Jeep Grand Cherokee 3.0 CRD EcoDiesel. Die Frage: welches Motoröl?

Diskutiere Jeep Grand Cherokee 3.0 CRD EcoDiesel. Die Frage: welches Motoröl? im Grand Cherokee WK2 Forum Forum im Bereich Grand Cherokee / Commander Forum; Es gibt ja einige verschiedene Motoröle die hier geeignet sind. Allerdings auch sehr viele Öle (auch von Petronas) die eben nicht für den GC...
Vancouver

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Es gibt ja einige verschiedene Motoröle die hier geeignet sind. Allerdings auch sehr viele Öle (auch von Petronas) die eben nicht für den GC Diesel mit DPF geeignet sind.

Für mich kamen von Anfang an nur 2 Öle in Betracht:
1. Ravenol NDT, 5w-40
2. Fuchs Titan Cargo 5w-40

Beides sind Motoröle die für moderne Dieselmotoren mit/ohne Turbolader, für Motoren mit DPF und Abgasnachbehandlung im Geländewagen- Leicht-LKW und Nutzfahrzeugsektor konzipiert sind. Diese Öle sind für erschwerte Betriebsbedingungen vorgesehen und ausgelegt. Demnach müssen diese Öle eine höhere Scherstabilität (Beibehaltung der Viskositätseigenschaften auch unter hohen Scherbelastungen) aufweisen als Motoröle für normale Diesel-Pkw-Motoren, deren Nutzungs- und Anforderungsfenster ein anderes ist.

Gefordert wird, lt. Bordbuch (2017), ein syth. Motorenöl nach ACEA A3/B4 oder API CJ-4/SM. (Woher du diese Vorgabe Norm ACEA C3 hast erschließt sich mir nicht).

Das NDT hat die geforderte Spezifikation von API CJ-4 und API SM. Das VMO dagegen nicht.

Desweiteren hat das NDT eine Empfehlung nach der Mercedes-Benz-Betriebsmittelvorschrift Datenblatt MB-228.31, also auch dort im leichten Nutzfahrzeugsektor eingeordnet, während das VMO die MB-Freigaben nach den Datenblättern MB-229.31 und MB-229.51 besitzt, worin in beiden das VMO auch aufgeführt ist. Diese beiden Datenblätter der MB-Betriebsmittelvorschrift sind im reinen PKW-Bereich angesiedelt und müssen dort eben geringeren Anforderungen entsprechen.

Auch wenn mein Diesel während meiner Nutzung keine erschwerten Betriebsbedingungen hatte, so hatte ich dennoch ein hohes Maß an "Sicherheitsreserven" was die Ölversorgung, Schmierkraft und Scherstabilität anging.
 
Stuntman Mike

Stuntman Mike

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Nach allem was ich hier bis jetzt gelesen habe werde ich auf jeden Fall beim nächsten Mal das VMO einfüllen.

Da ich das Öl eh nach spätestens 10 tkm wechseln werde ist TPN wohl eher nicht so wichtig.
Für den DPF ist ein niedrigerer Aschegehalt aber wohl schon interessant und da sehe ich das VMO als die beste Alternative.

Aber ich habe ja jetzt noch knapp 10 tkm zum Überlegen ...
 

Feuerlocke

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Ist der etwas ungünstigere Aschgehalt vom NDT nicht nur dann relavant, wenn man einen höheren Ölverbrauch hat ?Wenn der Ölverbrauch geegn Null geht, zwischen den Ölwechseln, dann ist der Unterschied ob jetzt 0,8 oder 0,9 für mich egal.
Ich habe jetzt mit Wohnwagen seit April ~12500 km gefahren und habe 200 ml Öl nachgekippt.
Da mache ich mir keine überflüssigen Gedanken wegen erhöhtem Ascheeintrag!
 

Paul713

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Die Frage zu den beiden Nortmen ACEA A3/B4 und ACERA C3 kann ich gerne versuchen klarzustellen in Anlehnung (sinngemäß zitiert) an diesen Artikel:

News - What are the differences between ACEA A3/B4 and C2 C3?

Bei ACEA A3/B4 ist nur B4 für den Diesel interessant. ACEA C3 bezeichnet eine Spezifikation für ein "Mid SAPS"-Motoröl. Also ein ÖL mit reduziertem Gehalt an Sulfatasche, Phosphor und Schwefel. Dieses ist für moderne Benziner- und Dieselmotoren mit Abgasnachbehandlungssystemen (z.B. Partikelfilter) geeignet. Hohe HTHS-Viskosität und Schutz des Partikelfilters.

Gemeinsam haben C3- und A3/B4 -Standards, dass der hohe Temperatur -hohe Scherwert (HTHS) ≥ 3,5 beträgt. Der Hauptunterschied: C3 mit mittlerem Aschengehalt, B4 mit hohem Aschengehalt hat (B4). Somit kann kein Öl sowohl A3/B4 als auch C3 gleichzeitig erfüllen.

Das Jeep-Handbuch irritiert mich (mal) wieder - aber hier geht es meist um die US-Sichtweise - denn bei B4 wird kein DPF in Betracht gezogen, was dann bei der C3-Norm erfüllt wurde. Autos für den europäischen Marlkt entwickleln und dann mit der US-Brille draufschauen. Der Diesel wurde ja auch nicht für die USA entwickelt. Aber man scheint stolz den Jeep noch für einen kleinen Superlaster zu halten :))

Weiterer Unterschied: A3/B4 erfordert TBN> 10, während die C -Serie nur TBN> 6.0 benötigt.

Hier geht es aber vor allem auch um außereuropäische Betrachtung („Business“), also z.B. auch China und Länder mit nicht so hochwertigem Kraftstoff, in diesen ist die Norm A3/B4 vermutlich eine bessere Wahl, gerade wenn keine Abgasfilterung erfolgt.

Der A3/B4-Standard hat wohl auch keine Anforderungen an den Kraftstoffverbrauch, während Motoröle, die sowohl den ACEA-C3- als auch den API-SP-Standard erfüllen, strenge Anforderungen an den Kraftstoffverbrauch, den Schutz der Nockenwelle, den Schutzkettenschutz und den Widerstand gegen Vorabnoten mit niedriger Geschwindigkeit haben.

Fazit: Signifikantester Unterschied: C3 mit mittleren und niedrigen SAPs (Aschegehalt). In Bezug auf andere Parameter kann C3 die Anwendungen von A3/B4 vollständig abdecken und erfüllt die National Standard VI -Emissionsstandards Euro VI und Chinas.

Nachdem was ich recherchieren konnte ist zudem API CJ-4 eine amerikanische Klassifikation für Dieselmotoren in schweren Nutzfahrzeugen mit modernen Abgasnachbehandlungssystemen, während ACEA C3 eine europäische Klassifikation für Diesel- und Benzinmotoren von PKW und leichten Transportern ist, die mit einem Partikelfilter (DPF) ausgestattet sind. Von daher erscheint mir die ACEA C etwas angepasster und „feiner“ abgestimmt auf den in Europa gebauten Motor (VM).
 
Stuntman Mike

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Ist der etwas ungünstigere Aschgehalt vom NDT nicht nur dann relavant, wenn man einen höheren Ölverbrauch hat ?Wenn der Ölverbrauch geegn Null geht, zwischen den Ölwechseln, dann ist der Unterschied ob jetzt 0,8 oder 0,9 für mich egal.
Gute Frage. Meiner hat eigentlich nur während der ersten 5 tkm merkbar Öl verbraucht (ca. 1 Liter).
Jetzt ist der Verbrauch eigentlich nicht messbar.
Es wäre dann interessant zu wissen ob er doch Öl verbraucht und das durch Diesel aufgrund der Regenerationen ersetzt wird.
Dafür müsste man eigentlich regelmäßig Ölanalysen durchführen lassen, ist mir aber zu viel Aufwand.
 

Paul713

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Vielleicht noch eine Ergänzung zum Unterscheid zwischen 0,8 und 0,9. Ja, das klingt wenig, aber wenn man mal genau schaut sind das über 12% und dabei sind 0,8 ja auch bereits die Obergrenze. Ich selbst fühle mich da beim VMO mit 0,77 etwas besser. Das VMP wäre zwar mit 0,7 noch besser, fällt aber leider der "Um-Ölung" von Jeep von 5W30 auf 5W40 zum Opfer. Zu den Hintergründen dazu weiß ich aber leider nichts.
 

Feuerlocke

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Bei meinem JKU 2,8 CRD ( 2015 ) bin ich die ganzen Jahre immer das Ravenol RUP 5W-40 gefahren. Damit war ich auch immer zufrieden.
 
Tzumz

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Bei mir wurde letztens in der Jeep Werkstatt Total quartz 9000 eingefüllt, bevor mein Motor gewechselt wurde.

Was war mit dem Liqui moly toptec 4100 5w40 im Prinzip würde das so weit doch auch passen oder?

Werd demnächst einen Öl Wechsel machen aber kann mich echt nicht entscheiden, die einen sagen ravenol ndt, dann wieder selenia und selbst Jeep füllt was anderes ein.
 
Ralf

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Meine Jeep Werkstatt hat Selenia befüllt, folglich bin ich dabei geblieben obwohl es zu den teuren Ölen gehört.
Egal, alle ~10 000km Filter und Öl in Eigenleistung wechseln, 150 €.
 

Paul713

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Ja, es stimmt wohl, gerade zu dem GC ab 2013 und später gibt es leider einen lebhaften Diskurs, viele Meinungen und Sichtweisen. Mag wohl an der Liebe der Halter zu Ihrem Wagen und der bunten Evolution des Wagens und seines Motors liegen (Italien, Österreich, USA, Jeep, Mercedes, Chrysler, Fiat) Ich glaube, dass die finale Entscheidung sicher auch am Nutzverhalten hängt. Wer richtig viel Last auf den Wagen mit Gelände und Anhänger bringt, der ist mit dem Ravenol NDT und einem 10.000 Intervall gut bedient. Wer den Wagen dagegen mehr als Fahrzeug nutzt und weniger als Lastenesel, der ist mit Ölen wie dem Ravenol VMO und einem längeren Intervall ggf. besser bedient.
 
Der_Jörch

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Bei mir wurde letztens in der Jeep Werkstatt Total quartz 9000 eingefüllt, bevor mein Motor gewechselt wurde.

Was war mit dem Liqui moly toptec 4100 5w40 im Prinzip würde das so weit doch auch passen oder?

Werd demnächst einen Öl Wechsel machen aber kann mich echt nicht entscheiden, die einen sagen ravenol ndt, dann wieder selenia und selbst Jeep füllt was anderes ein.
Ich habe genau vor zwei Tagen mit Stellantis Essen Kontakt aufgenommen um das Öl für mein VFL abzuklären.
Es ist definitiv 5W40 und nicht wie ich dachte 5W30. Offensichtlich sind also auch die VFL Modelle von der Umölung betroffen.
Das Öl was mir genannt wurde, ist das Selenia 5W40 Sport. Wichtig sind die Fiat Freigaben die ich mal per Screenshot anhänge.
Gibt es übrigens im Netz für ca. 53 € pro 5 Liter wenn man bissl sucht. Manchmal werden allerdings auch horrende 80 € verlangt...
 

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Der_Jörch

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Bei mir wurde letztens in der Jeep Werkstatt Total quartz 9000 eingefüllt, bevor mein Motor gewechselt wurde.

Was war mit dem Liqui moly toptec 4100 5w40 im Prinzip würde das so weit doch auch passen oder?

Werd demnächst einen Öl Wechsel machen aber kann mich echt nicht entscheiden, die einen sagen ravenol ndt, dann wieder selenia und selbst Jeep füllt was anderes ein.
Gerade entdeckt...das Mannol Öl hier erfüllt auch alle Vorraussetzungen:
 

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MANNOL hat auch gutes Scheibenwischwasch. Duftet zwar heftig, aber macht auch sauber. Wenn man es zu 50:50 verdünnt, spürt man die Wärme die dabei entsteht, wenn es mit Wasser in Kontakt kommt.

Auch wenn sich Der_Jörch soviel Mühe macht, aber ich bleibe beim Ravenol NDT...
 
Der_Jörch

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MANNOL hat auch gutes Scheibenwischwasch. Duftet zwar heftig, aber macht auch sauber. Wenn man es zu 50:50 verdünnt, spürt man die Wärme die dabei entsteht, wenn es mit Wasser in Kontakt kommt.

Auch wenn sich Der_Jörch soviel Mühe macht, aber ich bleibe beim Ravenol NDT...
Wieder mal ein sinnfreier Kommentar von dir...aber egal. So kenn ich das ja schon von dir.
Jeder wie er mag, aber die Frage kommt ja nun immer wieder auf....und ob mir @picasso2489 zu einem Öl rät oder Stellantis....na was meinste was ich nehme...😜😎
 

Omegamann

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Bei meinem letzten Service wurde auch das Selenia 5W40 Sport eingefüllt; die Jahre zuvor war es immer 5W30, aber dafür ACEA C3.
Wie Paul713 im Post #84 ausgeführt hat, scheint mit das ACEA C3 eigentlich die bessere Wahl für den Motor und insbesondere DPF zu sein ???:sad:
 
Der_Jörch

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Bei meinem letzten Service wurde auch das Selenia 5W40 Sport eingefüllt; die Jahre zuvor war es immer 5W30, aber dafür ACEA C3.
Wie Paul713 im Post #84 ausgeführt hat, scheint mit das ACEA C3 eigentlich die bessere Wahl für den Motor und insbesondere DPF zu sein ???:sad:
Das ist wirklich ein schwieriges Thema. Das 40er Öl ist bei kälteren Temperaturen vielleicht nicht ganz so schnell mit der Viskosität. Aber dafür soll es Turbolader Schäden vorbeugen. Da gab es wohl auch Probleme.
 
picasso2489

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... sinnfreier Kommentar von dir...
Warum versuchst du jedem einzureden, dass du nicht mit kommst? Erstens habe ich einen Link gepostet zu einem günstigen Packerl, dann noch eine Meinung/Erfahrung zum ScheibenWischWasch des gleichen Herstellers und Beides gibt es auch günstig im Pakerl.
Als nächster Tipp: Auf YT gibbet auch viele Videos in denen der Unterschied von Ölen in der Viskosität nicht nur erklärt, sondern auch verständlich gezeigt wird. Vielleicht wäre das was für dich, wenn man sich schon so spät noch mit Ölen beschäftigen muss/will.
 
Der_Jörch

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Meine Jeep Werkstatt hat Selenia befüllt, folglich bin ich dabei geblieben obwohl es zu den teuren Ölen gehört.
Egal, alle ~10 000km Filter und Öl in Eigenleistung wechseln, 150 €.
Ganz ehrlich? Lass es bitte. Nimm dein "Packerl" und nerv nicht. Werde auf weitere Kommentare von dir nicht mehr reagieren.
Schönen Abend noch. 😉
 

Petermann

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Könnte man auch ein 0w40 nehmen?
 
Der_Jörch

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Es gibt ja einige verschiedene Motoröle die hier geeignet sind. Allerdings auch sehr viele Öle (auch von Petronas) die eben nicht für den GC Diesel mit DPF geeignet sind.

Für mich kamen von Anfang an nur 2 Öle in Betracht:
1. Ravenol NDT, 5w-40
2. Fuchs Titan Cargo 5w-40

Beides sind Motoröle die für moderne Dieselmotoren mit/ohne Turbolader, für Motoren mit DPF und Abgasnachbehandlung im Geländewagen- Leicht-LKW und Nutzfahrzeugsektor konzipiert sind. Diese Öle sind für erschwerte Betriebsbedingungen vorgesehen und ausgelegt. Demnach müssen diese Öle eine höhere Scherstabilität (Beibehaltung der Viskositätseigenschaften auch unter hohen Scherbelastungen) aufweisen als Motoröle für normale Diesel-Pkw-Motoren, deren Nutzungs- und Anforderungsfenster ein anderes ist.

Gefordert wird, lt. Bordbuch (2017), ein syth. Motorenöl nach ACEA A3/B4 oder API CJ-4/SM. (Woher du diese Vorgabe Norm ACEA C3 hast erschließt sich mir nicht).

Das NDT hat die geforderte Spezifikation von API CJ-4 und API SM. Das VMO dagegen nicht.

Desweiteren hat das NDT eine Empfehlung nach der Mercedes-Benz-Betriebsmittelvorschrift Datenblatt MB-228.31, also auch dort im leichten Nutzfahrzeugsektor eingeordnet, während das VMO die MB-Freigaben nach den Datenblättern MB-229.31 und MB-229.51 besitzt, worin in beiden das VMO auch aufgeführt ist. Diese beiden Datenblätter der MB-Betriebsmittelvorschrift sind im reinen PKW-Bereich angesiedelt und müssen dort eben geringeren Anforderungen entsprechen.

Auch wenn mein Diesel während meiner Nutzung keine erschwerten Betriebsbedingungen hatte, so hatte ich dennoch ein hohes Maß an "Sicherheitsreserven" was die Ölversorgung, Schmierkraft und Scherstabilität anging.
Die Frage zu den beiden Nortmen ACEA A3/B4 und ACERA C3 kann ich gerne versuchen klarzustellen in Anlehnung (sinngemäß zitiert) an diesen Artikel:

News - What are the differences between ACEA A3/B4 and C2 C3?

Bei ACEA A3/B4 ist nur B4 für den Diesel interessant. ACEA C3 bezeichnet eine Spezifikation für ein "Mid SAPS"-Motoröl. Also ein ÖL mit reduziertem Gehalt an Sulfatasche, Phosphor und Schwefel. Dieses ist für moderne Benziner- und Dieselmotoren mit Abgasnachbehandlungssystemen (z.B. Partikelfilter) geeignet. Hohe HTHS-Viskosität und Schutz des Partikelfilters.

Gemeinsam haben C3- und A3/B4 -Standards, dass der hohe Temperatur -hohe Scherwert (HTHS) ≥ 3,5 beträgt. Der Hauptunterschied: C3 mit mittlerem Aschengehalt, B4 mit hohem Aschengehalt hat (B4). Somit kann kein Öl sowohl A3/B4 als auch C3 gleichzeitig erfüllen.

Das Jeep-Handbuch irritiert mich (mal) wieder - aber hier geht es meist um die US-Sichtweise - denn bei B4 wird kein DPF in Betracht gezogen, was dann bei der C3-Norm erfüllt wurde. Autos für den europäischen Marlkt entwickleln und dann mit der US-Brille draufschauen. Der Diesel wurde ja auch nicht für die USA entwickelt. Aber man scheint stolz den Jeep noch für einen kleinen Superlaster zu halten :))

Weiterer Unterschied: A3/B4 erfordert TBN> 10, während die C -Serie nur TBN> 6.0 benötigt.

Hier geht es aber vor allem auch um außereuropäische Betrachtung („Business“), also z.B. auch China und Länder mit nicht so hochwertigem Kraftstoff, in diesen ist die Norm A3/B4 vermutlich eine bessere Wahl, gerade wenn keine Abgasfilterung erfolgt.

Der A3/B4-Standard hat wohl auch keine Anforderungen an den Kraftstoffverbrauch, während Motoröle, die sowohl den ACEA-C3- als auch den API-SP-Standard erfüllen, strenge Anforderungen an den Kraftstoffverbrauch, den Schutz der Nockenwelle, den Schutzkettenschutz und den Widerstand gegen Vorabnoten mit niedriger Geschwindigkeit haben.

Fazit: Signifikantester Unterschied: C3 mit mittleren und niedrigen SAPs (Aschegehalt). In Bezug auf andere Parameter kann C3 die Anwendungen von A3/B4 vollständig abdecken und erfüllt die National Standard VI -Emissionsstandards Euro VI und Chinas.

Nachdem was ich recherchieren konnte ist zudem API CJ-4 eine amerikanische Klassifikation für Dieselmotoren in schweren Nutzfahrzeugen mit modernen Abgasnachbehandlungssystemen, während ACEA C3 eine europäische Klassifikation für Diesel- und Benzinmotoren von PKW und leichten Transportern ist, die mit einem Partikelfilter (DPF) ausgestattet sind. Von daher erscheint mir die ACEA C etwas angepasster und „feiner“ abgestimmt auf den in Europa gebauten Motor (VM).
Nach einem weiteren Tag Recherche bin ich nun zu dem Schluss gekommen, dass das wichtigste offensichtlich die Acea C3 Klassifikation ist.
Da ich gerne auf 5W-40 wechseln würde also es also ein solches zu finden was die
Es gibt ja einige verschiedene Motoröle die hier geeignet sind. Allerdings auch sehr viele Öle (auch von Petronas) die eben nicht für den GC Diesel mit DPF geeignet sind.

Für mich kamen von Anfang an nur 2 Öle in Betracht:
1. Ravenol NDT, 5w-40
2. Fuchs Titan Cargo 5w-40

Beides sind Motoröle die für moderne Dieselmotoren mit/ohne Turbolader, für Motoren mit DPF und Abgasnachbehandlung im Geländewagen- Leicht-LKW und Nutzfahrzeugsektor konzipiert sind. Diese Öle sind für erschwerte Betriebsbedingungen vorgesehen und ausgelegt. Demnach müssen diese Öle eine höhere Scherstabilität (Beibehaltung der Viskositätseigenschaften auch unter hohen Scherbelastungen) aufweisen als Motoröle für normale Diesel-Pkw-Motoren, deren Nutzungs- und Anforderungsfenster ein anderes ist.

Gefordert wird, lt. Bordbuch (2017), ein syth. Motorenöl nach ACEA A3/B4 oder API CJ-4/SM. (Woher du diese Vorgabe Norm ACEA C3 hast erschließt sich mir nicht).

Das NDT hat die geforderte Spezifikation von API CJ-4 und API SM. Das VMO dagegen nicht.

Desweiteren hat das NDT eine Empfehlung nach der Mercedes-Benz-Betriebsmittelvorschrift Datenblatt MB-228.31, also auch dort im leichten Nutzfahrzeugsektor eingeordnet, während das VMO die MB-Freigaben nach den Datenblättern MB-229.31 und MB-229.51 besitzt, worin in beiden das VMO auch aufgeführt ist. Diese beiden Datenblätter der MB-Betriebsmittelvorschrift sind im reinen PKW-Bereich angesiedelt und müssen dort eben geringeren Anforderungen entsprechen.

Auch wenn mein Diesel während meiner Nutzung keine erschwerten Betriebsbedingungen hatte, so hatte ich dennoch ein hohes Maß an "Sicherheitsreserven" was die Ölversorgung, Schmierkraft und Scherstabilität anging.
Spät...ich weiß. Ich weiß auch dass du keinen Diesel mehr fährst. Wollte aber nur kurz darauf hinweisen das mir klar ist woher
Bei meinem letzten Service wurde auch das Selenia 5W40 Sport eingefüllt; die Jahre zuvor war es immer 5W30, aber dafür ACEA C3.
Wie Paul713 im Post #84 ausgeführt hat, scheint mit das ACEA C3 eigentlich die bessere Wahl für den Motor und insbesondere DPF zu sein ???:sad:
Ja. Alles korrekt.
Bei meinem letzten Service wurde auch das Selenia 5W40 Sport eingefüllt; die Jahre zuvor war es immer 5W30, aber dafür ACEA C3.
Wie Paul713 im Post #84 ausgeführt hat, scheint mit das ACEA C3 eigentlich die bessere Wahl für den Motor und insbesondere DPF zu sein ???:sad:
Wie ich gesehen habe, fährst du ja ein FL Modell. Also sollte der Wechsel auf das 5W40 auch korrekt sein. Eigentlich. Was sagt denn z.B. deine Betriebsanleitung? Das ist ja das Merkwürdige an der ganzen Geschichte. Bei mir wird eindeutig auf Acea C3 verwiesen. 5W30 mit Acea C3 Standard.
Mittlerweile geht mir das Ganze schon sehr auf den Keks. Hatte selten ein Auto mit so vielen speziellen Anforderungen und Änderungen.
Nach meinem Anruf bei Stellantis Essen fiel mir auf das das Selenia 5W40 Sport keinen Acea C3 Standard hat. Hier greift für mich dann wieder das USA Bulletin bei dem bei der Umölung ganz klar nur von der "Second Generation Eco Diesel" die Rede war. Die erste (nur in Europa ausgelieferte Generation) wird gar nicht erwähnt. Wenn sich die örtlichen Händler nun auf dieses Bulletin berufen, ist mir nicht klar, warum mein VFL nun 5W40 erhalten soll.
Mittlerweile ist mir echt schwindelig vom recherchieren. Haben die US Ecodiesel überhaupt einen DPF ? Fragen über Fragen und keiner kann das korrekt beantworten.
Ich bin mittlerweile soweit, das ich wohl mein 5W30 doch weiter fahren werde, zumal es auch im Bordbuch steht!
Irgendwo hat dort ja eine Änderung stattgefunden. So wie z.B. @Vancouver schrieb stand bei ihm nichts von Acea C3 drin.
 
Thema:

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