Eine Insel im Nordatlantik

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Moin Gemeinde, habe mich jetzt nach einer Woche entschieden das ich ein bisschen berichten werde die nächsten paar Wochen, Monate, Jahre (schön wärs) 😂. Nix besonderes, Actionbilder gibt es nicht, eher entspanntes Overlanding, Herausforderungen werden aber bewältigt ohne den Schwanz einzuziehen. Immerhin kenn ich die Insel schon in und auswendig, ich kann mir also alles ohne Druck zurechtrücken.

Die Fährüberfahrt war ohne besondere Zwischenfälle, ruhige See, alles wie immer langweilig, eben 2 Tage die sein müssen um hierher zu kommen.
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Angekommen bei bestem Wetter. Das hab ich so noch nicht erlebt.
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Die erste Tat ist immer in Eglistadir Vorräte auffüllen. Kühlschrank mit Isländischen Spezialitäten füllen, Wasser auffüllen (geht bestens an der N1 Tanke beim Netto), Tank voll machen und ein bisschen Bares holen (es kann vorkommen das im Hochland mal keine Kreditkarte funktioniert). Dann geht es auch direkt los in Richtung Askja. Eigentlich war gleich ne komplette Hochlandquerung geplant, aber die Route von der Askja nach Nyidalur ist noch immer nicht offen. Also gehts zum Hafrahvammagliufur Canyon. Bestes Wetter zum Wandern.
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Nach 10 km wandern war dann die Puste weg fürs erste. Gleich um die Ecke liegt der Laugarvallalaug, ein ca. 38grad warmer Wasserfall. Früher mal ein Geheimtipp, heute verirrt sich jeder Dustertourist hierher. Aber wie immer entgegen der Zeit arbeiten, dann ist Man(n) auch alleine. Wenn der gemeine Touri im Hotel am Fressnapf hockt gehe ich baden und kann das lange genießen.
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Nach getaner Wohlfühlentspannungsdusche geht es eine Etage tiefer ins kalte Wasser zum "faule Eier Geruch" abspülen. Und jetzt weiter auf ein paar Pisten nen Übernachtungsplatz suchen. Mittendrin noch kurz überlegt ob ich das Gefährt wechseln sollte. Der war auch so schön gelb.
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Irgendwo im Nirgendwo gabs dann was zum schlafen und der Blick aus dem Dachzelt sagt mir - alles richtig gemacht am ersten Tag.
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Neues Ziel sind die Westfjorde, da wusste ich noch nicht das ein fettes Tief kommt. Ringstrasse zum vorankommen genutzt und noch einen Abstecher hoch in den Norden am Akureyrifjord gemacht. Alle bekannten Hotspots bis dahin ausgelassen, die nächsten Wochen werden mich hier nochmal mit der Forumstruppe hinführen (ich freu mich auf Euch). Der Fjord ist ein sehr gut geeignetes gebiet für Walbeobachtungen. Man muss sich nur einen geeigneten Spot an der Küstenstrasse suchen und die Boote der Touristen beobachten. Ich habe drei Stunden umsonst die Meeressäuger beobachtet (mit einem Fernglas) und manchmal auch direkt nah am Ufer. Einer ist sogar ganz rausgesprungen, natürlich war die Kamera dann zu langsam.
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Dann ging es weiter Olafsfjördur in ein abgelegenes Tal um nen Schlafplatz zu finden.
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Immer noch traumhaftes Wetter und weit und breit keine Menschenseele. Nur jede Menge dieser weissen und schwarzen Wollknäuel.
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Nächsten Tag hab ich mich denn mal erdreistet in die Wettervorhersage zu schauen. Das war nicht gut was da Stand also habe ich mich entschlossen die Westfjorde erstmal abzubrechen und wieder den Weg Richtung Süden ins Hochland anzutreten. Irgendwie hab ich ne Challenge gesucht die ich noch nicht gefahren bin. Hab auch eine gefunden.
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Die Wetterlage die da kommt war schon zu sehen. Na was Solls irgendwie wird's schon gehen. Die Tracks die ich mir rausgesucht habe scheint schon seit Ewigkeiten keiner mehr gefahren zu sein. Geröllfelder, Lavafelder, kleine Schluchten, ein paar Bäche.
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Und dann wurde es immer gruseliger. Hätte ich vorher geahnt das ich für 40 km 6 Stunden brauche...Meistens stehen ja wenigstens Stöcker die den Track markieren rum, die konnte man aber suchen, der Track selber war mitunter nur anhand der Topokarte und den Blick in die Ferne definierbar. Erstmal die Luft nochmal runtergenommen auf 1,4 Bar. Hier und da hätte ich mir mehr Luft unterm Diff gewünscht. Es ist so wie es ist, ich war schon zu weit um umzudrehen. Positiv denken, kann ja nicht ewig so weitergehen.
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Wenn man am Horizont nichts entdeckt und es schon 21 Uhr ist macht man was, genau Zelt Hochklappen, essen kochen, den noch vorhandenen Sonnenuntergang geniessen und schlafen.
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Die Nacht war extrem stürmisch und am Morgen gabs dann Regen. Irgendwann hab ich die Kjöllur erreicht. Eigentlich nur noch ne buckelige Schlaglochpiste. Sie diente mir um schneller in den Süden zu kommen. Wollte noch zum Hagavatn Gletschersee. Eigentlich zum wandern und dort oben kann man wunderbar einsam nächtigen. Wetter wurde immer schlechter. Hochfahren wollte ich aber trotzdem.
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Ich bin Hochgekommen mit allen mir zur Verfügung stehenden mittel. Und unbeirrt habe ich auch mein Zelt aufgeschlagen. In der Nacht um vier Uhr war dann Schluss mit lustig. So ein Sturm und Regen das ich abgebaut habe und den Weg zurück in die Zivilisation suchte. Keine Ahnung wie voll der Fluss die nächsten Stunden wird. Besser nicht abwarten. Wetterapp gefoltert und ein Loch auf der ganzen Insel gefunden. Richtung Jökulhaimar soll es die nächsten zwei Tage trockner sein.
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Fast angekommen und tatsächlich staubt es hier schon wieder hinterm Auto. Ich werd jetzt weiter ins Hinterland fahren. Es gibt hier unglaublich viele Seen und alles ist feinster Lavasand. Das macht irre Spass hier rumzudriften. Netz wird's da hinter den sieben Bergen nicht mehr geben. Also bis die Tage, irgendwann gehts weiter.
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Moin,

wünsch dir einen schönen Trip ohne ungeplantes! Sehr schön das du uns an deinem Ausflug teilnehmen lässt. Da wird einmal mehr das Fernweh angeheizt ;-)

VG Heiko
 
yep 🙂..viele von den tracks in dem Gebiet sind einfach ein pain in the ass und werden nicht umsonst selten gefahren.
 
Könnte man sich doch mal entspannt treffen, oder !?
Phineas hätte bestimmt noch ein paar gute Tipps !
 
Ich plane es fest ein 😀. Weiss aber noch nicht wann es passt.
Wie vereinbart, wenn du weisst wann du Zeit hast, schreib ich Dir wo ich/wir sind.

Ein bisschen weiter im Geschehen. Wettertechnisch wohl das Optimum rausgeholt was zur Zeit auf der Insel machbar war. Am Abend war es erst noch ein wenig Wolkenverhangen. Ich mag das in der Ecke sehr, denn es gibt diese mystische Stimmung von schwarzem Lavasand und grün bemoosten Hängen. Dazu rollt man zu 80% auf festem Lavasand. Alles wie auf Watte fahren. Es gibt viel Hügel, Kurven und auch ein paar Bächlein.
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Eine riesige Seenlandschaft die ein Hervorragendes Angelgebiet ist. In der Mitte gibt es einen Campingplatz wo ich vorsorglich mal für unsere Truppe im August angefragt habe. Die Besitzer sind sehr freundlich. Trotz kompletter Ausbuchung (weil da gerade Hochsaison zum fischen ist) haben sie mich mal vorgemerkt. Auch wenn ich den genauen Tag nicht definieren konnte, da ich ja jetzt noch nicht weiss wie wir von Dreki aus rüber und runter kommen. Kann halt sein das ein wenig eng wird, ich hoffe das klappt. Es gab dann auch das erste Bächlein wo die Räder im Wasser verschwunden sind. Gibt irgendwie viel Wasser dieses Jahr, hab ich auch schon an anderen Stellen festgestellt.
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Dann ging's Richtung Jökulhaimar bis zur Grenze vom Vatnajökul Nationalpark. Hinter den grossen Berge in der Ferne liegt Landmannalauga. Ich brauchte was zum Nächtigen und das sollte man tunlichst nicht im Nationalparkgebiet machen. Irgendwo auf nem Minitrack zu einem der vielen Seen hab ich in ner Senke gewohnt, sehr öde aber zum schlafen langt es. So ein gelbes Auto ist schon kacke in einer schwarzen Landschaft 😂.
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Nächsten Tag hab ich mich wieder auf gemacht da hinter der Hekla sogar Sonne zu erwarten war. Ein paar Kilometer Teerstrasse gen Süden geritten (erstaunlich wie weit mittlerweile gute Strassen gebaut wurden) und dann wieder abgebogen auf schöne Lavawege.
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Rechts und links gibt es jede Menge an Natur zu bestaunen und dann habe ich statt 4x4 mal ein paar Stunden 2x2 vorgezogen. Vom Berg runter Jeepsuchbild. Also im zweiten Bild.
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Nächste Schandtat, gehts schon rauf zur Hekla oder nicht, Versuch macht klug.
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Wenn schon wollte ich auch bis zum letzten Parkplatz kommen. Der Winter hat seine Spuren Hinterlassen und der Schiebeschildfahrer hat es wohl noch nicht geschafft bis hierher.
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Sieht alles eindrucksvoller aus als es ist 😘. Und Ideale Bedingungen vom Wetter. Der vorletzte Hügel wird erklommen.
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Irgendwann ist man auch oben angekommen. Ab hier geht es nur noch zu Fuss weiter. Soweit ich mich erinnere sind es noch h so um die 500 Höhenmeter. Die Wetterbedingungen sollten unbedingt stabil sein wenn man das vor hat. Meine grosse Tochter hat sich das gewünscht. Die ist in drei Wochen hier, ich hoffe das ich ihr den Wunsch erfüllen kann und wir zusammen den Vulkan erklimmen.
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Nach ner Stunde in die Ferne schauen muss man dann auch wieder runter fahren. Es war extrem kalter Wind oben.
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Weit unten im Lavafeld hab ich Euch nochmal ein Bild gemacht, versehen mit rotem Pfeil. Dort ungefähr ist der Parkplatz (also das Geröllfeld).
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Und ab und an sollte man auch die kleinen Dinge im Leben eines Blickes würdigen. Ist so toll gerade hier, alles ist am erwachen und blühen in dieser sonst so kargen Gegend.
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Und was Island auch so einzigartig mach, ruck zuck ist man von der Hekla am Ozean. Und ruck zuck ist auch wieder kack Wetter. Egal ich muss morgen am Flughafen sein. Meine Mama wird nächste Woche 80 Jahre jung und hat sich gewünscht nochmal durch Hochland geschaukelt zu werden. Na ich denke das ich das Hinbekomme. Mein Dachzelt klappt sich dann allerdings erst in zwei Wochen wieder auf. Ich habe der Dame dann doch ne warme Hütte gegönnt. Wir wohnen bei einer Familie auf einem Bauernhof in einer kleinen Holzhütte mit warmen Pott und direktem Blick auf die Hekla. Ich kenn die Familie schon 15 Jahre lang (vielleicht darf ich wieder Trecker fahren). Ins Hochland hab ich ungefähr ne Stunde anfahrt auf Asphalt. Ich denke damit komm ich klar. Noch ein Blick aufs verregnete Meer und bis die Tage.
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Ein Paar Geschichten auch aus vergangenen Tagen. Bevor ich mir abends irgendwelche pessimistische Nachrichten dieser Welt reinziehe, wühle ich auch mal in meinen Mediatheken herum. Kleiner Ausflug in den August 2021. Da war ich unter anderem genau hier wo ich mich gestern rumgetrieben habe. Der Anlass war der Vulkanausbruch in der Nähe von Grindavik.
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Sehr beeindruckend das Ganze. Heute, fast 4 Jahre später und etliche weitere Ausbrüche bin ich auf Spurensuche gegangen. Auf dem Weg zum Flughafen hatte ich noch 2 Stunden Zeit. Ich habe mir die kleine Ausstellung im Ort angesehen und bin einige Strassen durchgelaufen. Einige Punkte angefahren und war dann doch etwas erschrocken wie weit sich die Katastrophe die Jahre danach noch ausgebreitet hat.
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Man steht voller Ehrfurcht vor Ruinen und Strassen und versucht sich Vorzustellen wie das wohl ist. Es ist wohl nicht so leicht als wenn man damals auf die Berge gestiegen ist um tolle Fotos zu bekommen. Es gibt eine kleine Internetseite wer sich dafür mehr interessiert. KLICK
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Danach habe ich meine Mama vom Flieger abgeholt. Alles reibungslos gelaufen und ab auf die Ringstrasse um km zu schaffen. Ziel Jökulsarlon Gletscherlagune am Vatnajökul. Irgendwie hab ich die letzten zwei Tage am Seil gezogen um wieder mal die kurze Sonne mitzunehmen. Nützt ja nix, geschlafen wird wenns regnet.
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Die Ringstrasse im Süden ist jetzt nicht das schlechteste auf Island. Bei schönem Wetter ist das auch eine Panoramastrasse an der sich ein Highlight ans nächste reiht. Angekommen erstmal ein paar Dämpfer bekommen. Hat sich viel verändert mittlerweile auf der Insel. Stichwort "Overtourism". Es gibt mittlerweile 6 Parkingzonen am Gletschersee, die wie nicht anders zu erwarten nur noch per App bezahlbar sind. Alles wird gefilmt. Die App einzurichten war ne Katastrophe. Erst meine dritte Kreditkarte hat das Ding gefressen. Eine Stunde gebraucht um überhaupt zu verstehen wie genau das denn funktioniert. Also der Tipp für alle, ohne so einen Dreck kommt man leider nicht mehr aus KLICK . Ist so wie es ist, nur finde ich das es Wegelagerei ist wenn dann auf jedem dieser Plätze um die 8 Euros eingezogen werden. Wir haben uns den Diamond Beach ausgesucht, da wir sowieso weit weg laufen wollten vor den vielen....
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Und glaubt mir man muss weit laufen um den Strand für sich zu haben.
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Ein weiterer Abstecher in die Vergangenheit. 2015 war ich ungefähr zur gleichen Zeit am selben Ort. Damals unterwegs mit Zelt und einer BMW Adventure. Natürlich wollte ich nochmal an die Orte die ich mit dem Motorrad dort erfahren habe. Pustekuchen, überall gesperrt mit grossen Steinen oder Ketten oder nur nem Schild "Nur mit Permit für Tourguides". Oh, ich bin doch Tourguide....Permit hab ich halt vergessen. Also ab zur Stelle wo ich damals genächtigt habe. Ich find sowas toll sich im hier und jetzt zu erinnern. Zwei kleine Bildchen dazu.
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Ich kann mich auch noch an das Foto machen erinnern. Ein 0 Grad kalter Wind kam den Gletscher runter geweht. Und es gab keine Jeep Muschikiste mit Sitzheizung und Lenkradheizung weit und breit. Zurück haben wir dann den Tag in der Gegend um Vik ausklingen lassen. Natürlich mittlerweile auch etliche Parkingzonen mit jedes mal wieder Wegezoll zahlen. Immerhin ganz schön grosse Wellen gesehen und immer noch ein hauch von abendlichem Sonnenschein genossen.
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Zumindestens sind die letzten zwei Tage ohne Pannen bei schönstem Wetter gewesen. Denn vor genau einem Jahr war diese Woche alles andere als Erfolgreich. Ich schau mir aktuell jeden Abend vorm schlafengehen den Tag vor einem Jahr an. Hatte ich mir so vorgenommen. Andere schauen Nachrichten und Netflix, ich eben sowas. Wir waren auf dem Dempster Highway unterwegs und ich habe 5, ja fünf Reifen in zwei Tagen geschrotet. Wer den Dempster kennt, weiss das sowas ein Riesen Griff ins Klo ist 😂. Aber irgendwie haben wir es nach 5 Tagen auch wieder zurück nach Dowson City geschafft. Die Menschen die dort oben ab und an mal vorbeikommen sind alles echte Schätze.
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Was in Island so genial ist, egal wo du unterm Auto liegst weil irgendwas abgefallen ist und egal wo du wohnst, es gibt keine wilden Tiere, davon gibt es später im Bericht mal ein Foto. Bis die Tage. Es geht dann wieder auf ungeteerte Strassen.
 
Von der Küste ging es zurück auf unbefestigte Pfade, das mag ich viel lieber und die gelbe Karre sowieso. Ausserdem gabs hinter den Bergen noch Sonne. Die F 208 genutzt als Haupttransportweg. Viel rechts und links erkundet mit vielen Sackgassen. Eigentlich wollten wir den Malifell ansteuern. Die Piste war aber mit etlichen Ausrufezeichen versehen. Also die Rangerstation auf der 208 angesteuert um bessere Infos zu bekommen. Die Tante hat gesagt ich darf offiziell fahren wenn ich mich denn traue. Das ist keine gute Aussage gewesen denn jetzt hieß es mit Oma diskutieren. Das is immer dasselbe "alte Angst vs mittelaltes wird schon schiefgehen". Also ab zum probieren, nach dem ersten inne Matsche steckenbleiben und grad noch so rauskommen hat dann das Alter gesiegt und das Vorhaben wird vertagt. Ich brauche grössere dickere Räder war meine Erkenntnis. Egal, umkehren ist keine Schande. Und so sind wir durch entspannte schöne Ecken gerollt.
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Haben ein paar Hügel mitgenommen und die Aussicht genossen.
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Sind über staubige Pisten gerollt.
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Haben die grünen, blühenden Täler bewundert.
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Ein paar Pfützen durchquert und die Weite bewundert.
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Durch Vulkanfelder und Tracks die halb im See verschwunden sind geeiert.
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Irgendwie hat mich dieses Jahr mein Glück des vielen guten Wetters ein bisschen im Stich gelassen. Aber was nicht ist kann ja noch werden. Ich hoffe mal das es nicht noch mehr Wasser von oben gibt. Habe schon ein paar Spezialwege erkundet für unsere Forumstruppe. Runter von den F Strassen ist mein Ziel. Es muss aber legal sein ist meine Devise. Wird spannend und vielseitig wenns denn was wird. Bilder gibts nicht. Vorfreude ist die schönste Freude. Ihr könnt ja mal eure Diversen hochgelobten Apps beiseite legen und hier reinschauen KLICK . Und immer schön reinzoomen ins Gemüsebeet 😂.

Ich habe noch ein bisschen Pauschaltourismus für Oma betrieben und diverse massentaugliche Punkte angesteuert. Wandern waren wir auch, jedenfalls soweit es für die alte Lady sinnvoll war. Und sie kommt noch ohne zu maulen weit, dauert halt nur ein bisschen länger.
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Und zum Abschluss des Abends gabs endlich eine Geburtstagstisch. Ich hab alles gegeben um das Hinzuzaubern, inklusive selbstgepflücktem Blumenstrauß vom Strassenrand. Happy Birthday.....und jetzt geben wir uns die Kante, denn morgen versinkt die Welt hier im Wasser von oben. Wäsche muss ja auch mal gemacht werden und der Hobel braucht hier und da ein bisschen Pflege.
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Einen auf die schnelle. Bin ja manchmal wie ein kleines Kind. So, das muss doch gehen, ich will aber... ah nix da der zweite Versuch zum Malifell von hinten rum ist auch gescheitert. Gibt Später mal ne Beschreibung. Waren heute 14 Stunden auf kleinen Tracks unterwegs, irgendwie ist die Luft raus fürn langen Bericht. Wird die Tage nachgeholt. Aber den hier muss ich loswerden. Ich hatte das seltene Vergnügen zwei Jungs von 112 einen Kaffee zu spendieren und sie in ein fast einstündiges Gespräch zu verwickeln. Natürlich ausgefragt nach allem möglichen und sie haben auch ein wenig gestaunt wie gut ich die Insel kenne. Thema Malifell und Kaldovskvisel, hab nen geilen Spruch kassiert - kauf dir mal vernünftige Reifen dann kannste hinterherkommen. Fand ich Super 👍😂. Sie meinten das es bestimmt noch was wird in den nächsten 10 Wochen - also den Malifell, nicht die Reifen.
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Ein Vorgeschmack auf das was kommt.
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Erstmal einen Abstecher zur Sigölduglijufur Schlucht zum entspannten "immer am Canyon" langwandern gemacht. Auf der Hauptpiste die nach Landmannalaugar geht gibt es einen ganz kleinen Track um nah mit dem Auto heranzukommen. Da traut sich fast niemand langzufahren, weil es nicht offensichtlich genug aussieht das es geht. Für mich sieht alles ohne Verbotsschild offensichtlich genug aus. Es gibt so viele bekannte Schluchten und Wasserfälle die nicht annähernd so malerisch aussehen. Ein kleiner Tip am Rande, fahrt niemals die F 208 (wenn es nicht unbedingt gewollt ist) um nach Landmannalaugar zu kommen. Bevorzugt die F 225 sofern Euer Auto zwei "eventuell tiefere" Furten abkann. Alle die keine Ahnung haben nehmen die F 208, entsprechend voll und schlecht ist die Strasse mittlerweile. Landschaftlich verpasst man auch nichts.
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Danach unterwegs auf kleinen Tracks Abseits der F Strassen inmitten schönster Landschaft auf meistens gut befahrbaren Pfaden. Rechts der F26 und noch weiter rechts der F 229, da haben wir uns rumgetrieben. Es gibt hier weit und breit nichts was anspruchsvolles fahren verlangt. Hier könnte man fast mit einem ganz normalem Auto rumfahren wenn da nicht ab und an eine etwas tiefere Furt wäre. Irgendwie versteh ich es nicht das hier absolut nichts los war. Obwohl ich das toll finde, gibt anscheinend doch noch Ecken in die sich selten einer verirrt.
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Mama war voll im "Chillmodus" nachdem Kaffee und Kuchen gereicht wurden.
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Die Aussichten waren aber auch überall vom feinsten.
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Und der "Schaukelstrassenmodus" nur sehr selten.
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Dann ging es ans hintere Ende zur Tungnaa (ein sehr breiter Fluss). Ich wollte an den Punkt wo wir 2021 auf der gegenüberliegenden Seite am 19.08. standen. Damals war ich mit zwei Freunden aus dem Jeep Forum da. Sebastian hatte sich belesen über die alten Wege die früher durchs Hochland führten und wir wollten schauen ob sich nicht doch was "versenken" lässt. Aber alles war schon seit sehr langer Zeit wohl nicht mehr möglich. Ich habe somit den alten Track vervollständigt bis auf die Furt. Wenn du jemals nochmal in diese Ecke fährst @sebbekk , dann kann ich dir die andere Seite empfehlen. Sehr einzigartig anderes Island, eine der schönsten Gegenden die ich erforscht habe. Drüben an den Masten haben wir gestanden.
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Weiter ging's nur noch zurück. Alles Sackgassen.
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Mit auch immer schöner Natur.
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Das waren die einzigen zwei anderen Verirrten die wir in 7 Stunden gesehen haben.
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Und immer wieder Abwechslung Pur an Farben und Formen.
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Es gibt mittlerweile eine Vereinbarung zwischen Mutter und Sohn. Die will ich lieber nicht Preisgeben, insgesamt lohnt sie sich aber für mich 😂. Daraus resultierend gabs auch nochmal ne "Touribustour im Jeep".
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Was war das doch gleich, ah ja der Gullfoss inklusive "Chinaspezialitätenriesenramschladen". Und zum Gysir auch noch. Wenigstens bin ich mir treu geblieben und habe das in die Abendstunden verlegt, wie immer entgegen den Strömungen der Massen. Am Geysir war es dann auch gegen 19.00 Uhr ganz annehmbar. Wir haben da ne gute Stunde verbracht und nebenbei Leute aus aller Welt geschaut, was teils sehr lustig ist. Ich bin vielleicht auch schon ein wenig "höher, schneller,weiter" versaut. Voriges Jahr im September waren wir auf unser Nordamerika Reise auch 1 Woche im Yellowstone Nationalpark. Der Old Faithful ist dann doch ne ganz andere Hausnummer gewesen (ein ganz kleines bisschen grösser) wie im zweiten Bild zu sehen.
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Zum Schluss nun endlich mal einen Blick auf die Hekla. Aufgenommen mit der untergehenden Sonne bei den letzten Sonnenstrahlen von der Farm wo wir wohnen. Das andere Bild ist vom gleichen Standort nur gegen die letzten Sonnenstrahlen aufgenommen. Ein Isländisches Pferd auf der Farm am Horizont.
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Die letzten beiden Tage waren etwas anstrengend, nicht für mich aber für die alte Dame. Sie hatte sich ja gewünscht durchs Hochland geschaukelt zu werden. Das Wetter war so gut das ich mich auch richtig hoch getraut habe. Die Priorität lag nicht mehr auf weit und viel sehen, sondern auf ein kleines Gebiet mit Herausforderungen beschränken. Das nahm mitunter viel Zeit in Anspruch und trotz der kühlen Temperaturen von nur 7 Grad bin ich auch in schwitzen gekommen. Erstmal nochmal über die halbe Hekla drüberweg.
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Danach haben wir den Raudaskal Krater angesteuert.
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Irgendwie bin ich glatt all die Jahre dran vorbei gefahren. Ein wirklich beeindruckender von roter Farbe geprägter Vulkankegel. Bin am Kraterrand einmal drum herum gelaufen, hat 45 min gedauert (ok ich bin ein lahmer alter Sack). Ich mach kein Suchbild draus. Roter Pfeil ist gleich gelbe Karre.
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Auf kleinen und noch kleineren Pfaden ging es kreuz und quer immer hinter der Hekla weiter.
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Immer wieder unglaubliche weiten mit Blick auf bunte Gesteinsformationen und den Eisschild von der Katla.
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Ich habs mir noch nicht gemerkt wie das alles benannt wird. Die Tracks haben selten Namen. Einen weiss ich noch. Krakatindur. Das ist dieser Spitze Berg.
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Es ging immer weiter ins innere des ganzen Gebietes.
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Viel Schmelzwasser ist unterwegs, es müssen riesige Furten gemeistert werden 😂.
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Mancherorts frag ich mich dann, wo ist der Track und wo ist das Bächlein. Spätestens an der Tiefe merkt man sich dann auf welcher Seite es dann besser ist.
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Ansteuern wollte ich "mein kleines Landmannalaugar". Ich habe das so getauft weil es ähnlich Aussieht. Alles ne Nummer kleiner aber genauso schön. Garantiert "Dustertouristenfrei". Nach faulen Eiern stinkt es auch und bunt ist es auch. Hinzukommen war doch nicht ganz so leicht. Ich habe wieder den Spruch der Ranger in den Ohren. Wie war das doch gleich mit den "anständigen Reifen".
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Die Stelle hat mich fast ne Stunde gekostet. Auf dem Bild sieht man es ja niemals so wie in Natur. Der Hang ging gut aufwärts. Die Rinnen die anständige Reifen hinterlassen haben mir nichts genutzt, irgendwie fehlte Platz unterm Diff. Umkehren war dieses mal keine Option. Mama hab ich draussen im Schnee geparkt, die wird immer so schnell kribbelig im Auto wenn was nicht gleich geht. Irgendwann hab ich es dann geschafft mit Untersetzung, Sperren, immer hin und her, ein paar mal was geschaufelt. Und Zack wird einem warm.
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Die Belohnung ist sowas. Ich könnte noch 20 Fotos posten, aber muss ja auch mal gut sein.
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Dann ging es noch zu einer meiner Lieblings Wasserfälle. Wenn man genau zwischen 12 und 14 Uhr dort ist und die Sonne scheint hat man Regenbogengarantie.
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Naja noch ein Bild von so einem nach nichts aussehenden breiten Wassergerinsel. Tiefste stelle, Räder waren auf Tauchstation.
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Viel erlebt und auch überlebt, also es lohnt sich immer nicht gleich umzudrehen auch wenn man eigentlich "anständigere Räder" bräuchte.
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Ich habe mir einen Track gebastelt der kleine Mountainracks mit ein Paar F Strassen im Gebiet hinter der Hekla zu einer schönen Rundfahrt verbindet. Ziel war schon wieder am Ende das Malifell. Knackpunkt war (und sollte auch sein) der Kaldaklofskvisl in der Nähe des Alvtavatn (eine Furt die es meistens in sich hat). Letzten Tag erstmal so richtig schönes Wetter. Was sind schon Ziele.
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Ging diesmal auch über etliche Täler in dehnen sich das abfließende Wasser der Berge sammelt, so wie im Bild oben. Kann tückisch sein, war es auch an einigen Stellen, immer noch viel Nass im Untergrund. An der richtigen Stelle Gas geben und es sollte klappen. Sind irgendwie wieder andere Aussichten als die letzen Tage.
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Danach geht es auf gewunden Pfaden durch uralte Vulkanfelder die schon dicke Flechten und Moose auf dem Rücken haben.
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Wege die in ausgespülten Rinnen verlaufen und durch ein weites Flußbett.
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Bunte Berge gibt es auch hier zu sehen.
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Und wieder Ausblicke von ganz oben auf unendliche weiten mit Gletscherbedeckten Bergen im Hintergrund (das müsste ein Stück von der Katla sein).
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Wieder ins Tal und ins grüne.
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Und wieder bunte Berge mit Kupfergrünen kleinen Bergrücken.
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Wieder anders.
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Und nochmal anders 😂 na was soll ich auch dazu schreiben ?
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Ja und dann, ich wusste das er kommt. Ich wusste das er ein Ausrufezeichen nur für Superjeeps befahrbar hatte. Ich wusste es und habe es verdrängt. Ich dachte nicht das es so schlimm aussieht. Keine Ahnung wie oft ich den Kaldaklofskvisl schon durchquert habe, mal ist er nur ein so dahinfliessender grösserer Bach und ein andermal ist er ein reissender Fluss. Das da aber so grosse Brocken drinnliegen habe ich all die Jahre nicht gesehen. Ich habe das Ding auch schon bei 80-90cm Wattiefe durchquert. Das habe ich diesmal vorher ausgelotet, so ungefähr 60cm sollte er gerade haben, Fließgeschwindigkeit eher gering. Irgendwie aber doch ein mulmiges Gefühl. Oma natürlich nichts gesagt, sonst hätte ich gleich den Rückwärtsgang einlegen dürfen. Also meine eigene Schissbüchse heruntergespielt und mit allen Sperren langsam losgeeiert. Bild ist nur aus einem Film herrauskopiert, ich brauchte meine Konzentration am Lenkrad. Schwierig überhaupt irgendeine Spur durch das Wasser zu suchen die auch am anderen Flussufer herausführt. Es fühlt sich gerade alles falsch an. Unter Wasser liegen genauso grosse Brocken wie über Wasser, naja ein klein wenig kleiner. Die Karre schaukelt wie ein kleiner Kahn auf hoher See. Oma hat schon wieder alle Angstgriffe die es gibt in beschlag und ich versuche einfach nur ganz langsam aber stetig alles drehen zu lassen. Nicht festgefahren, hat ein paar mal mächtig gerummpelt unterm Auto, aber durchgerutscht. Ich sags mal so, ich hätte 7 Stunden Rückwärts gemusst an dem Tag, es war trotzdem falsch, es hätte schief gehen können. Ahh grössere Räder 😉.
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Der Blick von der anderen Seite nachdem das Adrenalin weg war konnte ich auch wieder die Kamera ruhighalten.
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Ich habe daraus folgendes für mich mitgenommen. Auch wenn du es schon hundert mal gemacht hast, lass es wenn dein Bauch nein sagt. Etwas was mich ermutigt hatte war eine Gruppe Jeep Fahrer auf der anderen Seite die aus Richtung Malifell kamen. War eine geführte Tour, der Tourguide hatte natürlich den einzigen Jeep mit "vernünftigen grossen Rädern". Der hat angehalten und sich mein Elend angeschaut. Irgendwie dachte ich das er mich rettet wenn es in die Hose geht. Auf der anderen Seite haben wir kurz geschnackt. So Sinngemäß hatte er schon sein Seil ausgepackt und trotzdem hat er gesagt, genau die richtige Spur haste genommen. Das Malifell ist jetzt aber zum dritten mal gestorben, er ist mit seiner Gruppe auch nicht durchgekommen und umgedreht. Ich schwöre das es in den nächsten 8 Wochen davon noch ein Bild gibt. Durch den Kaldaklofskvisl würde er sie im Moment nicht im Traum schicken. Und hier noch ein Foto als wir an ihm Vorbei gefahren sind, die mussten am Nachbarfluss alle halten, damit jeder der Teilnehmer sein Foto in einer Furt bekommt. Ich sag das jetzt zum letzen mal, "so sehen anständige Räder aufm Jeep in Island aus". Sobald ich wieder auf Europas Festland bin brauch ich die aber nie wieder wirklich.

Für die Forumstruppe, ich denke das sich so langsam alle eingefunden haben und hier mitlesen. Wir können das machen, wenn es aber in drei Wochen immer noch so Aussieht bin ich nicht der erste der hier durch fährt 😘. Und ich habe die Tage noch ein Sahnestückchen ausgegraben. Habe jeweils von der einen und von der anderen Seite ein paar km geschaut was abgeht. Die eine Seite hat einen doch etwas grösseren Fluss, die andere sehr Steile Berge und Täler am Anfang. Mittendrin gibts was traumhaftes an das ich mich nicht alleine herangewagt habe. Ich fahre da Vorneweg aber nur in dem Wissen das mich einer von hinten retten kann im Notfall. Mehr verrate ich nicht.
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Nachdem der Puls wieder im Normalbereich war sind wir über die F 261 gen Zivilisation gerutscht. Auch landschaftlich eine schöne Strasse aber sehr gruselig und Materialmordend zu fahren. Blick auf den Eisschild vom Eyjafallajökull.
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Der Berg heisst wirklich wie er aussieht, Einhyrningur.
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Schaf müsste man sein.
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Am Ende des Tages, 200km und 12 Stunden unterwegs gabs nochmal einen Supersonnenuntergang auf der Farm. Und die Erkenntnis das es mehr als ein Pferd dort gibt.
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So, an dieser Stelle sag ich für die nächsten Tage erstmal tschüss. Morgen will Mama unbedingt noch nach Landmannalaugar, ich versuche es in die Abendstunden zu legen. Donnerstag ist Abflug. Sie hat sich wacker geschlagen mit Ihren 80 Jahren. Meine grosse Tochter kommt im selben Flieger hier an mit der Mama nach Hause fliegt. Wir bleiben hier in der Gegend, tauschen aber die Hütte wieder mit Dachzelt und wollen viele Dinge zu Fuss erkunden. Es gibt Sehenswürdigkeiten da kommt auch ein Jeep nicht hin (und das ist gut so). Ausserdem soll das Mädel ordentlich offroad fahren lernen, mein Ziel ist das sie mich nächste Woche fehlerfrei auf die Hekla hochfährt. Es gibt dann irgendwann eine Zusammenfassung unserer Schandtaten.
 
Moin Sven, schöner Reisebericht mal wieder! Ich erinnere mich immer noch gut und gerne an unseren gemeinsamen Trip zur Insel im Nordatlantik 2021. Da haben wir lustige Sachen erlebt! :bigsmile:
Ich muss irgendwann auch noch mal hin - wenn's soweit ist, stimme ich das natürlich mit Dir ab. :yes:
 
Da haben wir lustige Sachen erlebt! :bigsmile:
Ich muss irgendwann auch noch mal hin - wenn's soweit ist, stimme ich das natürlich mit Dir ab. :yes:
Danke, ja gerne. Und vor allem haben wir viele Werkstätten kennengelernt 🤣. Aber lassen wir das.
 
Vielen Dank für die tollen Bilder und Tourbericht. Wow, ich wusste ja Island hat was - aber so habe ich es noch nicht gesehen.
Die Route wäre allerdings grenzwertig für meinen RAM 1500 mit den 22" Rädern - vieeel zu wenig Gummi.
Grüße gehen von SL nach RD!
 
Am Freitag versinkt die Insel im Regen, dann hole ich die letzte Woche nach. Ich wollte aber kurz was loswerden. Wer meinen Artikel der Polarlichttouren verfolgt hat, weiss das ich schon besseres abgeliefert habe. Aber...in anbetracht der Tatsache das wir den 4. August haben und es ja hier nicht wirklich dunkel wird, ist mir etwas besonderes gelungen. Ganz unten im Bild sind dicke Nebelschwaden die durchs Tal ziehen zu sehen. Links im Bild noch ein Hauch Rot vom Sonnenuntergang, in der Bildmitte die Hekla und rechts davon der Mond der auch noch einen hauch rot von der Sonne abbekommt. Ja und dann wären da noch die Polarlichter so nebendrann. Übrigens wurde fürs Wochenende leichter Schneefall und Minustemperaturen im Hochland angekündigt. Schöne warme Sachen einpacken wenn ihr nächste Woche kommt 😉.

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Thema: Eine Insel im Nordatlantik

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