Muttern sichern

Diskutiere Muttern sichern im Forum Technik allgemein im Bereich Jeep Modelle & Technik - Mal ne Frage. Es gibt ja selbstsichernde Muttern mit dem Plastik Einsatz und es gibt Federringe. Ist es sinnvoll, beide zugleich zu verwenden?
  • Ersteller Ersteller Deichschaf
  • Erstellt am Erstellt am
Nun, Radbolzen/Muttern sind meist auch Feingewinde!
Zudem gibt es Vorgaben WIE ein Radbolzen/Mutter montiert werden soll,
am "Besten" ungefettet/ungeölt.
Und der Konus/Kegel am Radbolzen/Muttern erledigt die Schraubensicherung schon.

Und Aktionismuss hin oder her, er hat gefragt und eine technisch gültige Antwort bekommen.

Muss niemanden interessieren, oder auch anwenden, wäre aber Sinnvoll.
Wenn jeder einen Stahlbau so zusammenschuster wie er wollte, würde ich in keine einzigen
Stahlbauhalle mehr rein gehen, geschweige denn eine Stahlbau-Bühne betreten!

Und bitte nicht vergessen:
Der Schraubenüberstand nach DIN78, nicht das die Schraube so kurz ist das der Klemmteil
der DIN985 nicht greift.
 
Zudem gibt es Vorgaben WIE ein Radbolzen/Mutter montiert werden soll,

Dies ist auch in der Anleitung der Anhängerkupplung beschrieben. Zumindest bei meiner Thule-Anhängerkupplung.

Es ist nicht notwendig, davon abzuweichen.

Mein Gedanke bezog sich darauf, dass man sich an die korrekte Vorgehensweise halten sollte, und nicht nur darauf, dass es keine zusätzliche Sicherung gibt bei Radmuttern.

Wenn man davon abweicht und dickere Schrauben verwendet, muss man auch das Drehmoment entsprechend erhöhen, um die Schraube richtig vorzuspannen. Sonst hat man zwar eine stärkere Schraube, aber eine zu geringe Spannung, wodurch sie sich von selbst lösen kann.

Daher ist es sinnvoll, eine Sicherungsmutter zu verwenden, wenn man herumexperimentiert.

Ganz böse betrachtet: Wenn man die Schrauben entgegen den Herstellerangaben austauscht, verliert man die CE-Zertifizierung der Anhängerkupplung... :blink:
 
Dann würde ich statt 8.8 die Güte 10.9 nehmen. Das Bohrloch vergrößern schwächt eher das Gehäuse. Und das zu sichern nen Federring und mit Drehmoment fest. Ggf. Loctite auf das entfettete Gewinde. Das sollte reichen.
Wenn man abergläubisch ist kann man noch eine zweite Mutter aufsetzen.
Was ist denn da vom Hersteller vorgesehen? Es ist nicht immer ratsam eine Schraube mit höherer Festigkeitsklasse zu wählen. Eine 10.9er-Schraube mag zwar eine höhere Belastung ab können, ist aber auch weniger flexibel bei Überschreitung der Werte und neigt eher zu brechen statt zu verbiegen.

Also da sollte man schon grob wissen was man tut, wenn man so eine Maßnahme wählt.
 
Höhere Festigkeit, höheres Anzugsmoment, höhere Flächenpressung unter dem Schraubenkopf!
Jetzt stellt sich die Frage: Verträgt das zu verschraubende Material die höheren Anforderungen?
 
Mach es doch einfach wie es vom Hersteller vorgesehen ist. Wozu das Rad neu erfinden? Habe in meiner gesamten Laufbahn einmal eine Lose AHK gesehen. Und da war der Anh und Fahrer das Problem.

G Heiko
 
Was ist denn da vom Hersteller vorgesehen? Es ist nicht immer ratsam eine Schraube mit höherer Festigkeitsklasse zu wählen. Eine 10.9er-Schraube mag zwar eine höhere Belastung ab können, ist aber auch weniger flexibel bei Überschreitung der Werte und neigt eher zu brechen statt zu verbiegen.

Also da sollte man schon grob wissen was man tut, wenn man so eine Maßnahme wählt.

streckgrenze UND zugfestigkeit nehmen beide um 25 bzw 20% zu. so gesehen hat ne 10.9 er „mehr Duktilität“ und ist relativ flexibler. wird daher auch bevorzugt im Fahrwerksbereich verwendet. 8.8 ist mehr so Stahlbau und statisch. …
 
Ich danke allen für die Beiträge, wieder was dazugelernt.:bigsmile:
 
streckgrenze UND zugfestigkeit nehmen beide um 25 bzw 20% zu. so gesehen hat ne 10.9 er „mehr Duktilität“ und ist relativ flexibler. wird daher auch bevorzugt im Fahrwerksbereich verwendet. 8.8 ist mehr so Stahlbau und statisch. …
Etwas sehr allgemein die Aussage.
Also ja, die Werte nehmen zu.
Aber meine Aussage gilt trotzdem.
Hier dazu noch ein Zitat vom Deutschen Ausschuß für Stahlbau:
"Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 sind duktiler (verformbarer) als 10.9-Schrauben. Während 8.8-Schrauben eine höhere Bruchdehnung aufweisen und sich bei Überlastung plastisch verformen, sind 10.9-Schrauben fester, aber spröder. Sie bieten eine höhere Zugfestigkeit, bergen jedoch bei extremer Belastung ein höheres Risiko für ein plötzliches, sprödes Versagen."

Und z.B. bei meinem Spaßauto sind am Fahrwerk 8.8er-Schrauben, überall. Querlenker zum Chassis, Stoßdämpfer zum Chassis etc.
Der Hersteller ist vermutlich was Fahrwerksentwicklung angeht das Nonplusultra. Also kann man das so pauschal nicht sagen und es hängt stark vom Einzelfall ab.

Daher hier auch mein Hinweis: nicht blind was tauschen weil man meint man würde etwas verbessern.
 
okay? wer ist in der Fahrwerksentwicklung das Nonplusultra?
 
Und deshalb haben HV-Schrauben im konstruktiven Stahlbau i.d.R. min. 10.9 ?
Was soll das Fragezeichen? Tun sie es deiner Meinung nach oder tun sie es nicht?
Ich habe vor ein paar Jahren noch Trägersysteme schweißen lassen und diese Metallbauer hatten fast nur 8.8er-Schrauben.
Auch im Anhängerbau werden nur 8.8er verwendet, sowie an den Strommasten und Seilbahnstützen.
Und auch die einbetonierten Gewindebolzen haben nur eine 8.8er Qualität.
Die Fa. Ebel & Sohn, meine Schweißerei, baut solche Stützen. Deshalb weiß ich das.
 
okay? wer ist in der Fahrwerksentwicklung das Nonplusultra?
Lotus Cars ist da ganz weit vorne. Die haben für die halbe Welt schon Fahrwerke entwickelt, mehrere F1-Titel, in nahezu allen Autotests werden sie dafür gelobt. Die wissen definitiv, was sie tun.
 
Lotus Cars ist da ganz weit vorne. Die haben für die halbe Welt schon Fahrwerke entwickelt, mehrere F1-Titel..
Für Straßenfahrzeuge. Wir sind hier aber in einem Geländewagenforum. Zum Beispiel legen wir unsere Fahrzeuge höher und nicht tiefer. Und wir verkürzen unsere Federwege nicht, sondern wir verlängern sie. Ob uns da Lotus helfen könnte? Ich glaube nicht.
 
Was soll das Fragezeichen? Tun sie es deiner Meinung nach oder tun sie es nicht?

Das erschließt sich aus dem Kontext.
HV-Schrauben für den Stahlbau haben ne Festigkeit von 10.9 und sind Stand der Technik im Stahlbau - und das meint nicht den überdachten Fahrradständer.
War nur meine Ergänzung zu dem Kommentar, dass hochfeste Schrauben eher nix für den Stahlbau sind.

Aber im Zweifel sollte die Aussage eines Maschinenbauingenieurs mehr Wichtung haben als die meine. :)
 
Für Straßenfahrzeuge. Wir sind hier aber in einem Geländewagenforum. Zum Beispiel legen wir unsere Fahrzeuge höher und nicht tiefer. Und wir verkürzen unsere Federwege nicht, sondern wir verlängern sie. Ob uns da Lotus helfen könnte? Ich glaube nicht.
Ging ja allgemein um die Verwendung und die Aussage, es würden dort immer 10.9 verwendet. Das ist definitiv nicht korrekt.
Beim Jeep hab ich mich noch nicht intensiv damit beschäftigt, aber mein Gegenbeispiel ist ja eindeutig.
 
...oder lassen wie es ist und ab und zu mal Sichtkontrolle und mit Schlüssel oder Nuss checken obs was nachzuziehen gibt.
 
Thema: Muttern sichern

Ähnliche Themen

Längslenker wechseln-Tips?

Dann noch ne komische Entdeckung (Tag 3)

Was am 2.8 CRD machen um Wartungsstau aufzuholen?

Mutter für Batteriepole - welches Material?

Nuss Größe VA Differenzial pinion

Zurück
Oben