Erfahrungen Renegade S 4xe PHEV

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Guten Morgen liebe Gemeinde,

meine Frau fährt aktuell noch eine C-Klasse T Model, Baujahr 2012.

Wir tragen uns aktuell mit dem Gedanken, diese abzugeben. Nun hat sie sich in einen Renegade S Plug in Hybriden verguggt. Ich selbst bin als Wrangler Fahrer von der Jeep Idee natürlich nicht abgeneigt. Mir gefällt die Optik des Renegade ganz gut. Natürlich ist es kein Wrangler, dessen sind wir uns bewusst, das braucht sie aber auch nicht.

Es handelt sich konkret um einen Renegade S 4xe, Erstzulassung 11/2022, 132 kW, ca. 16.000 km mit zwei Vorbesitzern. Nach Aussagen des Autohauses ein Leasingrückläufer. Er hat ein Panorama-Dach, das fände meine Frau super.

Nun habe ich habe ich überhaupt keine Ahnung und keine Erfahrung von und mit Hybriden. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach Meinungen und Erfahrungen hier im Forum begeben.

Es ist mir aber bewusst, dass kaum einer einen Thread mit dem Titel „Man bin ich zufrieden“ oder „die Kiste läuft super“ eröffnet. Im allgemeinen eröffnet man häufiger im „Problemfall“ oder mit Frust einen Thread.

Auf meiner Suche im Forum habe ich zumindest den ein oder anderen schrecklich klingenden Eintrag gelesen. Sie es von „ständig in der Werstatt“ bis hin zu 4xe ist das schlechteste, was Jeep zu bieten habe…

Also habe ich mich dazu entschlossen, ein eigenes Thema zu eröffnen.



Meine Frage an die Renegade Fahrer:

Worauf sollte ich denn genau achten?

Gibt es typische „Fallen“ in die wir da tappen könnten?

Vielleicht fährt sogar jemand dieses Modell und ist zufrieden damit oder auch nicht (?).

Vielen Dank für eure Antworten.

Grüße

Aaron
 
Das Thema E-Antrieb hier zu diskutieren dürfte ziemlich anstrengend werden, deshalb sag ich mal nix dazu.

Was aber beim Renegade generell ein potentielles Ärgernis ist, ist das geliebte Schiebedach. Die Führungsschienen neigen dazu schwergängig zu werden, dann lässt es sich wegen der Kraftüberwachung nicht mehr schließen. Reinigen und schmieren bringt nur bedingt bis kurzzeitig was. Ich würde von einem Renegade mit Schiebedach eher abraten.
 
Ich kenne nur den Wrangler 4xe hybrid. Zum Renni kann ich spezifisch nichts sagen.
Nur ein paar allgemeine Erfahrungen zu Hybrid, wobei der Renni ja etwas anders funktioniert. Beim Wrangler sitzt der Hauptelektromotor im ZF 8 Gang Getriebe. Somit fährt man auch voll elektrisch mit einem Getriebe dazwischen. Keine Ahnung ob der Hinterradantrieb beim Renni dann stufenlos elektrisch fährt.
Ansonsten zum Hybrid:
Contra:
- die regelmäßigen Recalls wegen Softwareupdate um die Akkusicherheit zu erhöhen
- (wenn man nicht manuell eingreift) häufige Kurzlaufphasen des Verbrenners im Hybridmode, was zu Ölverdünnung führt weil Öl nicht heiß wird...
- macht nur Sinn, wenn man regelmäßig rein elektrisch fährt und dazu passende Strecken hat zur Reichweite
- Reichweite elektrisch sinkt bei kalten Außentemperaturen um einige KM
- System ist komplexer, mehr Technik = mehr Fehlerquellen

Pro:
- viel günstiger in der Steuer
- man kann E Parkplätze nutzen (und teils Busspuren...)
- Heizung / Klima fast sofort warm, weil elektrisch
- hilft Sprit sparen bei passender Nutzung der Fahrmodi (ich tanke mittlerweile ca. alle 6-8 Wochen, früher alle 1-2 Wochen)
- macht Spaß rein elektrisch zu fahren, leise, smooth, entspannend und sofort Kraft aus dem Stand
- zusätzliche Power wenn Verbrenner läuft und die E PS dazukommen (aber beim Jeep eher unwichtig, ist ja kein Sportwagen)
- kein Kurzstreckenbetrieb auf dem Weg zum Arzt, Bäcker, Arbeit... sofern sich alles in Reichweite des Akkus befindet

Generell würde ich sagen: Ich hatte wenige echte Probleme und bin auch noch nicht liegen geblieben. Ich habe mir angewöhnt vor Abfahrt zu überlegen, wie weit der Akku reicht und wieweit / wohin und woher ich fahre. Dann entscheide ich ob ich rein elektrisch oder mit Verbrenner fahre. Wenn ich mich in einer Distanz bewege, die zu lang für Akkureichweite und zu kurz für Hybridbetrieb (mit automatischem Motor an / aus) ist um alles warm zu bekommen, dann schalte ich entweder manuell (dann läuft der Verbrenner immer und geht nicht aus) oder ich nehme den unwirtschaftlichen aber bequemeren Esave Charge Mode, der dann den Akku mit lädt, aber mehr Sprit braucht.
Beim Renni kann es natürlich sein, dass die Modi etwas anders funktionieren.

Mehr kann ich zu Deiner Frage nicht beisteuern.
 
Wir haben den Compass 4xe, der ja die gleiche Technik verbaut hat. Bis jetzt absolut problemlos.
Unserer ist MY2020, ohne Abstandstempomat und die "Helferlein" kann man noch auf Knopfdruck auf unbestimmte Zeit ausschalten (zB Spurhalteassy)
Reichweite für den Alltag absolut genügend (im Winter halt etwas weniger)
Laden muss man zu Hasue können, sonst macht es für mich keinen Sinn (Reichweite)
Weitere Strecken fahren wir mit 7-7.5l/100km, im Langzeitmix steht der Bordcomputer bei 4.2l
In der Ebene gemütlich zu fahren, in hügeligen Gebieten/Bergen merkt man das Gewicht von ~2to. Klar hat man den Sportmodus, der ist aber nicht so toll abgestimmt um länger damit zu fahren.
Meine Frau fährt normal "stumpf" im Hybrid-Modus. Wenn ich fahre dann nutze ich die Programme um "das Meiste" rauszuholen und auch um gezielt den Benziner wieder einmal warmzufahren.
Im grossen und ganzen ein tolles Auto, wenn es allerdings eine SRT-Version mit 240-260PS gegeben hätte, dann... ;)
 
Vielen Dank für eure Antworten bisher.

Eine PV-Anlage zuhause ist in Planung, aber noch nicht umgesetzt. Eventuell müssten da noch Arbeiten am Dach erledigt und das könnte sich etwas hinziehen. Zum Laden müssten wir anfangs dann tatsächlich auf öffentliche Möglichkeiten ausweichen.

Ihr Fahrprofil ist durchweg gemischt. Fünf mal die Woche 30 Km BAB und zurück. Daneben unzählige kurze Stadtfahrten, die dann ja eventuell elektrisch erledigt werden konnten.

Wir wollen den Wagen heute mal Probefahren.
 
Moin,

ne Frau die einen Jeep möchte ist ja generell schon mal schön. Zum Renny kann ich wenig beitragen, ob es allerdings dieser sein sollte mit zwei Vorbesitzern? Schätze da Leasingwagen der erste 3 Jahre. Also 11/22 bis 11/25… der zweite dann bis vor kurzem also „kurz“?! Weil er so zufrieden war? Würde ich mal versuchen in Erfahrung zu bringen… nicht das du da ein Montagsauto erwischst.

G Heiko
 
Das hatten wir auch schon auf dem Schirm.

Das Autohaus meinte am Telefon, der Wagen wäre 1 x auf das Autohaus zugelassen worden und 1 x auf den Leasingnehmer oder andersrum…. Das würde ich aber nochmal gern anschauen. Irgendwie find ich das auch üppig für das Alter…. Vielleicht sehe ich das aber auch zu eng 😳
 
Zuletzt bearbeitet:
Siehst Du zu eng.
1 x auf das Autohaus (wahrscheinlich Tageszulassung o.ä.) und 1 x auf den Leasingnehmer (wahrscheinlich dann für 3 Jahre) halte ich für total normal.

Beim Kauf vom Händler gibt es ja eh irgendeine Art von Gewährleistung, da würde ich wenn Euch bzw. Deiner Frau das Auto gut gefällt einfach mal zuschlagen.

Scheint doch einen Haufen Nutzer zu geben die mit dem Konzept zufrieden sind. Und beim dem Nutzungsprofil könnte das doch super passen.
 
Das wäre eine Erklärung. Wir schauen uns das heute Nachmittag mal an. Aber ab da sind dann halt auch mehr Emotionen im Spiel. Das ist dann möglicherweise nicht mehr so nüchtern 😃.
 
So, kurzes Update nach der Probefahrt.

Knuffiges Kerlchen, so ein Renegade.

Von eher kraftvoller motorisierten Autos kommend, empfand ich das Fahrverhalten im Bezug auf Beschleunigung halt etwas träge, könnte man eventuell auch als kultiviert „verkaufen“. Ist vermutlich im Sport Modus besser, hab ich aber selbst gar nicht getestet.

Ist aber auch weniger dramatisch, meine Frau empfand es als ausreichend. Vor der C-Klasse ist sie nen Corsa, davor nen Fiesta gefahren. Einen Sportwagen hat sie jetzt also auch nicht erwartet.

Ich selbst bin da eh vom Wrangler geprägt und der ist ja auch kein Rennpferd, zumindest nicht in meiner Diesel-Variante.

Das Fahrzeug wurde wohl tatsächlich auf das Autohaus und dann auf den vorhergehenden Leasingnehmer zugelassen, so zumindest nochmal die Aussage des Verkäufers.

Das Schiebedach haben wir natürlich auf euren Hinweis hin getestet. Es läuft wirklich etwas holprig. Da sind wir uns alle einig. Würde gegebenenfalls noch einmal gewartet werden. Inwiefern das außerhalb der Gewährleistung noch irgendwie durch eine Garantie abgedeckt werden könnte, wäre halt ggf. noch zu klären.

Ist schon witzig das Teil. Soweit mal zur Info für euch. Wir fahren jetzt auf jeden Fall noch Alternativen Probe und schauen dann wie es weiter geht.

Falls noch jemand in welcher Form auch immer gearteten Input für uns hat, wäre ich um einen entsprechenden Eintrag hier natürlich weiterhin dankbar.

Vielen Dank also nochmal und viele Grüße

Aaron
 
Zuletzt bearbeitet:
...Falls noch jemand in welcher Form auch immer gearteten Input für uns hat, wäre ich um einen entsprechenden Eintrag hier natürlich weiterhin dankbar......

Meine persönliche Erfahrung mit dem Renegade 4xe S von 10/2022 bis 06/2024

  1. viel zu kleines Tankvolumen mit 36 l
  2. geringe Reichweite im E-Betrieb
  3. schlechtestes 6-Gang Automatikgetriebe, das ich je gefahren bin
  4. kein AutoClose mehr
  5. Start-Stop Automatik meistens außer Funktion
  6. hoher Wertverlust beim Wiederverkauf
  7. hohe und häufige Störanfälligkeit der Hybridtechnik
 
Zunächst mal danke für deinen Beitrag.

Der ein oder andere Punkt wäre vermutlich verkraftbar. Das Tankvolumen ist ja relativ. Angesichts des Verbrauchs meines Wranglers mit den 35er Schlappen, ist der Tank dort dann auch entsprechend schneller leer, aber mit sehr viel Spaß dabei ;)

Die Sache mit der Störanfälligkeit ist da schon ein anderes Thema. Mit dem Mercedes waren wir da bislang halt schon verwöhnt.

Morgen fahren wir mal noch was anderes Probe. Bleibt spannend.
 
Hallo Ihr,

ich wollte euch noch kurz mitteilen, wie die Sache ausging.

Meine Frau hat sich am Ende gegen den Renegade entschieden, es ist nun wieder ein gebrauchter Mercedes geworden, diesmal elektrisch.

Dann bleibt es also doch bei einem Jeep in Haushalt 🙃

Vielen Dank jedenfalls nich dir eure wertvollen Tips und Anregungen.

Grüße

Aaron
 
Thema: Erfahrungen Renegade S 4xe PHEV
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