Moab - Bilder für Inspirationen

Diskutiere Moab - Bilder für Inspirationen im Forum Reisen und Touren im Bereich Allgemeines - Am Ostersamstag erhielt ich von @Luigi eine Nachricht mit ungewöhnlichem Inhalt. Erstens schickt mir @Luigi nur sehr selten eine SMS-Nachricht und...
  • Ersteller Ersteller Bergfahrer3039
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Einer der bekanntesten deutschen Youtuber fährt das Hells Gate in Moab !

Zufällig entdeckte ich diesen wirklich spannend gemachten Film von Dave, der von BF Goodrich nach Moab eingeladen wurde und dort mit Marvins Jeep durch das Hell’s Gate fahren durfte.
Marvin ist ein Offroad Promoter, der in Atlanta lebt und er war wieder mit seinem Freund William aus Miami (der Spotter im Film) in Moab zur Easter Jeep Safari. Er macht die Offroad Formate „24h Hell and back adventures“ und „Flex, Rocks und Rollovers“. Hardcore Offroad!
Letztes Jahr hatten wir die beiden auf der Strasse in Moab getroffen und ein wenig geplaudert, William traf ich im März25 auch noch in seinem shop in Miami.
Auch dieses Mal war Marvins Jeep auf der Vendor Ausstellung (in meinem letzten Beitrag im 5. Bild von unten seht ihr diesen schönen Jeep von 1973, mit dem Dave fahren durfte).

@Luigi, wären wir Youtuber geworden, hätten wir auch First Class fliegen können. Aber als sparsamer Bayer fliegt man eben Holzklasse und das Hells Gate fährt man auch nur, wenn gerade sonst niemand da ist.... ;)


 
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Hardest Trail in Moab – Pritchett Canyon (9) – ohne Seilwinde (die kam 2 Tage zu spät an)

Ein Erlebnisbericht.

Pritchett Canyon in Moab ist Hardcore!


In zahlreichen Youtube-Filmen der wilden amerikanischen Offroad Szene kann man das ausführlich beobachten. Extreme Offroad Monster kämpfen sich meist in größeren Gruppen zusammen mit erfahrenen Experten, die den Trail bereits kennen und entsprechend gut spotten können, den ganzen Tag lang Hindernis um Hindernis nach oben durch den Canyon und erreichen das Trail-Ende am Yellow Hill oft erst am späten Abend, weil sie sehr viel Zeit mit „Seilwindenarbeit“ verbringen. Nicht selten gibt es dabei Überschläge, die Autos werden wieder aufgerichtet, man wartet, bis sich das Öl wieder absetzt, es gibt beim Starten (wenn er wieder anspringt) eine Rauchwolke und oft kann die Fahrt mit dem etwas zerknittertem Auto fortgesetzt werden oder es muss umgedreht werden. Im schlimmsten Fall wird der Trailmater über Satellitentelefon gerufen. So viel zu den Profis.

Wir waren nur zu zweit, waren Pritchett Canyon Neulinge, hatten keine Extrem-Boliden zur Verfügung und wußten beide nur aus ein paar Youtube-Filmen, was uns erwarten könnte. Aber wir waren neugierig und voller Erwartung, was da auf uns zukommen würde.

Ich hatte nicht mal eine Seilwinde am Jeep montiert (die kam 2 Tage zu spät an), mein Mitfahrer und Freund hatte seine Frau und 3 Kids in seinem perfekt aufgebauten Gladiator dabei (die waren meist zu Fuß unterwegs). Ich fuhr zwar auf 40-Zöllern, aber mit Serienachsen, der lange Gladiator war auf 38“ , aber er hatte zumindest 60er Dana Achsen und den kompletten Unterboden als skid plate aus Stahl ausgebildet. Kurz gesagt, das Equipment war mehr als dürftig für diese Art von Trail, an dem manchmal sogar die bestens gerüsteten Extremjeeps scheitern. Trotzdem waren wir guter Dinge und gingen die Sache beinahe würde ich sagen ruhig und gelassen an.

Etwas „erschwerend“ kam hinzu, dass meine Frau, die mit den Kids in Moab blieb, Karten fürs Rodeo am Abend organisiert hatte (auch für mich), also wurde eine pünktliche Rückkehr erwartet…. Außerhalb der Easter Jeep Safari fahren nur sehr sporadisch Teams von in der Regel 4-10 Fahrzeugen diesen Trail. Hilfe war also nicht zu erwarten und Mobilfunk gibt es im Canyon nicht. Wir waren an diesem wunderschönen Samstag (Moab war ausgebucht) die einzigen beiden Autos am Pritchett Canyon Trail, der Canyon war menschenleer (außer einer einsamen Joggerin, die war aber viel schneller als wir). Ähnlich wie vor 3 Jahren mal am Cliffhanger Trail (Rating 8). Aber Pritchett Canyon ist nochmal eine ganz andere Nummer !

Zumindest gibt es bei einem Fahrfehler keine Klippe, wo man 300m runterfällt, aber ein x-facher Salto am Yellow Hill ist auch nicht ganz ohne.

9 Hindernisse mit Schwierigkeit 9. Was das genau bedeutet, kann man auf der Seite der Red Rock 4-Wheelers, dem örtlichen Jeep Club ausführlich nachlesen, da stehen Dinge drin wie “extreme and beyond“ und „ Rollovers are very common“. Fürs Filmen war also keine Zeit, nur so kleine Filmchen, denn wir wollten ja am frühen Nachmittag zurück sein, doch alleine die Rückfahrt über den Behind the Rocks Trail dauert 2 Stunden, er ist schwieriger als Poison Spider oder die Hells Revenge, also ein Rating 7 Trail (difficult to severe). Wir empfanden ihn nach dem Pritchett Canyon als reine Erholung.

Dabei war eigentlich zur Easter Safari vereinbart, dass ich zukünftig wie alle gut ausgestatteten Jeeps in Moab auch mit einer Seilwinde unterwegs sein darf (zuhause hat mein Jeep eine und für den Pritchett Canyon ist sie bei den Easter Safari Touren sowieso eine Grundvoraussetzung für die Teilnahme).

Das Ding war angeblich bis dato nicht lieferbar, jedenfalls war keine montiert, als wir ankamen. Da ich aber schon vereinbart hatte, zusammen mit einem Freund den Pritchett Canyon zu fahren, steckte ich in einer Zwickmühle. Er hatte sich nämlich schon lange gefreut, den härtesten Trail Moabs mit mir zu fahren und dann sollte ich wegen der fehlenden Winde plötzlich absagen?

Es hatte die Situation nicht besser gemacht, dass wir auf der Fahrt nach Moab in Grand Junction zufällig den Trail-Leader vom Copper Ridge Trail trafen. Er hatte Juniors Pullover mit dem Dead Horse Point, Moab gesehen und uns gefragt, ob wir Moab kannten. Bald kam man ins Gespräch und er erzählte uns, dass er der Trail Leader am Copper Ridge Trail (4) sei und die Jungs (13+15) erzählten ihm, dass das ihr Lieblingstrail sei und dass beide ihn schon mehrfach selbst gefahren sind.

Im Gespräch erzählten wir ihm von unseren Vorhaben, dieses Mal den Pritchett Canyon fahren zu wollen. „Don’t do that, you will just destroy your rig“ (macht das nicht, ihr werdet nur euer Auto kaputtmachen!), war sein Kommentar zu unserer Idee.

Einer der Cracks der Szene, der vor 15 Jahren mit dem 3-fachen King of the Hammers Sieger Shannon Campbell in ernster Konkurrenz stand, meinte in Moab zu meinem Vorhaben Pritchett ohne Winde nur: „you might do it“. Das gab mir einen Funken Hoffnung, es sollte also grundsätzlich möglich sein. Komisch war nur, In keinem der Youtube-Filmchen hatte ich ein Auto ohne Seilwinde dort fahren sehen.

Wir trafen uns um 7:00 am Trail, bezahlten unsere Gebühr indem wir die Dollars in ein Couvert steckten und dieses in einen videoüberwachten Briefkasten warfen. Wir starteten nach Luft ablassen am Gladiator und all diesen „Formalitäten“ dann kurz vor halb acht. Es begann völlig harmlos, ein Schotterweg führte in eine Schlucht. So kennen wie wir es aus den Alpen auch kennen.

Ich durfte vorausfahren, weil ich im Zweifelsfall das etwas höhere und wendigere Auto hatte und mich deshalb immer als Winchpoint für den Gladiator zur Verfügung stellen konnte (die Schäkel hinten blieben während der ganzen Fahrt dran und wurden auch hin und wieder sinnvoll eigesetzt).

Was dann nach einigen hundert Metern kam, war das abrupte Ende dieses schönen Schotterweges. Der Weg war einfach weg und man sah nicht, was dahinter war, wie es weitergehen sollte. Nicht mal, wenn man ganz nah ranfuhr. Wenn die Erde eine Scheibe wäre, würde man sich wohl so oder so ähnlich das Ende der Scheibe vorstellen. Land’s end.

Der Steilabbruch nach der Abbruchkante des Weges führte in ein Bachbett und dann über Steilstufen auf der anderen Seite wieder zu dem Schotterweg. Ob es hier früher mal eine Brücke gab ?

Es ging noch ein ganzes Stück in den landschaftlich beeindruckenden Canyon hinein, doch dann kam es knüppeldick. Man steht vor dem Abbruch, auf den man wegen einer Felswand links nur schräg zufahren kann und denkt erst mal kurz nach, wie man da heile runterkommen soll, erst eine meterhohe schräge Stufe runter, dann in extremer Schrägfahrt 10-15 Meter weiter nach unten und ganz unten nochmals eine Stufe. Schlimmstenfalls also ca. 3 Überschläge. Wenn das Auto ins Rutschen kommt, ist es vorbei. Ein Einfangen ist hier nicht möglich. Manche schaffen es, andere überschlägt es hier schon.

Es gibt nicht immer eine Linie, die für beide Autos gut ist. Der JLU ist wendiger und kann die Linie steiler anfahren, der Gladiator hat den Vorteil des langen Radstandes, aber er sitzt aber leichter auf und ist beim Rutschen schwer kontrollierbar. Unten im Bachbett ging es über ein Felsengewirr in Schrägfahrt bergauf, rechts ein hoher Felsblock, der mit einer Präzision von wenigen Zentimetern Abstand zur Dachkante umfahren werden musste (siehe auch Foto 5 unten).

„Down and Dirty“ und Brickyard heißen diese Hindernisse.


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Schild am Startpunkt. Unsere Autos sehen nicht so aus wie auf dem Bild…



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Schöne Landschaft überall



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Ein gut ausgebauter Weg führt in den Canyon, beinahe besser als in den Westalpen….



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Es geht weiter mit einer Steilstufe



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Dann 2 Hindernisse hintereinander: Down and Dirty und der Brickyard.

Hier ein Eindruck vom „Ziegelhaufen“



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Überall liegen die Brocken rum



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Wir brauchten die Seilverlängerung nicht, ich bin ein Stück zurück gefahren.



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„Mitten drin“ statt „nur dabei“



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Über den Brocken muss er drüber, da helfen keine Pillen und keine kalten Umschläge.



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Ab jetzt sieht es einfach er aus - das Seil kann weg


Teil 2 folgt gleich
 
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Hardest Trail in Moab - Teil 2 des Berichtes

Dann kam der Chewy Hill, hier musste ich nach 2 erfolglosen Versuchen mit Bouncen dann doch „Luft ablassen“ bis auf 0.8bar, das Profi-Werkzeug zum Luft ablassen gab es im Gladiator, ich hatte zur Not nur so ein DeWalt-Ding dabei (damit hätte es wohl eine halbe Stunde gedauert).

An einem der schwierigsten Hindernisse, dem Rocker Knocker, erwies sich die Linie, die ich in zahlreichen Youtube-Filmen gesehen hatte, als extrem gefährlich und ich war beim Herübergleiten immer knapp am Kipppunkt. Und ohne erfahrenen Spotter, der die exakte Linie kennt, ist man ziemlich hilflos, denn alleine das „aus dem Fenster sehen“ hätte das Auto schon zum Kippen gebracht. Ich saß schräg im Auto, war auf Gas und Bremse gleichzeitig und kämpfte mich Meter für Meter nach links in einer Schräglage, die immer kurz vor dem Kippen nach links war. Wie befürchtet, war es bei der ersten Unregelmäßigkeit beim Gleiten soweit, der Kipp-Punkt war überschritten, ich sah mich schon auf dem Dach liegen und hatte nur noch eine letzte Chance. Blitzschnell war der Rückwärtsgang drin, die Lenkung voll nach links gestellt und der Fuß am Gas. Das Auto drehte sich im Kippen mehr als 90 Grad und stand dann plötzlich wieder auf allen 4 Rädern gerade und parallel unter dem Hindernis. „That was extremely scary“ hörte ich von den Zuschauern. Ein kippendes Auto einzufangen ist kein Spaß, aber es funktionierte zu meinem großen Erstaunen genau so, wie ich es mir vorher schon oft ausgerechnet, aber noch nie im Ernstfall gebraucht hatte. Nur die Turboverzögerung von ca. einer halben Sekunde dauert eine gefühlte Ewigkeit. Wie viele Gedanken einem dabei gleichzeitig durch den Kopf gehen, glaubt man gar nicht.

Eine andere Linie, die ich mir eigentlich vorher schon ausgesucht hatte, funktionierte dann. Man soll nie irgendwelche Dinge nachmachen, die man im Youtube sieht, sondern sich nur auf seine eigene Linie verlassen. Und jedes Auto verlangt eine andere Linie, die muss man selbst sehen.

Die beiden letzten Hindernissen kann man auch mit Bouncen schaffen, aber dafür hatten wir nicht das richtige Setup mit breiten und stabilen Achsen (60-80), 42+ Rädern und entsprechende Feder-Dämpfer Auslegung. Mit Bouncen wäre ein Achsbruch am Rocker-Knocker sicher gewesen.

Es warteten noch 4 Hammer-Hindernisse, die Schlag auf Schlag kamen.

Broken Step, Axle Hill, Son of Rockpile (der Rockpile ist nur noch mit Extrem-Buggies schaffbar) und zum Schluss der Yellow Hill. Alle 4 Hindernisse konnte man von unten sehen und das Ende oben am Yellow Hill war greifbar nahe. Das war ein Ansporn und es ging erstaunlich gut voran, so dass wir beide Autos nach 5 Stunden Trail ohne Beschädigung sicher durch Moabs schwierigsten Jeep Trail durchgebracht hatten. Es ging tatsächlich ohne Winde und die Worte „you might do it“ bekamen jetzt erst ihren Sinn.

Nach der 2-stündigen Rückfahrt über den „Behind the Rocks Trail“ (SG7) waren wir am frühen Nachmittag wieder in Moab und am Abend gemeinsam in der Old Spanish Trail Arena.

noch ein paar Bilder dazu:



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War ich froh, dass es im Gladiator ein gescheites Equipment gab, die Luft musste raus am Chewy Hill. (Hinten ging sie gleich ganz raus und wir mussten wieder etwas auffüllen – 0,8bar)



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Wir hatten beide keine Autos zum Bouncen, also mussten wir crawlen. Mit Bremse und Gas gleichzeitig ging es dann schon. Wer eine Winde hat, ist hier klar im Vorteil (Winchpoint vorhanden)



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Immer wieder so gemeine Kanten, wo es plötzlich in Schräglage einige Meter runter geht.



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Von unten sieht man die Gemeinheiten etwas besser.



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Hier der Rocker Knocker, das Ding ist 3-4 Meter hoch.

Die kleine Beule in der Mitte der ersten Stufe hatte meinen Notfallplan mit dem Rückwärtssprung erfordert, das Manöver ist zum Glück so ausgegangen wie angenommen (man kann sich auch verrechnen…)

Es ging dann ganz links hoch.



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Blick von oben auf den Rocker Knocker (von hier sieht er harmlos aus)



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Rechts unten nochmal das Hindernis



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Man sollte den Blick für die Naturschönheiten nicht verlieren – der Window Arch



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Die restlichen 4 Hindernisse sind alle am Ende auf einem Haufen zusammen

Broken Step, Axle Hill, Rockpile (nur Extrem Buggies) bzw. Son of Rockpile und der Yellow Hill. Wenn man den geschafft hat, fährt man auf einem 7er Trail (zur Entspannung;)) zurück nach Moab.



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Rockpile (im Jeep unfahrbar - Rollover garantiert), eine Wahl gab es nicht, wir fuhren den son of rockplile (ebenfalls extrem)

Die Auswahl ist auf diesem Trail ist meist die zwischen Pest und Cholera.



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Son of Rockpile vom Auto aus, hier soll man drüber aber wie. Es ging dann besser als gedacht, der Gladi musste an den Haken. Hier wurden die Schäkel abgeschraubt, der Yellow Hill ist für uns kein Problem.



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Climbout am Yellow Hill.



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Geschafft, nach 5 Stunden, es war genau zur Mittagszeit



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Wenn man vom Behind the Rocks Trail (eine 7) kommt, darf man das Schild lesen. Für uns war die Rückfahrt über den 7er Trail richtig entspannend und um ca. 15:00 war ich wieder bei der Familie.

Am Abend haben wir uns dann alle gemeinsam das Rodeo in Moab angesehen.

Es war ein wunderbares Erlebnis, bei der die Kameradschaft und das gemeinsame Erleben im Vordergrund stand. So etwas funktioniert nur in einem perfekten Team. Es hat großen Spaß gemacht!
 
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Rollover auf der Hells Revenge – direkt vor uns.

Am ersten Tag nach der Ankunft in Moab wollte Junior (15) unbedingt noch selbst einen Trail fahren. Da es schon am späten Nachmittag war und sein Lieblingstrail, der Copper Ridge (4) zeitlich nicht mehr schaffbar gewesen wäre, , wählten wir den nächstgelegenen Trail aus und das ist die Hells Revenge (SG 6). Das meiste wollte ich fahren und auf den leichteren Abschnitten wollte ich hin und wieder mal das Steuer abgeben. Es kam aber ganz anders, gleich hinter dem Eingangshügel hörte ich die Frage „wann darf ich endlich fahren?“ und da ich wusste, dass er meine Fahrhinweise blitzschnell und absolut präzise umsetzt, stieg ich aus und machte den Fahrersitz frei. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht startete er den Motor und wir fuhren los. Erst direkt vor der weißen Linie am Endpunkt des Trails, dem River Overlook, stieg er wieder aus. Es kam nach uns dann nur noch ein Hummer mit zahlenden Touristen, der dann noch 2m über die weiße Linie drüber fuhr, um ganz vorne zu stehen.
Vielleicht sollte ich noch schreiben, dass es in den USA üblich ist, dass die Jeeper-Kids in der Regel mit 10 Jahren oder darunter schon gut Autofahren können, der jüngste Pritchett Canyon Bezwinger war glaube ich 12 Jahre alt.

Da auf der Rückfahrt gleich hinter dem River Overlook das Hells Gate ist, wechselten wir die Plätze, Junior filmte wieder die Fahrt und ich steuerte durch das Hells Gate, immer Ideallinie, aber eben auch unspektakulär.

Ab dann war ich das Steuer wieder los, ich „durfte“ noch die Steilwand bei den Hottubs hochfahren. Das sah ein Fahrer eines Race-Buggies und brauchte dafür einen 2. Versuch, wobei der Abbruch des ersten Versuches recht abenteuerlich aussah. Wir beobachteten dann noch ein Buggy, das versuchte, aus einem nassen Hottub herauszukommen, aber es wollte einfach nicht gelingen. Bei der Weiterfahrt konnte ich wieder vom Beifahrersitz aus Copilot sein. Nur vor dem Dragons Tail bestand ich nochmals auf einen Fahrerwechsel, denn die steile uneinsichtige Felskante ist wirklich äußerst gefährlich, wenn auch technisch nicht schwierig.

Das nächste Mal durfte ich wieder selbst fahren, als es zur Staircase ging (eine Mischung aus Hells Gate und Escalator, aber etwas einfacher), die wollte ich unbedingt noch „mitnehmen“, bevor es Nacht wird.

Vor uns war eine geführte Sunset-Tour von Buggies. Es waren 2 Leader (vorne und in der Mitte) und 4-5 Buggies. Die Leader standen oben und unterhielten sich und wir standen unten und beobachteten, wie sich die letzten beiden Fahrzeuge richtig schwer taten, die korrekte Linie zu finden. Die beiden Leader standen oben und unterhielten sich, aber keiner der beiden zeigte seinen Kunden die Ideallinie. Wir sahen, wie das vorletzte Buggy dunkle schwarze Linien in den Fels zeichnete, die von der Linienführung völlig falsch waren, dann bemühte sich einer der Leader um eine Einweisung und das Buggy schaffte es sehr mühsam und wackelig bis nach oben. Das letzte Fahrzeug fuhr wieder ohne Einweisung recht profimäßig forsch an und gewann rasch an Höhe, bis der Fahrer einen fatalen Fahrfehler beging. Bevor wir hupen konnten, lenkte der Fahrer in die Steilwand hinein, statt das Auto gerade zu halten und der Überschlag ging so schnell, dass wir es kaum glauben konnten, was direkt vor uns passierte.

Das Buggy überschlug sich erst um die Längsachse und rollte dann noch 2-3 mal seitlich ab, bis es zum Stehen bzw. Liegen kam. Wir waren gleichzeitig mit den von oben herbeikommenden Helfern zur Stelle und waren froh, daß einer der beiden Insassen bereits unverletzt herauskrabbelte, bald kam auch der zweite heraus, die Leader hatten ihm etwas geholfen. Es waren 2 Männer im Alter von Mitte 40 bis 50, also keine Jungspunde ohne Fahr-Erfahrung. Wir blieben noch dort, bis wir wussten, dass alles ok ist und die Leader die Bergefahrzeuge mit den Winden oben und unten platziert hatten. Nachdem die Frage, ob wir irgendwie helfen können, verneint wurde, machten wir uns in der fortgeschrittenen Dämmerung auf den Heimweg und kamen in stockfinsterer Nacht kurz nach 22:00 beim Rest der Familie an. Eine Nachtfahrt auf der Hells Revenge hat einen völlig anderen Charakter, da die Scheinwerfer irgendwo hin leuchten, nur nicht dahin, was man gerade sehen will. Mit Juniors Hilfe kamen wir aber gut durch.

Ich bin froh, dass alles gut ausging und ich bin ehrlich gesagt auch ganz ok damit, dass Junior so einen massiven Rollover einmal live mitbekommen hat. Wir haben hinterher noch darüber gesprochen, wie leicht so ein fataler Fahrfehler passieren kann und wie man sich verhält, wenn man nicht sicher ist. Die Leute in den Buggies hätten hupen sollen für die Aufmerksamkeit der Leader und nicht einfach mutig eine schwierige Strecke versuchen dürfen, bei der sie völlig überfordert waren. Zu den Leaders sage ich nichts, aber wenn ich für Menschen verantwortlich bin, dann tue ich alles, dass sie sich wohl fühlen bei dem, was sie tun. Und wohl gefühlt haben sich die letzten beiden Fahrer sicher nicht.



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Ab hier war mein Platz auf der Beifahrerseite



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Jeder Steilanstieg wurde mitgenommen. ich war nur Beifahrer und Berater.



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Hummer Sunset Tours



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Die Zuschauer am Hells Gate habe ich gar nicht gesehen (Foto von Junior)



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In der Staircase: Das vorletzte Buggy hatte es gerade bis oben geschafft, da startete das letzte. Kein Einweiser oder Vorfahrer da. Die Staircase ist kein Abenteuerspielplatz, auf dem nichts passieren kann.



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Das letzte Buggy zieht los. Oben unterhalten sich die Leader der Tour. Im oberen Teil die schwarzen Spuren vom vorherigen Buggy, das sich völlig verfahren hatte. Es hat gequietscht ohne Ende und wie ein Wunder ist es wieder heile runter gekommen bevor die Leader es hochlotsen konnten.



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Nachdem wir oben waren und nicht mehr gebraucht wurden. Fahrer und Beifahrer hatten es gut überstanden. Die Leader wollten alles alleine machen.



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Wir sahen, dass alles läuft und machten uns auf den Heimweg



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Die waren sicher noch lange beschäftigt



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Die Moab Trails sind nicht ungefährlich, aber bei einer geführten Tour hätte ich so etwas nicht erwartet. Wenn ihr mal so etwas macht, passt selbst auf und lieber mal hupen anstatt zuviel zu riskieren.
 
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Und anstatt das sich die Leader unterhalten, wären deren Augen mal besser auf die Fahrzeuge gerichtet!
Möglicher Weise wäre dann der Rollover vermeidbar gewesen.

Jedenfalls hat der Fahrer jetzt eine steile Lernkurve gehabt.
 
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