Tiefentladene Batterie aufladen / reanimieren

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Mik

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Hallo miteinander,

für die meisten hier wahrscheinlich Pillepalle, für einige eventuell dennoch interessant:
im Falle einer tiefentladenen, durch Kriechstrom etc. leergesaugten Batterie weigern sich viele elektronischen sog. 'Intelligenten Ladegeräte' diese zu laden.
Wenn die Spannung erst mal einen Schwellenwert (6V) unterschritten hat, erkennt das Ladegerät in vielen Fällen die Batterie beim Anfangstest nicht mehr als 12V Autobatterie, verweigert das laden oder zeigt sie als defekt an.
Das muss aber nicht zwangsläufig heißen, dass der Akku wirklich unwiederbringlich hinüber ist.
Mit einem kleinen Trick lassen sich solche Ladegeräte dazu bringen, trotzdem ihren Dienst zu tun:
durch Überbrücken mit einer einigermaßen voll geladenen Zweit- oder Starthilfebatterie und anschließender Inbetriebnahme des Ladegeräts wird diesem eine intakte 12V Batterie vorgegaukelt und der Ladevorgang beginnt.
Nach einer gewissen Zeit kann man die Hilfsbatterie wieder abklemmen, der Ladevorgang wird aber fortgesetzt.

Alternativ kann man auch eines dieser klassischen, klobigen Ladegeräte ohne Elektronik dran hängen, um erst mal wieder ein paar Amper in den leeren Akku zu pumpen.

Mit einem modernen CTek Ladegerät mit "Recond" Modus für tiefentladene Batterien kann man sich die Nummer wahrscheinlich sparen und es geht noch komfortabler.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja zu vermeiden, entladene Batterien voreilig abzuschreiben und sich eine neue aufschwatzen zu lassen.
Ich konnte meine bereits tot geglaubte BOSCH S6 AGM auf diese Weise retten und sie verrichtet wieder tadelos ihren Dienst...

ANMERKUNG:
Etwaige Reanimationsversuche geschehen auf eigene Gefahr!
Es besteht ggf. immer das Risiko eines Zellenschlusses und/oder Kurzschlusses je nach Grund für die Tiefentladung.
Dieser sollte zuvor unbedingt ermittelt und beseitigt werden, auch empfiehlt es sich, die Batterie vom Bordnetz zu nehmen!

Gruss
Mik
 
cherokee xj

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high octane petrolhead
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Moin Mirko,
 
damit macht man mehr kaputt, als es der Batterie gut tut :

 
Alternativ kann man auch eines dieser klassischen, klobigen Ladegeräte ohne Elektronik dran hängen, um erst mal wieder ein paar Ampere in den leeren Akku zu pumpen. 
 
Diese Geräte taugen einfach überhaupt nichts, ausser für den Elektroschrottcontainer.
 
Warum: weil diese Geräte den Ladestrom nur dem Innenwiderstand der Batterie anpassen und eben
nicht den tatsächlichen Ladezustand der Batterie berücksichtigen.
 
Wenn überhaupt, manche von diesen Batteriekochern machen noch nicht mal dies !
 
Kaufe dir einfach mal ein anständiges Ladegerät, ein CTEK MXS 7.0 oder MXS 10.0
 
===>>> https://www.amazon.de/CTEK-MXS-7-0-Multi-Funktions-8-Stufentechnologie/dp/B004INGZRC
 
===>>> https://www.amazon.de/CTEK-MXS-Multi-Funktions-Batterieladegerät-8-Stufentechnologie/dp/B004DI7350/ref=sr_1_1?s=automotive&ie=UTF8&qid=1514424683&sr=1-1&keywords=ctek+10.0
 
War doch gerade Weihnachten und ein Hunni ( oder etwas mehr ) sollte doch verfügbar sein. :angel:
 
Habe mehrere Geräte ( bzw. auch die Vorgänger davon ) schon seit vielen Jahren im Einsatz - bislang ohne jegliche Probleme.
 
Was besseres gibt es jedenfalls für das Geld nicht.
 
Zaubern können die CTEK-Geräte natürlich auch nicht.
 
Ist die Sulfatierung der Batterie aufgrund mangelnder Pflege und / oder häufigem und vorzugsweisem
Kurzstreckenverkehr bereits schon zu weit vorangeschritten, ist auch mit RECOND nicht mehr viel zu machen...
 
 
Gruß Micha
 
Mike63

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Mik schrieb:
Hallo miteinander,

für die meisten hier wahrscheinlich Pillepalle, für einige eventuell dennoch interessant:
im Falle einer tiefentladenen, durch Kriechstrom etc. leergesaugten Batterie weigern sich viele elektronischen sog. 'Intelligenten Ladegeräte' diese zu laden.
Wenn die Spannung erst mal einen Schwellenwert (6V) unterschritten hat, erkennt das Ladegerät in vielen Fällen die Batterie beim Anfangstest nicht mehr als 12V Autobatterie, verweigert das laden oder zeigt sie als defekt an.
Das muss aber nicht zwangsläufig heißen, dass der Akku wirklich unwiederbringlich hinüber ist.
Mit einem kleinen Trick lassen sich solche Ladegeräte dazu bringen, trotzdem ihren Dienst zu tun:
durch Überbrücken mit einer einigermaßen voll geladenen Zweit- oder Starthilfebatterie und anschließender Inbetriebnahme des Ladegeräts wird diesem eine intakte 12V Batterie vorgegaukelt und der Ladevorgang beginnt.
Nach einer gewissen Zeit kann man die Hilfsbatterie wieder abklemmen, der Ladevorgang wird aber fortgesetzt.

Alternativ kann man auch eines dieser klassischen, klobigen Ladegeräte ohne Elektronik dran hängen, um erst mal wieder ein paar Amper in den leeren Akku zu pumpen.

Mit einem modernen CTek Ladegerät mit "Recond" Modus für tiefentladene Batterien kann man sich die Nummer wahrscheinlich sparen und es geht noch komfortabler.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen ja zu vermeiden, entladene Batterien voreilig abzuschreiben und sich eine neue aufschwatzen zu lassen...

Gruss
Mik
 
Bemerken möchte ich zu dem Trick mit der zweiten Batterie ..... kann gut gehen wenn diese nicht defekt ist.
 
Was ist aber bei einem Zellen - Schluss denn kann es auf die zweite Batterie bis zum Kurzschluss kommen 
je nach Zustand des Klienten. Also immer Vorsichtig bei und mit solchen Aktionen.
 
 
 
Gruß Michael  
 
cherokee xj

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Jedenfalls ist das keine wirklich praktikable und zielführende Vorgehensweise
und auch keineswegs guten Gewissens zu empfehlen. :no:
 
 
 
cherokee xj

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high octane petrolhead
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...und sollte deine Batterie in der Tat nur 6 Volt ( oder unwesentlich darüber )
gehabt haben, dann ist sie nicht nur tiefentladen, sondern schlichtweg mausetod. :yes:
 
Entweder hat sie dann einen Zellenschluss oder sie ist eben über die Massen sulfatiert
und somit am Ende ihrer Lebensdauer angekommen.
 
Nur weil nach einem Ladevorgang ( mit welchem Gerät auch immer ) mehr als 12Volt =
an den Polen messtechnisch anliegen, heisst das noch lange nicht, daß diese Batterie
auch über die volle Leistung ( im Sinne von Ampere ) im Zuge der Startleistung verfügt. :no:
 
Eine Reanimierung einer gealterten und benutzten Batterie kann grundsätzlich nur in
definierten Grenzen erfolgen.
 
Schlussendlich ist auch eine Starterbatterie immer als Verschleissteil zu betrachten,
irgendwann ist halt Ende im Gelände !
 
 
 
Sarge

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Was haltet Ihr denn von folgenden Dingern?
https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre=https%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fulk%2Fitm%2F282459955278

Hobby-Boot-Leute haben wesentlich teurere Geräte (um 150+) gerne an den Batterien, soll angeblich die Lebensdauer der Batterien deutlich steigern.
Bin durch Zufall über die Billigvariante gestoßen und hab so eins einfach mal reingeklemmt, als ich vor 2 Jahren die Batterie am Ram erneuert habe. Langzeiterfahrung steht also noch aus...
 
Bodo XJ

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JEEP - was sonst?
... bei mir haben sich inzwischen mehrere Geräte 'angesammelt', u.A. auch ein CTEK MXS 5.0 :coolman:
Dieses CTEK wird für Alles genutzt, angefangen vom Rasentraktor bis zum Jeep.
Keine 60,- Euro muss man dafür ausgeben - das war ein sinnvoller Invest  :top:
 
Bei der einführend beschiebenen Methode vom Mik meine ich grundsätzlich JA, aber nur mit Adlerauge und etwas Bauchweh.
Es so ganz 'allgemein' stehen zu lassen, habe ich etwas Bedenken. Lieber 60,- Euro gezielt investiert  B)
 
Anmerkung:
Zwischendurch gibt es von ALDI&Co. ähnliche Geräte für 30,- bis 40,- Euro.
Ob das Zeugs was taugt, kann ich nicht seriös beurteilen.
Auch mag ich gar nicht drüber nachdenken, denn so ein CTEK funktioniert ewig.
Umgerechnet sind es bei 'nur' 10 Jahren Standzeit des CTEK umgrechnet 50 Cent pro Monat
Aber allein wenn eine Batterie 50% länger im Einsatz bleibt, ist es schon bezahlt.
Daher sind echte Alternativen rar, außer vielleicht ein 'größeres' CTEK :angeL:
...
 

susiq

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Was Mik meinte ist, mit der Verwendung des billig Ladegeräts dem guten Lader eine höherer Batteriespannung vor zu machen damit er überhaupt anfängt zu laden.

Wenn z.B. ein Schiff am Landstrom hängt, aber (warum auch immer) dieser für ein paar Tage nicht funktioniert, dann entladen die Verbraucher die Batterien unter Umständen auf weit unter 12 Volt. Und dann ist genau diese Methode nötig um den teuren Bordlader wieder in Betrieb zu nehmen.
Eine Batterie ist auch nicht gleich kaputt nur weil sie ein-zweimal tiefentladen wurde. Das kommt bei Schiffen schon mal häufiger vor.
 
Amphiranger

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cherokee xj schrieb:
Diese Geräte taugen einfach überhaupt nichts, ausser für den Elektroschrottcontainer.
 
 
:butbut:
 
Micha, ich bin zutiefst geschockt als Angehöriger der Old-School-Generation solche Wort von dir lesen zu müssen! 
 
Bin da auch etwas anderer Meinung zu. 
Habe das C-tek auch und es ist ein wirklich gutes Gerät. Hat aber tatsächlich gegenüber den alten sturen Trafos tatsächlich auch ein paar echte Nachteile. Intelligente Geräte sind nicht immer für alles brauchbar! Wenn sie zu schlau sind, verweigern sie in gewissen Fällen nämlich einfach den Dienst. Und willst du sie dann zwingen, stellen sie den Dienst gar dauerhaft ein. Die Altgeräte hingegen sind da nicht so empfindlich und vertragen sogar mal im angeschlossenen Zustand einen versuchten Startvorgang! 
 
Ich habe je nach Einsatz beide Geräte in Nutzung. :angel:
 
Gurti

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Beim Treffen letztes Jahr hatte ich genau das gleiche Problem: Batterie wegen defekter Lima bis auf etwa 6,3 V tiefentladen (ja genau, das ist die Spannung bei der der Motor aus geht...) und das zur Verfügung stehende elektronische Ladegerät wollte keinen 12 V Akku mehr darin erkennen.
Nur der Trick den Mik hier vorgestellt hat ermöglichte die Ladung der fast toten Batterie über Nacht. Bis Bad Eilsen bin ich damit ohne Lima gekommen, als der E-Lüfter ansprang ging es dann ganz schnell zu Ende...
Das war übrigens nicht ihre erste Tiefentladung und sie hat danach auch noch mehrere überstanden.
 

RTandreas

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Die Methode von Mik klappt einwandfrei. Davon gibt es sogar noch ne Hardcorevariante mit direktem Netzanschluss über Diode. Übrigens war früher sowas Standard als die Leute noch nicht verdummt waren - Netzspannung gleichrichten Vorwiderstand zur Strombegrenzung (oft ne schnöde Glühlampe) und geladen wurde nach Zeit, fertig. Dass man nicht an die blanken Teile langt war klar und das Gehäuse aus Holz.....
Dem Akku sind viele Ladearten recht egal, solange er nicht zu lange gast, etwas ist gut, "sprengt" die Sulfatschicht bei Nassakkus ab, passt. Problem heute ist der Rest bei eingebautem Akku, sprich die KFZ-Computerrei. Mit angeschlossenem Akku nachladen ist nicht ohne, Spannungsspitzen, Brummspannungen etc können da schnell sagen wir mal negative Auswirkungen auf den Geldbeutel haben. Da sind die neuen Elektroniklader schon geeignet. Die älteren Geräte sind, richtig bedient (da ist eben der Mensch als Steuer-"Computer/elektronik gefragt)  bei abgeklemmten Akku aber immer noch vielfältiger einzusetzen als die neumodischen Elektroniklader - nur man muss halt wissen was man macht! übrigens schon bei den alten Trafoladern stand dabei, bei Schnelladung Akku vom Bordnetz trennen wegen der da höheren Ladespannung und eventueller Verbraucher wie Quarzuhren....
Der oben angeführte Akkupulser funktioniert schon wie angegeben, kommt ein bischen auf die Akkugröße und die Pulsenergie an. Übrigens machen die elektronik Lader in manchen Laderarten exakt das Gleiche und "lösen" mit höheren, ultrakurzen Spannungsimpulsen die Sulfatkristalle wieder auf. Habe selbst son Pulser in Gebrauch, allerdings nicht im Auto. Grund: Elektronik. Um hohe Ströme durch nen Akku zu pressen muss die Spannung auch hoch sein, ob der Impuls nun kurz, ultrakurz oder lang ist egal, ohne richtig "Druck" =Spannung geht da nix. So und was macht ne moderne Elektronik dann u.U.? Der Besitzer will am Akku sparen und "betrügt" so die armen KFZ-Hersteller, Zulieferer und Händler um ein lukratives Ersatzkonzept, da könnte man doch stattdessen / ersatzweise die Elektronik so auslegen dass da dann mehr Kohle reinkommt....
Wichtig bei Bleiakkus ist eigentlich nur immer möglichst voll laden, immer genug Elektrolyt drin dann hält er lange. Auch wartungsfrei und arm kann man mit Wasser auffüllen, irgendeinen Zugang hat praktisch jeder Akku. Da alle Wasser verbrauchen mal mehr mal weniger sterben die oft den Trockentot wenn sonst alles stimmt. Füllt man Wasser nach gibts Stoffe wie Ligninsulfonsäure die wie Spüli auf Fettaugen auf die Sulfatkristalle wirken und diese klein halten. Kleine Kristalle lösen sich beim Laden besser auf (Kandis > Puderzucker im Tee) der Akku sulfatiert nicht so schnell.
 
Kurzes Fazit: wer nix von der Sache versteht und + und - nicht unterscheiden kann setzt auf Elektroniklader.
Wer etwas Kenntnis hat kann die Sache mit älteren Ladern und 2t-Akkus durchaus geldsparend wieder hinbekommen wo moderne Geräte versagen
Vorsicht bei heutiger Autoelektronik, besser Akku abklemmen wenn es um das Regenerieren geht, ein kleiner, lageunabhängiger  12V Akku mit Krokoklemmen erspart dann Neuprogrammierung von Radio und Co, einfach parallel anschließen bevor man den Hauptakku abtrennt. Machen Werkstätten genauso.
 
Und ganz zum Schluss das alles gilt nur für Bleiakkus, die neueren leichteren Lithiumeisenphospat-Akkus sind anders!!! Die kann man zwar als Ersatz einfach einbauen aber nicht so aufladen /regenerieren. Sind aber noch selten, gut teuer und sollen :rofl: ja deutlich über 10 Jahre überleben...
 
Mik

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susiq schrieb:
Was Mik meinte ist, mit der Verwendung des billig Ladegeräts dem guten Lader eine höherer Batteriespannung vor zu machen damit er überhaupt anfängt zu laden.
 
...
 
 
Exakt, und gut zusammengefasst - danke Susi!

Es geht bei dem Tipp (den ich im übrigen nicht erfunden habe) in der Tat nur darum, den Ladevorgang überhaupt erstmal anzustoßen.
Dies geschieht durch die Hilfsbatterie recht fix, binnen kurzer Zeit kann diese wieder von der zu ladenden Batterie getrennt werden.
Man sollte aber selbstredend dabei bleiben, um bei ungewöhnlichen Reaktionen eingreifen oder das Prozedere abbrechen zu können.

Die o.g. Bedenken und Kritikpunkte sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen.
Aber wenn man eine zu schlappe Batterie mittels Überbrückungskabel fremdstartet geschieht prinzipiell ja nichts anderes.
Dabei ist mir in 50 Lenzen auch noch keine Batterie um die Ohren geflogen...

Dass ein CTek eine feine Sache u. lohnenswerte Anschaffung ist sollte hier im übrigen auch nicht in Frage gestellt werden.

Mik
 
Bodo XJ

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Haben wir zuviel Bedenken geäußert?
Es liest sich einführend beim Mik so easy, dass man nicht erwartet, dass es auch nach hinten losgehen könnte.
 
'Normal' ist, eine 2. Batterie mit Kroko-Klemmen zu nutzen, damit die Board-Spannung erhalten bleibt.
Ein absolut übliches Prozedere. Nur wenn die Batterie `mal platt ist, kommt es wahrscheinlich zu spät.
 
:idea1: .... beim Reaktivieren einer platten Batterie eine 2. Batterie  einzubeziehen, kann durchaus sinnig sein.
Das macht man bei einer abgeklemmten, besser ausgebauten Batterie (auf der Werkbank).
Wichtig - ganz weit weg von elektronischen KlimBim der modernen Kfz-Welt.
 
Mik schrieb:
.... Man sollte aber selbstredend dabei bleiben, um bei ungewöhnlichen Reaktionen eingreifen oder das Prozedere abbrechen zu können. ...
 
Gefühlt könnte das fast der wichtigste Satz sein :coolman:
Das betrifft aber annähernd alle Aktionen, die von den herstellerangedachten Prozedere abweichen.
_
 
Noch ein Satz zum Posting vom René B)
Es ergibt durchaus einen Sinn, mehrere Varianten von Ladegeräten nutzen zu können.
Wer 'alte' Autos oder Oldtimer besitzt/bewegt, der kennt die Thematik bzw. hat sie sich
irgendwann erarbeitet. Das ist weder Protz noch Elektro-Hexerei :angel:
 
cherokee xj

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high octane petrolhead
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Noch ein paar Worte zu den einfachen "Batteriekochern" seinen an dieser
Stelle der Vollständigkeit zu erwähnen:
 
Häufig bestehen diese Geräte nur aus einem Trafo und einem Gleichrichter,
es fehlt somit jegliche Regelung und die Batterie wird dann mit 12V= bis teilweise
sogar 18V= geladen.
 
Batterien mit Vlies oder Gelfüllung sind damit sofort defekt.
 
Diese Ladegeräte haben entweder eine I-Kennlinie und somit keine
Spannungsbegrenzung beim Ladevorgang.
 
Geräte mit U-Kennlinie hingegen haben keine Strombegrenzung.
 
Beides ist für das Laden einer Autobatterie suboptimal.
 
Besser ist dagegen eine IUoU-Kennlinie. Dabei geschieht das Hauptladen
mit konstantem Strom ( I ) auf ca. 80%, der weitere Ladevorgang geschieht
dann mit konstanter Spannung ( Uo ) auf 100% Ladung, danach erfolgt die
automatische Umschaltung auf eine niedrige Erhaltungsladung ( U ).
 
Dabei kann die Batterie auch längere Zeit angeschlossen bleiben, Gel und
Vliesbatterien dürfen nur mit dieser Ladekennlinie geladen werden.
 
 
Die IUoUp-Kennlinie erledigt das Hauptladen mit konstantem Strom ( I ) auf
80%, dann erfolgt der Nachladevorgang mit konstanter Spannung ( Uo ) auf
100%, am Ladeschluss erfolgt die automatische Umschaltung auf eine gepulste
Erhaltungsladung ( Up ). Auch bei dieser Variante kann die Batterie ohne
weiteres auch länger angeschlossen bleiben und wird dabei auf 95% - 100%
gehalten.
 
Kommen wir nun noch zum Thema Restwelligkeit bei einfachen Batterieladegeräten.
 
Auch dies ist nicht ganz unproblematisch einzustufen, da diese Geräte eine erhebliche
Restwelligkeit besitzen, die die Batterie beim Laden unnötig erwärmen.
 
Insbesondere bei Fahrzeugen mit viel Elektronik kann dies durchaus zu Folgeschäden 
führen wenn beim Laden die Batterie dabei angeschlossen im Fahrzeug verbleibt.
 
Etc.... das Thema gibt meinerseits noch viel mehr her, aber das würde hier den Rahmen
sprengen.
 
Vielleicht noch dies abschliessend dazu:
 
Es wird schon seinen Grund haben, daß u.a. viele deutsche Hersteller ( Audi, BMW, Mercedes, Porsche )
das CTEK Ladegerät auch verkaufen, dann allerdings zum höheren Preis und mit dem Markenbranding 
des Autoherstellers drauf.
 

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Hast natürlich vollkommen Recht Micha!
 
Es soll ja auch Autos geben, wo beim Batteriewechsel der neue Akku erst angelernt werden muss! Spätestens da wird klar, dass hier im Fahrzeug ein intelligentes Strommanagment am Werke ist. Dass dann die Verwendung des guten alten Reichstrafos den Endsieg über die Bordelektronik einleitet, sollte jedem bewusst sein! 
Und genauso, wie in modernen Fahrzeugen das richtige Laden der Batterie zu einer Wissenschaft geworden ist, kann auch die gut gemeinte Starthilfe recht unerfreuliche Schäden verursachen! Ist auch vielen nicht bewußt!
 
Ich fahre halt nur alte Kisten, aus der Zeit wo ein Auto noch ein Auto war und nicht so ein rollendes Smartphone. Von daher stimmt es natürlich, dass meine Batteriekochkunst nicht auf moderne Systeme anwendbar ist. Hans hat das richtig erkannt, wie ich das meinte. Danke für die Richtigstellung!
 
Heisseluft

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Nunja, einige...
Ctec Lader sind sicher Top Ladegeräte...
 
Dass ich damit die Lebenserwartung einer Batterie um 50% erhöhe, halte ich für ein Gerücht.
 
Ich hatte seit meiner Lehrzeit Batterien erlebt, welche 10-12 Jahre hielten, genauso auch Batterien getauscht, welche nach 1,5 Jahren hinüber waren...
 
10-12 Jahre ist heute auch nur die Ausnahme als die Regel. Trotz ausgeklügeltem Batteriemanagment und Ladesteuerungen...
 
Ich habe Banner-Batterien erlebt (damals), welche nach 10 Jahren Betrieb 60% ihrer Kapazität hatten, eine andere Charge war nach nur 5 Jahren unter 50%.
 
 
Also, nichts gegen Ctec ... ich hab noch zum Bleibatterien laden son Klassiker 6 - 12 - 24 - 48 V  0 - 20 A händisch einstellbar...auch damit kann man Batterien laden, auch vermeintlich tote. Nur zum 100% Volladen sollte man es nicht verwenden, das kan das Auto der Batterie besser...
 
Um mal nachzuladen...1-2 mal pro Jahr ... reicht auch das günstige mitohne Superkennlinie.
 
Wer das jedoch öfter machen muss, sollte lieber mal schauen ob seine Bordelektrik nicht Mucken macht.
 
Bodo XJ

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Lieber Sven ... ein Ja, ein Nein und ein bisschen Aber.
 
Wenn ich an meine zwei Voyager CRD denke ...
... die sollten lt. Chrysler eine Gel-Batterie haben, aber das bringt nur Ärger (Startprobleme) :frust:
Also habe ich in Beide einen großen konventionellen Akku reingehängt und die Vans laufen.
Das kfz-eigene Ladegerät blickt es nicht so ganz und daher wird ein Mal vor Frost und das
zweite Mal nach dem Stehen über die Weihnachtsfeiertage das CTEK bemüht.
Damit laufen diese Chrysler Vans das ganze Jahr ohne irgendwelchen Ärger.
Im älteren Voyager habe ich den Akku nach 9 Jahren sicherheitshalber ausgetauscht.
Den hat mein Neffe mitgenommen ... :coolman:
 
Vielleicht hast Du Recht, wenn Du jetzt behauptest, das bilde ich mir 'nur' ein :smilewinkgrin:
Das ist mir auch egal :angel:
Mir ist wichtig, dass diese Kisten fahren, insbesondere wenn meine Mädels am Steuer sitzen.
 
:idea1: ... das war jetzt schon 'fast-off-topic'.
Eigentlich ging es darum, wie man einen modernen Batterielader 'überlisten' kann, wenn er
unerwartet 'Exitus' kommuniziert.
 
:wave:
Bodo
 
 
OldTom

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Jeep und noch ein paar andere.
Zum Laden einer Autobatterie braucht es keine IUoU oder IUoUp Kennlinie, oder wie die Wunderdinger von CTek sonst noch heißen. Wäre das der Fall müssten unsre Batterien reihenweise einen frühen Tod sterben, denn der Laderegler im Auto, der 99,99% der Zeit für die Batterieladung zuständig ist hat nur eine popelige U-Kennlinie! Warum? Weil es bei einem Blei- Säureakku (dazu gehören auch, Blei-Gel und AGM Batterien) völlig ausreicht, die Ladeschlussspannung zu begrenzen, die wiederum abhängig von der Temperatur ist. Der Ladestrom wird nicht geregelt, sondern ist abhängig vom Innenwiderstand der Batterie. Der max. Ladestrom wird von der Leistung der Lichtmaschine vorgegeben.
 
Mik

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Ich wollte hier eigentlich auch keine Grundsatzdiskussion zum Thema Ladegeräte lostreten.
Nur ein kleiner Tip zur Batterierettung und schon wird über Ladekennlinien philosophiert... :rofl:


cherokee xj schrieb:
...und sollte deine Batterie in der Tat nur 6 Volt ( oder unwesentlich darüber )
gehabt haben, dann ist sie nicht nur tiefentladen, sondern schlichtweg mausetod.
...
Eher wesentlich darunter:
Meine Batterie hatte sich nach längerer Standzeit auf exakt 3,7 V (!) Restspannung entladen.
Ungeachtet der Ursache hierfür wollte mein Budget-Ladegerät die Batterie nicht mehr laden.
Erst die o.g. Methode mit Bereitstellung der Initialspannung hat den Ladevorgang ermöglicht.
Ich fahre mit derselben (!) Batterie nun seit einer Woche wieder, ca. 400 km ohne Probleme.
Inkl. längerer Standzeiten, Nachtfrost und Nutzung der Webasto Standheizung.
Unter einer 'mausetoten' Batterie verstehe ich etwas anderes, aber gut - bei mir hat's geklappt.
Ob nachhaltig keine Ahnung, evtl kann ich den Kauf einer Neuen noch ein wenig aufschieben B)

Es sollte mich aber auch wundern, wenn eine Batterie durch Entladung sofort zerstört würde.
Dass die vergessene Innenbeleuchtung den Akku leer saugt ist doch nicht so außergewöhnlich.
Wo kämen wir hin, wenn wir da jedesmal gleich eine neue Batterie kaufen müssten.

Ich denke, das Thema sollte dann auch durch sein...

Mik
 
cherokee xj

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Moin Mik,
 
mit mausetod war im o.g. Posting sinnhaft die mögliche Startleistung gemeint.
 
Mit keinem Wort habe ich erwähnt, daß eine Batterie durch Entladung
unwiederbringlich zerstört wird. 
 
Ich habe nur die Möglichkeiten aufgezeigt, was passieren kann.
 
Unabhängig davon führen derartige Tiefentladungen nachweislich und nachhaltig
zu Verkürzung der Lebensdauer der Batterie, dass steht unzweifelhaft im Raum.
 
Befasse dich mal mit Thema Tiefentladung und damit einhergehender Sulfatierung.
 
Hierbei entstehen nachweislich irreparable Schäden am Bleiakkumulator !
 
Wie auch immer, wenn sie jetzt mal erst wieder ihren Dienst verrichtet, ist es ja
zunächst mal gut.
 
Behalte es einfach im Auge, wie sie sich in den nächsten Wochen entwickelt.
 
So eine Batterie hat jedenfalls ein "Gedächtnis" und vergisst solche "Entgleisungen"
jedenfalls nicht...
 
Gruß Micha
 
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