurde und der Jeep am Dienstag einen Termin beim TÜV hat, war für am Wochenende folgendes geplant:
  • Stoßdämpfer
  • Längslenker
  • Pendelstützen
  • Lenkungsdämpfer
  • Stabilager
  • Auspuff

Dieser Plan ging jedoch nicht ganz auf...


Die vorderen Stoßdämpfer sind mittlerweile eingebaut - die hinteren warten noch auf Ihren Einbau.

Die KYB werden sich wohl definitiv straffer fahren als die alten originalen - die alten vorderen haben wenig bis gar keine Dämpfungswirkung mehr gehabt - denn Kolbenstange fährt nur noch in Ultrazeitlupe wieder aus.

Neue Schrauben für die vorderen Stoßdämpfer hab ich hier vor Ort nicht gefunden - und der von @slowjeep empfohlene Onlineshop (hier -> Bilstein B6 - Unterschiede und Preisunterschiede #14) liefert leider nicht nach Österreich. Da ich sie woanders (in dieser kleinen Menge) auch nicht gefunden hab, hab ich halt wieder die alten genommen. Vor Wiederverwendung hab ich die Schrauben und Muttern mit dem Dremel bearbeitet und mit Zinkspray vor erneuter Korrosion geschützt.

Ausbau Stoßdämpfer.jpg

Stoßdämpfer.jpg

Nachdem Einbau der vorderen Stoßdämpfer hab ich mit den vorderen Stabilagern weitergemacht. Vor dem Einbau der neuen hab ich die Stabihalter noch von den Rostschuppen bereift und mit Brantho Korrux wieder schwarz eingefärbt (da wären neue wohl besser gewesen).

Nun sollte es mit den Längslenkern weitergehen. Der vorne unten auf der Fahrerseite sollte der erste sein - die erste Schraube am Rahmen ging mit etwas erhöhtem Kraftaufwand (relativ) einfach auf. Aber an der Cambolt an der Achse bin ich dann schon gescheitert.

Freitagabend hab ich noch die Gewindegänge vor der Mutter mit dem Dremel gesäubert und mit Rostlöser behandelt. Nach mehrmaligem Besprühen mit Rostlöser, etwas hämmern und unter dem Auto liegend und vor dem Auto liegend mich gegen die Wand abstützend und mit dem Fuß gegen den Schraubenschlüssel drücken hab ich es geschafft die Mutter eine fünftel Umdrehung zu bewegen. Nun ist der Schraubenkopf der Cambolt zwar beweglich - die Mutter ist jedoch immer noch fest mit der Schraube verwachsen. Also wieder ein Stück zu - und ein weiterer Versuch... - aber keine Kraft mehr. :unsure:

Nach mehr Rostlöser und einer Kaffeepause auf dem Balkon hab ich dann eine weitere Achtel Umdrehung geschafft - dann bin ich aber mit dem Schlüssel vom Schraubenkopf abgerutscht. :thumbs-up:

Das gibts doch nicht... So wird das nichts - Längslenkertausch wird vertagt. Ich brauch einen starken Schlagschrauber (und mindestens eine neue Cam-Bolt...)



Um wenigstens noch etwas sinnvolles am Jeep zu machen hab ich die Gummibälge der Kugelköpfe mal gesäubert und diese neu gefettet.

Dabei hab ich dann gesehen dass zwei Gummis kaputt sind. Das ich den Spurstangenkopf mit mäßigem Kraftaufwand bewegen kann ist sicher auch kein gutes Zeichen...
Unterboden.jpg Kaputt.jpg

Bevor die Spur wegen der neuen unteren Längslenker eingestellt wird und ich den neuen Lenkungsdämpfer einbaue, sollten die Spurstangen also auch anpacken. - es wird halt nie weniger. :rolleyes:
 
CarstenM

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Für die Schrauben am Fahrwerk habe ich überall den Schlagschrauber angesetzt... von Hand war da gar nix zu machen. So schnell reißen die Dinger auch nicht ab.

Alternativ nimm einfach nen ordentlichen Fäustel und Prügel auf den Schlüssel ein. Hilft oft zum ersten lösen.

Die obere Schraube vom Panhard hinten ist noch ne ganz andere Kategorie. Kopf nen Torx und an die Mutter kommst mit dem Schlagschrauber nicht dran...
 
Martin1508

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Also wenn ich mir die Bilder und Beschreibung anschaue, rate ich dazu anders anzufangen. Für den Längslenkerwechsel ist es erheblich leichter wenn Stabi, Stoßdämpfer lose bzw aus dem Weg wären zzgl. der vorderen Kardanwelle.Nachdem alle LL draußen sind mit den 2 oberen anfangen.
Die Gewinde der Schrauben einsprühen und das Grobe mit der altbewährten Drahtbürste säubern, Schraubenkopf gegenhalten und Mutter lösen. Wenn die Mutter nicht weiter will, ein Stückchen zurück drehen.
 
Carlo-ZJ

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Zwischenstand:

An der Vorderachse sind die neuen Längslenker nun eingebaut - und mit dem vorgegebenen Drehmoment angezogen.

Längslenker oben.jpg Längslenker unten.jpg Pendelstütze.jpg


Einzeln - alter Lenker raus und neuer Lenker rein hat ganz gut geklappt. Und mit dem neuen Schlagschrauber sind die schrauben auch super aufgegangen. Teilweise hat meine Freundin die Schrauben gelöst und ich hab nur mit dem Schraubenschlüssel gegengehalten. Selbst die andere Cambolt ging relativ problemlos auf.
Bei der bereits durch meinen Fehlversuch abgerundeten Cambolt hatte ich auch mit Schlagschrauber keine Chance. Auch mit dem etwas kleineren 13/16" Zollschlüssel (also 20,6375mm) ist die Schraube nur noch durchgedreht - das hab ich mir aber bereits vorher gedacht - probieren wollt ich es dennoch.
Um den Längslenker dennoch raus zu bekommen hab ich die Mutter eingesägt - was mit der Handsäge ein paar Minuten gedauert hat...

Säge.jpg

Die Gummis der oberen Lenker sahen noch super aus. Die unteren hatten es aber schon länger hinter sich.
Die Buchse des einen Lenkers war im Grunde komplett durchgerostet. Etwas mit dem Schraubenzieher die papierdünnen Buchsenreste weggebogen und man ist auf dem Gummi...

Buchse durchgerostet.jpg Gummilager kaputt.jpg Gummilager eingerissen.jpg

Bei der Pendelstütze auf der Beifahrerseite hatte ich ebenfalls Pech - die Mutter war einfach mit der Schraube verwachsen - Rostlöser und minutenlange Schläge vom Schlagschrauber haben rein gar nichts geholfen... da hab ich dann halt auch gesägt.

Eingeschnitten.jpg

Als nächstes sind die Dämpfer, Pendelstützen, Stabilager und Längslenker an der Hinterachse dran.

Vorab haben wir schonmal alles mit Rostlöser vorbehandelt, die Batterie die am Ladegerät hing wieder eingebaut und den Jeep für die Hinterachse andersrum auf den Stellplatz gestellt.

Batteriepflege.jpg


Dabei ist meiner Partnerin und mir dann wieder dieser blöde Werkstatt Sticker auf der Heckklappe ins Auge gestochen. Mit dem haben wir uns eigentlich schon abgefunden - "den bekommt man nach so langer Zeit ja bestimmt nicht mehr rückstandlos runter."

"Ach komm probieren wir's jetzt trotzdem einfach"
Nach vorwärmen mit dem Heißluftföhn, reichlich pulen und Kleberrestentfernerspray war er dann weg.

Vorher.jpg

Danach bin ich noch(mals) "kurz" mit der Poliermaschine und Anti Hologramm Politur über die Heckklappe. Und im Anschluss haben wir den Lack dort wieder mit Wachs versiegelt - das hätten wir schon viel früher machen sollen...

Nachher.jpg
 
Carlo-ZJ

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Prinzipiell bin ich mit den Fahrwerksteilen an der Hinterachse (neue Dämpfer, Pendelstützen, Stabilager und Längelenker) nun auch in den letzen Zügen. Vor dem Abschluss fehlt hier eigentlich nur noch etwas Rostentfernung und (erneuter) Rostschutz.

Hinterachse Radhaus.jpg Hinterachse.jpg
Stabilisatorlager Aufnahme.jpg Längslenker Aufnahme.jpg

Die Hinterachse sollte nun auch eine neue Trackbar bekommen - die ist schon auf dem Postweg.

Deshalb hab ich die beiden Schrauben der alten Trackbar vorab schonmal lösen wollen. Mit ausgebautem oberen Längslenker kann man die untere Schraube an der Achse ja super mit Rostlöser behandeln. Gelöst hat die sich trotzdem nicht ohne weiteres. Die Schweißpunkte der angeschweißten Mutter sind gebrochen. Meine Freundin hat sie mir dann mit der Breaker Bar gehalten.

Trackbar Aufnahme.jpg

Die obere Schraube vom Panhard hinten ist noch ne ganz andere Kategorie. Kopf nen Torx und an die Mutter kommst mit dem Schlagschrauber nicht dran...
Und an der oberen bin ich nun erstmal gescheitert... Der TX55 hat ein paar Zähne verloren - der Schraubenkopf ist rund. Nach reichlich sägen an der Mutter und viel Rostlöser bewegt sich die immer noch nicht...

TX_55.jpg

Fortsetzung folgt...
 
Martin1508

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Kenne nur das die T55 Schraube unten an der Achse ist, oben am Rahmen eine Sechskant Schraube. Wie dem auch sei, ich würde die T55 durch reguläre ersetzen.

Grüße
 
Carlo-ZJ

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So sieht es momentan aus:
Schrauenkopf_rund.jpg


@Martin1508: Genau das habe ich vor. Möchte dort dann eine verzinkte M12x80 (10.9) mit Sechskantkopf einsetzen.


Werde in den nächsten Tagen versuchen die Schraube komplett durchzusägen - in der Hoffnung dort dann mit dem Dremel ansetzen zu können, um den Rest der Mutter abzutrennen und dann die Schraube austreiben zu können.
 
RD26

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Martin und Carlo: das schiebe ich auch schon ewig vor mir her. Torx ist rund, Linksausdreher (für Torx) hat auch nichts gebracht. Da muss jetzt ein Stück Inbus (oder zur Not eine M12 Mutter) reingebruzzelt werden (bin ich selber aber zu blöd), dann sollte sich das Ding lösen lassen. Neue Trackbar liegt schon über 1 Jahr rum . . .

Gruß
Walter
 
Amphiranger

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Schönes Auto, herrlich geschrieben. Echt toller Bericht!
Jedoch hege ich die Befürchtung, dass wenn denn schon die Bremssättel vergoldet werden, dass da wieder ein Auto mit einer Zustandsnote entsteht, welches die artgerechte Haltung zukünftig ausschließen wird. Von der ursprünglichen Intention eines "Abenteuerautos" (#1) ist so ein Showcar allerdings dann doch etwas entfernt.
Kenne das Problem aus eigener Erfahrung. Ich mag auch keine halben Sachen. Was man macht, kann man auch richtig machen und was ich hier sehe, gefällt mir richtig gut!
Weiter so! Und wenn er fertig ist holst du dir einfach einen zweiten zum "Spielen". ;)
 
raik

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Die obere Schraube ist noch das kleinere Übel. Da kann man einfach die Mutter samt Bolzen abflexen. Wenn die Untere dann schon ab ist, der Panhard also locker drin liegt, kann man, wenn noch nicht in der Buchse des Panhards festgerostet, den Bolzen einfach rausziehen. Andernfalls muss man ihn von hinten mit etwas Nachdruck und Hebelwirkung durchschieben.
Die Untere ist echt übel. Da kann man nicht einfach den Kopf abflexen, da die hinten in einer eingeschweißten Mutter sitzt an die man aber nicht ran kommt. Obwohl bei mir nichts festgerostet war, habe ich noch nie mit einer Schraube so gekämpft. Immer die Gefahr im Nacken, dass es den Schraubenkopf zerstört weil beim Torx muss man den Schlüssel auch noch fest in die Aufnahme drücken, während man sich beim Sechskant mit beiden Händen an den Hebel hängen kann. Ich glaube ich habe eine halbe Stunde gekämpft, Millimeter um Millimeter. Grund ist, dass sie vom Werk her satt mit Schraubensicherung eingesetzt wurde. Die ist knüppelhart und läßt sich kaum bewegen.

P1110218.JPG

Übrigens Proxxon ist nicht schlecht. Aber für diese Arbeiten muss es eine höhere Liga sein. Ich habe dafür Stahlwille eingesetzt. Der hat nicht mal einen Kratzer davongetragen.
 
Amphiranger

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Flüssigschraubensicherung läßt sich mit Wärme lösen!
 
CarstenM

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Wenn das dann nicht die Buchse einem übel nimmt...
 
raik

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Und zusätzlich, wenn man das überhaupt in Betracht zieht. Kein Werkstatthandbuch redet beim Einbau des Panhards von Schraubensicherung. Ergo muss auch niemand damit rechnen, dass vom Werk her dort welche eingesetzt wurde. Stattdessen vermutet man das Naheliegendste...festgerostet.
 
Carlo-ZJ

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@Amphiranger: Danke, das freut mich sehr. :) Ganz zu Beginn war beim Jeep neben der gründlichen Reinigung, einem Service und etwas Rostschutz ja eigentlich erstmal nur fahren fahren und fahren geplant. Aber "irgendwas" ist dann halt doch immer - und wenn man schonmal dabei ist... Erschwerend kommt hinzu, dass meine Freundin und ich den Jeep halt auch einfach richtig klasse finden.
Ich hoffe, dass ich beim Jeep noch "die Kurve" kriege. Wie in #1 zu lesen bin ich damit bei meinem BMW mittlerweile mehr oder weniger gescheitert. :unsure:



@raik: Vor der unteren Schraube hatte ich im Vorfeld auch größere Bedenken. Deshalb hab ich mich dort zuerst versucht.

Unten sind zwar wie bereits kurz erwähnt bereits bei den ersten Schlägen des Schlagschraubers die Schweißpunkte der Mutter gerissen, da der hintere Längslenker aber bereits ausgebaut war und sich die Schraube mit etwas Gegenhalten dann recht problemlos lösen ließ hab mir gedacht dass ich hier wohl noch echt Glück gehabt hab.

Daraufhin dacht ich dann etwas übermütig dass oben bestimmt überhaupt kein Problem wird. :rolleyes:
Um den Torx ganz gerade aufzusetzen hab ich zusätzlich noch so ein Schlagschrauber Gelenk aufgesetzt - Direkt mit dem Schlagschrauber wäre ich etwas zu schräg auf dem Schraubenkopf gewesen. Mit viel Druck knick ich mit dem Gelenk aber je nach Winkel recht schnell weg - kurz zuwenig Druck war wohl der Grund warum die Schraube jetzt rund ist und der TX "angeknabbert" ist.

Nachdem die Schraube rund war kam mir dann, dass ich mit einer Verlängerung wohl genug Platz gehabt hätte um gerade genug auf den Schraubenkopf zu kommen... Wenn es schon zu spät ist hat man (oder die Freundin) ja meistens die besten Ideen.

Ich find Proxxon echt klasse, Nüsse, Schraubenzieher, Dremel, Ratschen, Drehmomentschlüssel - hatte vorher noch nie "Probleme" - hab vorher aber auch noch nicht mit so großen (wiederwilligen) Schrauben zu tun gehabt. (Nach einer Emailanfrage an den Hersteller wie/wo ich Ersatz für meinen kaputten TX55 bekommen könnte, wird mir nun netterweise kostenlos Ersatz zugesendet. :shocked: )
Und danke für den Werkzeugtipp - ich behalte es im Hinterkopf falls mir zukünftig eine größere SW fehlen sollte. :thumbs-up:
 
Carlo-ZJ

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Spurstangen und Trackbars sind angekommen.
Spurstangen_und_Trackbars.jpg

Aber leider ist der Gummi vom vorderen Trackbar eingerissen Dauert also noch ein paar (Werk)tage.
Kaputt.jpg


Die Teile für die Vorderachse benötigen vor Einbau aber ohnehin auch noch etwas Lack.
 
Carlo-ZJ

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Es ging weiter mit der Hinterachse.

Zuerst die obere Schraube der Trackbar.

Step_01.jpg Step_02.jpgStep_03.jpg Step_04.jpg

Nachdem die Mutter entfernt war hat sich die Schraube aber immer noch keinen Millimeter bewegt. Drücken Klopfen, mehr Klopfen, Hämmern, mit der Rohrzange pressen.... keine Chance...

Eigentlich wollten wir mit der Abgasanlage erst beginnen wenn die Trackbar draußen ist - um mehr Platz zu haben - da wir mit der Schraube aber nicht weiterkamen haben wir uns zum Ausgleich doch schon der Abgasanlage gewidmet.

Der Endtopf hat sich nach lösen der Schelle bereits letzte Woche keinen Millimeter bewegen wollen. Deshalb hab ich diese Woche jeden morgen bevor ich mit dem Rad zur Arbeit los bin noch kurz beim Jeep die Verbindungsstellte Schalldämpfer/Kat mit Rostlöser behandelt.

Blöderweise hat sich beim heutigen Demontageerstversuch (nach rechts und links drehen) der Kat mitbewegt - obwohl vor dem Kat noch eine Schelle war der diesen mit dem Hosenrohr verbindet...

Meine Freundin meinte dann ich soll den Kat festhalten und sie dreht am Endtopf - ja natürlich, das funktioniert ganz bestimmt :rolleyes:.

Es hat aber tatsächlich mehr, oder weniger funktioniert - der Endtopf hat sich dabei nämlich echt zwei Millimeter bewegt. Daraufhin hab ich mit dem Fäustel unterm Auto liegend auf den Endtopf geschlagen und diesen so vollends lösen können.

Der Endtop war noch der erste - Chrysleremblem - so wie der Kat aussieht und am Hosenrohr mit einer Schelle befestigt ist vermute ich, dass der mal ausgetauscht wurde. Und das Endrohr wurde entweder ebenfalls mal ausgetauscht, oder wurde aufgrund einer Undichtigkeit wieder nachgeschweißt.

Am Stück haben wir Endtopf und Endrohr jedenfalls nicht rausbekommen - deshalb haben wir den Auspuff auseinander gesägt - ist für den späteren Transport zum Wertstoffhof eh praktischer.

Sägen.jpg Kat.jpg

Das Endrohr hat meine Freundin dann mit etwas Puzzlen herausbekommen. (Stabilager und Stoßdämpfer sind für mehr Platz noch nicht eingebaut). Das bedeutet dass wir das neue Endrohr dann auch irgendwie wieder eingebaut bekommen - mit ausgebauter Trackbar bekommt das neue frisch lackierte Endrohr wahrscheinlich sogar nichtmal Kratzer.

Puzzle.jpg

Das Hitzeschutzblech ist nun auch wieder ordentlich befestigt - damit hab ich schonmal kurz nach dem Kauf angefangen, an die Befestigungspunkte über dem Schalldämpfer bin ich da halt nicht dran gekommen. Jetzt ist es wieder überall dort wo es der Hersteller vorgesehen hat befestigt.

Hitzeschutzblech.jpg

Jetzt hängt der Fortschritt an der hinteren Trackbar - da die Schweißpunkte der Mutter für die unteren Schraube abgerissen sind muss die Trackbar vor dem oberen Längslenker eingebaut werden...

Da die Schraube sich nicht bewegen möchte war nun der Plan eine Kerbe (wie bei einem Kuchenstück) in den Schraubenkopf reinzuschneiden und dann mit dem Schraubenzieher dort anzusetzen und diese so zu lösen.
10.9er Schrauben sind halt ziemlich hart und die Schraube ist echt richtig festgebacken und wirklich ausholen um richtig fest draufzuhämmern geht auch nicht so recht.

10 Korund-, 8 Aluoxid-Gewebe Trennscheiben, viel Hämmern mit dem Fäustel auf den Schraubenzieher, mehr Hämmern mit dem Fäustel auf die Trennscheibe, erhitzen mit dem Heisluftföhn, und sehr viel Rostlöser später sieht der Schraubenkopf nun so aus:

Schraube.jpg

Resultat - Schraube hat sich immer noch nicht bewegt.

Schluss für heute - wir gewähren der Schraube nun noch etwas Bedenkzeit - diese nimmt ihre Aufgabe halt bis zum bitteren Ende wirklich sehr ernst. :rolleyes:


Ein Winkelschleifer wäre wohl geeigneter - damit könnte man den Schraubekopf bestimmt gut runterschleifen und den Rest dann losklopfen... Oder mit dem Elektrofuchschwanz den Kopf abscheiden und den Rest durchklopfen... Diese Werkzeuge besitze ich jedoch (noch) nicht... - und eigentlich (so dacht ich zumindest) sollte sich die Schraube ohne Mutter schon längst gelöst haben...
 
cherokee xj

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ZJ 5.9 LX Canada
Hallo Carlo,

eine Flex und eine Säbelsäge ist immer gut im Werkzeugbestand. :coolman:

Auch hier gilt : kein Heimwerkergelumpe vom Discounter um die Ecke kaufen, sondern was
anständiges in Profi-Qualität. ( HILTI, MILWAUKEE, MAKITA etc. )

Von all den genannten Marken gibt es auch sehr leistungsfähige Geräte mit Akku !

Wer billig kauft, kauft am Ende zweimal... ;)

Gruß Micha
 
VolvoUmteiger

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Super Freundin hast Du!!! Ich war bei diesen Erfahrungen immer allein mit meinem Frust.
 
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Super Freundin hast Du!!! Ich war bei diesen Erfahrungen immer allein mit meinem Frust.
... meine versorgt dann später die Wunden und kann sich manchmal ein Grinsen nicht verkneifen...

Carlo,
Hast Du ein Schweißgerät zur Verfügung?
Ich habe da schon gute Erfahrungen gemacht, wenn ich eine Mutter aufschweiße.
Die Hitze die Du damit einbringst kann manchmal Wunder vollbringen.
 
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