Elektrik - Scheinwerfer
Die werkseitige Scheinwerferverkabelung ist leider sehr bescheiden gelöst.
Wo Scheinwerfer bei europäische Fahrzeughersteller bereits in den frühen 80ern über Relais geschaltet werden, werden die Hauptscheinwerfer beim ZJ/ZG direkt vom Lichtschalter bestromt.
Das kombiniert gleich zwei Nachteile:
- Spannungverlust (verstärkt durch geringen Kabelquerschnitt)-> Scheinwerferlicht leuchtet schwach
- Erhöhte Belastung für den Lichtschalter
Das schlechte Licht ist unangenehm und wird in Verbindung mit alten stumpfen Reflektoren und Streuscheiben noch zusätzlich verstärkt, sodass eigentlich jede Nachtfahrt ein halber Blindflug wird.
Die ständige Belastung des Lichtschalters ist nach mehreren Jahrzehnten irgendwann auch brandgefährlich.
Wie hier an einem XJ (wo es wie beim ZJ/ZG ohne Relais gelöst wird) zu sehen:
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Kabelbrand durch defekten Lichtschalter !!!
Sowas kann durch eine nachträglich eingebaute
Relaisschaltung verhindert werden.
Hierdurch wird erreicht, dass der Lichtschalter dauerhaft entlastet wird, weil er nur noch das Relais schalten muss.
Das Scheinwerferlicht wird ebenfalls verbessert, da die Scheinwerfer nun direkt ohne Umweg Strom von der Batterie erhalten. Bestenfalls über einen ausrechend dimensionierten Kabelquerschnitt.
Die Nebelscheinwerfer werden schon werkseitig über ein Relais angesteuert. Das sitzt im Sicherungskasten im Beifahrerseitigen Fußraum.
Eine Relaisschaltung kann man sich selbst mit
Relais,
Meterware Fahrzeugkabel, Kabelschuhen und H4 Steckern bauen.
Oder man kauft sich ein fertiges Set, wie z.B.:
Bei fertigen Kits auf Qualität achten. Sonst fallen die Relais plötzlich aus, was bei einer Nachtfahrt wohl in jedem Fall unangenehm ist. Außerdem wird bei günstigen Kits oft vor allem an der Qualität und am Querschnitt der Kabel gespart (-> Spannungsverlust -> schlechtere Lichtausbeute)
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GC ZJ 5.9 / Platzierung Relaisschaltung
Beim Einbau der Relaisschaltung bestenfalls die originalen H4 Stecker erhalten. Und die Relaisschaltung mittels männlichem H4 Stecker an die weiblichen H4 Stecker des alten Kabelbaum anschließen.
So kann beim unwahrscheinlichen (aber möglichen) Ausfall eines Relais die Relaisschlatung abgesteckt und übergangsweise wieder wie zuvor über den ursprünglichen Kabelbaum für Licht gesorgt werden.
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Unser ZG 5.2L '96 #93
Beim Einbau der Relaisschaltung bietet sich eine Reinigung der Hauptscheinwerfer an:
Ich bin dabei folgendermaßen vorgegangen:
- Scheinwerfer mit Wasser und etwas Spülmittel gefüllt und gut geschüttelt
- Mit klarem Wasser ausspülen
- Glasreiniger an alle Innenflächen gesprüht und dann etwas Wasser hinzugegeben und wieder geschüttelt
- Mit einem Microfasertuch vorsichtig trockengerieben (Um mit dem Tuch in alle Ecken zu kommen hab ich mir mit dem Stiel eines Holzkochlöffels geholfen.)
Vorsichtig vorgehen um die Chrombedampfte Reflektorfläche nicht zu verletzen.
Unbedingt die Verklebung des Scheinwerferglas prüfen. Diese Scheinwerfer sind anders als bei europäischen Fahrzeugen leider nicht zusätzlich mit Klammern gesichert.
Ich habe diesen Punkt versäumt... Nicht gerüft -> nicht neu Verklebt -> Resultat
Scheinwerferglas verloren.
...daraufhin hab ich ein paar neue Scheinwerfer gekauft (die haben nochmals für etwas besseres Licht gesorgt).
Beim Aus- und Einbau der Scheinwerfer jeweils vorsichtig vorgehen.
Nicht das sowas passiert ->
Frontmaske ZG 5.9 mit LWR gebrochen - was nun?
Die Fontmaske ist (vor allem für den ZG mit LWR) sehr sehr selten. Wohl bei 99% der Schlachtern ist die bereits beschädigt. Und das mittlerweile rund 3 Jahrzehnte alte Nylon/PA ist sehr spröde.
Auf die Clips der Scheinwerfer beim Aus- und Einbau ebenfalls aufpassen. Vor allem die Clips neuer (Zubehör-)Scheinwerfern von (TYC) sind sehr stramm. Am besten direkt kurz vor dem Einbau mit einem Heißlüftföhn erwärmen. Dann hat man erst wieder beim nächsten Ausbau (bestenfalls bei winterlichen Temperaturen) ein Problem.
Da sich die Clips im eingebauten Zustand "etwas" schlechter / gar nicht erwärmen lassen.
Die unteren Scheinwerferclips gibt es weder original noch im Zubehör einzeln, die sind jeweils Teil des Scheinwerfers.
Dieses Problem hatten schon viele. Komplett erschlaffte Clips lassen sich mit Alufolie Unterfuttern und mit Kabelbindern zusätzlich sicher.
Hier in diesem Thread ist der Werdegang eines 3D gedruckten Lösungsansatzes für diese Clips nachzulesen.
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Plasteaufnahme eines ZJ Scheinwerfers
Mit Relaisschaltung und gereinigten (oder neuen Scheinwerfer) verbessert sich die Lichtausbeute deutlich und der Lichtschalter wird nachhaltig entlastet. Die Lichtausbeute ist dennoch nicht vergleichbar mit der eines Fahrzeugs aus diesem Jahrtausend. Dagegen
würden H4 LEDs Abhilfe schaffen:
Bei originalen Scheinwerfern
müssten dazu nur die Staubkappe ausgeschnitten werden. Bzw. eine
andere Staubschutzkappe verwendet werden:
H4 LEDS verbessern die Lichtausbeute deutlich:
Da LEDs im Betrieb auch niemals so heiß wie normale H4-Brinen werden, wird die Chrombedampfte Reflektorfläche ebenfalls entlastet. Das wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Scheinwerfer aus.
Das ist vor allem in Ländern wie Frankreich, oder Italien nützlich wo Fahrzeuge ohne Tagfahrlicht laut STVO auch tagsüber (also permanent) mit eingeschaltetem Abblendlicht fahren müssen.
Der Fall dass man im Winter bei starkem Schneefall wegen eingeschneiter Scheinwerfer gelegentlich mal anhalten muss ist wohl äußerst selten und m.E. ziemlich zu vernachlässigen.
Da die LEDs im Gegensatz zu den Halogenbirnen sehr weiß leuchten, sollte in dem Fall zumindest das Standlicht, was in Verbindung mit dem Abblendlicht immer leuchtet daran angepasst werden.
Wobei es mittlerweile auch warmweiß leuchtende H4-LEDs von namenhaften Herstellern zu kaufen gibt:
Hinweis:
Die
Kompatibilitätsliste wird zwar
ständig erweitert.
Der ZJ/ZG ist darin bis heute aber
noch
nicht aufgeführt.
Auch wenn der ZJ/ZG besseres Licht vertragen würde, bis der in der Liste aufgeführt / diese Leuchtmittel für das Fahrzeugmodell und den Scheinwerfer zugelassen sind aber halt leider nicht erlaubt.