Klarlackablösung

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TGSA

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Nach 30 Jahren verabschiedet sich der Klarlack von Jeep.
Großflächig auf der Motorhaube und kleinflächig an der Dachkante vorne und Heckklappe.
Ich sehe es jetzt nicht dramatisch, es ist ja ein altes Auto mit Patina und kein Neuwagen.

Aber kann man den Verfall irgendwie aufhalten oder das Bild etwas verschönern ?

Ich möchte da keine Neulackierung anfangen.
Vielleicht kann man den Klarlack abschleifen und die Haube folieren ?
Oder matt ohne Klarlack lassen ?

Oder ..... ?


20260425_174212.jpg
 
Moin Tom,

das Thema heisst "Thermoplastlack".... :urgh:

Schleifen fällt also schon mal aus...

Und der Effekt zeigt sich eben immer zuerst an den horizontalen Flächen, also da, wo immer
schön die Sonne drauf bretzelt.

Wenn du es so lässt, wird es bald sehr unschöne Rostflecken nach sich ziehen.

Aufhalten kannst du an diesem Prozeß jedenfalls nichts mehr.

Und wenn du es so Folierst oder Folieren läßt, wirst du es nach dem Folieren immer noch sehen.

Im Sinne der Abstufungen, wo noch Klarlack vorhanden ist und wo nicht.

Gruß Micha
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn du es so Folierst oder Folieren läßt, wirst du es nach dem Folieren immer noch sehen.
Im Sinne der Abstufungen, wo noch Klarlack vorhanden ist und wo nicht.
Kommt auf die Folie an. Bei einer im Carbonlook, Camouflage oder einer
anders gemusterten Folie würde man die Abstufungen nicht mehr sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
kann man den Verfall irgendwie aufhalten
verlangsamen ja, immer wieder mal Wachs auftragen hilft, das schützt dann auch evtl. blanke Stellen vor Rostbefall.

ist halt Thermoplast Müll :angryfire:

verschleifen musst bei Folie immer, auch wenn es bei "Musterfolie" nicht so arg auffällt, gegens Licht sieht es immer schei... aus.

Zum schleifen nur Wasserschleifpapier mit viel Wasser verwaenden, sobalt hitze beim schleifen dazu kommt wird es nix.
Auch nur mit Silikonentferner entfetten, Verdünnung löst das Zeug an.

Würde es so lassen, öfftermal wachsen fertig, ansonsten Jeep kompl. lackieren, mit Kunstharzlack oder besser PU Lack geht das ganz gut da er nicht so "hart" wird wie Acryllack.
Trennmittel gibts auch, die Wucht ist es auch nicht.............ansonsten bis aufs blanke Blech abschleifen und vergiss Schnapsideeen wie abbeizen, das geht mal bei einem Kleinteil, beim ganzen Auto wird es eine Horrorarbeit mit Sauerei und unendlich viel Nacharbeit :banghead:

Leb mit der Patina, ist ja historisch :beerchug:
 
Das ist ja auch kein Thermoplastlack (TPA). Dieser, oft als „USA-Lack“ bezeichneter weiche und lösemittelempfindlicher Lack, wird schon seit Ende der 80er nicht mehr bei Autos benutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ziemlich, gabs aber auch ohne bei uns, die Amis haben das Zeug bei ihren Jeeps weiter verwendet als es für den Export nach Europa schon geändert wurde.

verschleif mal einen Übergang vom Klarlack zum Basislack so als wie wenn man drüberlackieren will..........also ohne spührbarer Stufe.........richtig glatt. Dann lappen drauflegen und mit Nitro bzw. Universalwaschverdünnung trenken, 5 oder 10 Minuten warten und schauen ob sich was am Übergang anlöst bzw. runzelig (schmierig) wird.

Wenn ja ist es Thermoplast

Das anlösen dauert schon, ist ja kein Sprühdosenlack den man einfach wieder abwischen kann, auch wenn er schon älter ist.
 
Es ist Thermoplastlack - zu 100% :yes:

Diese Lackart wurde bei Jeep noch weit bis in die 90's verwendet.

Und nein, nur kurz in Verbindung mit Nitroverdünnung passiert da erst einmal gar nichts.

Woher ich das weiss ?

Von meinem XJ, der seinerzeit auch das Thema hatte.

War eine ganz, ganz üble Arbeit im Sinne der Vorbereitung für die neue Lackierung.

Und ich kenne auch noch ein Fahrzeug im engsten Dunstkreis ( ZJ 4.0 aus 1993 ) wo das
am Anfang genauso ausgesehen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei meinem WJ Bj. 2000 sieht's auf dem Dach genauso aus. Kam ganz plötzlich im vergangenen Jahr
 
So sehen auch viele Autos, also keine Jeeps, in Spanien aus und die haben bestimmt keinen Thermoplastlack. Passiert also auch anderen Lacken.
 
Heute habe ich nochmal den ultimativen Lack Test gemacht.
Ein Papierküchentuch mit Verdünner tropfend getränkt und auf eine angeschliffene Stelle gelegt.
Nach ca. 20 min. habe ich das Tuch wieder abgenommen.
An,- oder abgelöst hat sich am Lack nichts. Nur das Tuch hat stark gefusselt.

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An einer anderen Stelle habe ich mit Lack aus der Dose einen Reparaturversuch gewagt.
Nur Farbe ohne Klarlack

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Mal sehen wie es morgen ausschaut.

Nur mit der Spraydose kann und möchte ich keine ganze Haube lackieren.
Ich denke an Abschleifen das keine Ränder bleiben und dann Folieren.
 
Und ich kenne auch noch ein Fahrzeug im engsten Dunstkreis ( ZJ 4.0 aus 1993 ) wo das
am Anfang genauso ausgesehen hat.

Aber @TGSA hat doch keinen ZJ von '93 sondern einen ZG aus '96.

Ich zweifle stark an das man mitte der 90er bei Magna Styr in Graz Neuwagen mit Thermoplastlacken beschichtet hat.

Ich zweifle die Verwendung von Thermoplastlacken beim Z allgemein an.
Ich ordne das in dieselbe Kategorie wie die 20:80 Kraftverteilung bei FL 249er ein. 🙊

Für mich sieht nach ganz klassischem Sonnenbrand aus.
In wärmeren Gegenden sieht man sowas doch öfter:
zg_porto-jpg.102550


Auch auf europäischen Fahrzeugen.
Sonnenbrand.JPG

Und nicht nur auf roten Lacken.
Auch blauen Lacke welche die energiereichsten Wellen reflektieren sind irgendwann Mal verwittert. 🤷‍♂️
Durch mangelde Pflege und genügend Sonneneinstrahlung halt eher...

An einer anderen Stelle habe ich mit Lack aus der Dose einen Reparaturversuch gewagt.
Nur Farbe ohne Klarlack

Warum?
Der Decklack hat doch nichts? 😵‍💫
Die Schutzschicht, der Klarlack ist verwittert.

Das ist Acyllack im 2 Schichtsystem. Der Decklack (die Farbe) ist matt der Glanz kommt von der schützenden Klarlackschicht.

Wenn Du mit Druckluft alle losen komplett verwirrten Klarlackreste entfernst und dann (ohne auf die Grundierung durchzuschleifen) die Übergänge vorsichtig verschleifst und dann die gesamte Haube Nass mit 3000p Schleifpapier schleifst...

02-jpg.174894


... dann könntest einfach 2- oder besser 3- lagen frischen 2K Klarlack auftragen...

Nur mit der Spraydose kann und möchte ich keine ganze Haube lackieren.

...oder auftragen lassen.

Vorher eventuell noch die Steinschläge mit einem Zahnstocher/Nadel und etwas Grundierung und Decklack füllen und verschleifen.

...und dann würde die Haube wieder in schönem Tiefenglanz erstrahlen.

05-jpg.174897
06-jpg.174898


Und vom Fabrton exakt zum Rest des 30Jahre alten Lacks passen (nachdem der Rest vom Auto halt mal poliert wurde).
 
Ok,
wenn sich nichts löst ist das schon mal gut (ich glaub das so noch nicht ganz sicher).

Ich kenne deine Verdünnung nicht, das sollte aber ehr eine "zahme" zum Farbverdünnen sein :hmmm:

Mit Sprühlack zieht es erst auf wenn du Klarlack drauf sprühst, oder auch nicht?

Hast du einen Ami oder für Export bzw. ZG? bei denen hat man den Lack geändert, denke da war was mit "verboten" bei uns.

Haube kompl. mit Dosen geht, wird aber nicht so toll, egal wie oft und dann wieder schleifen und polieren um die Orangenhaut weg zu bekommen............viel Arbeit für schlechten Lack den man leicht wegwischen kann falls mal was drauftropft usw.

Ich hab ne richtig scharfe Waschverdünnung zum entfetten, heute meine Rücklichtgitter angefangen, da hab ich an 3 kleinen Durchgeschliffenen Stellen übern Winter als Rostschutz etwas schwarz aus der Dose drauf, das war mit einem Wisch weg.
Selbst der Rest der Gitter (waren gepulvert) fieg schnell an klebrig zu werden, aber löst sich nicht auf bzw. ab.

So sieht eine Tischdecke aus wenn man die Dose draufstellt und etwas Verdünnung dran ist............Weiß sofort weggewischt, aufgezogen nach ca. 1 Minute :beerchug:
 

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hier paar interessante Infos von einem der es ganz gut erklärt..............ist von einm Lackierer nicht einem der Sprayer :beerchug:

Zitat:

Ich möchte an dieser Stelle zum Thema mein Wissen hinzufügen, das als Erfahrung mit US-Autolacken bis ins Jahr 1983 zurückreicht. Insbesondere, da in verschiedenen Threads einige Thesen aufgestellt wurden, die nur teilweise richtig sind. Möglicherweise kann ich da etwas aufhellendes beitragen.


Die amerikanische Autoindustrie verwendet seit den 40er Jahren sogenannte thermoplastische Lacke. Diese lösten die bis dahin üblichen Nitrolacke ab, die zwar leicht zu spritzen waren und schnell trockneten, aber wegen ihrer niedrigen Schichtstärken in vielen Schichten aufgetragen werden mußten und erst nach dem Lackaufbau aufwendig poliert werden mußten. Der neue thermoplastische Autolack verband mehrere positive Eigenschaften des Nitrolacks (leichte Verarbeitbarkeit und schnelle Trocknung) mit denen moderner Kunstharzfarben. Auch die Tatsache, daß Thermoplastlack nur eine Komponente hat, ermöglichte relativ einfache Lackieranlagen in den Autofabriken (keine 2k-Mischanlagen). Die relativ schlechte Lösemittelbeständigkeit ermöglichte auch eine verhältnismäßig einfache Reinigung und Farbumstellung der Lackiergeräte.


Eine interessante Eigenschaft des Thermoplastlackes ist sein eigentümlicher "Speckschwartenglanz" nach dem Trocknen. An dieser Stelle kommen seine thermoplastischen Eigenschaften zum Tragen. Um das endgültige Auspolieren des Lackes in den Autofabriken zu vermeiden, wurden die Autos nach dem Lackieren durch einen Hitzetunnel mit hunderten von Heizöfen geschoben. Durch die Hitze wurde der Lack wieder dickflüssig und bekam durch dieses "Anschmelzen" seinen endgültigen Oberflächenzustand, der nach dem Abkühlen erhalten blieb. Aus dieser Eigenschaft bezieht der Lack auch seine Bezeichnung "thermoplastisch", also "durch Wärme verformbar".


Vorteil dieses Verfahrens ist das leichte spätere Ausbessern etwaiger Schadstellen, die einfach mit dem passenden Farbton nachlackiert werden können und dann nachträglich der Farbübergang per Wärmebehandlung einer Heizsonne oder dem Poliervorgang hergestellt wird. Wer einmal mit Thermoplastlack ein Fahrzeug selber lackiert oder ausgebessert hat, wird berechtigterweise die Frage stellen, warum es überhaupt andere Autolacke gibt, weil dieser sich in der Regel hervorragend verarbeiten läßt. Die Antwort darauf ist die Aufzählung der Nachteile, die Thermoplastlack hat.


Diese Nachteile sind: Schlechte Beständigkeit gegen Lösungsmittel, schlechte Beständigkeit gegen UV-Einstrahlung (Lackalterung), Hoher Lösemittelanteil bei der Verarbeitung (gesundheitsschädlich), hoher Aromatenanteil (Benzol), schlechte Verträglichkeit mit anderen Lacksorten, schlechte Schleifbarkeit, da die Wärme der Schleifmaschine den zu schleifenden Lack in einen klebrigen Brei verwandelt...


In den USA ist Thermoplastlack von einigen Herstellern nach wie vor erhältlich, Der Import nach Deutschland wurde eingestellt, möglicherweise auch aufgrund Gesetzgebung verboten(?). Der größte Hersteller von Thermoplastlacken, DuPont, produziert das Lackprogramm "Lucite" seit beginn der 90er Jahre nicht mehr (leider). Fast alle US-Fahrzeuge (und einige andere wie Ferrari, Jaguar, Rolls Royce) der goldenen Jahre waren mit diesen Lacken lackiert.
Kenntlich gemacht sind Thermoplastlacke mit der Bezeichnung "lacquer", während Acryllacke die Bezeichnung "enamel" tragen.


Kommen wir nun zur Verarbeitung mit anderen Lacken. Sperrgründe sind zwar erhältlich (Standox), jedoch haben mehrere Unterhaltungen mit Profilackierern ergeben, daß diese immer eine Altlackentfernung bis aufs blanke Blech vorziehen. Der Grund ist, daß Thermoplastlack bei stark schwankenden Temperaturen eine Untergrundkonsistenz von "glashart" bis "zähflüssig" aufweist. Ein Sperrgrund muß dies zuverlässig ausgleichen und von der neuen Lackschicht entkoppeln. Daß dies nur schwer funktionieren kann wird jedem einleuchten. Möglicherweise ist ein dauerhaftes Ergebnis zu erzielen, wenn das Fahrzeug keinen extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt wird, aber das dürfte eher hypothetisch sein.


Weiterhin spielt dabei auch die Lackalterung des Thermoplastlacks unter der Sperrschicht eine Rolle. Solange Thermoplastlack ordentlich gepflegt und mit Wachsen und Ölen genährt wird, ist er ausgesprochen langlebig und genügsam. Wird jedoch seine Oberfläche von den pflegenden Substanzen abgeschnitten, altert der Lack unter der neuen Lackoberfläche. Dies äußert sich normalerweise in einer spinnwebartigen Rißbildung, wie bei einem alten Ölgemälde.


Ein weiterer Aspekt, der natürlich eine Rolle spielt, ist der Originalitätseindruck. Eine perfekte 2k-Acryllackierung auf einem 1979er Camaro sieht niemals authentisch aus. Selbst mit dem treffenden Farbton nicht. Der Originalauftrag war nie richtig hochglänzend und nie ganz frei von "Orangenhaut". Aus Mangel an Originallacken mit diesen Auftragseigenschaften muß sich der findige Lackierer etwas einfallen lassen. Üblicherweise spritzt man den Acryllack mit etwas weniger Verdünnung so, daß er eine leichte "Orangenhaut" aufweist. Diese Konsistenz ist schwierig zu treffen. Nach der Härtung wird naß geschliffen und mit der Maschine und 3M-Polituren poliert, bis der gewünschte Glanzgrad erreicht ist. Dieses Verfahren habe ich aus einer alten "Oldtimer-Markt", in der der Besitzer einer 65er Corvette bei deren Restaurierung nicht mit dem unnatürlichen Glanz des Acryllacks zufrieden war.
 
Da braucht man nicht lange rumraten.
11. Stelle der VIN entschlüsselt das Produktionswerk.
C = Detroit
Y muss somit Graz sein, da der Z nirgends sonst gefertigt wurde.
 
Danke für deine Mühe

Sehr interessant.

Österreich / Belgien/ Italien? / Deutschland
gekauft habe ich den Z im Schwarzwald


20260429_114311.jpg
 
Mein probeweise nachgetünchter Spraydosenlack ist nach dem trocknen mangels Klarlack
etwas matt geworden, aber abgelöst oder hochgegangen ist bisher nichts.
Auch die mit Verdünner malträtierte Stelle ist unverändert.
Scheinbar dann doch kein Thermoplastlack

Plan B Schleifen, Grundieren, Folieren

und mal den Lackierer meines Vertrauens fragen
 
Thema: Klarlackablösung

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