Pyrenäen - Erfahrungsaustausch

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Wenn alles klappt werden wir (Freund und ich) dieses Jahr im Sommer eine Pyrenäen Tour machen.
Als ich das bei einem Treffen in der Regio anderen 4x4 Fahren gesagt habe wurde meine Vorfreude getrübt.
Es scheinen wohl das einige Strecken gesperrt sind.
Gewisse 4x4 Fahrer haben nach verschieden Anläufen (Anfahrten) dann frustriert abgebrochen und sind in die Westalpen gefahren.

Die 4x4 Fahrer wollten im Bereich des Mittelmeeres ihre Durchquerung starten und hatten nach mehreren Anläufen nur Sperrungen.

Nun meine Bitte kann das jemand fundiert bestätigen. Wie schlimm ist es?
 
Hmmmm... hab ich jetzt so nichts davon gehört oder gelesen.... bin da immer wieder bisschen am stöbern weil die Gegend auch mal noch auf der To-drive-Liste steht.

Von wann sind denn die Infos dieser gewissen 4x4 Fahrer?
Letztlich sind in der Gegend ja viele Strecken aus unserer Sicht "offroad", gelten dort aber als ganz normale Verbindungssträsschen... welche kaum geschlossen sind. Was nicht ausschliesst, dass einige Strecken aufgrund "touristischer Überbevölkerung" gesperrt wurden...
 
Die Erfahrung mit den Sperrungen der anderen 4x4 Fahrer war von 2022.
 
Hallo Raimund,

wir waren mit unserem Jeep im Juni 2022 in den Pyrenäen und hatten das Buch von der Pistenkuh dabei und sind auch einige Abschnitte aus dem "Adventure Country Track" Pyrenäen gefahren (die Touren sind aber für Motorradfahrer ausgesucht und daher teilweise zu eng).
Und ja, ein paar der im Buch beschriebenen Strecken waren inzwischen gesperrt. Wir hatten aber dennoch unseren legalen Spaß in den drei Wochen.
Wir waren dabei hauptsächlich auf der spanischen Seite unterwegs. Ich hatte den Eindruck, dass dort noch deutlich mehr geht als in Frankreich.
Wenn Du das empfehlenswerte Buch kaufst, dann lohnt sich übrigens ein Blick auf die zugehörige Internetseite. Dort werden regelmäßig neue Informationen eingepflegt.
Über den Zeitraum würde ich noch mal nachdenken. Ich weiß ja nicht genau, was Du mit Sommer meinst (Juli/August ?), aber wir waren ja im Juni dort und hatten bis zu 40 Grad. Die Hitzewelle im letzten Jahr war aber auch extrem.
Ich würde jedenfalls momentan immer wieder in die Pyrenäen fahren. Die Gegend ist sehr reizvoll und nicht so überlaufen wie die Westalpen.

Viele Grüße,
Dirk
 
Hi Dirk,
Danke für Die Infos/Tipps.
Ja der Zeitraum (August) kann temperatur bedingt eine Herausforderung sein - ist uns bewußt - ist jedoch leider nicht anders möglich und ist als Vorbereitungstour für Marokko gedacht.
Kann sein das ich Dich mal via PN kontakte.
 
Hallo RAK65,
wir waren über eine Woche im September 2022 auf spanischer Seite in den Pyrenäen unterwegs, fast alles offroad. Durchquerung von Ost nach West. Nicht ein Problem dabei mit Sperrungen.
Grüße Jupp
 
Hallo,

ich bin seit Jahren in der nähe von Figueres unterwegs.
Bis jetzt habe ich nur eine einzige Strecke gefunden gehabt, die gesperrt war.
Ob sich das 2022 so sehr verändert hat... kann ich nicht bestätigen, zumindest ist mir das nicht aufgefallen.
Ich fahre sehr gerne über die Touren von MDMOT OFFROAD ENDURO - Home
Solltest Du mal in der Ostseite unterwegs sein, dann wäre ein Abstecher zu der Burg Requesens zu empfehlen (leider wg. Vandalismus nur noch mit Führung besuchbar), ist über leichte Schotterwege erreichbar.
Und dann noch kurz nach Besalou. Die Altstadt ist ein Traum...
Und ein Spaziergang über den Cap de Creus...

Gruß
Christoph

P.S. Ein kleines Foto von den Mauern von Requesens ;-)
 

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Kurzes Update:
Ich war mit meinem Freund (2 Fahrzeuge) nun in den Pyrenäen.
Wir waren ca. 10 Tage im August unterwegs (plus Anreise und Rückreise).
Die Route startete nahe des Mittelmeers und führte zum Atlantik.

Mein Erfahrungen:
Temperaturen waren untertags bei ca. 30°C je nach Höhe war es deutlich weniger.
Abends hat es immer gut abgekühlt.
Die Strecken sind sehr lang und es war nichts los - es kommt richtig Off Grid / Off Road Feeling auf.
Frei stehen auf der Strecke war kein Problem.

Die Touren haben wir mehrheitlich aus der Pistenkuh entnommen.
Mit unter entsprechen die Stecken nicht den Tour Beschreibungen, heißt sind anspruchsvoller als angegeben.
Evtl. Zeitangaben für Touren sind optimistisch (zu kurz angegeben) - falls man nicht durchrasen möchte, mal ein Foto oder eine Pause macht.

Fazit:
Die Anreise und Rückreise ist schon etwas abschreckend (zeitaufwendig). Die Pyrenäen sind es aber wert. Nicht ganz so ausgesetzt (Tiefblicke) wie die Westalpen aber ein richtiges Off-Road Paradies. Es gibt zudem viele Verbindungswege (Schotter oder Fels) wo man abkürzen oder variieren kann.
Es gab eine Strecke die wir fahren wollten die gesperrt war. Sperrungen waren also unkritisch.
Zwischen den Touren sollte man als mal eine Pause einlegen und die vielen Bademöglichkeiten (Schluchten oder Stauseen) einbauen. Ich werde sicher noch mal in den nächsten Jahren in den Pyrenäen unterwegs sein - werde aber dann mehr Zeit mitbringen, das es so viel zu sehen, fahren und entdecken gibt. Der Abschluss am Atlantik bei Biarritz war super - man könnte Ihn natürlich noch verlängern und zu den Picos de Europa oder Richtung Portugal fahren ...
Die Möglichkeiten für 4x4 sind einfach unbegrenzt. :)
 
Moin und vielen Dank für eure Impressionen! Nach Westalpen und Korsika schwanke ich für kommenden Mai zwischen Pyrenäen und Sardinien?!

Ich frage mich, ob man in den Pyrenäen "enttäuscht" ist wenn man die genialen Ausblicke der Westalpen und die teils anspruchsvollen Pisten auf Korsika schon gesehen hat?!

Vielleicht ist ja jemand von euch schon in beiden Gebieten gefahren und kann mit seiner Meinung meine formen 😉?

Bin für jeden Hinweis dankbar, der mir die Entscheidung erleichtert 😉

LG
 
Hallo Örnie,

ich kenne die Westalpen, Sardinien und die Pyrenäen vom Enduro-Fahren (BMW GS), für mich sind die Pyrenäen auf der spanischen Seite der absolute Favorit, deshalb war ich auch im Sommer auf meiner ersten Tour mit dem Jeep auch da. Genial und leer !!!!
 
Sowas wollte ich hören! Ich mag "leer" ;-)

Danke für deine Meinung!!!
 
Hi Örnie, also ich stimme MiKo zu total leer. Die Strecken die wir gefahren sind hatten nicht die Tiefblicke wie in den Westalpen, das sollte man wissen.
Wenn man das braucht kann man unter Umständen etwas enttäuscht werden. Jedoch ist die Landschaft sehr unterschiedlich was auch seinen Reiz hat und es ist traumhaft die Leere auf den Strecken zu "erfahren" - in den Westalpen gleicht es inzwischen einem "Krieg" wenn ich sie fahre meist nur noch so früh am Morgen das ich meine Ruhe habe und es genießen kann. Die Hektik brauch ich nicht - ich fahre solche Strecken weil ich die Leere genießen möchte.
Viele Strecken entsprechen dem Overland Gedanken Gut - sind gut zu fahren und man kommt gut voran. Wir hatten jedoch auch welche die es in sich hatten - da wäre ich als einzelnes Fahrzeug nicht weiter gefahren - zu zweit kann man sich immer mal aus der Patsche helfen.
Was Du auf jeden Fall einplanen solltest wäre meiner Meinung nach Ruhetage an/bei einem Fluß oder See - es gibt traumhafte Platze und wenn es reinpasst eine Wüste.
 
Stimmt, die Wüste "Bardenas Reales" ist imposant, aber fahrerisch eher langweilig, und Vorsicht, in der Mitte gibt es eine Bombenabwurftestgelände des Militärs. Als ich da war, war die Ausschilderung sehr minimal, zu Glück wusste mein Mitfahrer davon :) sonst hätte es "was auf den Kopf gegeben".

Die Routen von der Pistenkuh finde ich ganz gut, die Einschätzung der Schwierigkeitsgrade passen aus meiner Sicht ganz gut.
 
Danke euch vielmals für die Erläuterungen! Bin letztes Jahr in den Westalpen auch immer als erster morgens hoch und dann war es toll.

Aber ja... ich stelle die Ruhe und Einsamkeit auch vor die zugebenermaßen kaum zu toppende Aussicht der Westalpen und ich bin bisher von den Pistenkuh Touren auch nie wirklich enttäuscht worden. Ja... mit den Ruhetagen habe ich immer so ein Problem: Frau und Kind geben mir für die Reise ca 12 Tage frei von denen aus Norddeutschland schon 4 für Hin und Rückweg weg sind. Drum nehme ich mir jedes Jahr zu viel vor und allein fährt man irgendwie sowieso mehr...😉

Ich denke, ihr habt mich gerade überzeugt und ich bestell mir gleich mal die beiden Bücher der Pistenkuh für die Region und fange mal ein bisschen an zu planen.

Danke schön und kommt morgen gut rein!
 
Aber ja... ich stelle die Ruhe und Einsamkeit auch vor die zugebenermaßen kaum zu toppende Aussicht der Westalpen...
Ist das folgende einsam genug?
War den ganzen Tag auf der spanischen Seite der nördlichen Pyrenäen unterwegs und habe außer diesem Gänsegeier...

1.jpg

...einigen Schafen...

4.jpg

...und ein paar Pferden...

23.jpg

...kein einziges Lebewesen gesehen.

25.jpg

Hoch zum Gorramendi.

25+.jpg

Auf dem Gorramendi. Auch hier nur Tiere. Die weiße Säule ist die spanische Version unseres Gipfelkreuzes.

26 Gorramendi 1074 m.jpg

In meinem Thread "Geolander unterwegs" werde ich demnächst auch einige Pyrenäen-Touren posten.
 
Die Pyrenäen sind schon ein Träumchen gewesen im letzten Jahr... morgen gehts bei mir los nach Bosnien für den Direktvergleich ;-)
 
Thema: Pyrenäen - Erfahrungsaustausch

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