Muttern sichern

Diskutiere Muttern sichern im Forum Technik allgemein im Bereich Jeep Modelle & Technik - Mal ne Frage. Es gibt ja selbstsichernde Muttern mit dem Plastik Einsatz und es gibt Federringe. Ist es sinnvoll, beide zugleich zu verwenden?
  • Ersteller Ersteller Deichschaf
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Ohne eine Bangebuxe zu sein und/oder übertreiben zu wollen nehme ich einen Federring wenn der grad zur Hand ist, auch unter einer selbst sichernden Mutter, mit Fächerscheiben habe ich ebenfalls kein Problem.
Es muss ausreichend Gewinde vorhanden sein und die Auflagefläche der Mutter darf sich nicht verringern, Unterlegscheiben und diese Ringe nutze ich nicht, kommt mir sinnfrei vor.
Was heute nicht mehr Stand der Technik ist, wissen meine alten Fahrzeuge, 1976/77 und 1980 nicht. Wäre es so gefährlich diese Dinge zu nutzen, müssten sie sich langst in Wohlgefallen zerlegt haben.
Ein waches Auge auf die Fahrzeuge zu haben und ein Gefühl für Veränderungen oder Unpässlichkeiten der Technik sollte vorhanden sein, mit einer App, oder einem Update vom Smartphone kommt man da nicht zurecht.

Gruß
Willy
 
An meiner AHK hab ich den Bock mit Tieferlegungsplatte mit M16 Unterlegscheiben, Federring und selbstsichernden Muttern aus Edelstahl angebracht... Bisschen too much aber der Erdanker hält

Die ganze Anhängerkupplung hängt ja doch nur mit 4 M10 Bolzen seitlich am Rahmen...

Da gehts dann wieder um den Anpressdruck den die Schraube auf die beiden Metalle ausübt und die Reibhaftung übernimmt dann die Arbeit des Lastzuges... (Darum soll ja die AHK auch nicht als Bergepunkt seitlichen Zuges verwendet werden)
 
Darum soll ja die AHK auch nicht als Bergepunkt seitlichen Zuges verwendet werden.
Dann dürfte ich auch mit meinem 1,8 t Wohnwagen hinten dran in sehr engen Kurven, wie z.B. in Serpentinen, nicht mehr bremsen, oder?
 
Ab 750Kg sollte der WoWa gebremst sein!
Und ein bisschen Querkraft kann auch eine gute Schraubverbindung, sie sollte nur nicht
zur vollständigen Aufnahme von Querkräften dienen - dafür gibt es andere Verschraubungen,
z.B. Passschrauben, Passstifte etcpp.
 
Einen Anhänger mit Doppelachse in einem Bogen zu bewegen kostet schon einiges an Kraft. Habe da meine Erfahrungen, per Hand ist es, je nach Radius des Bogens und dem Untergrund schwer bis kaum machbar. Und ich bin ein 115 Kg Mensch der einigermaßen zupacken kann.
Und der Anhänger läuft erst einmal auf, ehe seine Bremsen ansprechen.

Gruß
Willy
 
Vertraut doch einfach den Schrauben die mitgeliefert werden, wie schon oben angemerkt
hat der Hersteller den Befestigungssatz genau so in dem Gutachten vermerkt.

Oder wollt Ihr jetzt auch zum Hersteller werden und eigene Kupplungen bauen?
 
Ich nehme die Originalschrauben und knall da rotes Loctite drauf, damit es sich nicht löst. Hatte noch nie Probleme. Drehmomente natürlich beachten.
 
Schön wie sich hier die DIN Normen um die Ohren gehauen wird...:smilie048: ... herrlich.

Ich kann aus der Praxis nur empfehlen die Schraubverbindungen einige Zeit ruhen zu lassen, bis sich genügend Oxid gebildet hat. Dann erübrigt sich die Frage nach der Sicherung.
Wem das zu lange dauert, was ich verstehe, der macht auf die Gewindeenden ein paar Tropfen Batteriesäure, als altes Hausmittel sozusagen...
:jester:
 
In der Norm ist auch festgelegt, wie weit das Gewinde aus der Mutter herausragen soll.... :read:;)
Danke für den Hinweis, hab schon für die mittleren Schrauben längere Schrauben bestellt. Hab ich erst auf meinem Foto gesehen und gleich überprüft.
 
Ordentliche Unterlegscheibe, ordentliche Klemmlänge, schön mit gesundem Menschenverstand anziehen und gut ist es.
Der Federring ist bei mir gänzlich aus dem Sortiment entfallen, da gabs vor 20Jahre so ne Welle das das nur Deko ist und auf der bin ich mit eingestiegen.
Sicherungsmutter mit Kunststoffteil ist handelsüblich eine Verliersicherung keine Sicherung gegen Vorspannkraftverluste.
Ist aber schon okay für den Fall.
Ich würd auch eher 8.8er Schrauben nehmen, wenn diese vorgesehen waren.
Wie richtig bemerkt ist das Versagensschema gutmütiger.

Also kurzum ausm Lehrbuch wäre dicke Scheiben, Schraubensicherung aus der Tube, vernünftig Klemmlänge, Drehmoment.
 
Hab ich jetzt so gemacht. Erstaunlich, daß ich mit 17er Gabelschlüssel und Nuß/Ratsche locker 70nm anziehen kann. Und noch nicht mal gorillafest. Hinterher mit dem Torque Schlüssel überprüft.
 
daß ich mit 17er Gabelschlüssel und Nuß/Ratsche locker 70nm anziehen kann
Bei der "Ratsche" auch nur eine Frage des Antriebs!
Mit einem 1/8" Antrieb und 17er Nuss hätte ich bedenken 70Nm zu erreichen,
mit 1/2" oder 3/4" Antrieb kein Problem.

Und Du glaubst gar nicht wie viel Kraft Du aufbringst wenn Du auf einem Gebal-/Ringschlüssel ein Rohr von 1m aufsteckst.

:biglaugh:
 
Thema: Muttern sichern

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