Ölablassschraube bei jedem Ölwechsel tauschen?

Diskutiere Ölablassschraube bei jedem Ölwechsel tauschen? im Technik allgemein Forum im Bereich Jeep Modelle & Technik; Grüß Euch! Ich frage mich immer wieder (viermal im Jahr mindestens;)), warum es empfohlen wird, beim Ölwechsel auch die Ablassschraube gegen eine...
Kürbis

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Grüß Euch!

Ich frage mich immer wieder (viermal im Jahr mindestens;)), warum es empfohlen wird, beim Ölwechsel auch die Ablassschraube gegen eine neue zu tauschen. Jetzt könnte man natürlich sagen, dass der Gedanke daran verschwendete Zeit ist, weil der (Geld)Aufwand nicht so ins Gewicht fällt. Aber abgesehen davon, dass bei vier zu betreuenden Fahrzeugen doch ein paar Euro zusammenkommen, würde ich gerne eure Meinung und Expertise dazu hören: ist es technisch begründbar, dass die Schraube bei jedem Ölwechsel getauscht werden soll?

VW verlangt für die Schraube plus Kupferdichtung immerhin um die 10 Euro...

Gruß aus dem verschneiten Wien

Stephan
 
V8Jeeper

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Servus Stephan,

nach meiner Meinung absoluter Quatsch solange die Schraube noch ok ist und man den Dichtring (egal ob Plastik, Kupfer usw.) einzeln bekommt.

Bei VW wurde das jahrzehnte nicht verlangt, ist evtl. neu um Unsatz zu steigern :hmmm:

Beim ZJ gibts ja verschiedene Systeme, beide passen aber und selbst die Dichtringe gehen mehrfach solange sie nicht spröde sind.
Wenn die Schraube richtig angezogen wird (sind ja nur wenig Nm) dann geht diese selbst nie kaputt.
Bei den ZJ Schrauben sind die mit Bund und separaten Ring am besten, bei den Anderen sitzt der fest an der Schraube, aber die gehen auch locker 5 bis xy mal ohne Probs.

Dichtringe gibts oft im Zubehör nach Maß, das muss auch nicht vom Hersteller sein.

Lediglich diese hohlen Kuper bzw. Aluringe die gequetscht werden sollte man möglichst immer neu machen.

Also keine Panik, und sollte was tropfen etwas nachziehen und gut, dann beim nächsten Wechsel Dichtung erneuern. :beerchug:
 
raik

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Was die anderen Hersteller dazu sagen, lass ich hier mal außen vor. Was deinen Niner betrifft, ist es einfach ein Internetmythos. Im Netz kann halt jeder alles schreiben. So auch die Behauptung, dass Jeep vorschreiben würde, die Ablassschraube bei jedem Ölwechsel auszutauschen. Dann brauchts noch jemanden, der das immer wieder mal zur Disposition stellt und schon hat man Gesprächsstoff für die Ewigkeit.

Hier z.b. 12 Jahre alt...

Motorölwechsel selbstgemacht

oder hier 6 Jahre ...

Ölablassschraube
 
TGSA

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VW verlangt für die Schraube plus Kupferdichtung immerhin um die 10 Euro...

Das betrifft hauptsächlich die Motoren mit Aluölwanne.
Der Dichtring ist auf die Schraube aufgepresst und nicht einzeln ersetzbar.

Ja, man kann den alten Dichtring aufschneiden und durch einen passenden Aludichtring ersetzen.
Das ist aber von VW nicht vorgesehen.
Opel und einige Franzosen praktizieren den Schraubenwechsel ebenfalls.
 
Vancouver

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Habe selbst bei Gummidichtringen die Ablassschrauben auch mehrere Jahre verwendet und war niemals etwas undicht.

Da ich zwischenzeitlich alle meine Autos auf die Ölablassventile von Stahlbus umgerüstet habe, entfällt dieses Thema. Kostet nicht die Welt und der Ölwechsel ist eine total saubere Sache.

Siehe hier:
stahlbus Ölablassventil M14x1.5x12mm aus Stahl (Komplettset)

Zuerst das gewünschte Material auswählen (Stahl oder Edelstahl), dann das Fahrzeug / passendes Gewinde auswählen. Die Ventile dürfen eh nur mit max. 25 Nm angezogen werden. Daher egal ob Plastik- Alu- oder Stahlölwanne.

Beim Diesel habe ich allerdings jeden 2./3. Ölwechsel das Ventil zum Ölablassen ausgeschraubt, falls sich Schnotter gebildet hätte, dass der dann ausgeschwemmt werden könnte. War aber in 5 Jahren nie der Fall, da ich keine Kurzstrecken fuhr. Dabei habe ich dann einfach einen neuen Kupferdichtring eingesetzt.

Beim Benziner ist das eh zu vernachlässigen. Bei meinen häufigen Intervallen kommt das Öl noch schön braun durch den Ablassschlauch heraus.
 
Leberwurstbrot

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Die Stahlbus Ablassschraube habe ich auch drin. Eine wirklich einfache, saubere und sichere Sache, klare Empfehlung!
 
GigaGaba

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Ganz einfach: Die Dichtung gehört jedes Mal erneuert. Ist i.d.R. eh beim Filter dabei. Die Schraube erst, wenn das Gewinde vergriesgnaddelt ist. Das dauert viele Jahre und viele Ölwechsel.
Wenn Schraube und Dichtung zusammen sind, dann isses halt so.

Wichtiger noch ist das Anzugsmoment.
 
boboJ

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Da ich zwischenzeitlich alle meine Autos auf die Ölablassventile von Stahlbus umgerüstet habe, entfällt dieses Thema. Kostet nicht die Welt und der Ölwechsel ist eine total saubere Sache.
[...]
Zuerst das gewünschte Material auswählen (Stahl oder Edelstahl), dann das Fahrzeug / passendes Gewinde auswählen. Die Ventile dürfen eh nur mit max. 25 Nm angezogen werden. Daher egal ob Plastik- Alu- oder Stahlölwanne.
Interessant. Die Ölablasschraube beim GC soll mit 45 Nm angezogen werden, das Ventil trotzdem nur mit 25 Nm?
 
Stuntman Mike

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Da ich zwischenzeitlich alle meine Autos auf die Ölablassventile von Stahlbus umgerüstet habe, entfällt dieses Thema. Kostet nicht die Welt und der Ölwechsel ist eine total saubere Sache.

Siehe hier:
stahlbus Ölablassventil M14x1.5x12mm aus Stahl (Komplettset)

Zuerst das gewünschte Material auswählen (Stahl oder Edelstahl), dann das Fahrzeug / passendes Gewinde auswählen. Die Ventile dürfen eh nur mit max. 25 Nm angezogen werden. Daher egal ob Plastik- Alu- oder Stahlölwanne.

Beim Diesel habe ich allerdings jeden 2./3. Ölwechsel das Ventil zum Ölablassen ausgeschraubt, falls sich Schnotter gebildet hätte, dass der dann ausgeschwemmt werden könnte. War aber in 5 Jahren nie der Fall, da ich keine Kurzstrecken fuhr. Dabei habe ich dann einfach einen neuen Kupferdichtring eingesetzt.

Beim Benziner ist das eh zu vernachlässigen. Bei meinen häufigen Intervallen kommt das Öl noch schön braun durch den Ablassschlauch heraus.
Ich habe meistens noch nicht mal die Dichtung gewechselt, weil ich keine zur Hand hatte.

So ein Stahlbus-Teil muss ich mir glaube ich auf jeden Fall auch mal anschaffen.

Leider ist der Gladiator nicht in deren Liste aufgeführt, die Größe müßte aber die Gleiche wie beim GC WK2 CRD sein, oder?
 
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Interessant. Die Ölablasschraube beim GC soll mit 45 Nm angezogen werden, das Ventil trotzdem nur mit 25 Nm?
Ja, die 25 Nm absolut beachten !!!
Das Ventil ist ja kein Vollmaterial weil das Öl ja durchfließen muss. Hab das in all unseren Autos drin und es hat sich noch keines in den vielen Jahren jemals gelockert. Auch habe ich noch keine Schutzkappe verloren. Gäbe aber auch unverlierbare Kappen mit Kette. Brauchts aber nicht.

Beim SRT muss allerdngs der beiliegende Kupferdichtring gegen einen etwas größeren ausgetauscht werden. Habe dafür einen Kupferring von der MB C-Klasse (W/S 204) genommen der optimal passt.
 
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So ein Stahlbus-Teil muss ich mir glaube ich auf jeden Fall auch mal anschaffen.
Leider ist der Gladiator nicht in deren Liste aufgeführt, die Größe müßte aber die Gleiche wie beim GC WK2 CRD sein, oder?
Laut der Liste von der Fa. KRAFTWERK ist die Ablassschraube der ersten Gladitoren nur mit der vom 3,6l identisch. Ab 2022 sind 3,0 Diesel und 3,6l Benziner identsich.
Siehe hier:
Mopar Ölablaßschraube (6513414AA) - Kraftwerk

Die Teilenummer wurde wohl durch 6506214AA ersetzt. Müsste demnach M14x1,5 sein. Aber mit "müsste" kann man nix anfangen. Ich würde zum Freundlichen gehen und mir die verlässlichen Gewindemaße holen. Notfalls halt eine kaufen. Aber dann bist safe.

Alternativ bei der Fa. STAHLBUS anrufen.
 
Stuntman Mike

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Jo, habe gerade mal ein wenig gegoogelt und bin auch auf die 14x1,5 gekommen.

Gerade bestellt, zusammen mit einer 22x1,5 für den Smart.
 
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Jo, habe gerade mal ein wenig gegoogelt und bin auch auf die 14x1,5 gekommen.

Gerade bestellt, zusammen mit einer 22x1,5 für den Smart.
Wie gesagt, eventl. musst auch einen etwas größeren Dichtring einsetzen. Der sollte so nah wie möglich am Gewinde anliegen und etwas größer im Außendurchmesser sein. Die von der C-Klasse (204) sind optimal.
 
lebch

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Für den 3.6 lt Pentastar gibt es verschiedene Versionen von den Öl-Ablassschrauben.

Z.B. so was .....



Das ist eine häufige Version .....




Hier ist der Nachteil, dass die Dichtung mit der Schraube verarbeitet wird. D.h. man muss die gesamte Schraube ersetzen was ich als etwas Verschwendung finde.


Ich habe meine JKU's auf diese Version umgerüstet.




Hier gibt es die Dichtungen einzeln, also bei jedem Ölwechsel einfach die Dichtung ersetzen.








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