Radnabe lösen - aber Schrauben sind festgerostet

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Liebe Forenmitglieder,

ich benötige einmal euer Schwarmwissen.
Ich wollte an meinem pre-FL XJ das linke Kreuzgelenk wechseln und dazu die Radnabe mit der Steckachse ausbauen, so wie ich es schon mehrfach gemacht habe. Leider musste ich feststellen, dass die drei Aussenvielzahnschrauben, mit der die Radnabe befestigt ist, irre festgerostet sind. Ich habe sie jetzt eine Woche lang mit Rostlöser eingesprüht und heute einmal einen Schlagschrauber angesetzt. Sie bewegen sich keinen Millimeter. Was kann ich sonst noch versuchen? Hitze?
Für euere Ratschläge bin ich dankbar.
 
Wenn gar nichts anderes hilft, dann mit der Lötlampe ran.
 
.... Ich habe sie jetzt eine Woche lang mit Rostlöser eingesprüht und heute einmal einen Schlagschrauber angesetzt. Sie bewegen sich keinen Millimeter. Was kann ich sonst noch versuchen? Hitze?
Für euere Ratschläge bin ich dankbar.

:idea1: ... ich hoffe, der Rostlöser war nicht Caramba bzw. WD-40 :unsure:


Zur Fragestellung - die theoretisch denkbare Wahl lautet Hitze oder Kälte :cool:

Gestern sollten ein paar rostige M5-Verschraubungen gelöst werden.
8 Stück - an der ersten Mutter angesetzt und schon war sie ab.
Die nächsten 7 Stück gingen unauffällig auf, nachdem sie etwas 'gekühlt' wurden :coolman:
Nur mal laut nachgedacht ... :angel:

1784133012016.png
 
Hitze hilfteigentlich immer, Kälte auch. Hitze ist aber wahrscheinlich einfacher verfügbar.
 
@Bodo Es war Caramba. Habe jetzt aber Super Crack Ultra bestellt. Danke für den Hinweis.
Gleichzeitig Gasbrenner bestellt. Werde mich am Samstag daran begeben. Danke für eure Hinweise.
 
Acetylen / Sauerstoffbrenner wäre die bessere Lösung und effektiver, als ein Gasbrenner.

Vorsorglich schon mal einen neuen Satz Schrauben besorgen, wird auch nicht verkehrt sein.

Der Vorschlag mit dem warmen ATF hat aber auch was, keine Frage.

Gruß und viel Erfolg bei der OP

Micha
 
...Du kannst auch einen Ga Wa Sch fragen...
Die haben oft eine Spirale zum Heizungsrohr einfrieren.
Wenn man mit dem Brenner nicht so per Du ist - macht es vielleicht weniger Kollateralschaden
 
Einweichen, Schraubenüberstand hinten gut von Rost befreien(Drahtbürste - warum die Scheissdinger auch immer so weit überstehen …?!?- überleg jedesmal ob man sie nicht vielleicht kürzen sollte) meine Erfahrung nach hilft hier auch eine Vielzahnnuss - ein massiver Kupferhammer - oder ne „Opfernuss“ wo es egal ist ob sie platt geht und ein Fäustel und auf jede Schraube gut platzierte und gut ziehende harte Schläge - so min 5-10x. Dann versuchen. Hab auch schon nen Druckluftmeissel mit nem Pflastetmeissel Einsatzt genommen und direkt auf den Kopf gehalten und einfach mal machen lassen. Mehr brauchte ich nie. Erstaunlich was so starke Vibrationen bringen. Muss aber was Gutes sein, so ein MickeyMouse Druckluftmeisselchen aus dem Baumarkt damit wird’s nix. Eins kann man noch versuchen, den guten alten manuellen Schlagschrauber, dem widersteht wenn man es kann, auch nicht viel. Brenner - ja klar - nächste Eskalationsstufe, aber soweit kam es nie, knock knock knock ;-)
Schrauben auf jeden Fall neu. Die reißen eh gern ab, da würde ich nichts riskieren.
Ich setze sowas mit bissl Paste/Fett/Antiseize ein und schmier davon auch etwas auf den Überstand des Gewindes. Bissl auf die Radnabe am Sitz im Achsschenkel hilft für die Zukunft.
- Weil es @CarstenM grad schrieb- Flexen ist für nen Vollblutschrauber in so einem Fall wie eine Niederlage :jester: … und natürlich nur das allerallerletze Mittel der Wahl :angel: ;-)

Viel Erfolg! Wird schon!

G Heiko
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fühle mit Dir! Habe ich selbst auch schon gehabt. Gasbrenner wird nix bringen, wenn sie richtig fest sitzen. Dem kommst du nur mit Acetylen bei. Das Problem ist, dass die Schraubenschäfte in den langen Löchern festgammeln. Wenn du die abflext, brauchst du nicht zu glauben, dass du die Reste so einfach aus dem Achsschenkel rausbekommst. Ich hab in meiner Verzweiflung irgendwann die Radnabe abgeflämmt und anschließend 6 oder 7 Bohrer gebraucht, den letzten Rest einer Schraube auszubohren. Natürlich sind die gehärtet!
Absolute Alptraumaktion. Nimm in jedem Fall neue Schrauben! Aber nicht irgendwelche aus dem Baumarkt! Und bevor du die einsetzt, schmierst du sie gut mit Kupferpaste ein. Damit sich das Drama in ferner Zukunft nicht wiederholt.
Viel Erfolg.
 
Weil es @CarstenM grad schrieb- Flexen ist für nen Vollblutschrauber in so einem Fall wie eine Niederlage :jester: … und natürlich nur das allerallerletze Mittel der Wahl :angel: ;-)
Ich bin da prinzipiell bei Dir!
Aber manchmal ist mir auch die Zeit einfach zu schade da X Tage rumzueiern. Geht nicht los… okay erst Schläge, dann Hitze, oder beides… und wenn das nix bringt..

Kopf ab oder Mutter ab… Rest austreiben.
Auch das kann schief gehen.

Nur zu viel Hitze an der Radnarbe/Achsschenkel tut auch nicht gut…
 
Nur zu viel Hitze an der Radnarbe/Achsschenkel tut auch nicht gut…
Es ist immer noch eine Radnabe und nichts anderes. :angel:

T9 ist schon :urgh:

BTW : es gibt nicht soviele Möglichkeiten für das Problem.

Wie schon von mir genannt :

Acetylenbrenner / Sauerstoffbrenner.

Mit Propan / Butanbrenner braucht man da gar nicht erst anfangen, vergebliche Liebesmüh.

Und mit irgendwelchen Wundermitteln, die als Rostlöser verbimmelt werden, auch nicht.

Der Achsschenkel an der DANA 30 besteht aus Gussstahl, die Schrauben ebenfalls aus Stahl.

Das diese Kombination über viele Jahrzehnte eine sehr innige Verbindung eingehen, dürfte wohl mehr als schlüssig sein.

Neue Radnaben und neue Schrauben - beidseitig wohlgemerkt.

Ebenso die KG's beidseitig - das KG an der anderen Seite wird nicht lange auf sich warten lassen...
;)


Gruß Micha
 
Zuletzt bearbeitet:
.... mir kommt da ein Bild in den Kopf von einer alten Oldtimer-Achse,
bei der sich irgendwelche Verschraubungen nicht mehr lösen ließen.
Da wurden die Verschraubungen wiederholt über 14 Tage eingeweicht
und dann durfte eine Kleine Hilti mit einem stumpfen Einsatz auf den
Schraubenkopf 'einschlagen'.
Ich kam dazu, als die Schrauben positiv nachgaben ... :angel:

Müsste 2 Jahrzehnte her sein ...
... das Schlagen der Hilti sprengt angeblich den Rost :unsure:
 
..und dann durfte eine kleine Hilti mit einem stumpfen Einsatz auf den
Schraubenkopf einschlagen.. ..das Schlagen der Hilti sprengt angeblich den Rost
Oder auch jeder andere Bohrhammer, wo man die Drehfunktion abschalten kann.
 
Kopf abflexen und dann kannst die Radnabe runter ziehen.

Dann kommst mit dem Rostlöser spray auch 5cm sichter ans Gewinde 🫣

Da kannst dich dann mit Muttern aufschweißen und so zeug auf der Werkbank probieren

Aber he... 2 Radnaben kosten knapp 100 Euro. Was ins Gewicht fällt sind die 6 neuen Schrauben für 8 o. 9 Euro das Stück 😑
 
Stabile Schlagschraubernuss und ein laaaaanger Hebel. Hat bei mir funktioniert.

Danach neue Schrauben. Und bei zusammenbauen FETT nicht vergessen.

Tip: vermutlich sind auch Radlagerträger und Achsschenkel zu einer Einheil zusammengerostet. Die drei Schlauben etwas lockern ( Rest wieder zusammensetzen) und einmal vorsichtig ums Haus fahren. Die 1,6T lockern das Teil.
Wenns nicht klappt das "vorsichtig" weglassen.

Hammerschläge auf die Radnabe gehen direkt übers Lager!
 
Danke für eure Hilfe.
Nach einer Woche des Einsprühens mit Rostlöser (vergeblich) erhitzt mit Lötbrenner, gleichzeitig mit Rostlöser eingesprüht und mit Verlängerung die Schrauben losbekommen. Alles ausgebaut, altes Kreuzgelenk rausgeflext und neues eingebaut. Alles gut.
Besten Dank noch mal. 👍
@Bodo XJ : Konnte deinen Vereisungsspray leider nicht ausprobieren, da die Lieferung mit GLS zu einem 5-tägigen Suchspiel wurde. Für‘s nächste Mal habe ich ihn jetzt aber.
 
Thema: Radnabe lösen - aber Schrauben sind festgerostet
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