Problem: Motorsteuerung und kein Ende

Diskutiere Problem: Motorsteuerung und kein Ende im Cherokee / Liberty KJ, KK Forum Forum im Bereich Cherokee Forum; Guten Tag zusammen, hier mal eine Kurzzusammenfassung meines aktuellen Jeepproblems: Es begann mit dem Aufleuchten der gelben...
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waltergropius

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Guten Tag zusammen,

hier mal eine Kurzzusammenfassung meines aktuellen Jeepproblems:
Es begann mit dem Aufleuchten der gelben Motorsteuerungslampe nach Anhalten im Leerlauf. In einer freien Werkstatt ausgelesen - ein Problem im Ansaugbereich. Fehler gelöscht (war gerade - 15°C, da kann sowas schon mal vorkommen).
Kurz darauf das selbe Problem, wieder bei Leerlaufdrehzahl aufgetreten. OK, war immer noch extrem kalt.
Wenig später dann erheblicher Leistungeverlust. Nach Neustart des Motors wieder OK. Nach kurzer Fahrt im Leerlauf selbes Spiel.
Dann einen weitgehend eingerissenen Ansaugschlauch (zwischen Luftfiltergehäuse und Turbolader) gefunden. Diesen ersetzt und Fehlerspeicher gelöscht. 20 km mit mehrfachem Anhalten etc. ohne Probleme gefahren. Dann, bei Leerlaufdrehzahl wieder die Motorkontrollleuchte. Blöderweise habe ich dann den Motor neu gestartet ohne zu testen, ob es auch wieder zu Leistungeverlust gekommen ist.

Für mich sieht das ja nach einem Elektronikproblem aus. Kandidaten sind die beiden Sensoren im Luftfilterkasten, m.E. Ansauglufttemperatur und -druck.

Was denkt Ihr? Kennt Ihr ähnliche Probleme? Ich bin gerade ganz schön sauer und der Jeep setzt seine Existenz aufs Spiel. Schließlich könnte ich die Jahre bis zum nächsten Islandtrip mit einem Mittelklassekombi deutlich preiswerter bzgl. Fixkosten und Verbrauch überbrücken. Denn wenn zu hohem Unterhalt auch noch Unzuverlässigkeit kommt, ist der Spaß vorbei. Ob dem Jeep das klar ist?

Ulrich
 

waltergropius

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Nachdem ich mich nun durch das englische Service Manual gearbeitet habe, bin ich immer noch nicht viel schlauer. Der MAF (Mass Air Flow) Sensor ist leicht zu finden und dort auch beschrieben. Am Luftfiltergehäuse finde ich aber noch einen zweiten Sensor. Da der nur eine kleine Öffnung zum Gehäuseinneren aufweist, halte ich den für einen Drucksensor. Nur finde ich einen solchen im Manual nicht erwähnt.
Außerdem ist die Abgasrückführung vom Zylinderkopf zum Ansaugschlauch recht verölt und der kleine Schlauch, der in den dicken Ansaugschlauch mündet, wahrscheinlich nicht mehr ganz dicht. Ersatz ist bestellt, aber leider noch nicht geliefert worden. Kommt das Eures Erachtens als Ursache in Betracht? Ich würde ungern auf Verdacht den MAF-Sensor wechseln.
Vielleicht kennt sich hier ja doch jemand aus...
Ulrich
 

HJL

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Sorry, Ulrich, hab meinen noch nicht lange genug und kann nicht helfen......
aber solche Probleme sind meist nur ne Kleinigkeit, wenn man erst die Ursache hat.

Dass das nervt, kann ich verstehen, aber deswegen verkaufen.....das überleg Dir besser.
Ich hab´s damals gemacht........und fahr nun doch wieder 4x4.
Ist einfach mit nix zu ersetzen.


Wenn hier niemand helfen kann, ruf mal in Wiehl bei Fa. Lauer u. Süver (Jeep-Vertragswerkstatt) an.
Der Meister dort hilft Dir bestimmt weiter, ist ein netter Kerl mit viel Ahnung.

Gruß
Joachim
 
Stutz

Stutz

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Hallo Ulrich,

ich werde mal laienhaft versuchen, mich Deinem Problem zu nähern, soweit mir das bekannt ist. Der Lufmassenmesssensor (MAF) misst die einströmende Luft und gibt die Informationen an die Motorsteuerung weiter. Würde man den Sensor jetzt ausstecken, dann dürfte auch das Abgasrückführungsventil (AGR) nicht mehr funktionieren. Insofern könnte das schon mit dem defekten Ansaugschlauch zusammenhängen. Ein defekter MAF-Sensor bringt den Motor auch zum stottern und die Leistung wird nicht richtig angenommen - auch das paßt zu Deinem Fehlerbild.

In einem Thread in den USA habe ich mal gelesen, daß da einige Tüftler den Sensor ausbauen und versuchen, ihn zu reinigen - mit einem Kontaktspray (kein Bremensreiniger) zum Beispiel. Bei manchen hat es geklappt, was erfreulich wäre, da er nicht ganz billig ist.

An Deiner Stelle würde ich mal abwarten, was sich mit den neuem Schlauch geändert hat. Auch die vergangene Kälte darf man als Fehlerquelle nicht ganz ausschließen, da der Diesel dermaßen versulzt, daß auch hier die Leistung erheblich eingeschränkt wird - oft ist zusätzlich Wasser im Diesel (beim Tanken schneit es rein) oder Dieselfilter und der macht dann auch zusätzlich noch dicht.

Mir ist klar, daß dich die Kiste allmählich nervt :motz: . Das ist aber auch wirklich ärgerlich. "Schuld" sind die immer verrückeren Abgasvorschriften, die den Diesel in der Zukunft den Garaus machen werden - damit werden die Motoren immer anfälliger und komplizierter.

Grüße von Otto

P.S: Wir haben hier im Forum "Micha": Das ist ein KFZ-Meister, vielleicht weiß der hier weiter ...
 

waltergropius

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Nein, natürlich trennt man sich nicht allein wegen solcher "Kleinigkeiten" vom ganzen Auto. Es ist eher so, dass sie ein weiteter Aspekt bei den ohnehin angestellten Überlegungen bilden. Schließlich ist der Cherokee bei Steuer, Versicherung und im Verbrauch überdurchschnittlich teuer. Im Alltag brauche ich überhaupt keinen Allradantrieb. Den 1000 kg - Wohnanhänger bewegt auf normalen Urlaubstouren auch ein gut motorisierter Mittelklassekombi angemessen. Natürlich kann man mit dem Jeep in Norwegen mal schnell mit dem Gespann abseits befestigter Straßen und Wege unterwegs sein. Aber wie oft fährt man dorthin? Und wenn dann das teure Auto häufiger Probleme macht, fängt man halt an, seine Weiterexistenz infrage zu stellen.
Im übrigen ist die Motorleuchte nun von allein wieder ausgegangen. To be continued...
Ulrich
 

HJL

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Hi Uli,

Deinen Ärger versteh ich gut. Aber in einem Punkt liegst Du daneben:

Ein "normaler" Familienkombi ist max. unwesentlich teurer als der Cherokee.
Ich bin gerade von einem grundsoliden Golf 4 Kombi TDI mit dem (guten) 1,9 l, 101 PS Motor auf den Cherokee umgestiegen. Z.Zt. fahren wir den Golf auch noch, er steht aber zum Verkauf.
Der Golf hat uns keinen großen Ärger bereitet, lief seine jetzt ca. 230.000 km ohne kapitale Schäden. Der Verbrauch war solo mit 7,0 - 8,0 l ok, im Anhängerbetrieb max. ca. 12,0 l mit nem 1,5 to. Boot am Haken.
Die Unterhaltskosten (Steuer u. Versicherung) sind im Jahr ca. 380 € niedriger als die des Cherokee.

Aber: Fensterheber defekt, 2 x Motorlager ausgeschlagen, div. elektrische Helferlein ausgefallen, Massenschwungrad vom Getriebe defekt und, für mich der gravierenste Punkt, ein Wertverlust von mehr als 90 %. (gekauft als Neufahrzeug für 33.500 €, Wert aktuell: 3.000 €)

Mein Freund fährt einen Audi A 6 3,0 l Diesel, mit Allrad. Wie die Bilanz bei dem aussieht, willst Du nicht wissen! Was da alleine ne Inspektion kostet....oder ein Reifenwechsel, davon kanst Du verdammt lange Cherokee fahren.
 

waltergropius

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Na ja, ich bin absolut kein Freund der Marke aus Wolfburg. Gleichwohl gehe ich davon aus, dass Dein Golf, Joachim, die ersten 100.000 km wohl ohne größere Probleme abgespult haben wird. Der Passat, den ich dienstlich ab und an nutze, hat das auch. Mein Jeep hat jetzt 58.000 km auf der Uhr und doch schon ein wenig herumgezickt. Und die Betriebskosten sind dann schon nicht unerheblich höher als bei einem Butterundbrotauto. Allein was an Ölmengen in den Jeep passt und ab und zu gewechselt werden möchte. Ein Zahnriemenwechsel kostet mehr als bei einem 08/15-Benziner. Der Reifenverschleiß ist höher und die Riesendinger natürlich auch teurer etc. Verstehe mich nicht falsch, das ist kein Jammern, das ist ganz natürlich so bei einem etwas größeren Geländewagen einer eher exotischen Marke. Und diese Mehrkosten haben mich nicht überrascht, die relative Reparaturanfälligkeit bei so geringer Laufleistung schon ein wenig - entspricht offensichtlich auch nicht dem Durchschnitt der Forummitglieder. Dass ein A6 quattro oder allroad keine preisliche Alternative ist, glaube ich gern. Da kommt ja auch noch ein erheblicher Wertverlust hinzu. Auf der Positivseite: 12,5 l/100 km im sehr zügigen Wohnanhängerbetrieb ist ein absolut konkurrenzfähiger Wert. Wahrscheinlich sollte ich mehr mit Anhänger fahren.
Unterm Strich ist das alles 1. eine Rechenaufgabe, die jeder selbst lösen muss und 2. dann eine Entscheidung, die erst recht jeder für sich zu treffen hat. Und seit meine Frau vor mehr als 10 Jahren mit mir eine Nacht lang ein 2WD-WoMo am Eismeerstrand ausgebuddelt hat, kommt ihr sowieso kein solch unzureichend angetriebenes Fahrzeug mehr vor die Haustür. Da kann ich noch so überzeugend den Preisvorteil eines gebrauchten 2WD-Kombis vorrechnen. Insofern wird der Cherokee wohl bleiben dürfen. Und evtl. geht es diesen Sommer auch in die Westalpen, wobei ich die Militärstraßen da auch lieber mit dem Mountainbike als mit dem Auto erkunde.
So, das war reichlich OT.
Schöne Woche!
Ulrich
 

HJL

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Ja, stimmt schon, Uli.

Bei den tstsächlichen Kosten für den Cherokee kann ich auch noch nicht wirklich mitreden, dafür hab ich meinen nicht lange genug.
Das Du bei der geringen Laufleistung doch schon einigen Ärger hattest, wundert mich allerdings. Allgemein schien mir der Cherokee
bis auf ein paar Macken eher unproblematisch zu sein.
Wenn ich allerdings sehe, was meine Vorbesitzer schon so alles an meinem Auto erledigt haben, naja, das war dann bisher auch kein günstiges Fahrzeug. Man muß schon einiges in Kauf nehmen, wenn man Cherokee fährt.
Ich denke, ein paar Probleme wie z.B. die Schläuche werden immer wieder auftreten. Z.Zt. bekommt man bei Jeep-Parts für 2.300 € nen gebrauchten 2,5 l Motor mit 113.000 Km. Hab schon überlegt, ob ich mir den hinlege.
 

waltergropius

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Ja, lustige Idee. Wobei ich mal annehmen möchte, dass wir den Motor mechanisch nicht kaputt bekommen werden. Die Menthalität habe ich aber auch manchmal. Meistens habe ich dann noch die Teile, wenn das Auto längst verkauft ist. Denn das, was man liegen hat, geht je bekanntlich nie kaputt.
Ulrich
 
Stutz

Stutz

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Hej,

eine kreative Idee mit dem Ersatzmotor. Früher sagte man Landroverbesitzern nach, sie müssen bei jeder Fahrt hinten ein zweites Fahrzeug auf dem Autotransportanhänger mitführen - zur Sicherheit. Und der Hersteller der Electronicteile für Landrover war LUCAS: Was übersetzt heißt "Herr der Finsternis".

Da sind wir mit unseren Jeeps ja noch gut aufgestellt. Wie sagte immer meine Tante, die sich mit 80 Jahren noch ein neues Auto gekauft hatte: Ein Jeep ist wie eine Frau, einmal im Monat ein Ölwechsel und dazwischen jede Menge Ersatzteile (Sorry, die Frauen hier im Forum mögen gnädig mit mir sein - ich bin doch noch so klein)

Grüße von Otto
 

waltergropius

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Lästert nict über die Zuverlässigkeit der Landrover. Ich "komme vom" Freelander, 1. Serie. Die Zylinderkopfdichtung verabschiedete sich zuverlässig alle 40 tkm, 2x habe ich das mitgemacht, konnte man sich drauf verlassen. Das verteilergetriebe war schlechter einzuschätzen. es hat sich zwar bei jedem (!) Eigner zerlegt, aber das konnte zwischen 50 tkm (bei mir) und über 100 tkm passieren. Der rest waren Peanuts, Hinterachsdifferenzial, Stabis etc. Aber die komplette Hinterachse, also alle Quer- und Längslenker, die vorsorglich mal sehr günstig ersteigert hatte, habe ich nie ersetzen müssen.
Um den englischen Autos aber nicht Unrecht zu tun - der alte Freelander war vom Konzept her schon ein Klasse Auto. Kompakt, leicht und für ein SUV verdammt geländetauglich. Leider hatten die Rover-Jungs mitte der 90er gerade gar kein Geld für die Entwicklung. So kam der vermaledeite PKW-Motor ins Auto, der auch in Rover-Limousinen und MGs nicht hielt. Und das ganze musste weitgehend unerprobt in den Markt. Heute sieht das ganz anders aus. Der aktuelle Freelander ist ein super Auto, wenn vielleicht auch nicht so robust wie der Cherokee.
Ulrich
 

HJL

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Ja, das ist immer so ne Sache mit solchen Ideen. Ich dachte dran, weil meine Cherokee schon etwas über 230.000 Km auf der Uhr hat.
Anzumerken ist das dem Motor alledings bisher nicht. Als ich neulich wg. meines Thermostaten in der Werkstatt war, standen gerade 2 Cherokee eines Dachdeckers aus dem Raum Gummersbach zur Abholung nach erfolgten Servicarbeiten bereit.
Beide sahen tadellos aus UND HATTEN ÜBER 400.000 Km auf der Uhr, mit den ersten Motoren!
Einer hatte mal bei ca. 300.000 Km nen neuen Injektor bekommen, sonst keine großen Reparaturen, erzählte mir der Besitzer, der ein echter Cherokee-Fan war. Das spricht eindeutig für den VM-Motor und gegen meine Idee mit dem Reservemotor. Nur: Wenn so ein Injektor kommt, wird´s richtig teuer. (800 - 1.000 €) Und wenn die Werkstatt ihn nicht heraus bekommt, kann man sich auch gleich so nen Reservemotor kaufen und einbauen lassen.
Das ist ja der Mist mit dem Diesel heute.... solange er läuft, is alles gut, aber wehe, es kommt ne Reparatur......dann schlackert man mit den Ohren.
 

Jumpy

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Mein Freund fährt einen Audi A 6 3,0 l Diesel, mit Allrad. Wie die Bilanz bei dem aussieht, willst Du nicht wissen!
Erzähl mal, würde mich nämlich interessieren!

Ich habe eine Zeit einen 3Liter Diesel von BMW gefahren. Super Motor, aber bei 200tkm wartet man irgendwie nur noch was zuerst kaputt geht. Turbo, Hochdruckpummpe, Injektor, Drallklappen/Motor....

Denke, dass es aber hauptsächlich Glück/Schicksal ist :mobilephone:
 

HJL

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Hi Thomas,

der Audi wurde bei nem VW/Audi-Händler in Köln gekauft, mit Garantie.
War 1,5 Jahre alt, gepflegt, 1 Vorbesitzer, 45.000 Km gelaufen.

Sicher kenne/erinnere ich nicht mehr alle Probleme:

Los ging es schon bei der Abholung, ich war dabei.

Die Heckklappe schließt normalerweise auf Knopfdruck, funktionierte nicht. Sollte beim nächsten Service kostenlos erledigt werden.
Wg. dieses Problems war das Auto anschließend 3 x in der Werkstatt.
Dann lag der Verbrauch von Anfang an ständig bei über 14 l. Im Hängerbetrieb nochmal 2 l mehr.
Das blieb so, bis bei 100.000 km das Automatikgetriebe seinen Geist aufgab. Mit dem neuen Getriebe liegt der Verbrauch nun wohl im normalen Bereich, aber unter 11,5 l. fährt er auch jetzt selten.
Sobald wg. Anhängerbetrieb die Anhängersteckdose in Betrieb genommen wird, spinnt die Karre vollständig, auch heute noch. Div. Lampen leuchten/blinken, die Rückfahrwarnanlage meldet auf der Autobahn, das man rückwärts gleich ne Mauer rammt, usw. Audi bekommt diesen Fehler SEIT 2 JAHREN nicht in den Griff. Was deswegen schon alles gewechselt wurde, will /kannich hier nicht alles aufzählen. Ich glaube, alles, vom Bordcomputer angefangen. Die wirklich tolle Musikanlage (wenn sie funktioniert) macht auch ständig Theater, was wohl mit der Freisprechanlage oder dem CD-Wechsler zu tun hat, will Audi jetzt festgestellt haben. Beide Radlager an der Vorderache sind bereits gewechselt worden. Der Kofferraum war mal feucht, angeblich lag´s am Schiebedach. Die Zentralverriegelung war auch schon defekt.

Ich glaube, ich kenne kein Auto, das öfters in der Werkstatt war wie dieser Audi. Mein Freund fährt ihn jetzt knapp 2 Jahre. Er verkauft ihn gerade, weil nun die Garantiezeit vorbei ist. Fast alles hat Audi zwar auf Garantie/Kulanz erledigt und immer ein Ersatzfahrzeug gestellt. Aber die Zeit, die man für solche ständigen Werkstattbesuche benötigt, bekommt man ja nicht ersetzt. Ich denke, die Kiste ist so vollgestopft mit zahlreichen Helferlein, das selbst eine gute Fachwerkstatt bei manchen Problemen auf dem Schlauch steht. Die möglichen Ursachen sind einfach zu vielfälltig. Solange alles funktioniert, fein, aber wehe, da ist der Wurm drinn. So schön so ein Fahrzeug auch sein kann, wir sind sehr angenehm weite Strecken mit Bootstrailer gereist, ich wollte so einen Wagen nicht fahren. Sooo groß ist der Unterschied zu meinem Cherokee nun nicht, und ich muß nicht an jedem Bordstein höllisch aufpassen, das ich mir ne Macke in meine Alus fahre. Einzig gegen den Kofferraum vom A 6 hätte ich nix einzuwenden, da geht schon gut was rein. Aber wenn das Boot am Haken hängt, bringt der auch keine Vorteile, da dann (bei mir) das Gepäck im Boot liegt und der Kofferraum fast leer bleibt.
 

waltergropius

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Oh ha, Da kann es einen bei Audi aber auch hart treffen. Ich höre schon auf zu schimpfen. Als alter Citronist leide ich jetzt schon seit ein paar Jahren an Hydropneumatikabstinenz. Nun kommen die C6 als Gebrauchte in den sehr erschwinglichen Preisbereich und man müsste angesichts der geringen Stückzahlen und da es auf unbestimmte Zeit das letzte eigenständig gestylte Modell sein dürfte, zuschlagen, um nicht in 10 Jahren dass selbe Dilemma wie heute mit den CX (meinem Favorit), nämlich einen leergefegten Markt, zu haben. Der Wagen ist auch, der deutschen Autopresse zum Trotz, kein bißchen anfälliger als die Konkurrenz. Aber wer soll denn in 10 Jahren so ein mit elektronischer Steuerung überfrachtetes Gerät noch am Fahren halten? Kleine Werkstätten, die früher an konventionellen Autos (zu denen zähle ich auch die alten hydraulischen Citroen, denn die Zentralhydraulik war durchaus überschaubar und auch für den Laien zu reparieren) gute Arbeit geleistet haben, scheitern heute an den elektronisch komplexen Autos. Da ist so ein bodenständiger Cherokee sicher einfacher am Fahren zu halten. Und wenn die VM-Kuttermotoren wirklich 300-400 tkm ohne wesentliche Schäden schaffen, rege ich mich auch nicht auf, wenn mal ein Injektor fällig ist, versprochen.
Ulrich
 
Stutz

Stutz

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Hi,

apropos Injektoren und hohe Kosten durch Neuteile: Injektoren können fast nicht kaputtgehen - sie verkoken nur im Laufe der Zeit oder werden undicht.

Wenn sie verkokt sind, dann trägt das zu einem unrunden Motorlauf bei. Man geht bei Fahrzeugen, die im Landstrassen/Autobahnbereich unterwegs sind, davon aus, bei ca. 100.000 km Probleme zu kriegen. Bei reinen Stadtfahrten schon bei ca. 50.000 km ( bei Taxis z.B.). Die Lösung der Freundlichen, hier ein Neuteil zu verkaufen ist groß, da das lukrativer und einfacher für sie ist.

Nur: Das ist in den seltensten Fällen notwendig. Es genügt eine Reinigung in einer speziellen Flüssigkeit - auch zusätzliches Ausblasen mit Pressluft beseitigt hier auch kleinste Metallteile. Hierauf hat sich etwa die Firma http://www.aed-celle.de (BOSCH) spezialisiert. Die Kosten für Reinigung und Überprüfung liegen dort bei nur 29.90 Euro pro Injektor (Stand 2011) - Im Gegensatz zu einem neuen Injektor für ca. 300 Euro.

Oder man macht das selber mit einem Reiniger von http://www.injektorreiniger.de mit Kosten von ca. 43 Euro (Devil-Cleaner).

Bei meinem Fahrzeug war letztes Jahr der hinterste Injektor undicht, der an der Spritzwand - kaum eine Möglichkeit, da selber ranzukommen. Die Jeepwerkstatt hat aber dazu ein Spezialwerkzeug. Ich habe das ausnahmsweise mit einem Austauschinjektor machen lassen, da eine Reinigung, mit Ein- und Ausbau, ca. 2 Tage gedauert hätte. Die Gesamtkosten waren aber mit 480 Euro nicht so hoch, wenn der Injektor auch noch mit eingerechnet wird.

Ich denke, speziell bei den VM-Motoren, sind also noch jede Menge Kilometer nach oben drinn, ohne wegen jedem Blödsinn gleich in die Werkstatt fahren zu müssen.

Grüße von Otto

Benötigt zum Ausbau wird ein Injektorabzieher wie auf dem Bild anbei
 

Jumpy

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Danke für Deine Ausführungen bezüglich dem A6!

Das mit dem Elektronikschnickschnack ist zunehmend ein Problem, das ist richtig.
Ich habe aus dem Grund einige alte Kutschen gefahren. BMW E34, Opel Record, Audi A6 C4
Mit den alten Kisten hat man dafür andere Probleme, einfacher zu warten sind so logisch, aber irgendwann wollte
ich dann immer mal wieder ein etwas neueres Fahrzeug fahren.

Ehrlichgesagt, hatte/habe ich mit dem Gedanken gespielt mir mal einen A6 C6 als Quattro Kombi zu kaufen.
Ich denke das Gleiche kann Dir bei BMW und MB auch passieren und was ich so lese, ist Audi noch am kulantesten.

Was die Elektronikanfälligkeit angeht, so müsste man zu einem Japaner greifen. Die haben das schon Jahrzente besser im Griff.
 

Aksunai

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Takiteasy wo hast du denn die ganzen Bilder her???
 

HJL

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Hi Otto,

Deine Ausführungen zum Thema Injektor lassen das Problem in einem anderen Licht erscheinen.
Ich hatte mir da doch schon ziemliche Sorgen gemacht.
Die Sache mit dem Reservemotor hab ich mir überlegt, ich laß das sein.
Tatsächlich geht ja immer das kaputt, was man nicht liegen hat. Da bei dem Preis für den Reservemotor ja auch nur der reine Block bezahlt wird, also ohne Anbauteile wie Turbolader, Lichtmasch., Anlasser usw, ist das eh so ne Sache.

Danke Dir für die Entscheidungshilfe!
 
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