Kaufentscheidung - US-Import - Frage zu Anhängelast und Bremssattel

Diskutiere Kaufentscheidung - US-Import - Frage zu Anhängelast und Bremssattel im Wrangler JK Forum Forum im Bereich Wrangler Forum; Hallo,   da mein lieber XJ so langsam wirklich alt wird bin ich auf der Suche nach einem JK. Es soll ein 2 door Benziner werden.   Heute habe ich...
Desert Hawk

Desert Hawk

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Hallo,
 
da mein lieber XJ so langsam wirklich alt wird bin ich auf der Suche nach einem JK.
Es soll ein 2 door Benziner werden.
 
Heute habe ich mir einen angeschaut.
Bj. 2013, schwarz, 2 door, 3.6L Benziner, Schalter, US-Import vom ursprünglichen Besitzer mit deutscher Zulassung Typnummer: 00000.
 
Der Zustand insgesamt hat mit gut gefallen, innen sehr sauber, Lack und Scheiben gut, Motorraum gut, Motor schnurrt wie ei Kätzchen, oberflächlicher Rost am Fahrwerk (Unterboden versiegeln lassen habe ich einkalkuliert), usw.
 
Bei der Probefahrt hat man die ersten km beim Bremsen ein leichtes Vibrieren am Pedal gespürt, Händler meinte "Standzeit, bla, bla...".
Das wurde dann auch besser. Bremsleistung war gut.
Für 274 PS Schalter hätte ich mir das Auto aber etwas flotter vorgestellt. Und irgendwie hatte ich das Gefühl, er rollt nicht so richtig gut.
 
Nach der Probefahrt hab ich dann festgestellt dass die Bremsscheibe vorne rechts einiges heißer ist als links.
Beim Händler auf die Hebebühne und siehe da, des Rad vorne rechts geht von Hand nicht zu drehen. Also macht der Bremssattel nicht auf. Und der dieser Bremsscheibe sah man auch an dass sie recht heiß gewesen war.
 
Komisch ist auch, dass der Bremssattel links recht neu aussieht, der rechts der klemmt ist alt. Beim letzten TüV 2018 wurden ungleiche Bremsen bemängelt, bei der Nachprüfung war es dann ok.
 
Kommt das bei JK öfters vor, dass der Bremssattel klemmt, und steckt da vielleicht noch mehr dahinter?
 
Mit Sättel und Scheiben tauschen lassen komme ich klar. Der Preis kam mir auch einiges entgegen. Nur wenn mehr daraus wird mit HBZ und ABS...  wird's teuer.
 
Angeschaut habe ich das Auto bei einem kleinen freien Händler, der nur verkauft und keine Reparaturen macht. Komisch ist auch das er das Auto als Privat gegen Barzahlung verkauft. Es ist seit kurzem auf seinen Sohn zugelassen.
Ich kaufe so selten Autos, meint ihr Vorsicht oder Finger weg?
 
Dann hab ich noch Fragen zu den Daten im KFZ-Schein.
Bei den zulässigen Anhängelasten ist jeweils " - " eingetragen. Es ist keine AHK dran, aber ich werde auf jeden Fall eine dranmachen, weil ich einen 750kg-Anhänger habe.
Ich konnte das Gutachten zur Erlangung einer Ausnahmegenehmigung nach §70 STVZO anschauen, mit dem das Auto 2016 die deutschen Papiere bekommen hat anschauen, bei den techn. Daten steht im Feld Anhängelast auch nur " - ".
Wie komme ich da an eine Eintragung? Wahrscheinlich zum TÜV und Datenblatt für den Ami anfordern. Wer hat Erfahrung mit Import-Autos.
 
Desweiteren sind im Schein 225/70 R18 eingetragen
Auf dem Auto und im Equipment Listing zu der Fahrgestellnummer sind aber 255/70 R18.
Ich geh mal von einem Tippfehler im Schein aus, aber wie mach ich das der Zulassungsstelle beim Anmelden klar wenn ich sonst kein Gutachten habe? Auch per Datenblatt vom TÜV?
 
Insgesamt gefällt mir das Das Auto wirklich gut, aber die Bremsen- und Anhängelast-Sache und der Privat-Verkauf machen mich stutzig.
Mit dem Preis kam er mir ja entgegen, damit komme ich klar. Möchte Nur keine Riesenbaustelle oder TÜV-Odyssee wegen der AHK. 
 
Gruß Stephan
 

Eltron

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Ich bin zwar nicht gerade die Expertin, aber von diesem Auto würde ich die Finger lassen. Privatkauf = keine Garantie. Bei gebrauchten ist zwar meist die Garantie zumindest Eingeschränkt aber der Sohn vom Händler? Dann die jetzt schon bekannten Mängel, ich habe einen Onkel der eine Werkstatt hatte, von dem weiß ich das man aus Schrott kurzfristig ein recht ordentliches Auto machen kann. Zum Beispiel Sägemehl ins Getriebe damit es leise ist und so. Ich will dem Händler nun nichts unterstellen, aber wundern darf man sich ja mal. Das mit der Anhängelast könnte meiner Meinung nach auch noch eine etwas aufwändigere Sache werden.

LG
Alexandra
 

JoergMoeller

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Hallo,

wg. Import kennen sich andere besser aus als ich, bzgl. AHK kurze Anekdote eines Bekannten def unbedingt einen franz. Kombi als Erdgasauto und mit Panoramaglasdach und AHK haben wollte. Konnte man aber nicht mit AHK ordern, sagt der Händler: "kein Problem, rüsten wir hier nsch". Nach nur 6 Monaten war die Karre endlich beim Händler, nur mit AHK nachrüsten war nix weil die zulässige Achslast in der Erdgasversion mit dem schweren Panoramadach am Limit war. Also das Ganze gewandelt ...

Ich würd die Karre nur mit sauberen Papieren kaufen. Lass den Verkäufer die Anhängelast und Reifen korrigieren, wenn es Deine Karre ist hast Du die Scherereien am Hals. Und "Privatverkauf" als gewerblicher Händler? Ich denke da käme er vor Gericht nicht mit durch, aber ich würde die Finger davon lassen.

Gruß
Jörg
 
wjrobby

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Hallo Stephan.

Wenn du wirklich auf viel Diskussionen und gerenne in Verbindung mit tiefen Enttäuschungen stehst und zu deinen Masochistischen Neigungen neuen Zugang finden willst - dann kaufen.

Wenns etwas weniger Probleme sein dürfen/sollten - lassen.

Ich würde es lassen....

Gruß Robert.
 
Headman

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Moin Stephan,

alles eine Frage des Preises... Bremssattel fest....Wo ist das Problem? Kann immer mal passieren. Wahrscheinlich die Führungen, im absolut schlimmsten Fall ein neuer Sattel und wenn die Scheiben dann noch rubbeln - Scheiben und Beläge neu. Entweder kommt dir der Verkäufer vom Preis da entgegen oder er lässt es noch machen. Ein Händler der für sowas keine Werkstatt an der Hand hat gibt es nicht
Lässt er dir im Preis 500 mach es selbst oder da wo du gute Erfahrungen gemacht hast. Anhängelast kann man nachtragen lassen. Entweder bescheinigt dir FCA Deutschland anhand der FIN die fehlende Anhängelast - wird nicht leicht denen das zu entlocken weil die sich bei Reimporten gerne dämlich stellen, oder du fragst beim TÜV Süd oder Nord bei der Datenblattstelle an ob die Unterlagen vorliegen haben -kannst vorher unverbindlich anfragen idR haben die was - Preis dafür unterschiedlich - kann schnell mal 100-150 kosten dann noch zzgl etwa 50 beim TÜV für die Eintragung und noch mal ein paar Euros bei der Zulassungsstelle- zzgl deiner Zeit und Nerven ;-) - ein bisschen nervig, aber kein Hexenwerk. Die AHK wirst du dann aber ebenfalls eintragen lassen müssen, eintragungsfrei sind die nur wenn sie EG Typge. sind und an ein ebenso EG Typ. genehmigtes Fahrzeug angebaut werden.

Wenn der Rest also in Ordnung ist - warum nicht mit einem satten Rabatt über die Unannehmlichkeiten hinwegtrösten lassen. Wieviel musst du entscheiden- ich würde wenn alles/beides an mir hängen bleiben würde....Mhmmm sagen wir 1500 runtergehen. Vorausgesetzt natürlich der Ausgangspreis ist "angemessen" ...aber das muss natürlich auch wieder jeder für sich selbst wissen/entscheiden.

Und wie oben Eingangs geschrieben- alles eine Frage des Preises - also ich zum Beispiel bin manchmal sowas von käuflich

G Heiko
 
Desert Hawk

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Hm,
 
natürlich der ausgehandelte Preis ist aus meiner Sicht gut. Wenn man dazu auch noch das spärliche Angebot an gebrauchten Benzinen anschaut.
Wär die Kiste zu teuer würd ich mir die Gedanken nicht machen.
Bremssättel kann ich bei dem Preis machen lassen.
 
Ist es JK auch noch so wie beim XJ, dass die Anschläge der Bremsbeläge fest am Achsschenkel sind und sich da mit der Zeit Kerben bilden?
Noch ne Frage zur Bremse: Ist es beim JK normal, das der Druckpunkt im Stand bei laufendem Motor weich ist und man mit genügend Kraft fast zum Boden durchtreten kann?
Ohne Motor ist das Pedal wie vom XJ gewohnt hart. Bremsleistung während der fahrt ist gut.
 
Ich lass mir noch etwas Bedenkzeit.
Ich frag mal bei FCA nach der Anhängelast. Da kann ich mich auch gleich wegen der falsch eingetragen Reifenbreite erkundigen. 
TÜV und Zulassung ist halt gerne mal nervig.
 
Bisher unterstelle ich dem Händler keine böse Absicht, außer dass er die Kiste vor dem Inserat nicht durchgecheckt hat und mit dem "Privatverkauf" keine Gewährleistung übernehmen möchte.
 
 
 
Grefenius

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Desert Hawk schrieb:
[...]
 
Ist es JK auch noch so wie beim XJ, dass die Anschläge der Bremsbeläge fest am Achsschenkel sind und sich da mit der Zeit Kerben bilden?
Noch ne Frage zur Bremse: Ist es beim JK normal, das der Druckpunkt im Stand bei laufendem Motor weich ist und man mit genügend Kraft fast zum Boden durchtreten kann?
Ohne Motor ist das Pedal wie vom XJ gewohnt hart. Bremsleistung während der fahrt ist gut.
 
[...]
 
Ja. 
 
Festegegangene Bremssättel hatte ich auch schon, allerdings hinten. Wie Heiko schon erwähnte, sind diese selbst als MOPAR Teile günstig zu bekommen. Das würde mich nicht vom Kauf abhalten. 
 
PS: Ein Importfahrzeug mit genulltem Fahrzeugschein hat auch seine Vorteile...bei späteren Eintragungen von Zubehör.
 
Headman

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Moin,
 
Zitat >>> "Noch ne Frage zur Bremse: Ist es beim JK normal, das der Druckpunkt im Stand bei laufendem Motor weich ist und man mit genügend Kraft fast zum Boden durchtreten kann?
Ohne Motor ist das Pedal wie vom XJ gewohnt hart. Bremsleistung während der fahrt ist gut."
 
Dh das bei beiden Fz der Bremskraftverstärker funktioniert ;-) Normal.
 
Das mit der Reifengröße ist ja leicht aufzuklären - kost halt wieder Zeit. Aber mal ehrlich ...äh die Hallenschläppchen bleiben doch eh nicht wirklich lang drauf ...oder ? :hehe:
 
G Heiko
 
 
 
Desert Hawk

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Hallo,
ich hab wegen der Anhängelast und Ami-Navi einiges gegoogelt und rumtelefoniert. Irgendwann wurde es mir dann zu blöd und mittlerweile habe ich einen anderen gefunden.
Schwarz, Sahara, Benziner Pentastar, Automat, AHK, deutsches Navi und sogar noch mit schicken Felgen von ASP.
War zwar nicht ganz so ein Schnäppchen und ich bin fast quer durch Deutschland gefahren, aber alles prima ohne Stress.
Hier ist das gute Stück:DSC_9823_LI (2).jpg

Ich muss mich erstmal an den ganzen modernen Schnickschnack gewöhnen. :) Der JK ist ja doch ein recht modernes Auto geworden.

Gruß Stephan
 
Headman

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Moin,

Na dann mal Gratulation zum neuen und viel Spass damit,

G Heiko
 
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