Cherokee Chief von 1980

Diskutiere Cherokee Chief von 1980 im Forum Buildups im Bereich Jeep Modelle & Technik - Hallo zusammen, wir suchen seit einiger Zeit ein SJ Model. Jetzt haben wir eins gefunden, aber es gibt ein paar Hürden, bei denen ich auf Eure...
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Saginaw Model 708 Power Steering Gear rebuild...
Wer auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist, sollte das mal versuchen ;-)

Die Stars des heutigen Abends
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Los geht's. Zum warm werden habe ich erstmal mit dem einen Teflonring und der darunter liegenden Dichtung bekonnen.
Runter geht, da man hier ja auf nichts aufpassen muss. Der O-Ring ist natülich auch kein Problem.
Der Teflonring ist aus der Packung in einer größe die perfekt in die Nut passt. Der muss aber erstmal über den Kolben, also voooorsichtig dehnen und gaaanz langsam mit etwas Öl drüber schieben.
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Der Teflonring hält einiges aus, aber...
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Jetzt ist er geweitet und passt so auf keinen Fall ins Gehäuse...

Versuch 1
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leider liegt das nicht komplett an, d.h. an der Stellschraube entsteht ein Hohlraum in den sich der Teflonring drückt

Versuch 2
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das klappt besser. Ideal wäre eine Schlauchschelle gewesen, in der Größe hatt ich nichts da.
Nach ca. einer Stunde ist der Teflonring dann wieder kleiner geworden, geht so aber immer noch nicht ins Gehäuse.

Also Kabelbinder kürzen, dass er gerade so noch hält und ins Gehäuse einsetzen.
Der Verschluss des Kabelbinder ist auf 9 Uhr zu sehen, noch ist er nicht im Gehäuse und der Kabelbinder hält den Teflonring in Form
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Dann ein beherzter Schlag mit dem Schonhammer
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Mit dem neu erungenen Wissen, Teflon durch Komprimierung wieder schrumpfen zu können, geht es weiter
Der Mittlere ist echt nervig, den also zu erst...
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zum Schutz der Teflonringe habe ich ein Tuch dazwischen gelegt und mit einer Schlauchschelle der Reihe nach alle 3 Ringe "geschrumpft"
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In der Zwischenzeit kann man einiges vorbereiten.
Neue Dichtringe einsetzen
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Lager Ölen und den Retainer wieder drauf klopfen. Den verbiegt es leicht beim auseinanderbauen, ist aber kein Problem den wieder gerade zu bekommen.
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Dann die Lager vom Schneckenantrieb
1. Beilagscheibe 2. Walzenlager 3. Beilagscheibe
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und mit dem Pin in die Nut setzen
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Jetzt kann das ganze in das Gehäuse eingebaut werden.
Der Pin zeigt beim Einbau in die Richtung der Druckanschlüsse.

Den Abschluss erstmal nur Handfest eindrehen, die richtige Vorspannung macht man später
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Zuletzt bearbeitet:
Als erstes habe ich die beiden halbschalen mit Montagepaste beschmiert und die Kugeln eingesetzt.
Die Enden mit Montagepaste oder Vasinine verschließen, damit die Kugeln bei der Montage nicht rausfallen
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Den ersten Kolben - mit nur einem Teflonring - schiebt man so weit nach links, dass man an das rechte Loch für die Kugeln kommt.
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Dann geht es mit der Befüllung los
Eine Kugel ins Loch legen und rechts den Schneckenantrieb drehen. Falls das von Hand zu schwer geht, eine Grippzange nehmen.
In meinem Fall dreht man im Uhrzeigersinn, das Saginaw gibt es aber auch mit "progressiver" Lenkung. Nennt man die so?
Auf jeden Fall ist an dem Kolben das mittlere V dort tiefer. Da sind die Löcher anders angeordnet und man muss gegen den Uhrzeigersinn drehen um das zu befüllen.
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Wenn alle Kugeln eingefüllt sind folgt das vorbereitete "U" mit den Kugeln drin.
Sicherungsbügel drauf und mit den beiden Schrauben fest drehen.
In den Kolben mit einem Teflonring habe ich die Mutter vorab schon eingeschraubt, damit kann man, wenn der Kolben im Gehäuse ist, den Kolben leichter drehen, damit man besser an alle Schrauben kommt.
Ist teilweise echt eng.
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Weiter geht es mit dem Pitman
Den Kolben jetzt so drehen, dass die Verzahnung nach oben schaut und das mittlere "V" grob mittig mit dem hinteren Nadellager ist.
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Nadellager und Dichtringe Ölen, neue Dichtung für den Pitman einbauen - auf die Richtung achten, der Gummi steht auf einer Seite weiter raus - und einsetzen
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Dann das Geäuse schließen
Neue Dichtung, Aludeckel rein drücken - wenn er wackelt und die Nut für den Sicherungsring nicht überall frei ist, ist er mit der Dichtung verkanntet. Mit etwas Öl und hin und her kippen rutscht er dann komplett rein.
Auf den Deckel sollte keine Krauft aufgewendet werden mittels Presse o.ä. um den Sicherungsring einzusetzen.
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Jezt noch die Vorspannung für das Lager einstellen. Laut TSM auf 20Nm.
Mangels Drehmomentschlüssel für ein Schleppmoment habe ich das so eingestellt, dass man es mit der Hand gerade so noch drehen kann.
Dann die Kontermutter drauf drehen, dabei drauf achten, dass die Vorspannung sich nicht ändert.
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und es ist ready to go
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Anhänge

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Nicht schlecht der Specht...aber hast Du geprüft ob die Kugeln alle gleich groß sind? Nach meiner bisherigen Erfahrung sind die Hälfte der Anzahl kleiner. Manchmal erkennt man das an der Farbe (helle und dunklere), diese werden abwechselnd eingefüllt.

Welchen Durchmesser hat der Pitmanshaft? Wenn er 31,75mm hat hätte ich mit ein vernünftiges Nadellager (Koyo) eingebaut. Dieses hat durch mehr Nadeln eine bessere Auflagefläche an der Welle.

Nur so als Tipp....

Die 2 "Belagscheiben" am Nadellager der Lenkschnecke sind eigentlich wie Tellerfedern zu sehen. Die sind konisch und erzeugen den Druck auf das Lager (Vorspannung) durch das anziehen vom Lagerdeckel.

Grüße
 
Sehr interessanter Tipp, vielleicht ein bisschen spät, aber trotzdem danke
:)
 
@Martin1508
Hast Du mal einen Link für mich zu Deinem Beitrag, ich finde den nicht.

und was für eine Funktion haben die unterschiedlichen Kugeln?
 
Deine Kugeln sehen alle gleich aus. (Nicht hell und dunkel) Ich denke das ist gut so.
Die dunklen sind -meine ich - graphitiert. Soll wohl die Reibung zwischen den Kugeln mindern.

Haben die Truck Modelle nicht immer das "variable" Lenkgetriebe? Im CJ hab ich auch eins. Sehr angenehm gegenüber dem "constant ratio".
Steht am Anfang des Kapitels 2L.
 
Deine Kugeln sehen alle gleich aus. (Nicht hell und dunkel) Ich denke das ist gut so.
Die dunklen sind -meine ich - graphitiert. Soll wohl die Reibung zwischen den Kugeln mindern.

Haben die Truck Modelle nicht immer das "variable" Lenkgetriebe? Im CJ hab ich auch eins. Sehr angenehm gegenüber dem "constant ratio".
Steht am Anfang des Kapitels 2L.
Falsch, die haben einen anderen Durchmesser. Der Unterschied ist zwar wenn im hundertstel Bereich. Als ich das Upgrade auf Durango LG gemacht habe hatten alle Kugeln die gleiche Farbgebung jedoch unterschiedliche Durchmesser (mit einem Projektor gemessen). Dadurch reduziert sich die Reibung und nicht durch Graphit. Was passiert mit Graphiteinlagerungen wenn da Fett oder Öl dran kommt? Der Effekt der "Schmierung" ist weg und somit auch die Reibreduzierung. Deshalb unterschiedliche Durchmesser.

Ist nur eine Darstellung und keine Besserwisserei, OK?

Grüße
 
Ist nur eine Darstellung und keine Besserwisserei, OK?
Danke Martin,
ich finde das sehr wichtig, dass Du hier was dazu schreibst. Mir ist das mit den unterschiedlichen Kugeln einfach durch gegangen...

Hier nochma eine Vergrößerung meiner Kugeln. Ich finde schon, dass man bei meinen Kugeln einen Unterschie in der Farbe sieht, die 3 ganz unten vom "Pfeil" sind definitiv dunkler. Wenn ich das auf dem Bild richtig sehe sind es 12 dunklere...
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Gut, dann mach ich das lieber nochmal auf und sortiere die Kugeln um, ist ja nicht der riesen Aufwand und dann fühlt es sich auch besser an.
 
Wichtig bevor Du den Pitmanshaft mit dem Deckel einbaust: ein paar Mal durch drehen an der Lenkschnecke die Lenkmutter (der große "Kolben) von Anschlag zu Anschlag verschieben und schauen ob evtl eine oder mehrere Kugeln im Gehäuse liegen. Die Kugeln können innerhalb der Lenkmutter falsch abbiegen durch eine interne Bohrung welche die Gänge verbindet.

Falls etwas unklar ist einfach melden.

Viel Erfolg!
 
Danke an Martin für den Tipp mit den Kugeln.
Ich habe sie nochmal raus genommen und gereinigt.
Man sieht hier ganz gut die unterschiedliche Farbe und kann den Unterschied auch messen.
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die dunklen sind kleiner
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Die Welle soll sich im eingebauten Zustand mit 0.4 - 1.1Nm drehen.
Wenn man das Spezialwerkzeug nicht hat, kann man eine 18mm Langnuss nehmen, die passt perfekt
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Der Bremskraftverteiler ist gerade gut zu erreichen. Solltest du dir ansehen oder gleich einen Neuen ordern. Wenn Motor/ Getriebe drin sind kommst du ganz beschissen ran. Erst recht mit Fächern.
Beim Wrangler YJ sitzt der, wenn ich mich recht erinnere, gleich oben neben dem Hauptbremszylinder. Vielleicht ne Option den zu relocaten?
Beim CJ ist er ähnlich dämlich verbaut. Wollte den auch schon immer mal umsetzen... Falls du die Bremsleitungen noch neu machst, schnell gemacht...
 
Danke für den Tipp, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Kommt sofort auf den Zettel ;-)
 
Thema: Cherokee Chief von 1980

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