Todi
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- Unterallgäu
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- JLU Rubicon 2,2 Diesel MY 2020
Servus zusammen,
Viele aktive Mitglieder hier im Forum wissen ja bereits, dass @Luigi und ich uns sehr intensiv in die Materie des 2.2D im JL(U) eingearbeitet haben, nicht zuletzt auch durch die Probleme am “Kürbis“. Wer davon bislang nichts mitbekommen hat, darf es bei Interesse gerne nochmals nachlesen…
(Nicht nur) Luigis Leiden - mit dem Turbodiesel
Zwischenzeitlich hatten wir sogar die Gelegenheit, einen 2.2D zu öffnen und eingehend zu untersuchen. Und wir glauben, hierbei die Ursache der bei vielen vorkommenden Öldruck-Problematik gefunden zu haben, die in letzter Konsequenz zu einem Exitus des Motors führt/führen kann wenn nicht rechtzeitig etwas unternommen wird. Ebenso haben unsere Nachforschungen zu möglichen (präventiven) Abhilfemaßnahmen geführt. Von Händlern oder Werkstätten haben wir hierzu bislang keinerlei Hinweise gefunden… aber auch nicht erwartet - die Zeit für die Fehlersuche bekommen sie einfach nicht bezahlt…
Da mittlerweile alle JL(U) mit dem 2.2D aus der Garantie sind (Anschlussgarantien ausgenommen) - die letzten JL(U) mit dem 2.2D wurden im Modelljahr 2020 ausgeliefert - ist ein Schaden nicht nur ärgerlich und kostspielig… durch die aktuelle Ersatzteilpolitik von Stellantis sind auch keine Austausch-/Ersatzmotoren zu bekommen (wir versuchen das seit 1 Jahr - nicht mal Peter Pauli konnte uns bislang einen Motor besorgen).
Während unserer Recherchen hat sich zudem ergeben, dass viele weitere Modelle aus dem FCA-Portfolio mit 1.6, 2.0 und 2.2 Dieselmotoren seit 2009 im Bereich der Ölansaugung konstruktiv identisch sind:
- Jeep Cherokee (KL), Compass (MP), Renegade
- Alfa Romeo 159, Brera, Giulia, Giulietta, Mito, Spider, Stelvio, Tonale
- Fiat 500, Bravo, Doblo, Freemont, Tipo
(alle Ausführungen mit 1.6, 2.0, 2.2 Multijet-Diesel)
… und auch die Opel-Motoren 1.6 und 2.0 CDTi-Motoren seit 2008 sind hier identisch
Der einzige uns aufgefallene Unterschied zwischen den genannten Modellen und dem JL(U) ist die beim JL(U) vergrößerte untere Ölwanne für mehr Ölvolumen und ein damit verbundener, konstruktiv geänderter (verlängerter) Ansaugschnorchel der Ölpumpe. Wir konnten aber bislang nicht verifizieren, ob hier ein konstruktiver Mangel beim JL(U) vorliegt, oder die anderen genannten Modelle ebenfalls von der Problematik betroffen sind.
Wie äußert sich das Problem:
Anfangs äußert sich das Problem durch eine sporadisch aufleuchtende Öldruckwarnung, die bis zu einem Motornotlauf führen kann. Ein oft von den Werkstätten empfohlener Ölwechsel behebt das Problem nicht oder nur kurzzeitig.
Was suchen wir im Rahmen dieses „Forumsprojektes“:
Wir suchen interessierte Mitforisten, Mitschrauber und Betroffene.
Was haben wir vor:
Wir wollen einen JL(U) 2.2D auf die Bühne nehmen, die (untere + obere) Ölwanne abnehmen, den von uns eingegrenzten Bereich der Ölansaugung untersuchen und den nach unserer Meinung ursächlichen Bereich überarbeiten…
Mein eigener JLU 2.2D steht für diese Aktion zur Verfügung, jedoch habe ich seit fast 150.000 km keinerlei Probleme mit dem Öldruck. Es wäre bei mir also eine rein prophylaktische Maßnahme ohne Aussagekraft für diejenigen, die wirklich an dem Problem „leiden“. Sollten wir im Rahmen dieses Forenprojektes ein Fahrzeug mit bekannter Öldruckproblematik finden, wäre das deutlich aussagekräftiger hinsichtlich des Erfolges - scheut euch nicht, euch zu melden… euer Motor stirbt sowieso, wenn ihr nichts unternehmt…
Wie wollen wir vorgehen:
Geplant ist dass wir uns in eine vollständig ausgestattete Mietwerkstatt in 87600 Kaufbeuren einmieten, da wir hier alle technischen Voraussetzungen haben (Hebebühne, Getriebeheber, etc.). Da wir möglicherweise das Getriebe demontieren müssen um die obere Ölwanne entfernen zu können, haben wir aktuell 1,5 Tage (Freitag und Samstag Vormittag) hierfür geplant - ein Datum ist jedoch noch nicht festgelegt.
Wir haben hier auch die Möglichkeit, dass Camper mit Dachzelt auf dem Werkstattgelände übernachten können, sollte die Anfahrt länger sein.
Was wissen wir bisher:
Wir sind im Besitz nahezu vollständiger technischer Dokumentationen über den 2.2D im JL(U) incl. Montageanweisungen und Drehmomentspezifikationen - ohne diese Infos sollte man ein solches Projekt am „offenen Herzen“ wohl nicht starten…
Wir haben selbst ausreichende „Schrauberskills“ um ein solches Projekt nicht in ein „trial&error“-Projekt zu verwandeln. Wer als erfahrner Schrauber Interesse hat uns zu verstärken ist trotzdem willkommen… genau wie jeder Interessierte, der etwas lernen möchte.
Zum eigentlichen Problem:
Wir haben den Übergang der Ölansaugung zur Ölpumpe als primäres Problem ausgemacht. Um das zu verstehen, muss man sich die Kostruktion ein wenig genauer anschauen.
Die Ölansaugung erfolgt aus dem Ölsumpf der unteren Ölwanne über einen Ölansaugkanal… wir nennen ihn „Schnorchel“

Auf der anderen Seite der Ölwanne endet der Schnorchel In einem planen Passstück auf dessen Fläche die Ansaugung der Ölpumpe ohne weitere Passung nur mit einer „Quetschdichtung“ aufliegt.



Da die obere Ölwanne nach unserem Kenntnisstand ohne Führungshülsen und „nur“ mit „RTV-Silikon-Dichmasse“ montiert wird, halten wir es für möglich, dass die Ölpumpendichtung bereits bei der Motormontage beschädigt worden sein kann (verkanten der Ölwanne bei der Montage) oder durch Alterung und Aushärtung keine Vollständige Dichtheit mehr gewährleisten kann. Dies führt dazu, dass die Ölpumpe (zeitweise) Luft zieht und der Öldruck zusammenbricht.
Mögliche Abhilfemaßnahmen:
1) Einbau einer überarbeiteten Ölpumpendichtung - diese ist mittlerweile als Ersatzteil verfügbar und für den 2.2D freigegeben

Oder 2) Einbau eines Zwischenstutzens, der für eine dauerhafte Abdichtung zwischen Schnorchel und Ölpumpe sorgt




Wie gehts weiter:
Wir möchten hier erstmal eure Meinungen, euer Interesse, eure Erfahrungen und eure Bereitschaft zum Mitmachen abfragen… also lasst hören…
Ebenfalls wollen wir wisssen, ob ihr einen JL(U) mit dem 2.2D besitzt… und falls ja, aus welchem Modelljahr und mit welcher aktuellen Laufleistung und ob ihr ein Öldruckproblem habt/hattet oder nicht (wir möchten eingrenzen, ob die überarbeitete Dichtung bereits im Serienverlauf „eingezogen“ ist)
Im Idealfall finden wir jemanden mit einem (beginnenden) Öldruckproblem und können die Lebenszeit des Motors um ein Vielfaches verlängern.
Also… los geht‘s… lasst eure Meinungen und Vorschläge hören…
Viele Grüße
Todi
PS. Von Nachfragen zu unseren technischen Dokumentationen bitten wir abzusehen… wir werden diese weder hier (Copyrights) noch auf anderem Weg (Schutz unserer eigenen Quellen) veröffentlichen oder weitergeben - bitte habt Verständnis.
Viele aktive Mitglieder hier im Forum wissen ja bereits, dass @Luigi und ich uns sehr intensiv in die Materie des 2.2D im JL(U) eingearbeitet haben, nicht zuletzt auch durch die Probleme am “Kürbis“. Wer davon bislang nichts mitbekommen hat, darf es bei Interesse gerne nochmals nachlesen…
(Nicht nur) Luigis Leiden - mit dem Turbodiesel
Zwischenzeitlich hatten wir sogar die Gelegenheit, einen 2.2D zu öffnen und eingehend zu untersuchen. Und wir glauben, hierbei die Ursache der bei vielen vorkommenden Öldruck-Problematik gefunden zu haben, die in letzter Konsequenz zu einem Exitus des Motors führt/führen kann wenn nicht rechtzeitig etwas unternommen wird. Ebenso haben unsere Nachforschungen zu möglichen (präventiven) Abhilfemaßnahmen geführt. Von Händlern oder Werkstätten haben wir hierzu bislang keinerlei Hinweise gefunden… aber auch nicht erwartet - die Zeit für die Fehlersuche bekommen sie einfach nicht bezahlt…
Da mittlerweile alle JL(U) mit dem 2.2D aus der Garantie sind (Anschlussgarantien ausgenommen) - die letzten JL(U) mit dem 2.2D wurden im Modelljahr 2020 ausgeliefert - ist ein Schaden nicht nur ärgerlich und kostspielig… durch die aktuelle Ersatzteilpolitik von Stellantis sind auch keine Austausch-/Ersatzmotoren zu bekommen (wir versuchen das seit 1 Jahr - nicht mal Peter Pauli konnte uns bislang einen Motor besorgen).
Während unserer Recherchen hat sich zudem ergeben, dass viele weitere Modelle aus dem FCA-Portfolio mit 1.6, 2.0 und 2.2 Dieselmotoren seit 2009 im Bereich der Ölansaugung konstruktiv identisch sind:
- Jeep Cherokee (KL), Compass (MP), Renegade
- Alfa Romeo 159, Brera, Giulia, Giulietta, Mito, Spider, Stelvio, Tonale
- Fiat 500, Bravo, Doblo, Freemont, Tipo
(alle Ausführungen mit 1.6, 2.0, 2.2 Multijet-Diesel)
… und auch die Opel-Motoren 1.6 und 2.0 CDTi-Motoren seit 2008 sind hier identisch
Der einzige uns aufgefallene Unterschied zwischen den genannten Modellen und dem JL(U) ist die beim JL(U) vergrößerte untere Ölwanne für mehr Ölvolumen und ein damit verbundener, konstruktiv geänderter (verlängerter) Ansaugschnorchel der Ölpumpe. Wir konnten aber bislang nicht verifizieren, ob hier ein konstruktiver Mangel beim JL(U) vorliegt, oder die anderen genannten Modelle ebenfalls von der Problematik betroffen sind.
Wie äußert sich das Problem:
Anfangs äußert sich das Problem durch eine sporadisch aufleuchtende Öldruckwarnung, die bis zu einem Motornotlauf führen kann. Ein oft von den Werkstätten empfohlener Ölwechsel behebt das Problem nicht oder nur kurzzeitig.
Was suchen wir im Rahmen dieses „Forumsprojektes“:
Wir suchen interessierte Mitforisten, Mitschrauber und Betroffene.
Was haben wir vor:
Wir wollen einen JL(U) 2.2D auf die Bühne nehmen, die (untere + obere) Ölwanne abnehmen, den von uns eingegrenzten Bereich der Ölansaugung untersuchen und den nach unserer Meinung ursächlichen Bereich überarbeiten…
Mein eigener JLU 2.2D steht für diese Aktion zur Verfügung, jedoch habe ich seit fast 150.000 km keinerlei Probleme mit dem Öldruck. Es wäre bei mir also eine rein prophylaktische Maßnahme ohne Aussagekraft für diejenigen, die wirklich an dem Problem „leiden“. Sollten wir im Rahmen dieses Forenprojektes ein Fahrzeug mit bekannter Öldruckproblematik finden, wäre das deutlich aussagekräftiger hinsichtlich des Erfolges - scheut euch nicht, euch zu melden… euer Motor stirbt sowieso, wenn ihr nichts unternehmt…
Wie wollen wir vorgehen:
Geplant ist dass wir uns in eine vollständig ausgestattete Mietwerkstatt in 87600 Kaufbeuren einmieten, da wir hier alle technischen Voraussetzungen haben (Hebebühne, Getriebeheber, etc.). Da wir möglicherweise das Getriebe demontieren müssen um die obere Ölwanne entfernen zu können, haben wir aktuell 1,5 Tage (Freitag und Samstag Vormittag) hierfür geplant - ein Datum ist jedoch noch nicht festgelegt.
Wir haben hier auch die Möglichkeit, dass Camper mit Dachzelt auf dem Werkstattgelände übernachten können, sollte die Anfahrt länger sein.
Was wissen wir bisher:
Wir sind im Besitz nahezu vollständiger technischer Dokumentationen über den 2.2D im JL(U) incl. Montageanweisungen und Drehmomentspezifikationen - ohne diese Infos sollte man ein solches Projekt am „offenen Herzen“ wohl nicht starten…
Wir haben selbst ausreichende „Schrauberskills“ um ein solches Projekt nicht in ein „trial&error“-Projekt zu verwandeln. Wer als erfahrner Schrauber Interesse hat uns zu verstärken ist trotzdem willkommen… genau wie jeder Interessierte, der etwas lernen möchte.
Zum eigentlichen Problem:
Wir haben den Übergang der Ölansaugung zur Ölpumpe als primäres Problem ausgemacht. Um das zu verstehen, muss man sich die Kostruktion ein wenig genauer anschauen.
Die Ölansaugung erfolgt aus dem Ölsumpf der unteren Ölwanne über einen Ölansaugkanal… wir nennen ihn „Schnorchel“

Auf der anderen Seite der Ölwanne endet der Schnorchel In einem planen Passstück auf dessen Fläche die Ansaugung der Ölpumpe ohne weitere Passung nur mit einer „Quetschdichtung“ aufliegt.



Da die obere Ölwanne nach unserem Kenntnisstand ohne Führungshülsen und „nur“ mit „RTV-Silikon-Dichmasse“ montiert wird, halten wir es für möglich, dass die Ölpumpendichtung bereits bei der Motormontage beschädigt worden sein kann (verkanten der Ölwanne bei der Montage) oder durch Alterung und Aushärtung keine Vollständige Dichtheit mehr gewährleisten kann. Dies führt dazu, dass die Ölpumpe (zeitweise) Luft zieht und der Öldruck zusammenbricht.
Mögliche Abhilfemaßnahmen:
1) Einbau einer überarbeiteten Ölpumpendichtung - diese ist mittlerweile als Ersatzteil verfügbar und für den 2.2D freigegeben

Oder 2) Einbau eines Zwischenstutzens, der für eine dauerhafte Abdichtung zwischen Schnorchel und Ölpumpe sorgt




Wie gehts weiter:
Wir möchten hier erstmal eure Meinungen, euer Interesse, eure Erfahrungen und eure Bereitschaft zum Mitmachen abfragen… also lasst hören…
Ebenfalls wollen wir wisssen, ob ihr einen JL(U) mit dem 2.2D besitzt… und falls ja, aus welchem Modelljahr und mit welcher aktuellen Laufleistung und ob ihr ein Öldruckproblem habt/hattet oder nicht (wir möchten eingrenzen, ob die überarbeitete Dichtung bereits im Serienverlauf „eingezogen“ ist)
Im Idealfall finden wir jemanden mit einem (beginnenden) Öldruckproblem und können die Lebenszeit des Motors um ein Vielfaches verlängern.
Also… los geht‘s… lasst eure Meinungen und Vorschläge hören…
Viele Grüße
Todi
PS. Von Nachfragen zu unseren technischen Dokumentationen bitten wir abzusehen… wir werden diese weder hier (Copyrights) noch auf anderem Weg (Schutz unserer eigenen Quellen) veröffentlichen oder weitergeben - bitte habt Verständnis.
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