Die orignalen Löcher im Längsträger sind nur für die Zugänglichkeit der Längslenkerverschraubung.
Während einer Regenfahrt dringt darüber reichtlich Wasser ein. Das läuft zwar durch die unten am Längsträger vorhandenen Ablauföffnungen wieder ab.
Neben Wasser dringt darüber aber auch allerlei an Sand, kleinen Steinchen Split und Dreck in die Längsträger.
Der Dreck läuft nicht so leicht wieder heraus. Der rubbelt und schmiergelt dann an der eh nur dünnen Grundierung und durch das beim nächten Regen erneut eingedrungen Wasser ist das abrasive Dreck-/Sandgemisch dann ständig feucht und bietet so beste Bedingungen für Rost. Wenn das Wasser dann im Winter noch mit Streusalz versetzt ist... Und wenn dazu dann noch etwas korrosiever Matsch/Lehm hinzu kommt, wirds noch schlimmer.
Bestenfalls wenn das Fahrzeug noch jemanden gehört der die Haltung vertritt, dass ein Jeep immer dreckig sein muss.

Und er somit nichtmal im Traum daran denken würde seinen Unterboden grob zu reinigen Geschweige den seine Längsträger und Hilfsrahmen durchzuspülen.
Diese direkt im Radhaus / Spitzwasserbereich befindlichen Öffnung zu verschließen verhindert schonmal das der Hauptteil des Dreck dort überhaupt eindringen kann.
Das eingebrachte Korrosionsschutzwachs oder -fett wird auch weniger schnell wieder ausgespült.
Und die Öffnung im Hilfsrahmen welche auch direkt im Spritzwasserbereich des Radhaus liegt, war wohl notwendig für die Fertigung - Ein Roboter hält das gekantete Blech z.B. an diesem Loch fest während ein anderer es an die Karosserie anpunktet.
Da die Fahrzeuge halt wohl für keine allzulange Nutzungsdauer ausgelegt wurden und um Produktionskosten zu sparen
-> 1€ Ersparnis je Fahrzeug bei über 1.Mio gebauter Einheiten, rechnet sich halt für den Hersteller.
Deshalb hat der Hersteller halt darauf verzichtet diese Öffnungen werkseitig zu verschließen.
Ebenso wurde an mehreren Stellen, so auch am Hilfsrahmen auf eine ordentliche Nahtabdichtung verzichtet.
Die ersten 5-7Jahre hat das wohl auch selbst in Regionen mit im Winter stark gestreuten Straßen keinerlei Probleme bereitet...
Danach wars halt Mal wieder Zeit für ein neues Auto.
Warum sind mittlerweile wohl schon so vielen Exemplare den Rosttod gestorben und bei 90% sind die Hilfsrahmen immer stark durchgefault?
Oder warum sind die Verschraubungen der hinteren Stabibuchsen beim Z immer so rostig, dass die beim Versuch zu lösen abbricht, oder sich die angepunktete Mutter, statt der Schraube löst?
Oder der Längsträger oberhalb der Stabibuchsen- Längslenkeraufnahme ist gleich komplett durchgerostet.
Zufällig befindet sich direkt in den Bereich eine Öffnung im Längsträger für die Längslenkerverschraubung... Die sich halt auch
Zufällig direkt im Spritzwasserbereich befindet.
->
Sammelthread - Schwachstellen / häufige Defekte / mögliche Probleme
Bei europäischen Fahrzeugen gibts auch Produktionsbedingteöffnungen im direkten Spritzwasser bereich des Radhauses.
Die sind dagegen aber jeweils immer werkseitig mit Gummistopfen verschlossen...
Und gerade beim Jeep der auch für den ein oder anderen unbefestigten Weg gedacht ist hat der Hersteller leider darauf verzichtet...
