Cherokee KJ mit Getriebesorgen

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Hallo zusammen in der Jeep-Community!

Ich möchte mich kurz vorstellen: Bin Jäger und stand vor kurzem vor einer Herausforderung. Mein neues Revier ist deutlich waldreicher als das vorherige, das hauptsächlich aus Feldern bestand. Mit meinem F150 kam ich auf den schmalen Waldwegen einfach nicht mehr weiter.

Auf der Suche nach einer Alternative war ich mit einem Bekannten unterwegs, der zufällig erwähnte, dass er einen alten Jeep Cherokee KJ mit Getriebeproblemen abzugeben hätte. Lange Rede, kurzer Sinn - für 1500€ hat der Wagen den Besitzer gewechselt und steht jetzt bei mir.

Zu meinem neuen Jagdgefährten:
- Jeep Cherokee (KJ) Baujahr 2003
- 2,8 CRD Diesel Motor
- 202.000 km gelaufen
- Zustand würde ich als 6 von 10 bewerten

Die Getriebeprobleme im Detail:
1. Kein Rückwärtsgang mehr
2. Deutliches Surren im Getriebe
3. Lautes Knallen beim Schalten von P auf D
4. Bei abruptem Gas wegnehmen und wieder geben fehlt der "Übergang" - es knallt ordentlich

Bin mit dem Wagen gerade mal 500 Meter gefahren und starte hier meine Recherche, wie ich das Problem am besten angehen kann. Eine Fachfirma in meiner Nähe hat mir einen Kostenvoranschlag über 4800€ für eine Generalüberholung des Getriebes gemacht (inkl. Ein-/Ausbau und 1 Jahr Garantie).

Das erscheint mir etwas viel, wenn ich sehe, was online so angeboten wird:
- Mercedes-Getriebe für 500€ (keine Ahnung ob passend)
- Generalüberholte Getriebe aus Deutschland für 2800€
- Diverse Angebote aus Polen um 2000€
- Gebrauchte Getriebe mit angeblich 80.000 km für ca. 1200€

Mein Ziel ist kein H-Kennzeichen-Kandidat oder Garagenschmuckstück, sondern ein zuverlässiges Arbeitsfahrzeug, das mich sicher ins Revier und durchs Gelände bringt.

Der Wagen braucht definitiv etwas Liebe und Zuwendung. Ich freue mich über eure Erfahrungen, Tipps und Ratschläge, wie ich am besten vorgehen sollte. Was wäre euer Weg bei diesem Getriebeproblem?

Vielen Dank im Voraus und Waidmannsheil!
 

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Ich bin kein Automatik Experte. Meiner hat etwa die gleiche Laufleistung usw. und schaltet noch butterweich. Meiner wird gelegentlich mit schwerem Hänger bewegt.
Wie viel Liebe du dem Auto selber zuwenden kannst weiß ich nicht. Es wird einiges erfordern, dann ist es aber ein tolles Auto für deinen Zweck.
Ich würde auf jeden Fall erst mal den Ölstand des Getriebes prüfen. Wurde die Brühe schon mal getauscht?
 
Irgendwelche Fehlercodes? Limp Mode?

immer vorausgesetzt es ist ausreichend und das richtige ATF (ATF+4) drin:
Der 2003er sollte das (5)45RFE-ATG drin haben, vom Baujahr her noch mit dem alten Solenoidpack.

In R sind nur die Low/Reverse und die Reverse-Kupplungen aktiv.
Und lediglich der Line Pressure Solenoid. Das ist der, der seitlich am Solenoidpack montiert ist.
Die auch sonst harten Schaltvorgänge deuten auf einen Defekt dessen hin.

Evtl ist auch nur die Akkumulatorplatte abgelöst/verbogen durch Verlust der Befestigungsschrauben, wäre nicht die Erste, da gibt es eine verstärkte Ausführung.
Der Low/Reverse-Akkumulator sitzt ganz außen und eine Undichtigkeit dort lässt den Hydraulikdruck in die Wanne ab, statt ihn zum Servo zu leiten. Bei den anderen Akkumulatoren, konnte der Druck noch ausreichen um zu schalten, aber zu spät und zu hart.

Das ATG hat zwei von außen zugängliche Speedsensoren, einer vorne, einer hinten, könnten auch falsche Werte liefern, aber ohne DTCs ist das Stochern im Nebel.
 
Hallo greenhorn126,

besteht das Problem mit deinem Getriebe noch?
Mein Getriebe hatte vor zwei Jahren auch die "Grätsche" gemacht.

Falls du eine zuverlässige Adresse zur Getriebe-Instandsetzung suchst, medle dich gerne.
Gruß,
Micha J.
 
Thema: Cherokee KJ mit Getriebesorgen

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