Schaut euch das bitte mal an !
Wenn das Quietschen beim Jeep Wrangler TJ 4.0L auch bei komplett demontiertem Keilrippenriemen bestehen bleibt, haben Sie alle externen Nebenaggregate (Lichtmaschine, Wasserpumpe, Servopumpe, Klimakompressor, Spann- und Umlenkrollen) bereits erfolgreich als Fehlerquelle ausgeschlossen.
Da auch der Schwingungsdämpfer (Harmonic Balancer) neu ist, kommt das Geräusch definitiv aus dem Inneren des Motors oder direkt vom Antriebsstrang. Beim legendären Jeep 4.0-Liter-Reihensechszylinder gibt es für genau dieses Phänomen drei sehr bekannte und typische Hauptursachen:
1. Der Nockenwellensynchronisator / OPDA (Oil Pump Drive Assembly)
Die Ursache: Dies ist die häufigste Ursache für ein riemenunabhängiges Quietschen beim 4.0L-Motor (besonders extrem bei den Baujahren 2005 und 2006, betrifft aber alle TJs mit elektronischer Zündung). Das Gehäuse treibt die Ölpumpe an und gibt das Signal an den Nockenwellensensor. Wenn die oberen Lager dieser Welle trocken laufen, erzeugen sie ein metallisches, oft unregelmäßiges Quietschen, das im englischsprachigen Raum auch als "Laughing Monkey" (lachender Affe) bekannt ist.
Symptom: Das Quietschen kommt tendenziell von der Beifahrerseite des Motors, eher im hinteren Bereich (nahe der Spritzwand).
Gefahr: Extrem hoch. Wenn die Welle frisst, reißt der Antrieb zur Ölpumpe ab – die Folge ist ein kapitaler Motorschaden durch Ölmangel.
2. Der hintere Kurbelwellendichtring (Rear Main Seal)
Die Ursache: Der hintere Kurbelwellensimmerring dichtet die Kurbelwelle zur Getriebeseite hin ab. Wenn dieser Dichtring steif, alt oder trocken wird, kann die Lippe des Rings auf der rotierenden Kurbelwelle ein hohes, pfeifendes oder quietschendes Geräusch erzeugen.
Symptom: Oft verändert sich das Quietschen, wenn der Motor warm wird oder wenn Sie den Öleinfülldeckel bzw. den Peilstab abziehen (durch die Veränderung des Kurbelgehäusedrucks). [1]
Ort: Das Geräusch kommt akustisch von ganz hinten unten, wo Motor und Getriebe aufeinandertreffen.
3. Das Pilotlager oder Ausrücklager der Kupplung (Nur bei Schaltgetriebe)
Die Ursache: Wenn Ihr Wrangler ein Schaltgetriebe hat, dreht sich das Pilotlager (in der Kurbelwelle) bzw. das Ausrücklager dauerhaft mit. Ein defektes, trockenes Lager erzeugt ein penetrantes Quietschen. [1, 2]
Symptom: Das Geräusch verändert sich oder verschwindet komplett, sobald Sie das Kupplungspedal leicht oder ganz durchtreten. Bleibt es beim Treten der Kupplung völlig unverändert, ist es eher das oben genannte OPDA. [1]
4. Ein Defekt an der Steuerkette
Die Ursache: Die Steuerkette des 4.0L treibt die Nockenwelle an. Ist die Kette extrem gelängt oder schleift an der Gehäuseinnenseite bzw. dem Spanner (falls vorhanden/nachgerüstet), kann ein schleifendes Quietschen entstehen.
Ort: Direkt vorne hinter dem Steuergehäusedeckel (wo auch der Schwingungsdämpfer sitzt). [1, 2]
Nächste Schritte zur Diagnose:
Den Öldeckel-Test machen: Starten Sie den Motor. Wenn es quietscht, ziehen Sie den Ölmessstab heraus oder nehmen Sie den Öleinfülldeckel ab. Verschwindet oder verändert sich das Geräusch schlagartig? Dann ist es der Kurbelwellendichtring (Unterdruck-Pfeifen). [1]
Kupplung treten: Verändert sich das Geräusch beim Betätigen der Kupplung? Wenn ja, liegt das Problem im Kupplungsgehäuse (Pilotlager/Ausrücklager). [1, 2]
OPDA prüfen: Lokalisieren Sie den Nockenwellensynchronisator (Beifahrerseite, unten am Block, wo früher der Zündverteiler saß). Nutzen Sie ein Mechaniker-Stethoskop oder einen langen Schraubendreher am Ohr, um zu hören, ob das Quietschen direkt aus diesem Bauteil kommt. Wenn ja, Motor sofort abstellen und das OPDA tauschen! [1]
Das sieht so aus, als ob der 05er Tj das öfter hat!!!
Was sagt ihr dazu ?