Bei den Schläuchen habe ich mich für Continental entschieden. Der untere Schlauch entspricht ziemlich genau dem Original.
Der obere Schlauch hält sich ebenso ziemlich genau an das Original. Auch wenn es auf dem Foto nicht so ausschaut. Insgesamt ist der Continental-Schlauch aber ganze 2,5 cm kürzer als der originale Schlauch (ohne Schlauchadapter). Für die Montage sind die fehlenden Zentimeter aber irrelevant.
Mit einem Blatt Papier, welches man um den Schlauch wickelt, kann man sehr gut die Markierung für den Schnitt anzeichnen.
Die abgenommenen Schlauchadapter. Hier kann man beeindruckend die Arbeit des Silikats bewundern. Ein hauchdünner, geschlossener Film, welcher das Metall komplett abschirmt. Keine Chance für Rost.
Im Unterschied zu vielen anderen Schlauchadaptern von 5.9ern, gibt es hier keinerlei Handlungsbedarf. Die Silikatschicht habe ich natürlich nicht angerührt. Wer über Jahrzehnte so gute Arbeit leistet, darf bzw. muss bleiben.
Silikatfreie OAT Kühlmittel, Prestone und Co. tragen diesen Schutzfilm übrigens innerhalb kürzester Zeit ab. Gleiches gilt natürlich auch für silikathaltige Kühlmittel, welche deutlich über dessen Wechselintervall drin gelassen wird.
Die Feder wieder in den zurechtgeschnittenen unteren Schlauch eingesetzt.
Oberer und unterer Kühlerschlauch fertig für den Einbau.
Den unteren Kühlerschlauch wieder montiert.
Den Oberen wieder montiert.
Da der Gewebeschlauch als Schutz für den Kühlwasserschlauch im Bereich des Klimakompressors nichts taugt, mir diese Originallösung optisch sowieso nicht gefallen hat...
...habe ich einen exakt passenden Silikonschlauch als Abstandshalter montiert. Schaut nun nicht mehr so dahin gewürfelt aus und vor allem gibts tatsächlich keinerlei Kontaktfläche mit dem Kühlwasserschlauch mehr.
Zum Entlüften kann ich
dieses Set wirklich empfehlen. Rechts ist das zu sehen, was man für den Kühlwasserwechsel beim Häuptling benötigt. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so ausschaut, Adapter A passt perfekt. Die Verwendung dieses Trichters verkürzt die Prozedur des Entlüftens deutlich. Man hat gleich beim ersten Durchlauf sämtliche Luft aus dem System.
Den Motor im Stand warmlaufen lassen. Wenn das Thermostat den großen Kühlkreislauf aufgemacht hat, auch mit erhöhtem Leerlauf entlüften. Bei mir z.B. sind die Schläuche runter zur Standheizung bei Standgas kalt geblieben. Erst ein bisschen mehr Geschwindigkeit im System hat die Luft dann dazu bewegt, Richtung Ausgang zu wandern. Vom Fahrersitz aus kann man gut das Blubberspiel im Trichter beobachten. Darauf achten, dass immer ausreichend Wasser/Kühlmittel (mischt sich rasend schnell) im Trichter steht. Wenns da drin dann ruhig geworden ist, den Motor wieder abkühlen lassen. Es kommt hoffentlich niemand auf die Idee, den Trichter bei noch heißem Kühlmittel abzunehmen. Während dieser Abkühlphase darauf achten, dass im Trichter noch ausreichend Kühlmittel steht. Da der Adapter den Ausgleichsbehälter vom Rest des Kühlsystems abschneidet, kann sich der Kühler keine Flüssigkeit von dort ziehen. Er nimmt sich fehlende Flüssigkeit durch Volumenverkleinerung bei der Abkühlung somit aus dem Trichter. Wenn der Motor wieder kalt ist, Stöpsel in den Trichter und abnehmen. Beim Herausnehmen des Adapters darauf achten, dass dessen Dichtung mitkommt und nicht im Kühleranschluss heften bleibt.
Jetzt noch den Ausgleichsbehälter auffüllen und fertig ist der Kühlwasserwechsel.
Wer übrigens den Kühlwasserwechsel nicht nach Herstellervorgabe macht, die beiden! Ablassschrauben des Motorblocks also nicht herausdreht, sollte es tunlichst vermeiden Fertigmischungen zu verwenden. Insbesondere wenn man mehrere Runden mit klarem Wasser "fährt" oder durchspült, um das restliche Kühlmittel durch Verdünnung herauszubekommen.
Da eine nicht unerhebliche Menge Wasser im Block zurückbleibt, senkt man bei der Verwendung von Fertigmischungen dessen Kühlmittelanteil deutlich. Das reicht bei unseren milden Wintern dann vielleicht noch als Frostschutz. Ausreichender Korrosionsschutz ist damit aber nicht mehr gewährleistet. Genauso unvorteilhaft wäre es in diesem Fall natürlich, ein Konzentrat vorgemischt hineinzukippen. Ist dann ja auch nichts anderes als eine Fertigmischung, die direkt vor Ort hergestellt wird.
Da die Menge an zurückgebliebenen Wasser unbekannt ist, fängt man einfach mit der erforderlichen Menge an Kühlmittelkonzentrat an. Hier braucht man sich nur an der Angabe des Herstellers zur Gesamtfüllmenge zu orientieren. Beim 5.2/5.9 sind es 14,1 Liter. Das variiert ein wenig, je nachdem was man vielleicht an Änderungen am Kühlsystem vorgenommen hat. Bei mir z.B. eine Standheizung. Aber an dem Wert kann man sich orientieren. Es sollten also mind. 7 Liter Kühlmittelkonzentrat im System landen. Dieses kippt man nun zuerst unverdünnt in den Kühler. Wie viel Wasser jetzt noch nachgekippt werden muss, wie viel sich noch im System befindet, ist unerheblich. Wenn das System blasenfrei entlüftet ist, hat man mind. 50% Konzentrat im Kühlwasser.
Bei der Gelegenheit gabs dann auch gleich noch einen neuen Antriebsriemen.
Alles wieder zurück gebaut. Startklar für die kommende Saison.